

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Mar 29, 2019 • 11min
29. März: Brexit-Day ohne Brexit
Der 29. März 2019 sollte eigentlich der "Brexit-Day" sein. Stattdessen stimmt das Parlament in London zum dritten Mal über Mays Brexit-Deal mit der EU ab. Der Austritt ist auf den 12. April oder den 22. Mai verschoben. Aber wie ist es eigentlich so weit gekommen? Wie wurde der "Brexit-Day" zum "Doch-noch-nicht-Brexit-Day"?
Dazu gibt es in dieser Folge von "Auf den Punkt" Originaltöne aus den vergangenen zwei Jahren. Wie hat Angela Merkel auf das Referendum reagiert? Wir klang es als David Cameron, damals noch Premierminister, die Abstimmung angesetzt hat? Außerdem folgen Eindrücke zu den Debatten der vergangenen Wochen und der Abstimmung von Freitag.
Weitere Themen: Kosten für Hochrisiko-Fußballspiele, Waffenexporte der Bundesregierung, Vatikan und Kindermissbrauch.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Antonia Franz, Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material: Bundeskanzleramt, offizielle Facebook-Seite von David Cameron, offizielle Facebook-Seite von Theresa May, Europäischer Rat, Britisches Parlament.

Mar 28, 2019 • 10min
Urteil in den USA: Droht Bayer die Zerschlagung?
Edwin Hardeman ist überwältigt von dem Urteil der Jury des Bezirksgerichts San Francisco. Er bekommt 80 Millionen Dollar Schadenersatz. Hardeman hat 26 Jahre lang mit dem Unkrautvernichter Roundup von der Bayer-Tochter Monsanto gearbeitet. Roundup trägt den Wirkstoff Glyphosat in sich. Hardeman ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und hat deswegen Monsanto verklagt.
Bayer widerspricht und hat schon Berufung eingelegt. Das Urteil ist deswegen so gefährlich für den Konzern, weil es eine Art Musterfall für ein Massenverfahren darstellt. Hunderte Landwirte, Gärtner und Verbraucher wollen ihre Klagen jetzt bündeln. Wegen dieser Risiken befürchten einige Mitarbeiter von Bayer eine Zerschlagung, sagt der SZ-Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf Benedikt Müller. Maßgeblich wird dafür die Jahreshauptversammlung Ende April sein.
Weitere Themen: May will dritte Abstimmung, EU will Frontex ausbauen, Malta übernimmt Kontrolle über Handelsschiff.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Reuters.

Mar 27, 2019 • 10min
Waffenexporte: Warum die SPD nicht einknicken darf
Eigentlich ist die Sache ziemlich klar: Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht, dass Deutschland keine Rüstungsgüter an Staaten liefert, die unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind. Das gilt sowohl für die Vereinigten Arabischen Emirate als auch für Saudi-Arabien. Ausnahmen gibt es nur in einem Fall: Für Rüstungsbestellungen, die schon vor der neuen Legislaturperiode genehmigt wurden.
Dann aber kam der Fall Khashoggi. Der Journalist wurde im November im saudischen Generalkonsulat in Istanbul getötet. Seitdem gibt es einen vollständigen Exportstopp nach Riad. Die SPD will den aufrecht erhalten. Die CDU will ihn aufheben. Druck kommt jetzt auch von Verbündeten wie Großbritannien und Frankreich. Die wollen, dass Deutschland laxer mit Waffenexporten umgeht. Das aber wäre der falsche Weg, sagt Joachim Käppner. Der SZ-Vertidigungsexperte fordert, dass Deutschland weiterhin keine Waffen an das saudische Regime liefern soll.
Weitere Themen: CO₂-Ausstoß steigt auf Rekordhoch, Lufthansa erwägt Kauf von 737 Max, Indien schießt Satelliten ab.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Ambassade française.

Mar 26, 2019 • 10min
Warum uns Artikel 13 noch weiter beschäftigen wird
Die Debatte im EU-Parlament zeigt, dass in wenigen Ländern so emotional über die Urheberrechtsreform gestritten wird wie in Deutschland. Julia Reda, eine der schärfsten Kritikerinnen des Gesetzes, wird mehrfach von CDU-Abgeordneten unterbrochen. Axel Voss von der CDU attackiert selbst nochmal die Demonstranten gegen die Reform. Am Ende gewinnt er die Abstimmung mit 74 Stimmen Mehrheit. Waren also alle Demonstrationen und Proteste gegen Artikel 13 umsonst? Und was bleibt von der hitzigen Debatte? Darüber spricht Jannis Brühl, Leiter des SZ-Digitalressorts, im Podcast.
Weitere Meldungen: EU-Parlament beschließt Zeitumstellung, Raser-Urteil in Berlin, Klimakommission für Verkehr scheitet.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth

Mar 25, 2019 • 10min
Mueller-Bericht: Trumps Triumph
Fast zwei Jahre hat Robert Mueller ermittelt. Doch eine Verschwörung des Wahlkampfteams von Donald Trump mit Russland konnte er nicht feststellen. Mueller hat einfach keinen Beweis dafür gefunden.
Für die US-Demokraten ist das ein harter Rückschlag, sagt SZ-Korrespondent Thorsten Denkler in New York. Die Opposition muss sich neu orientieren, denn sie hatte auf ein Amtsenthebungsverfahren gesetzt. Trotzdem bleiben viele offenen Fragen und es würden noch eine Reihe von anderen Verfahren laufen, die den US-Präsidenten in Bedrängnis bringen können.
Weitere Nachrichten: Brexit, Wahlen in Thailand, Gaza-Konflikt.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über dpa.

Mar 22, 2019 • 10min
Artikel 13: Europa droht, die jungen Menschen zu verlieren
Sie fürchten sich davor, das freie Netz, wie sie es kennen, zu verlieren. Am Samstag demonstrieren Menschen in ganz Europa gegen die EU-Urheberrechtsreform. Die sehr emotionale Kritik richtet sich speziell gegen den Artikel 13 der Reform. Der verpflichtet Plattformen dazu, Urheberrechtsverletzungen nachzugehen. Kritiker sagen, dies sei nur mit sogenannten Upload-Filtern möglich. Dann drohe Zensur.
Die Befürworter der Reform haben den Protest lange nicht ernstgenommen. Nun merken sie, dass hinter den vielen Beschwerden nicht allein Bots stehen, wie anfangs vermutet, sondern vor allem viele junge Menschen. Die fühlen sich von den EU-Parlamentariern nicht repräsentiert, weil sie keine Ahnung vom Internet hätten, kritisieren sie. Das Europaparlament muss die Proteste ernst nehmen, sagt Karoline Meta Beisel. Denn sonst, befürchtet die SZ-Brüsselkorrespondentin, könnten die jungen Wähler noch seltener zur Wahl gehen.
Weitere Themen: Brexit wird verschoben, Trump erkennt Golanhöhes als israelisches Staatsgebiet an, Frankreich verbietet Gelbwesten-Proteste.
Zum angesprochenen Europa-Newsletter können Sie sich hier anmelden.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über die Jusos und British Parliament.

Mar 21, 2019 • 10min
Wie Merkel Deutschlands Selbstbild in der EU hinterfragt
Angela Merkel hat im Bundestag eine Regierungserklärung zur Europapolitik der Bundesregierung abgegeben. Etwa sieben Minuten lang beschäftigte sie sich darin mit dem Brexit, den sie unbedingt geordnet bewältigen will. Danach sprach sie über Wirtschaft, Sicherheit und Digitalisierung. Eine relativ unaufgeregte Rede, bis zu letzten Minuten. Da forderte Merkel leidenschaftlich, dass Deutschland ein besserer EU-Partner werden und mehr Kompromisse eingehen muss.
Das sei nicht zuletzt eine schlaue Attacke auf den Koalitionspartner gewesen, sagt SZ-Korrespondent Daniel Brössler. Trotzdem waren auch inhaltliche Punkte dabei, die international relevant sind: Viele andere EU-Mitglieder sehen Deutschland eher als Bremser in der Union, die nur auf ihre eigenen Interessen schauen.
Weitere Themen: Angklage in Utrecht, Verfassungsschutz soll Whatsapp überwachen dürfen, Guaidós Büroleiter verhaftet.
Das angesprochene Interview zu Wikipedia finden Sie hier.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über den Deutschen Bundestag.

Mar 20, 2019 • 10min
Glyphosat-Urteil: Hat Bayer sich verzockt?
Es war eine der größten Firmenübernahmen überhaupt, als der Pharmakonzern Bayer im vergangenen Jahr das US-Agrarunternehmen Monsanto gekauft hat. Doch die Übernahme könnte Bayer jetzt zum Verhängnis werden.
In den USA hat ein Mann den Konzern verklagt, weil er jahrelang das glyphosathaltige Mittel Roundup zum Pflanzenschutz verteilt hatte und davon an Krebs erkrankt sein soll. In der Nacht auf Mittwoch hat das Gericht im Recht gegeben.
Das ist ein großer Rückschlag für den Konzern Bayer, der nach wie vor behauptet, dass Glyphosat unbedenklich sei. Die Bayer-Aktie ist direkt nach dem Urteil massiv eingestürzt. SZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Fromm erklärt im Podcast, was für Folgen der Kauf von Monsanto für Bayer noch haben könnte.
Weitere Nachrichten: May beantragt Brexit-Aufschub bis Ende Juni, EVP berät über Ausschluss von Orban, Lebenslange Haft für Karadzic
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über den Youtube-Kanal von Bayer.

Mar 19, 2019 • 8min
Teurer Poker um das Mobilfunknetz
Der Staat versteigert die 5G-Frequenzen. Es geht um das Mobilfunknetz der Zukunft. Doch wem nutzt das? Was sind die Auflagen - und stopft es die Funklöcher in Deutschland?
98 Prozent der Haushalte sollen künftig versorgt werden, das heißt aber nicht eine völlige Versorgung in der Fläche, sagt SZ-Wirtschaftsredakteur Valentin Dornis. Die Versteigerung solle die Frequenzen möglichst effizient und transparent verteilen. Die Milliardeneinnahmen sollen in die Infrastruktur des Landes fließen.
Weitere Nachrichten: Verwüstungen durch Zyklon Idai, behinderte Babys durch Passivtrinken, EuGH beschränkt Asylrecht.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über Reuters.

Mar 18, 2019 • 11min
Terroranschlag in Christchurch: Welche Verantwortung Medien tragen
Ein australischer Neonazi tötet im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen. Die Tat dokumentierte er live bei Facebook - und die "Bild"-Zeitung zeigt in ihrem Internetauftritt weite Ausschnitte des Videos.
Terroristen wollen Angst verbreiten, sagt SZ-Redakteur Ronen Steinke. Den Verzicht auf die Berichterstattung über Terrorakte können sich nur Diktaturen erlauben, meint der SZ-Experte für Innere Sicherheit. Es gehe um das "Wie" man darüber berichte, auch um Nachahmungstaten zu verhindern. Die "Bild" habe eindeutig Grenzen überschritten. Mit der Dokumentation des "actionhaften" Videos sei sie ihrer großen Verantwortung nicht gerecht geworden.
Weitere Nachrichten: Terror in Utrecht, Waffengesetz in Neuseeland, Ermittlungen gegen Boeing.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Primeminister Jacinda Ardern via Facebook.


