

WDR 5 Das philosophische Radio
WDR 5
Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung "Das philosophische Radio" ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen.
Episodes
Mentioned books

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May 11, 2026 • 56min
Benjamin Kiesewetter: Moralische Pflicht
Benjamin Kiesewetter, Professor für Praktische Philosophie in Bielefeld, erklärt kurz seine Arbeit zu Moral und Pflichten. Er diskutiert moralische versus juristische Pflichten. Er stellt die Gründen-Theorie vor und spricht über Mitgefühl, Schuldgefühle, Konflikte zwischen Versprechen und Hilfe sowie legitime Erwartungen in moralischen Fragen.

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May 4, 2026 • 57min
Hans-Günter Wagner: Buddhismus und abendländische Kultur
Hans-Günter Wagner, Autor und Übersetzer mit Schwerpunkt Buddhismus und chinesische Texte. Er erklärt Dukkha und die Ursachen des Leidens. Diskussion über Dharma, Karma und Übersetzungsprobleme. Warum Buddha als Reformfigur und der mittlere Weg statt Askese wichtig sind. Kritik an westlicher Achtsamkeit als Leistungsinstrument. Vorstellung von Satipatthana und Vipassana als Praxisformen.

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Apr 27, 2026 • 56min
Lorina Buhr: Mensch und Umwelt
Lorina Buhr, Philosophin und Ethikerin, forscht zu Umwelt- und Klimaethik. Sie spricht über Trauer um veränderte Landschaften. Sie thematisiert das Verschwinden von Gletschern und irreversible Eingriffe. Diskussionen zu Technik, Reparaturgesellschaft und Kritik am Nachhaltigkeitsbegriff runden das Gespräch ab.

Apr 20, 2026 • 56min
Sebastian Ostritsch: Die heutige Sicht auf Gottesbeweise
Sebastian Ostritsch, Philosoph und Autor mit Lehrauftrag in Heidelberg, erklärt mittelalterliche und moderne Gottesbeweise. Er stellt Thomas von Aquins Wege vor, diskutiert Kants Kritik und kosmologische Einwände. Es geht um Theodizee, Zweckmäßigkeit in der Natur, Logos‑Konzepte und die Rolle von Erfahrung bei religiöser Überzeugung.

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Apr 13, 2026 • 55min
Michael Zichy: Der Sinn des Lebens
Michael Zichy, Philosoph und Autor zur Philosophie des Lebenssinns. Er erklärt, warum die Sinnfrage wieder wichtiger wird. Er diskutiert psychologische Befunde, historische Wandlungen und Frankls Idee vom trägenden Warum. Zichy plädiert dafür, dass Lebenssinn daraus entsteht, für andere wichtig zu sein, und beleuchtet soziale Resonanz, Einsamkeit und politische Risiken.

Apr 2, 2026 • 52min
Jula Wildberger: Gelassenheit als Lebenshaltung
Jula Wildberger, klassische Philologin und Stoa-Expertin, erklärt antike Quellen kurz und praxisnah. Sie spricht über Affekte und rationale Urteile. Es geht um Schmerz als Lehrmeister, Tugend statt Besitz und wie Zustimmung zum Weltlauf Handeln statt Ergebnisfixierung prägt.

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Mar 30, 2026 • 55min
Stefan Weidner: Die Bedeutung von Yoga
Stefan Weidner, Islamwissenschaftler, Autor und Philosoph, beleuchtet die Geschichte und Verbreitung von Yoga. Er erklärt Yoga als Weg des Weltzugangs und diskutiert seine Wandlung zur Körperdisziplin im Westen. Themen sind historische Quellen, Vivekanandas Rolle als Brückenbauer, politische Instrumentalisierung und die Spannung zwischen Praxis, Askese und philosophischer Reflexion.

Mar 23, 2026 • 54min
Maria-Sibylla Lotter: Wie wir Opfer sehen und mit Verletzlichkeit umgehen
Die Gesellschaft ändert sich mit Blick auf Opfer und Täter. Verletzlichkeit steht zunehmend im Zentrum des Interesses und damit Schutzbedürftigkeit. Selbstverantwortung und Autonomie rücken dafür allerdings in den Hintergrund. Was bedeutet diese Entwicklung für unser Zusammenleben?
Studiogast: Maria-Sybilla Lotter, Philosophin
Moderation: Jürgen WiebickeDie Philosophin Maria-Sibylla Lotter (*1961) lehrt Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum. In ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit unsererm Bild vom Opfer als passives, hilfloses und psychisch beschädigtes Wesen und plädiert für einen bewussteren Umgang mit Verletzlichkeit.Kultur der Würde versus Opferkultur: Gisèle Pelicot als Beispiel für Selbstermächtigung statt stereotyper Opferrolle (02:02)Der Fall George Lloyd: Die Verkörperung der passiven Opferrolle (09:35)Wie die Erweiterung psychiatrischer Kategorien unseren Umgang mit Hindernissen verändert (13:47)Wie die Erweiterung des Gewaltbegriffs um strukturelle Gewalt die Handlungsfähigkeit des Subjekts begrenzt (27:20)Zwischen Jammern und Handeln: Die eigene Verwundbarkeit wahrnehmen und aus eigener Kraft das Leben bewältigen (34:18)Wie Schutz der Verletzlichkeit heute über andere Grundwerte dominiert (41:05)Warum Problembewusstsein gut ist, wir uns aber über die Ambivalenz des Umgangs mit Verletzlichkeit klarwerden müssen (50:05)LiteraturMaria-Sibylla Lotter (2026): Opfer: Über Verwundbarkeit als Selbstbild. München: Hanser Verlag. 288 Seiten. ISBN 978-3-446-28227-8Mehr zum Thema im Philosophischen RadioGiovanni Maio: VerletzlichkeitPhilosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.htmlIm nächsten Podcast sprechen wir mit Stefan Weidner über Yoga.Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter. Unsere Podcast-Empfehlung:WDR Zeitzeichen – kompakte 15 Minuten für eine Reise in die Geschichte. https://1.ard.de/zeitzeichen

Mar 16, 2026 • 56min
Martin Breul: Zum Tod von Jürgen Habermas
Martin Breul, Philosoph und Professor an der TU Dortmund mit theologischem Hintergrund, spricht über Jürgen Habermas. Er erzählt von ersten Begegnungen mit dessen Werk. Kernpunkte sind die kommunikative Vernunft, Demokratie als Lebensform und die Rolle als öffentlicher Intellektueller. Es geht auch um Öffentlichkeit, Bildung und den Umgang mit Rechtspopulismus.

Mar 9, 2026 • 54min
Markus Rieger-Ladich: Privilegien in der Gegenwart
Markus Rieger-Ladich, Professor für Erziehungswissenschaften in Tübingen, forscht zu Bildungsungleichheit und Privilegien. Er spricht über Selbst- und Fremdzuschreibung von Privilegien. Themen sind Meritokratie versus reale Ungleichheit, konkrete Ausgleichsmaßnahmen in der Lehre und die politische Wirkung des Privilegienbegriffs. Auch globale Dimensionen und psychosoziale Folgen kommen zur Sprache.


