

Der Geschichtspodcast
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Geschichte ist lebendig und bleibt umstritten. Im Geschichtspodcast treffen aktuelle gesellschaftliche Debatten auf historische Tiefenschärfe.
Die Hosts von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Konrad-Adenauer-Stiftung beleuchten, wie Vergangenheit und Gegenwart sich verzahnen und welchen Einfluss historische Konflikte und Deutungen auf unsere Zeit haben. Themen aus dem 19. und 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt, anschaulich erzählt aus unterschiedlichen journalistischen und wissenschaftlichen Perspektiven.
Fundierte Analysen, lebendiges Storytelling und authentische Stimmen laden zur kritischen Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Deutungskämpfen und Wertewandel ein.
Neue Episoden erscheinen jeden Donnerstag – im Wechsel reguläre Folgen und Q&A-Episoden, in denen Fragen und Gedanken der Hörerinnen und Hörer aufgegriffen werden.
Für alle, die verstehen wollen, wie Geschichte unsere Debatten und unser Denken bis heute prägt.
Fotos und weiterführende Informationen zur Episode finden Sie auf der Podcastseite zur Iran-Folge auf "Geschichtsbewusst", dem Public-History-Portal der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Die Hosts von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Konrad-Adenauer-Stiftung beleuchten, wie Vergangenheit und Gegenwart sich verzahnen und welchen Einfluss historische Konflikte und Deutungen auf unsere Zeit haben. Themen aus dem 19. und 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt, anschaulich erzählt aus unterschiedlichen journalistischen und wissenschaftlichen Perspektiven.
Fundierte Analysen, lebendiges Storytelling und authentische Stimmen laden zur kritischen Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Deutungskämpfen und Wertewandel ein.
Neue Episoden erscheinen jeden Donnerstag – im Wechsel reguläre Folgen und Q&A-Episoden, in denen Fragen und Gedanken der Hörerinnen und Hörer aufgegriffen werden.
Für alle, die verstehen wollen, wie Geschichte unsere Debatten und unser Denken bis heute prägt.
Fotos und weiterführende Informationen zur Episode finden Sie auf der Podcastseite zur Iran-Folge auf "Geschichtsbewusst", dem Public-History-Portal der Konrad-Adenauer-Stiftung.
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Mar 26, 2026 • 1h 4min
Ölpreiskrise 1973: Am Tag, als es kein Benzin mehr gab
Der Geschichtspodcast
1973 steht die Bundesrepublik plötzlich still: leere Tankstellen, autofreie Sonntage, ein Land im Energieschock. Gemeinsam mit dem Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe blicken wir auf einen Moment, der die deutsche Politik dauerhaft auf Energiesicherheit ausrichtet.
Als im Herbst die Ölversorgung ins Wanken gerät, wird schlagartig klar, wie abhängig und verletzlich das westdeutsche Wirtschaftsmodell ist und wie schnell Öl zum geopolitischen Druckmittel werden kann. Die Krise markiert eine echte Zäsur. Diese Folge von „Der Geschichtspodcast“ von F.A.Z. und Konrad-Adenauer-Stiftung erzählt, wie der erste Ölpreisschock Politik und Wirtschaft neu sortiert.
Von kurzfristigen Notmaßnahmen und Sparappellen bis zu langfristigen Strategien wie Atomkraft, Nordsee-Öl und neuen Gasimporten. Und sie geht der Frage nach: Warum prägt diese Krise unser Denken über Energie bis heute?
Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe erklärt, wie sich das Verhältnis von Staat und Industrie damals verschiebt und warum gerade der Energiesektor bis heute besonders eng verzahnt bleibt.
Q& A-Fragen
Haben Sie Fragen an Werner Plumpe? Schreiben Sie uns! Außerdem interessiert uns:
Wie sollte unsere Gesellschaft heute mit Energieabhängigkeiten umgehen – und mit der Frage, welchen Preis wir für Versorgungssicherheit zu zahlen bereit sind?
Schicken Sie Ihre Fragen oder Kommentare gern an podcast@faz.de oder schicken Sie eine Sprachnachricht an das Podcast-Handy: 0172 - 778 2384.
Ihre Fragen und Kommentare besprechen wir in der Q&A-Folge, am Donnerstag, den 16. April. Einsendungen können gekürzt oder auszugsweise verwendet werden.
Hosts
Michael Götz (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Christine Brunzel (Konrad-Adenauer-Stiftung)
Gäste
Werner Plumpe, Prof. em. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Gerald Braunberger, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Quellen
Hohensee, Jens: Der erste Ölpreisschock 1973/74. Die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der arabischen Erdölpolitik auf die Bundesrepublik Deutschland und Westeuropa. Stuttgart 1996.
Eklhofer, Volker: Die Ölkrise der 70er- Rückblick auf eine folgenreiche Zeit. Bayerischer Rundfunk 2014.
Bührer Werner: Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik. BpB 2002.
Kreienbaum, Jonas: Das Öl und der Kampf um eine neue Weltwirtschaftsordnung. Die Bedeutung der Ölkrisen der 1970er Jahre für die Nord-Süd-Beziehungen. Berlin 2022.
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Mar 19, 2026 • 19min
Q&A zu Demokratie in Iran? Mossadegh und die Operation „Ajax“
Tim Eppenhans, Islamwissenschaftler und Historiker an der Universität Freiburg, bietet knappe historische Einordnungen zu Mossadegh und iranischen Machtverhältnissen. Es geht um Mossadeghs populistische Strategien und autoritäre Züge. Diskussionen behandeln Allianzen von Linken und Geistlichen, Kurdenfragen, den Namenswechsel Persien→Iran und Chancen für demokratische Entwicklung heute.

9 snips
Mar 12, 2026 • 1h 1min
Demokratie in Iran? Mossadegh und die Operation „Ajax“
Tim Epkenhans, Professor für Islamwissenschaft und Iran‑Historiker, liefert historische Kontextanalyse. Diskussion über die Nationalisierung des Öls, britische und US‑Interessen im Kalten Krieg sowie die Geheimoperationen von CIA und MI6. Analyse innerer gesellschaftlicher Kräfte: Bazaar‑Netzwerke, politische Allianzen und die Frage, wie entscheidend externe Eingriffe für den Sturz waren.

Mar 5, 2026 • 14min
Q&A zu Kulturkampf (4/4): Abtreibung – Warum der Streit nie endet
Anna Bergmann, Kultur- und Medizinhistorikerin, erklärt historische Hintergründe der Abtreibungsdebatte. Kurze, prägnante Antworten thematisieren Eugenik im §218, den Konflikt Lebensschutz versus Selbstbestimmung und historische Zwangsmaßnahmen. Es geht auch um Beratungslösungen, Care-Arbeit und globale Vergleiche.

Feb 26, 2026 • 52min
Kulturkampf (4/4): Abtreibung – Warum der Streit nie endet
Alice Schwarzer, Publizistin und Frauenrechtlerin, Initiatorin der Stern‑Aktion 'Wir haben abgetrieben'. Gespräch über die Wirkung des 1971‑Titels, die historische Entwicklung des Paragrafen 218 und die Unterschiede zwischen DDR‑ und BRD‑Regelungen. Diskussionen zu juristischen Wendepunkten, innerparteilichen Konflikten und dem anhaltenden Generationenstreit um Selbstbestimmung.

Feb 19, 2026 • 22min
Q&A zu Kulturkampf (3/4): Was Cancel Culture mit der Französischen Revolution zu tun hat
Leonhard Horowski, Historiker des 18. Jahrhunderts, erklärt Verbindungen von Jakobinismus zu Lenin. Susanne Schröter, Ethnologin und Autorin von „Der neue Kulturkampf“, spricht über Cancel Culture und gesellschaftliche Reaktionen. Kurze, prägnante Gespräche zu Rezeption des Begriffs, Folgen von Isolierung, Rousseau vs. Jefferson und Gegenmodellen wie Demut statt moralischer Überlegenheit.

Feb 12, 2026 • 52min
Kulturkampf (3/4): Was Cancel Culture mit der Französischen Revolution zu tun hat
Susanne Schröter, Ethnologin und ehemalige Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, erzählt von Wokeness, Cancel Culture und eigenen Erfahrungen mit öffentlichen Rufangriffen. Es geht um historische Vergleiche zur Französischen Revolution, wie Gleichheitsforderungen in Ausgrenzung umschlagen können. Diskussionen zu Wissenschaft, Empirie, Sprache und praktischen Reformvorschlägen runden das Gespräch ab.

Feb 7, 2026 • 24min
Q&A zu Kulturkampf (2/4): Wie die DDR mit Migration umging und was die AfD daraus zieht
Jochen Oltmer, Historiker und Migrationsforscher, erklärt historische Sprachpolitik und warum Begriffe wie BRD oder Gastarbeiter irreführend sind. Er unterscheidet politische Polarisierung von gesellschaftlicher Spaltung. Statt „Integration“ spricht er von Teilhabe und diskutiert die Grenzen temporärer Aufenthalte sowie die Rolle von Ordnung und Staat in der Migrationspolitik.

Feb 5, 2026 • 13min
Q&A zu Kulturkampf (1/4): War Hitler links?
Götz Aly, NS-Forscher und Autor, erklärt kurz seine Sicht auf Nationalsozialismus, Sozialpolitik und Ideologie. Es geht um die Kontroverse, ob Hitler als 'links' bezeichnet werden kann. Kurze, prägnante Sätze zu taktischer Sozialpolitik, Abwehr von Verantwortung durch Umdeutung und den Unterschied zu klassischem Sozialismus.

8 snips
Jan 29, 2026 • 46min
Kulturkampf (2/4): Wie die DDR mit Migration umging und was die AfD daraus zieht
Jochen Oltmer, Historiker und Migrationsforscher an der Universität Osnabrück, erklärt historische Migrationspolitik kurz und prägnant. Er vergleicht DDR-Vertragsarbeit und BRD-Gastarbeiterprogramme. Es geht um Kontrolle, Rotationsprinzip, Folgen der Wende und wie diese Narrative heute politische Debatten und Parteien beeinflussen.


