
Corporate Therapy Episode #065 // Humanisierung der Organisation // mit Dr. Judith Muster
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Aug 7, 2022 Dr. Judith Muster, Soziologin und Partnerin bei Metaplan, forscht zur Organisation und Verwaltungssoziologie. Sie diskutiert, warum Probleme oft auf Menschen projiziert werden statt strukturell gelöst. Es geht um Theatermetaphern, Informalität vs. Formalisierung, Luhmanns funktionale Analyse und praktische Gestaltungshebel wie Kommunikationswege, Programme und Personalzuweisung.
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Episode notes
Organisationen Brauchen Rollen, Nicht Ganze Menschen
- Organisationen brauchen keine ganzen Menschen, sondern Organisationsmitglieder mit klaren Funktionen.
- Judith Muster argumentiert, dass Unternehmen besser für Mitarbeitende sind, wenn sie Gefühle und Launen nicht als Organisationsanforderung behandeln, sondern Funktionen definieren.
Prüfe Formale Strukturen Vor Mindset-Initiativen
- Bevor auf Mindset oder Motivation von Personen gesetzt wird, prüfe formale Strukturen und Prozesse.
- Judith Muster empfiehlt erst Organisationsgestaltung zu prüfen, dann psychologische Maßnahmen als Ergänzung zu erwägen.
Der Gewindebohrerfall Als Beispiel Für Brauchbare Illegalität
- Der Gewindebohrerfall zeigt brauchbare Illegalität: Arbeiter nutzen illegal Bohrer, weil Gewinde im Prozess nicht passen.
- Inspektoren tun so, als sähen sie es nicht; Vorarbeiter schulen heimlich und bestrafen symbolisch, um Informalität zu regulieren.







