

Wirtschaftliche Freiheit
Norbert Berthold, Jörn Quitzau
Der Ökonomen-Podcast für wirtschaftspolitische Themen. Zielgruppe: Interessierte Nicht-Ökonomen und professionelle Volkswirte.
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Jun 5, 2025 • 39min
#76: Renaissance der Industriepolitik
An der Industriepolitik scheiden sich die Geister. Mario Draghi und die EU-Kommission sind der Meinung, Industriepolitik wäre ein Schlüssel für ein höheres Produktivitätswachstum. Europa könnte endlich die Wachstumsschwäche überwinden. Robert Habeck und die alte Bundesregierung sind dagegen mit ihrer Industriepolitik gescheitert. Sie haben auf Verlierer gesetzt: Northvolt, Intel, Wolfsspeed. Wie Schwarz-Rot industriepolitisch agiert, ist noch ungewiss. Sie wollen den „Industriestandort Deutschland stärken“. Vieles läuft auf ein „weiter so“ hinaus.
Prof. Dr. Norbert Berthold (JMU) im Gespräch mit Reint Gropp (IWH).
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May 15, 2025 • 39min
#75: Niedergang der Welthandelsorganisation - Ist Donald Trump ein Brandbeschleuniger?
Die internationale Handelspolitik ist ein Thema. Dafür sorgt Donald Trump. Die Welthandelsordnung ist in Unordnung, die WTO im Niedergang. Es steht nicht gut um die WTO. Sie ist seit der gescheiterten Doha-Runde gelähmt. Der Trend spricht weltweit gegen offene Märkte. Immer mehr Mitgliedsländer der WTO spielen regelwidrig. Daran wird sich so schnell nichts ändern. Die USA betreiben gegenwärtig eine Handelspolitik mit der Brechstrange. Donald Trump macht eine chaotische Zollpolitik. Handelspolitische Regeln interessieren ihn nicht. Die multilaterale Handelsordnung ist ihm egal.
Macht Donald Trump der Welthandelsordnung endgültig den Garaus? Oder ist er der Totengräber, der die WTO beerdigt, die längst tot ist? Funktioniert eine Welthandelsordnung nur, wenn ein Hegemon sie am Laufen hält? Haben die USA das Interesse an dieser Rolle längst verloren? Oder fehlt ihnen die Macht? Kann das Vakuum, das die alte Ordnung hinterlässt, ausgefüllt werden? Sind kooperative Lösungen ohne einen (neuen) Hegemonen denkbar? Ist die WTO in der Lage, sich rundzuerneuern oder ist sie zu groß, zu komplex und zu müde (Gabriel Felbermayr)? Was aber dann?
Prof. Dr. Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts-und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW.
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Apr 23, 2025 • 45min
#74: Donald Trump läuft handelspolitisch Amok - Wann hat der Spuk ein Ende?
Ein Gespenst geht um in der Welt, das Gespenst der Handelskriege. Die Zeiten offener Märkte, die den Wohlstand steigern, scheinen fürs Erste vorbei. Globalisierung ist auf dem Rückzug, Protektionismus auf dem Vormarsch. Donald Trump läuft handelspolitisch Amok. Getrieben von merkantilistischen Ideen betreibt er eine Handelspolitik des 19. Jahrhunderts. Alles dreht sich um die Industrie. Er kämpft mit Zöllen gegen die De-Industrialisierung. Re-Industrialisierung soll die Misere der Mittelschicht beenden. Es ist allerdings ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Der Schaden, den er anrichtet, ist allerdings erheblich. Am meisten werden die USA verlieren. Aber auch der Rest der Welt wird leiden. Die Gefahr ist groß, dass ein weltweiter protektionistischer Wettlauf in Gang gesetzt wird. Hilfe könnte – ausgerechnet - von den (Kapital)Märkten kommen. Ein Liz-Truss-Moment würde zwar dem handelspolitischen Spuk ein Ende bereiten. Der Preis wäre allerdings hoch, eine weltweite Finanzkrise mit unübersehbaren Schäden für alle. Die Gretchen-Frage bleibt: Warum untergräbt Donald Trump die US-Wirtschaft?
Michael Frenkel ist seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Makroökonomik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Er war mehrfach Rektor der WHU – Otto Beisheim School of Management.
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Apr 17, 2025 • 52min
#73: Verfassungsänderung, Sondervermögen, Koalitionsvertrag - Schafft Schwarz-Rot die wirtschaftspolitische Wende?
Wir leben gerade in turbulenten Zeiten. International läuft Donald Trump handelspolitisch Amok, sicherheitspolitisch droht er, Europa im Regen stehen zu lassen. Auch national läuft es nicht rund. Die alte Bundesregierung ist gescheitert, eine neue ist noch nicht im Amt. Vor allem aber: Deutschland steckt in einer hartnäckigen Rezession. Die wirtschaftlichen Probleme sind unübersehbar. Die mögliche neue schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, wirtschaftspolitisch die Wende zu schaffen. Eines hat sie mit Hilfe der Grünen schon geschafft. Mit den alten Mehrheiten im Bundestag hat sie die Schuldenbremse für Verteidigungsausgaben außer Kraft gesetzt und ein Sondervermögen für die Infrastruktur installiert. Das wird nicht reichen. Die 5 Forschungsinstitute haben es im Frühjahrsgutachten der Gemeinschaftsdiagnose so formuliert: Mit neuen Schulden lassen sich zwar die äußere Sicherheit und die Infrastruktur stärken, die strukturelle Wachstumsschwäche lösen sie allerdings nicht. Dazu bedarf es mehr. Notwendig sind substanzielle angebotsseitige Strukturreformen. Der Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot soll dafür die Weichen stellen.
Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) sprechen mit Prof. Dr. Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
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Apr 12, 2025 • 37min
#72: Schatten der Globalisierung: Zölle sind das falsche Instrument
US-Präsident Donald Trump hat am 2. April 2025 hohe Zölle auf alle US-Importe angekündigt und damit einen Handelskrieg losgetreten. Auch wenn er inzwischen teilweise zurückgerudert ist, haben die Finanzmärkte ein klares Urteil über Trumps Zollpolitik gesprochen - die Märkte wollen freien Handel, keine Zölle.
Nun haben Freihandel und Globalisierung auch Schattenseiten. Doch Zölle sind das falsche Instrument, um die mit der Globalisierung einhergehenden Probleme zu bekämpfen.
Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) über Hintergründe und Implikationen der amerikanischen Zollpolitik.
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Mar 14, 2025 • 49min
#71: Sonderbare Sondierungen - Geld löst keine Strukturprobleme
Geld statt Strukturreformen - das scheint das Motto der möglichen neuen Regierungskoalition zu sein.
Was ist aus wirtschaftspolitischer Sicht von dem Sondierungspapier zu halten?
Ein Gespräch zwischen Prof. Michael Heise (HQ Trust), Prof. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).
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Feb 17, 2025 • 28min
#70: Die Lage ist ernst - Warum Deutschland eine angebotspolitische Reformagenda braucht
Die Lage ist ernst am Standort D. Deutschland braucht eine angebotsorientierte Reformagenda, um wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Die Schuldenbremse ist dabei kein Wachstumshemmnis. Vielmehr schützen die Schuldenbremse und die europäischen Fiskalregeln die Geldpolitik der EZB vor fiskalischer Dominanz.
Ein Gespräch zwischen Prof. Volker Wieland, Ph.D. (IMFS, Goethe Universität Frankfurt am Main) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG).
Das im Podcast erwähnte Gutachten von Prof. Volker Wieland, Prof. Veronika Grimm und Prof. Lars Feld finden Sie hier: https://files.insm.de/uploads/2025/02/2025-02-13-INSM_Gutachten-fuer-eine-echte-Wirtschaftswende_nicht-lektorierte-Fassung.pdf
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Feb 5, 2025 • 48min
#69: Wachstumsschwäche in Deutschland - Was zu tun, was zu lassen ist
Deutschland ist in Schwierigkeiten. Die Wirtschaft stagniert. Neu ist das nicht. Sie wächst schon seit 2018 kaum noch. Die letzten 2 Jahre schrumpfte sie sogar. Der neuste Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung prognostiziert auch für 2025 nur ein Mini-Wachstum. Unter den größeren Ländern ist Deutschland das Schlusslicht beim wirtschaftlichen Wachstum. Es stellen sich einige Fragen: Wie ernst ist die wirtschaftliche Lage? Brauchen wir mehr wirtschaftliches Wachstum? De-Growth-Anhänger verneinen das. Weshalb ist das Wachstum anhaltend schwach? Bleibt das so oder lauert der positive Produktivitätsschock, auch wegen KI, schon um die Ecke? Sollte die Politik gegen die Wachstumsschwäche angehen; wenn ja, was sollte sie tun? Genauso wichtig ist allerdings: Was sollte sie lieber lassen? Also: Viele Fragen und viele interessante Antworten.
Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Prof. Dr. Oliver Holtemöller (Institut für Wirtschaftsforschung Halle).
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Jan 16, 2025 • 20min
#68: Wirtschaftspolitik neu ausrichten - Was kann Deutschland von der Schweiz lernen?
Deutschland braucht mehr Wachstum. Das Nachbarland Schweiz könnte ein Vorbild sein, denn es liegt bei vielen volkswirtschaftlichen Kennziffern und bei vielen Standort-Rankings vorn. Eas macht die Schweiz besser? Was könnte Deutschland von der Schweiz lernen?
Prof. Dr. Christoph Schaltegger (Universität Luzern, Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik, IWP) im Gesrpäch mit Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG).
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Dec 13, 2024 • 20min
#67: Die Wirtschafts-Welt steht Kopf
Die Welt ist aus den Fugen geraten: Geld sei genug da, notfalls von der Notenbank - wenn man manchem Politiker zuhört. Negative Zinsen wurden zur neuen Normalität. Knappheiten werden geleugnet. Wirtschaftswachstum sei von gestern. Ökonomische Gewissheiten und ökonomische Gesetzmäßigkeiten wurden auf den Kopf gestellt. Nun könnte sich mit einer neuen Regierung aber einiges ändern.
Jörn Quitzau im Gespräch mit Thomas Ammon (Vahlen Verlag) über das Buch "Die (Wirtschafts-) Welt steht Kopf".
https://www.vahlen.de/berthold-quitzau-wirtschafts-welt-steht-kopf/product/34294642


