WDR Zeitzeichen

Vom Literaturstar zur Gejagten: Schriftstellerin Irmgard Keun

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May 4, 2026
Dr. Beate Kennedy, Literaturwissenschaftlerin und Keun-Expertin, erzählt kurz von Irmgard Keun, der 1930er-Literatur‑Ikone. Gespräche über Keuns frechen, modernen Stil. Ihr Leben im Exil in Ostende, Liebesaffären und das quälende Heimweh. Die Konflikte mit dem NS‑Regime, Verbot und spätere Vergessenheit. Die Wiederentdeckung und späte Würdigung ihrer Werke.
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ANECDOTE

Flucht nach Ostende und verlassene Manuskripte

  • Irmgard Keun floh 1936 nach Ostende und ließ Mann, Eltern und ein unfertiges Manuskript zurück.
  • In Belgien erlebte sie zuerst Erleichterung und beschrieb die Flucht als: „Ich verreiste nicht, ich wanderte aus.“
INSIGHT

Keuns Neuer Ton Beeinflusst Die Literatur

  • Keun wurde Anfang der 1930er Jahre zum Literaturstar dank ihres neuen, leichten Erzähltons und feministischer Figuren.
  • Gilgi und Das kunstseidene Mädchen trafen einen Nerv bei Leserinnen und Kritikern, sogar die New York Times lobte sie.
INSIGHT

Karrierestop Durch Kulturpolitik Der Nazis

  • Hitlers Machtantritt stoppte Keuns Karriere abrupt, ihre Werke wurden als "Asphaltliteratur" diffamiert und verboten.
  • Sie klagte 1935 gegen das Verbot und beantragte die Reichsschrifttumskammer, beides blieb erfolglos.
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