
Der Geschichtspodcast Kulturkampf (2/4): Wie die DDR mit Migration umging und was die AfD daraus zieht
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Jan 29, 2026 Jochen Oltmer, Historiker und Migrationsforscher an der Universität Osnabrück, erklärt historische Migrationspolitik kurz und prägnant. Er vergleicht DDR-Vertragsarbeit und BRD-Gastarbeiterprogramme. Es geht um Kontrolle, Rotationsprinzip, Folgen der Wende und wie diese Narrative heute politische Debatten und Parteien beeinflussen.
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Zwei Ankünfte, Zwei Inszenierungen
- 1964 wird in der BRD der "millionste Gastarbeiter" gefeiert, während die DDR Vertragsarbeiter staatlich organisiert empfängt.
- Die beiden Ankünfte illustrieren kontrastierende Öffentlichkeitsinszenierungen und staatliche Kontrollpraktiken.
Befristetes Denken Verhinderte Integration
- Beide Staaten betrachteten zugewanderte Menschen primär als Arbeitskräfte und planten Aufenthalte als befristet.
- Diese Rotationsvorstellung verhinderte lange Zeit echte Integrationspolitik und gesellschaftliche Zugehörigkeit.
Vertragsarbeiter Unter Strenger Kontrolle
- In der DDR lebten Vertragsarbeiter oft in Gemeinschaftsunterkünften unter strenger staatlicher Kontrolle und ohne Familiennachzug.
- Schwangerschaften führten zu extremeren Maßnahmen wie Abort oder Flucht, was Menschenrechte stark einschränkte.



