
Lesart Buchkritik - Wolfgang Ullrich: "Memokratie"
Apr 2, 2026
Thomas Groß, Kritiker bei Deutschlandfunk Kultur, bespricht Wolfgang Ullrichs Essay über Memes und autoritäre Bildpolitik. Er erläutert die These von Memokratie als neue Herrschaftsform. Es geht um die Unmittelbarkeit von Bildern, Verknüpfungen zum Plattformkapitalismus, Trump als wandelndes Meme und die politischen Wirkungen provokativer Bilder. Abschließend werden mögliche Gegenstrategien diskutiert.
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Bilder Überlagern Argumente
- Memokratie beschreibt eine Ära, in der Bilder unmittelbarer wirken als Argumente und Narrative Fakten überlagern.
- Wolfgang Ulrich betont, dass soziale Medien die Schriftkultur ersetzen und damit Bilder politisch wirksamer machen.
Memes Als Instant Artefakte
- Ulrich analysiert Memes als Instant-Artefakte mit eigener Ästhetik statt als bloßen Bildtrash.
- Memes sind hochmobil, variierbar und mit minimaler Technik herstellbar wie ein am Computer gebastelter Popsong.
Trump Als Wandelbare Ikone
- Trump fungiert als wandelbares Meme und Ikone mit hohem Wiedererkennungswert trotz Lächerlichkeit.
- Beispiele: Rokoko-Fürst, römischer Imperator, martialische Faustpose nach dem Attentatsversuch als Erlöserbild für Fans.

