
SWR1 Leute Historikerin: So entwickelte sich die Flüchtlingspolitik in der Geschichte
Mar 6, 2026
Susanne Heim, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, forscht zu Judenverfolgung und Emigration 1933–1945. Sie erzählt von Archivfunden, Interviews in Israel und seltenen Fluchtrouten. Gespräche über das gescheiterte Evian-Treffen, bürokratische Hürden und Parallelen zur heutigen Abschottung prägen das Gespräch.
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Episode notes
Interviews In Israel Offenbaren Heimweh
- Heim recherchierte in Yad Vashem und interviewte Emigrantinnen und Emigranten in Israel persönlich.
- Gespräche in Kibbutzim offenbarten, wie sehr das Weggehen das Leben der Betroffenen prägt und oft Heimweh hinterließ.
Fluchtwege Reichten Um Den Globus
- Die Fluchtbewegung jüdischer Menschen erstreckte sich global und nicht nur Richtung USA oder Lateinamerika.
- Susanne Heim betont weniger bekannte Routen wie Shanghai und Birobidzhan und Fluchten nach Osten als wesentlich größere Bewegung.
Evian Zeigt Versagen Der Staaten
- Internationale Versuche zur Koordination der Flüchtlingspolitik scheiterten meist an nationalem Egoismus.
- Evian 1938 brachte Sympathiebekundungen, aber kaum konkrete Aufnahmezusagen; Staaten delegierten Aufgaben an Hilfsorganisationen.

