Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Mar 1, 2019 • 10min

Wieso Netanjahu nicht zurücktritt

Benjamin Netanjahu hat in seiner politischen Karriere schon viele Krisen überstanden. Aber jetzt wird er wohl wegen Korruption angeklagt und das kurz vor den nächsten Wahlen. Wird es zum ersten Mal wirklich eng für Israels Premierminister, der so lange die prägende politische Figur im Land war? Das erklärt Alexandra Föderl-Schmid, SZ-Korrespondentin in Tel Aviv. Netanjahu habe eigentlich seine Glaubwürdigkeit verloren. Das viel größere Problem als die Anklage könnte aber sein, dass er zum ersten Mal seit langem auch einen starken politischen Konkurrenten hat. Weitere Themen: Greta Thunberg in Hamburg, Raser-Urteil am BGH, Teslas Online-Verkauf. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Likud.
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Feb 28, 2019 • 10min

Gipfel von Hanoi: Warum Trump an Grenzen stößt

Viel Aufruhr um nichts: Das zweite Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim wurde groß inszeniert. Am Ende konnten sich die beiden nicht einmal auf eine gemeinsame Erklärung verständigen. Viele auf der koreanischen Halbinsel und auch in der gesamten Region sind darüber enttäuscht. Sie hatten gehofft, dass Nordkorea erste Atomwaffen abziehen würde. Dass die USA im Gegenzug die Sanktionen lockern würden. Oder dass sich die beiden Staaten zumindest auf einen symbolischen Friedensvertrag einigen könnten. Trumps Strategie, Kim zu umschmeicheln und die Details den Fachleuten zu überlassen, ist an ihre Grenzen gestoßen, sagt der SZ-Südostasienkorrespondent Arne Perras. Weitere Themen: Pakistan will Piloten freilassen, BMW und Daimler wollen kooperieren, Förderung von Forschung in Unternehmen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über The White House. Sie können uns helfen, diesen Podcast besser zu machen. Machen Sie mit bei unserer Umfrage unter sz.de/podcast-umfrage.
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Feb 27, 2019 • 9min

Der gefährliche Streit um Kaschmir

Drei Kriege haben Indien und Pakistan schon um die Kaschmir-Region geführt. Und gerade tun die beiden Länder vieles dafür, dass es zu einem vierten kommt. Beide kontrollieren Teile der Region, beanspruchen sie aber jeweils in Gänze. Auslöser für die jüngste Verschärfung des Konflikts ist ein Selbstmordanschlag im indischen Teil. Über 40 indische Sicherheitsmänner sind dabei getötet worden. Nun scheinen die beiden Länder in eine Spirale der Vergeltung zu rutschen. Ab diesem Punkt kann nur noch eine übergeordnete, internationale Organisation vermitteln, sagt Tobias Matern. Der Außenpolitikredakteur fordert, dass sich die Vereinten Nationen der Sache annehmen. Weitere Themen: Cohen bezichtigt Trump der Lüge, Trump trifft Kim, Dopingrazzia bei WM in Seefeld. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Sie können uns helfen, diesen Podcast besser zu machen. Machen Sie mit bei unserer Umfrage unter sz.de/podcast-umfrage.
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Feb 26, 2019 • 10min

Taliban-USA-Gespräche: Wie reden mit dem Teufel?

Die USA sprechen in Doha mit den Taliban über die Zukunft Afghanistans. Doch die radikalen Islamisten stehen für unfassbare Grausamkeiten und Verbrechen. Wie kann man mit dem Teufel reden? Der Krieg dauere nun schon länger als der Vietnam-Krieg und sei für keine Seiten zu gewinnen, meint SZ-Redakteur Tobias Matern. Die direkten Gespräche seien eine Anerkennung der Realitäten und des Status Quo. Allerdings gehe es dabei realpolitisch nur um amerikanische Interessen – und nicht etwa um den Fortbestand der jungen Demokratie am Hindukusch. Weitere Nachrichten: May will Parlament über Brexit-Verschiebung abstimmen lassen, Bundesfinanzhof hält Attac für nicht gemeinnützig, Australischer Kardinal George Pell muss wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen mit einer langen Haftstrafe rechnen.
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Feb 25, 2019 • 10min

Oscars 2019: Wie Netflix die große Leinwand bedroht

Die Oscars 2019 sind verliehen. Der Film "Green Book" hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Ein großer Gewinner der 91. Oscarverleihung war aber auch das Netflix-Drama "Roma" über das fast unsichtbare Leben eines Hausmädchens in Mexiko-Stadt mit drei Preisen. Der Streaming-Gigant biete Filmemachern eben alle Freiheiten, zu denen Hollywood nicht bereit ist, sagt SZ-Filmkritiker Tobias Kniebe. Trotzdem glaube er nicht, dass Netflix den Tod der großen Leinwand bedeute. Der Zauber des Kinos bestehe weiter. Weitere Themen: Tusk deutet Brexit-Verschiebung an, Barley will "Wer bestellt, der zahlt" auf Immobilienkäufe ausweiten, Berlin kritisiert Maduro. Zusätzliches Material über dpa Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky
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Feb 22, 2019 • 10min

Entscheidung in Venezuelas Machtkampf?

Nicolás Maduro schottet Venezuela immer weiter ab. Währenddessen will sein Herausforderer Juán Guaidó am Samstag endlich Hilfsgüter über die Grenze holen. Zusammen mit tausenden Unterstützern. Der Machtkampf in Venezuela verlagert sich also aus der Hauptstadt Caracas an die Grenzen. Wird er dort endgültig eskalieren? Darüber spricht Politikredakteur Benedikt Peters im Podcast. Er glaubt, dass sich das Militär an diesem Samstag entscheiden muss: Wird es auf die Unterstützer Guaidós schießen oder sie friedlich vorbei lassen? Weitere Themen: Bundesgerichtshof zu Dieselskandal, AfD-Spendenaffäre, Polizeiskandal von Lügde. Die angesprochene Reportage von Martin Zips über den Film "Capernaum" finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters Anmerkung der Redaktion: Im Podcast ist die Rede von 70 000 Unterstützern für Guaidó an der Grenze. Er selbst hat von 700 000 gesprochen.
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Feb 21, 2019 • 10min

Missbrauchs­gipfel: Nichts ist ewig, nicht einmal die Kirche

Die katholische Kirche stellt sich dem Missbrauchsskandal. Zum ersten Mal lädt Papst Franziskus zu einem großen Gipfel über das Thema in den Vatikan. Er eröffnet die Veranstaltung mit den Worten "Hören wir den Schrei der Kleinen, die Gerechtigkeit verlangen" und fordert konkrete Maßnahmen. Die Opfer sind jedoch schon enttäuscht, noch bevor der Gipfel so richtig angefangen hat. Denn bindende Beschlüsse werden keine gefasst. Der Missbrauchsskandal könnte die katholische Kirche in eine Existenzkrise befördern, sagt Matthias Drobinski. Der SZ-Kirchenredakteur meint, Jesus habe seinen Jüngern versprochen: "Ich bin mit euch alle Tage". Nicht etwa: "Die katholische Kirche in ihrer Gestalt wird euch für ewig erhalten bleiben." Weitere Themen: Wahlrecht für Benachteiligte, Bundestag stimmt über 219a ab, Heckler & Koch muss Millionen-Bußgeld zahlen. Zusätzliches Material über Vatican News und dpa. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth
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Feb 20, 2019 • 10min

Putins Sorge um das Wohl der Russen

Es war Wladimir Putins 15. Rede zur Lage der Nation. Und natürlich hat Russlands Präsident auch diesmal über Außenpolitik gesprochen. Eigentlich war seine Rede aber von der Innenpolitik geprägt, sagt die Russland-Korrespondentin der SZ, Silke Bigalke. Mit “kolossalen” Investitionen will Putin den Lebensstandard seiner Landsleute verbessern und Armut bekämpfen. Das wird auch Zeit, meint Bigalke. Weitere Themen: Rekordstrafe für UBS, Zweite Heirat kein Kündigungsgrund für Katholiken, Scholz geht gegen Schwarzarbeit vor. Zusätzliches Material über Reuters Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky
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Feb 19, 2019 • 9min

"ARD-Framing" - Welche Macht Sprache hat

Worte wecken Assoziationen. Das nutzen seit vielen Jahrzehnten Werbung, PR und Politik. Neumodisch nennt man das Forschungsfeld dazu "Framing". Und die ARD hat ein "Framing-Manual" in Auftrag gegeben, weil sie damit mehr Einfluss auf Debatten, zum Beispiel um den Rundfunkbeitrag, bekommen will. Von rechten Internetportalen und Bloggern bis zur Bild und Welt ergießt sich Häme über die ARD. Aber ist das gerechtfertigt? Es hat schon ein Geschmäckle, sagt Jakob Biazza, Leiter der Kultur- und Medien-Redaktion von SZ.de. Aber im Grunde würde sich die ARD nur gegen die Hetze wehren. Weitere Themen: Modedesigner Lagerfeld gestorben, Bernie Sanders will gegen Trump antreten, Papst hebt Sanktionen gegen Ernesto Cardenal auf. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky
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Feb 18, 2019 • 10min

Was machen mit den IS-Rückkehrern, die keiner will?

Europa soll Hunderte gefangene IS-Kämpfer aus Syrien aufnehmen, fordert US-Präsident Donald Trump. Sonst müssen sie freigelassen werden, womit sie Europa wieder gefährlich werden. Die EU ist nicht begeistert. Aber was tun mit diesen Menschen, die für unfassbare Verbrechen verantwortlich waren? Trump liegt in dieser Frage richtig, sagt Georg Mascolo, Leiter des Rechercheverbundes von SZ, NDR und WDR. Das Kurdengebiet im Norden Syriens ist kein anerkannter Staat. Ideal wäre ein UN-Tribunal, aber wenn das nicht geht, müssen es eben die Heimatländer machen. So habe auch Deutschland die Pflicht, diese Menschen aufzunehmen und vor Gericht zu stellen. Weitere Nachrichten: Papst will sexuellen Missbrauch aufklären, Aufstand gegen Labour-Chef, Petry vor Gericht. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über dpa

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