
Organisationen entwickeln. becomebetter podcast 264. Jenseits der Change-Kurve (Rouven Kanitz und Tina Kiefer)
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Mar 11, 2026 Tina Kiefer, Professorin für Organisational Behavior mit Fokus auf Emotionen und Übergänge, und Rouven Kanitz, Professor für Organisation und Veränderung, diskutieren die Grenzen der Change‑Kurve. Sie vergleichen phasenbasierte mit eventbasierten Sichtweisen. Es geht um heterogene emotionale Verläufe, Appraisal Theory, kritische Ereignis‑Timelines und praktikable Methoden wie Timelines, Interviews und Peer‑Dialoge.
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Ursprung und Grenzen Der Change-Kurve
- Die Change-Kurve stammt aus Kübler-Ross' Forschung zu Sterbenden und wurde später auf Organisationen übertragen, obwohl sie ursprünglich keine abgebildete Kurve enthielt.
- Rouven Kanitz erklärt, dass die Kurve plausibel wirkt, aber kein kohärentes theoretisches oder empirisches Fundament für organisatorische Change-Prozesse hat.
Warum Die Kurve Mittendrin Nicht Hilft
- Die Kurve erfüllt das Bedürfnis nach einfacher Plausibilität und retrospektiver Erklärung, hilft aber mittendrin selten, weil Veränderungen heterogen und wiederkehrend sind.
- Tina Kiefer berichtet, dass in Organisationen verschiedene Personen zeitlich versetzt unterschiedliche Reaktionen zeigen, wodurch die Kurve kaum praktikabel ist.
Eventbasierte Sicht Auf Emotionen
- Emotionen im Change sind oft eventbasiert: Einzelereignisse (E-Mails, Meetings) lösen Bewertungen aus, die zu Angst, Ärger oder Begeisterung führen.
- Tina Kiefer betont, dass dieselben Events je nach Bewertung durch unterschiedliche Personen verschiedene Emotionen erzeugen.



