
WDR 5 Das philosophische Radio Sebastian Ostritsch: Die heutige Sicht auf Gottesbeweise
Apr 20, 2026
Sebastian Ostritsch, Philosoph und Autor mit Lehrauftrag in Heidelberg, erklärt mittelalterliche und moderne Gottesbeweise. Er stellt Thomas von Aquins Wege vor, diskutiert Kants Kritik und kosmologische Einwände. Es geht um Theodizee, Zweckmäßigkeit in der Natur, Logos‑Konzepte und die Rolle von Erfahrung bei religiöser Überzeugung.
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Episode notes
Thomas verbindet Glauben und Vernunft
- Thomas von Aquin verbindet Glauben und Vernunft und nutzt Aristoteles zur Begründung theologischer Argumente.
- Ostritsch erklärt, Thomas sucht empirische Ursachen in der Welt und schließt von Wahrnehmungen auf einen letzten Grund.
Prüfe Gottesbeweise Offen Und Kritisch
- Öffne dich intellektuell gegenüber Gottesbeweisen statt sie voreilig abzutun, um Vorurteile abzubauen.
- Ostritsch empfiehlt, Beweise kritsch zu prüfen und nicht sofort zu behaupten, sie seien per se unvernünftig.
Kein reiner Begriffsbeweis bei Thomas
- Thomas stimmt mit Kant, dass Gottes Existenz nicht rein a priori aus Begriffen folgt; statt dessen nutzt er empirische Phänomene.
- Ostritsch betont: Thomas schließt von Wirkungen in der Welt auf verborgene Ursachen, ähnlich wie Wissenschaftler bei Elektronen.


