
Lesart Buchkritik - "GPS" von Lucie Rico
Mar 25, 2026
Katharina Döbler, Kritikerin bei Deutschlandfunk Kultur, spricht über Lucie Ricos Roman GPS. Sie beschreibt Arianes Zwang, eine Freundin per Standort zu verfolgen. Es geht um digitales Starren aufs Handy, die Frage Krimi oder virtuelles Existenzstück, sowie um Erinnerung, psychische Abgründe, skurrilen Humor und wie der rote Punkt zur Metapher wird.
AI Snips
Chapters
Books
Transcript
Episode notes
Roter Punkt Als Emotionaler Brennpunkt
- Der Roman GPS erzählt aus Arianes Perspektive in der zweiten Person, die obsessiv den roten Punkt auf ihrem Handy verfolgt.
- Sandrine verschwindet nach einer Verlobungsfeier, der Punkt steht still, später bewegt er sich wieder und wird zum emotionalen Brennpunkt.
Standortdaten Verdrängen Analoge Existenz
- GPS thematisiert die Distanz zwischen Standortdaten und tatsächlichem Sein und wie virtuelle Marker Realität ersetzen können.
- Ariane verlässt das Haus nicht, hat Phobien und folgt allein dem digitalen Punkt statt analogen Begegnungen.
Humor Und Tiefenpsychologie Im Wechsel
- Das Buch erkundet, wie virtuelle Welt und Innenleben sich gegenseitig durchdringen und psychische Abgründe abbilden.
- Der Ton wechselt zwischen skurrilem, sarkastischem Humor und sehr naher, emotionaler Passagen über Erinnerung und Verlust.

