

Klinisch Relevant Podcast
Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm, Prof. Markus Wübbeler
Klinisch Relevant ist Dein Wissenspartner für das Gesundheitswesen. In unserem Podcast liefern wir Dir 3x/Woche, nämlich dienstags, donnerstags und samstags, Fachwissen in Deinen klinischen Alltag. Damit wollen wir die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Medizin und damit die Qualität der Patient*innenversorgung verbessern.
Du arbeitest in einem medizinischen Fachberuf oder interessierst Dich für medizinische Themen? Dann bist Du hier genau richtig.
Mehr Informationen unter https://klinisch-relevant.de
Klinisch Relevant
Intelligence for healthcare professionals
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Jun 8, 2021 • 38min
Kontrakturen: was Du wissen solltest - mit Michaela Friedhoff * Pflegewissenschaft
Definition, Prophylaxe und Behandlung von Gelenkkontrakturen
Kontrakturen
Der Klinisch Relevant Podcast liefert den Gesundheitsberufen kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst. Im heutigen Beitrag geht es um das Thema Kontrakturen, die Prophylaxe, Entstehung, Studienlage und Praxistipps zur korrekten Anwendung.
Cochrane Review zum Thema der Wirksamkeit von passiver Durchbewegung / Streching:
Harvey LA, Katalinic OM, Herbert RD, Moseley AM, Lannin NA, Schurr K. Stretch for the treatment and prevention of contracture: an abridged republication of a Cochrane Systematic Review. J Physiother. 2017 Apr;63(2):67-75. doi: 10.1016/j.jphys.2017.02.014. Epub 2017 Mar 14. PMID: 28433236.:
Contractures are a common complication of neurological and non-neurological conditions, and are characterised by a reduction in joint mobility. Stretch is widely used for the treatment and prevention of contractures. However, it is not clear whether stretch is effective. This review is an update of the original 2010 version of this review.
Objectives: The aim of this review was to determine the effects of stretch on contractures in people with, or at risk of developing, contractures. The outcomes of interest were joint mobility, quality of life, pain, activity limitations, participation restrictions, spasticity and adverse events.
Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28433236/
Kontrakturen - Ein Pflegefehler? Lassen sich Kontrakturen sicher vermeiden? Eher nicht. Zu vielfältig sind ihre Ursachen, zu komplex das Geschehen. Dennoch kommt der Prophylaxe von Kontrakturen eine wichtige Rolle zu. Zielführend ist dabei vor allem eine individuelle Bewegungsförderung.
Verfügbar unter: https://www.bibliomed-pflege.de/sp/artikel/30235-kontrakturen-ein-pflegefehler
Erworbene Kontrakturen der Gelenke im höheren Lebensalter: Eine systematische Literaturanalyse Die freie Beweglichkeit in den Gelenken, insbesondere der Extremitäten, ist eine Grundlage ungehinderter Mobilität und Autonomie im hohen Alter. In internationalen Publikationen wird eine Kontrakturprävalenz von 15% bis über 70% bei älteren Patienten im Krankenhaus genannt. Die spezifischen Merkmale der untersuchten Populationen und Settings, aber auch unterschiedliche Definitionen und Methoden der Datenerhebung dürften für diese Variation verantwortlich sein. Kontrakturen führen zu zusätzlichem Pflegeaufwand. Die unlängst verabschiedeten Transparenzkriterien für die Qualitätsbeurteilung der stationären Altenhilfe beinhalten auch Items zur Einschätzung des Kontrakturrisikos und zur Kontrakturprophylaxe. Hierzu bedarf es einer einheitlichen Definition der Kontraktur. Die Literaturanalyse hatte zum Ziel, die in klinischen Studien zugrunde gelegte Definition der Kontraktur zu sichten.
Verfügbar unter: https://www.springermedizin.de/erworbene-kontrakturen-der-gelenke-im-hoeheren-lebensalter/8374986

Jun 5, 2021 • 43min
Schlafstörungen: was kann helfen? - mit Dr. Carolin Marx-Dick
Psychotherapeutin und Schlafexpertin Dr. Carolin Marx-Dick im Gespräch über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen
Schlafstörungen
In unserem heutigen Klinisch Relevant Podcast möchten wir über etwas sprechen, das täglich ca. einen Drittel unseres Tages einnimmt und in vielerlei Hinsicht essentiell für die Physis und Psyche ist: Schlaf. Mit Frau Dr. Carolin Marx-Dick, Psychotherapeutin und Expertin für Schlafgesundheit, haben wir die perfekte Ansprechpartnerin gefunden, um für euch über die verschiedenen Aspekte von Schlafstörungen zu sprechen – natürlich ohne dabei einzuschlafen. Wir hoffen ihr findet das Thema genauso spannend wie wir und könnt viele Erkenntnisse mit ins Schlafzimmer nehmen.
Wir haben für euch heute in Erfahrung gebracht,:
wie die Schlafstörungen klassifiziert werden,
welche Folgen Schlafstörungen nach sich ziehen,
wie der normale Schlafzyklus aufgebaut ist und welche Phasen besonders wichtig für erholsamen Schlaf sind
und welche Faktoren einen schlechten Einfluss auf das Ein- und Durchschlafen haben.
Weiterhin wirst du lernen,:
welche Tipps unsere Expertin für guten Schlaf geben kann,
wann und ob man bei Schlafstörungen diagnostische Schritte einleitet,
wann welche medikamentösen Therapien sinnvoll sind
und was es mit dem weit verbreiteten Begriff „Schlafhygiene“ auf sich hat.
Viel Spaß wünscht euch euer Team von Klinisch Relevant!
Buchempfehlung:
Marx-Dick, C. (2021): „Mein Schlaf-Gut-Journal“, Fischer & Gann, 1. Auflage
Tickets zu unserer nächsten Live Online-Fortbildung am 21.06.2021 um 20 Uhr zum Thema "Pharmakotherapie bei geriatrischen Patient*innen" mit Prof. Baum aus Münster findest Du hier:
https://fortbildung.klinisch-relevant.de/s/klinischrelevant/pharmakotherapie-bei-geriatrischen-patient-innen-mit-prof-sebastian-baum?

Jun 1, 2021 • 36min
Autismus-Spektrum-Störungen - mit Prof. Leonhard Schilbach * Psychiatrie
Definition, pathophysiologische Grundlagen und therapeutische Ansätze
In unserem neuen Klinisch Relevant Podcast haben wir Prof. Dr. Schilbach, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums Düsseldorf, zu Gast. Mit ihm besprechen wir Störungsbilder, die den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zugeordnet werden und als Autismus-Spektrum-Störung bezeichnet werden. Autismus ist immer wieder ein gesellschaftliches Gesprächsthema, welches fälschlicherweise häufig als Nebenwirkung von Impfungen diskutiert wird. Wir möchten heute allerdings das Thema für euch ganz allgemein beleuchten und euch die wichtigsten Fakten zu diesen Störungen liefern.
Wenn ihr euch schon immer gefragt habt,:
was Autismus überhaupt ist,
worin sich autistische Störungsbilder unterscheiden,
wie sich die Störungen klinisch präsentieren,
und welche Probleme die Betroffenen im Alltag haben,
dann lohnt es sich auf jeden Fall in unseren Podcast einzuschalten.
Am Ende des Podcasts, wisst ihr unter anderem,:
welche Ursachen bekannt sind,
was es mit den ADOS- und AQ-Testungen auf sich hat,
welche Auffälligkeiten in der Hirnaktivität beobachtet werden konnten,
und welche therapeutischen Ansätze verfolgt werden.
Wir wünschen euch wie immer viel Spaß und viele neue Erkenntnisse!

May 29, 2021 • 42min
Unterstützte Kommunikation - mit Janina Haist * Logopädie
Wie man Menschen mit eingeschränkter lautsprachlicher Kommunikationsfähigkeit unterstützen kann
Unterstützte Kommunikation
Unterstützte Kommunikation (UK)
Ein wertvoller Baustein in der Sprach- und Sprechtherapie
Ein Podcast-Interview mit der akademischen Sprachtherapeutin Britta Münzer und der Logopädin Janina Haist über Unterstützte Kommunikation.
Herzlich Willkommen zu einer neuen Podcastfolge von Klinisch Relevant.
Heute ist Britta Münzer, unserer Expertin für den Bereich Logopädie, mit ihrer Kollegin Janina Haist im Gespräch über den Einsatz von Unterstützter Kommunikation in der Sprachtherapie.
Obwohl es in der Sprach- und Sprechtherapie im Wesentlichen immer um Kommunikation geht, taucht unterstützte Kommunikation oft nur als Randerscheinung in der logopädischen Ausbildung auf. Dementsprechend hoch ist bei vielen Therapeuten die Hemmschwelle, UK gezielt in ihre therapeutische Arbeit mit einzubeziehen. Teilweise werden Elemente der UK, wie Bildsymbole und Gesten verwendet, ohne dass es der Therapeutin bewusst ist, dass es sich hier schon um UK handelt.
Was ist UK?
Darunter versteht man Maßnahmen zur Verbesserung der kommunikativen Möglichkeiten bei Menschen, die sich lautsprachlich nicht oder nur eingeschränkt ausdrücken können
Wer sich mit UK beschäftigt, begegnet auch immer wieder Vorbehalten wie, UK würde die Sprachentwicklung behindern oder könne erst eingesetzt werden, wenn im Bereich der Lautsprachanbahnung alle Mittel ausgeschöpft seien.
In unserem Podcast räumen wir mit möglichen Vorurteilen auf und informieren über:
Linkbeschreibung
• Zielgruppen, bei denen UK erfolgreich eingesetzt werden kann
• den richtigen Zeitpunkt für den Einsatz von UK
• unterschiedliche Kommunikationshilfen, wie:
körpereigene Kommunikationsmittel
körperfremde nicht-elektronische Kommunikationshilfen
körperfremde elektronische Kommunikationshilfen
• Methoden, um Klienten an den Gebrauch der Kommunikationshilfe heran zu führen
• Anregungen, UK im Lebensalltag zu integrieren
• eine Möglichkeit sich zur Fachtherapeutin UK weiter zu bilden
Weitere Informationen unter folgenden links:
Materialien:
www.uk-couch.de, kostenloser download von Spielvorlagen
www.metacom-symbole.de, kostenloser Download von Symbolen und Spielmaterial
Beratungsstellen für UK:
https://www.gesellschaft-uk.org/familien/beratung.html
https://www.fbz-uk.uni-koeln.de/einrichtungen/uk-beratungsstelle
https://www.uk-beratungsstelle.uni-halle.de/

May 25, 2021 • 27min
Fasttrack- der Notfall-Podcast - mit Sebastian Schiffer und Andreas Müller * Notfallmedizin
Warum Ihr den Fasttrack-Podcast unbedingt abonnieren solltet!!
Wir möchten euch heute zwei Kollegen vorstellen, die es nach ihrer Ausbildung in Deutschland in die Schweiz verschlagen hat, um dort als Experten für Notfallpflege im Kantonspital Baden tätig zu sein. Sebastian Schiffer und Andreas Müller haben gemeinsam das sehr informative Podcast-Format „Fasttrack – Der Notfall-Podcast“ ins Leben gerufen und vermitteln so ihren Zuhörern essentielles Wissen rund um die Notfallpflege.
In dieser Folge erfahrt ihr:
mehr zu den Gründern des Podcast-Formates und was sie dazu bewogen hat, Podcasts aufzunehmen,
welche Themen vordergründig behandelt werden und weshalb es sich auf jeden Fall lohnt in die Podcastfolgen einzuschalten,
welche Unterschiede es zwischen Deutschland und der Schweiz hinsichtlich der Ausbildung und Organisation der Notfallpflege gibt
und noch vieles mehr!
Viel Spaß beim Zuhören wünscht euch euer Klinisch Relevant Team!
Damit ihr gleich im Anschluss bei „Fasttrack – Der Notfall-Podcast“ einschalten könnt:
https://www.fasttrack-notfall.com/podcast/

May 22, 2021 • 19min
Harnschau: was der Urin alles über uns aussagen kann - mit Prof. Markus Wübbeler * Pflegewissenschaft
Die makroskopische Urinanalyse: was ist im Hinblick auf Menge, Konsistenz und Farbe "normal"?
Harnschau
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden. Im heutigen Beitrag geht es um das Thema Harnschau, Typisierung des Harns, pathologische Auffälligkeiten und diagnostische Empfehlungen.
The Human Urine Metabolome. Souhaila Bouatra, Farid Aziat, Rupasri Mandal, An Chi Guo, Michael R. Wilson, Craig Knox, Trent C. Bjorndahl, Ramanarayan Krishnamurthy, Fozia Saleem, Philip Liu, Zerihun T. Dame, Jenna Poelzer, Jessica Huynh, Faizath S. Yallou, Nick Psychogios, Edison Dong, Ralf Bogumil, C ornelia Roehring, David S. Wishart.
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0073076:
Urine has long been a ‘‘favored’’ biofluid among metabolomics researchers. It is sterile, easy-to-obtain in large volumes,largely free from interfering proteins or lipids and chemically complex. However, this chemical complexity has also madeurine a particularly difficult substrate to fully understand. As a biological waste material, urine typically contains metabolic breakdown products from a wide range of foods, drinks, drugs, environmental contaminants, endogenous waste metabolites and bacterial by-products. Many of these compounds are poorly characterized and poorly understood. In an effort to improve our understanding of this biofluid we have undertaken a comprehensive, quantitative, metabolome-wide characterization of human urine. This involved both computer-aided literature mining and comprehensive, quantitative experimental assessment/validation.
_Urin - eine Entdeckungsreise durch Niere, Blase und Co. DOI _
https://doi.org/10.1007/978-3-662-59687-6:
Text des Verlags: Wasserlassen, was passiert da eigentlich? Wie entsteht Urin und welche Wege durchläuft er, bis er den Körper verlässt? Lassen Sie sich aufklären über interessante Fakten und Mythen rund um den wertvollen Körpersaft. Mit Tiefgang und hohem Informationsgehalt, aber vor allem mit viel Humor stellt Ilona Kühlmann die tabuisierte Flüssigkeit mit allen mitwirkenden Organen in den Mittelpunkt. Verständlich und mit einer Vielzahl an heiteren und kuriosen Geschichten rund ums „Pipi“ erkundet sie die geheimnisvolle Welt der Urologie und der Nephrologie und beantwortet kenntnisreich zahlreiche spannende Fragen.

May 18, 2021 • 41min
Beatmung für Anfänger - mit Ingmar Finkenzeller
Hier sprechen wir über folgende Themen: Welche Gründe gibt es für eine Beatmung? Welche Formen der Beatmung gibt es? Welche Beatmungs-Modi braucht man in welchen Situationen?
Beatmung für Anfänger
In diesem Podcast sprechen wir über ein sehr relevantes Thema aus der Anästhesie, das seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie für die breite Gesellschaft präsent ist und auch in anderen medizinischen Fachbereichen an Bedeutung gewonnen hat, und zwar über die Beatmung von Patienten. Als Experten haben wir heute wieder Ingmar Finkenzeller, Facharzt für Anästhesie in der Universitätsmedizin Göttingen und Gründer des „Young Urban Anesthesiologists“-Podcasts, zu Gast.
Wenn du wissen willst:
• für welche Patientengruppen eine Beatmung überhaupt notwendig ist,
• was man unter invasiver und nicht-invasiver Beatmung versteht,
• welche verschiedenen Beatmungsmodi es gibt und
• wie man den Beatmungserfolg monitoren kann,
dann bist du hier genau richtig!
Wir möchten dein Grundlagenwissen zum Thema Beatmung auffrischen. Daher wirst du nach diesem Podcast unter anderem wissen:
• was es mit dem Stufenschema hinsichtlich der Invasivität der Beatmung auf sich hat,
• was mit CPAP, CPAP ASB, BIPAP gemeint ist,
• welche verschiedenen Beatmungsmodi eingesetzt werden und welche Vorteile sie haben,
• was der Unterschied zwischen einer Tracheotomie und einer Koniotomie ist
und noch vieles mehr!
Zum Nachschlagen haben wir für euch noch diese nützlichen Links:
• https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/001-021l_S3_Invasive_Beatmung_2017-12.pdf
Podcast von Ingmar und Kollegen: "Young urban anaesthesiologists"

May 15, 2021 • 44min
Antidepressiva in der Geriatrie - mit Prof. Sebastian Baum * Pharmakologie/Geriatrie
Welche Antidepressiva kannst Du wie und warum bei geriatrischen Patienten einsetzen?
Antidepressiva in der Geriatrie
Mit Prof. Dr. Sebastian Baum sprechen wir heute über Antidepressiva aus verschiedenen Wirkstoffgruppen. Wir haben für euch unter anderem in Erfahrung gebracht, welche wichtigen Kontraindikationen der verschiedenen Medikamente man im Hinterkopf behalten muss, welche Nebenwirkungen auftreten können und welche Subtanzen für den Einsatz bei geriatrischen Patienten geeignet sind.
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
Citalopram: Nicht bei Patienten, die bereits ein Long-QT-Syndrom (LQTS) haben oder mit einem Medikament behandelt werden, welches potenziell ein LQTS auslösen könnte (Amiodaron, Fluconazol, Antipsychotika, Melperon)
Escitalopram: Nicht bei Patienten, die bereits ein LQTS haben oder mit einem Medikament behandelt werden, welches potenziell ein LQTS auslösen könnte (Amiodaron, Fluconazol, Antipsychotika, Melperon)
Sertralin: Hat diese KI nicht.
Hyponatriämie: Bei geriatrischen Patienten häufig. Könnte auf Verdünnungseffekte aufgrund von Wassereinlagerungen oder medikamentöse Therapien zurückzuführen sein. 5 % der Hyponatriämien sind auf Medikamente (Antidepressiva wie Venlafaxin oder Carbamazepin, Antipsychotika, Diuretika) zurückzuführen.
Nebenwirkungen: Motorische Unruhe (Antriebssteigernd), kann ein Delir begünstigen, GI-Blutung, Intrazerebrale Blutung
Dosierung: Insgesamt eher niedrigere Dosierungen beim Start
• Venlafaxin (Gehört zu den SSNRI, siehe unten): Unter 150 mg kommt es häufig nicht zu den gewünschten Effekten. Dosierungen meist zwischen 150 – 225 mg. Bei höheren Dosierungen sollte der Plasmaspiegel regelmäßig überprüft werden.
• Citalopram: 10 mg Anfangsdosis. Maximal 20 mg empfohlen.
• Sertralin: Start mit 50 mg/Tag bis max. 200 mg/Tag aufdosierbar.
Bei oraler Antikoagulation z.B. mit Marcumar, empfiehlt es sich aufgrund des Blutungsrisikos ein SSNRI zu nehmen oder auf „neue“ orale Antikoagulantien (NOAK) umzusteigen.
Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSNRI)
Venlafaxin: Antidepressivum der Wahl, wenn SSRI nicht in Frage kommen. Geringeres Blutungsrisiko, erfahrungsgemäß weniger LQTS und gut verträglich. Absetzen des Medikamentes dauert etwas länger.
Dosierung: 1 x täglich mit Retardtabletten morgens/mittags. Abendliche Gabe von SSRI und SSNRI machen eher mal eine Schlafstörung.
Venlafaxin und Duloxetin: Auch für Schmerzpatienten geeignet. Daher können diese beiden Medikamente genutzt werden, um sowohl die Schmerzkomponente als auch die Depression zu behandeln. Jeweils auch mit Mirtazapin (max. 15 mg) kombinierbar um Schlafstörungen zu behandeln.
Nachteile:
• Das Absetzen dauert lange (bis zu einem Jahr)
• Beim Venlafaxin liegen Retardtabletten vor, die für Patienten mit Sonden nicht zerkleinert werden dürfen. Hier ist das Duloxetin eher geeignet.
Mirtazapin (Nicht den SSRI oder SSNRI zugeordnet):
• Einschlaffördernd.
• Start: 7,5 – 15 mg; Maximaldosis: 45 mg/Tag
• Wirkt appetitssteigernd
• Kann zu einer Augmentation der Restless-Legs-Symptomatik führen
Trizyklische Antidepressiva
Werden aktuell in der Regel umgestellt auf andere Antidepressiva
Bei wenigen Schmerzpatienten von Vorteil oder wenn bestimmte Konstellationen vorliegen
Grund für das Absetzen bei geriatrischen Patienten:
• Stark anticholinerg
• Fahrtüchtigkeit eingeschränkt
Opipramol
Wird auch als „dirty drug“ bezeichnet, da sehr unselektiv
Wirken peripher und zentral
Sollte vorzugsweise ausgetauscht werden
Augmentationstherapie
Olanzapin wurde lange bei jüngeren Patienten eingesetzt
Quetiapin hat sich bei älteren Patienten etabliert
• Initial niedrig dosieren
• Kann zu einer gravierenden Hypotonie führen
• Bei 25 bzw. 50 mg kann es sedierend wirken
Mood-stabilizer
Lithium: Bei geriatrischen Patienten an die Lithium-Intoxikation denken und engmaschig kontrollieren.
Valproat: CYP-Induktor. Wird daher zurückhaltend genutzt bei geriatrischen Patienten.
Pregabalin

May 11, 2021 • 32min
Roboter-gestüztes Gehtraining und Exoskelette in der Physiotherapie - mit Fabian Moll * Physiotherapie
Wie Roboter-gestütztes Gehtraining spastische Gangstörungen bessern kann
Roboter-gestüztes Gehtraining und Exoskelette in der Physiotherapie
Patienten mit infantiler Zerebralparese (ICP) kämpfen oft mit lebenslangen Einschränkungen und einem immobilitäts-bedingten hohen Sterberisiko. In einer weltweit ersten randomisierten klinischen Kontrollstudie mit pädiatrischen ICP Patienten wird in der Klinik für Manuelle Therapie (Hamm) der Einfluss roboter-assistiertem Gehtrainings mit dem Hybrid Assistive Limb (HAL®) System auf die Gehfähigkeit untersucht.
Das HAL® Exoskelett ist ein EMG gesteuertes Exoskelett, welches mittels vier Elektromotoren die Bewegungen der unteren Extremitäten verstärken und individuell unterstützen kann.
Weitere Impressionen zum HAL Projekt und dem praktischen Einsatz des HAL findest du unter
https://youtu.be/zeySwhjdgj8 und
https://youtu.be/xE3AMKz_dWw
Das Interview führt Prof. Dr. C. Grüneberg mit Fabian Moll. Fabian ist Physiotherapeut mit OMT Qualifikation und hat an der HS Osnabrück sein Masterstudium in muskuloskelettaler Therapie absolviert. Er arbeitet seit Ende 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem HAL® System in Hamm und behandelt als Physiotherapeut Schmerzpatienten. Zusätzlich arbeitet Fabian mit „Physio Consult Fabian Moll“ in den Bereichen OMT-Diagnostik und neurozentriertem Training mit Patienten mit komplexen Beschwerdebildern beratend und auf Anfrage.
Weitere Informationen: www.fabianmoll.de
Instagram: www.instagram.com/physio.consult/
Die Klinik für Manuelle Therapie, Klinik für Wirbelsäulen-, Gelenkleiden und Schmerztherapie ist eines der größten Schmerzzentren Deutschlands. Das multimodale und konservative Therapiekonzept beinhaltet Manuelle Medizin/Osteopathie, Psychotherapie, Physiotherapie, natürliche Heilmethoden sowie medikamentöse und interventionelle Schmerztherapie. Neben der stationären Schmerztherapie besteht eine Kinderstation zur Behandlung von primär pädiatrischen Patienten mit ICP. Weitere Informationen: www.kmt-hamm.de
Weitere Literatur zum HAL:
Mataki et al., 2018. https://doi.org/10.1186/s13104-018-3311-z
Matsuda et al., 2018a. https://doi.org/10.1589/jpts.30.207
Matsuda et al., 2018b. https://doi.org/10.1016/j.braindev.2018.04.004
Takahashi et al., 2018. https://doi.org/10.1589/jpts.30.1009

May 8, 2021 • 24min
Infektiöse Endokarditis - mit Dr. Andreas Barsuhn * Kardiologie
Infektiöse Endokarditiden: Klinik, Diagnostik und Therapie nach den aktuellen Leitlinien
Erregerbedingte Endokarditiden
Herzlich Willkommen zu einer weiteren Podcastfolge von Klinsch Relevant!
Wir sprechen heute mit Dr. Andreas Barsuhn wieder über ein Thema aus der Kardiologie, und zwar über die infektiöse Endokarditis. Er geht hierbei unter anderem auf die wichtigsten Erreger, den häufig vorkommenden Symptomen, der Diagnostik sowie der Therapie ein.
Viel Spaß und viele Erkenntnisse wünscht euch euer Team von Klinisch Relevant.
**Klassifikation **
Nicht-infektiöse Endokarditis: z.B. Libman-Sacks-Endokarditis im Rahmen des Systemischen Lupus erythematodes (SLE)
Infektiöse Endokarditis
Endokarditis-Teams
Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgen, Internisten, Mikrobiologen
Einsatz der Endokarditis-Teams hat sich im Rahmen der Betreuung von Endokarditis-Patienten positiv auf die Mortalität ausgewirkt.
Notwendigkeit der Endokarditis-Teams wird daher in den Leitlinien von 2015 hervorgehoben.
Stellenwert in der Klinik und häufigste Erreger
Sehr gefährliche Erkrankung mit potentiell letalem Ende.
Früher: Häufig posttraumatische Endokarditiden
Heute: Endokarditiden bei Patienten mit Prothesen, nosokomiale Endokarditiden
Diagnostik: Nachweis von typischen Erregern in zwei unabhängigen Blutkulturen.
Erreger: Streptococcus viridans, Staphylococcus aureus, Erreger der HACEK-Gruppe, Enterokokken, Coxiella burnetii
Lokalisation der Endokarditiden
Linksseitig häufiger: Aorten- und Mitralklappe
Rechtskardiale Klappen insbesondere bei i.v. Drogenabusus
Kongenitale Vitien
Kunstklappe vs. Bioklappe, Prävention
Therapie unterscheidet sich zwischen Nativklappen-Endokarditis und der prothetischen Endokarditis (s. unten).
TAVI: Auch hier sind Endokarditiden möglich.
Prävention: Prophylaktische Antibiotikagabe bei Hochrisikopatienten sowie Hochrisikoeingriffen. Dies gilt für beispielsweise Patienten mit Klappenprothesen, rekonstruierten Klappen, durchgemachter Endokarditis oder angeborenen Vitien.
Bei einer leichtgradigen Mitralklappeninsuffizienz wird keine Prophylaxe empfohlen.
Hochrisikoeingriffe: Zahnärztliche Eingriffe an der Gingiva
Wichtig: Desinfektion und steriles Arbeiten bei Venenkathetern, Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen
Endokarditisprophylaxe (30-60min vor dem Eingriff): Ampicillin, Amoxicillin, Clindamycin (bei Unverträglichkeit)
**Symptome **
Keine typischen Symptome für eine Endokarditis
Klinischer Verlauf sehr variabel und hängt vom auslösenden Erreger sowie dem Patienten ab
Fieber, Schüttelfrost, Schwitzen, Gewichtsverlust
Janeway-Läsionen
Osler-Knötchen
Petechien
Komplikationen: Septische Embolien, Klappenperforation, Klappendehiszenz
Diagnostik
Mikrobiologischer Nachweis mittels Blutkulturen
Transthorakale Echokardiographie: Nachweis der Vegetation, Abszess, Dehiszenz einer Prothese
Transösophageale Echokardiographie: Vor allem wenn schlechte Schallbedingungen vorliegen, der Patient bereits Prothesen, Herzschrittmacher oder endokardiale Sonden hat
Diagnosekriterien:
Dukes-Kriterien: Major- und Minor-Kriterien
Major: Positive Blutkulturen und Nachweis von Vegetationen bzw. eines neu aufgetretenen Vitiums.
Minor: Bekannte Herzvitien, i.v. Drogenabusus, Fieber, Immunologische Besonderheiten wie Glomerulonephritiden, Osler-Knötchen, vaskuläre Beteiligung, verschiedene mikrobiologische Befunde (Serologien, Abstriche)
Nachweis paravalvulärer Läsionen im Herz-CT
Suspekte Befunde im PET-CT
Nachweis von embolischen Geschehen in der bildgebenden Diagnostik
**Therapien **
Bekannter Erreger: In den Leitlinien ist für jeden Erreger die entsprechende Antibiotika-Therapie aufgelistet.
Unbekannter Erreger:
Empirische Therapie bei einer ambulant erworbenen Nativklappen-Endokarditis: Ampicillin, Flucloxacillin, Gentamicin
Endokarditis bei Klappenprothesen und nosokomial erworbene Endokarditiden: Vancomycin, Gentamicin, Rifampicin
Therapiedauer: 4-6 Wochen
OP-Indikationen:
Kardiogener Schock
Emobolien trotz adäquater Antibiose
Vegetationen, die eine bestimmte Größe überschreiten oder rasch an Größe zunehmen
Hier ist der Link zu den Tickets für unsere Live-Online Fortbildung am 12.05.2021:
https://fortbildung.klinisch-relevant.de/s/klinischrelevant/morbus-parkinson-was-ist-klinisch-relevant


