Future Histories

S04E04 - Stefan Niklas zur Ästhetik des Planetarischen

May 10, 2026
Stefan Niklas, Assistant Professor für Philosophie in Amsterdam und Leiter eines Projekts zur planetarischen Ästhetik, spricht über die Verflechtung von Ökologie, Geologie und Gesellschaft. Er diskutiert die Rolle von Kunst und spekulativer Fiktion, dekoloniale und mehr‑als‑menschliche Perspektiven sowie praxisnahe Szenarien von lokaler Aktion bis partizipativer Simulation.
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INSIGHT

Dekoloniale Kritik Verbinden Mit Ökologischer Praxis

  • Dekoloniale Ökologie und planetarisches Imaginäres gehören zusammen: Ways of inhabiting the world sind zugleich ökologische und postkoloniale Fragen.
  • Niklas bezieht Malcolm Ferdinand, der Plantation als Herrschaftsform des Planeten analysiert, als Beleg für die Verknüpfung.
ANECDOTE

Viele Stimmen Für Flusslandschaften In James Scott

  • James Scotts Essayteil in In Praise of Floods lässt viele Arten zu Wort kommen, z.B. Flussdelfin und Ingwer, um Flusslandschaften vielstimmig zu beschreiben.
  • Niklas nutzt das als Beispiel, wie Theorie durch literarische Perspektiven Vielfalt politisch anschlussfähig macht.
ADVICE

Kulturelle Ideen Gären Lassen Nicht Sofort Implementieren

  • Vermeide Kunst als direktes Rezept für Politik; setze stattdessen auf langfristiges Gärenlassen künstlerischer Ideen.
  • Niklas beruft sich auf Marcuse und Bloch: künstlerische Nischen dürfen provokativ bleiben, damit kulturelle Veränderungen reifen können.
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