
WDR Zeitzeichen Zu radikal für Hitler: Nazi-Ideologin Mathilde Ludendorff
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May 12, 2026 Eine kontroverse Lebensgeschichte: eine Ärztin mit akademischem Ehrgeiz, gleichzeitiger völkischer Radikalisierung und eigener Religionslehre. Diskussionen über ihren Prozess nach 1945 und die Einstufung als aktive Nationalsozialistin. Analyse, warum selbst die NS-Führung ihre Ideen zu extrem fand. Blick auf Nachfolgevereine und die anhaltende Wirkung rechter Netzwerke.
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Episode notes
Völkisch Feministische Verbindung von Bildung und Mutterschaft
- Mathilde Ludendorff verband Frauenbildung mit völkischer Rassenlehre und machte Mutterschaft zum politischen Dienst für die Volkserhaltung.
- Ihre Schrift Das Weib und seine Bestimmung propagierte Gleichwertigkeit im Geist, aber forderte Mutterschaft als Schutz gegen "Entartung" und gegen jüdisch-christliche Einflüsse.
Praxisverlust Und Eigener Verlag Als Radikalisierungsschub
- Wegen ihrer völkischen Thesen verliert Ludendorff 1923 in München Patienten und muss ihre Praxis schließen.
- Gleichzeitig gewann sie Aufmerksamkeit als Autorin; ihr eigener Verlag Ludendorffs Volkswarte erscheint 1929 und radikalisiert ihre Publikationen.
Heirat Mit Erich Ludendorff Öffnet Politische Türen
- 1926 heiratet Mathilde die prominente Militärfigur Erich Ludendorff und ihre Hochzeitsgäste zählen Adolf Hitler und NS-Funktionäre.
- Die Ehe stärkt ihre Reichweite: gemeinsam gründeten sie 1926 den Tannenbergbund zur Verbreitung ihrer sektenartigen Lehre.


