Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Apr 12, 2019 • 10min

Assange droht zum Präzedenz­fall zu werden

Am Donnerstag wurde überraschend der Wikileaks-Gründer Julian Assange in London verhaftet – und die USA will, dass Großbritannien ihn ausgeliefert. Das US-Justizministerium wirft ihm die Verabredung zu einer Straftat mit Chelsea Manning vor. Assange habe ihr geholfen, ein Passwort zu knacken, um an geheime Regierungsdokumente zu kommen. Wie schnell könnte es zu dieser Auslieferung kommen? Und was würde sie für Journalisten und Whistleblower weltweit bedeuten? Das erklärt Frederik Obermaier aus dem SZ-Investigativ-Ressort im Podcast. Er sagt, dass viele Vorwürfe sehr dünn sind. Viele Investigativ-Journalisten arbeiten mit Methoden, die Assange jetzt vorgeworfen werden. Weitere Themen: Ermittlungen in Lügde, BGH-Urteil zu Feriengästen, Bundesrat-Gesetze. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über Reuters.
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Apr 11, 2019 • 10min

Selbst ein neues Brexit-Referendum ist möglich

Der Brexit ist potentiell bis Halloween aufgeschoben. Der Deal mit Brüssel soll aber nicht nachverhandelt werden. Warum also sollte das britische Unterhaus dem zustimmen? Plötzlich ist wieder ganz viel möglich, sagt die SZ-Korrespondentin in London, Cathrin Kahlweit. Vielleicht bleibe es ja auch nicht nur bei sechs Monaten. Möglicherweise gebe es auch noch ein neues Referendum über den Verbleib der Insel in der EU. Vielleicht ist das sogar eine der wenigen plausiblen Lösungen aus dem Dilemma. Weitere Meldungen: London bekommt einen zeitlichen Aufschub beim Brexit. Jetzt ist wieder alles möglich. Wirklich alles. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über britisches Parlament und dpa.
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Apr 10, 2019 • 10min

Die Zwei-Staaten-Lösung ist tot

Der Likud-Block von Benjamin Netanjahu hat die Wahl in Israel für sich entschieden. Damit steht der Premier vor seiner fünften Amtszeit. Im Sommer wird er sein Ziel erreichen, länger als Staatsgründer David Ben Gurion im Amt zu sein. Und das mit der womöglich rechtesten Regierung in der Geschichte des Landes. Wenn Netanjahu seine Ankündigung der Annexion der jüdischen Siedlungen im Westjordanland wirklich wahr macht, dann sei die Bildung eines palästinensischen Staates unmöglich, sagt Israel-Korrespondentin Alexandra Föderl-Schmid. ​​Schon heute sei das Gebiet ein Flickenteppich. Die Enttäuschung der Araber in Israel und der Palästinenser sei riesig. Weitere Meldungen: Schwarzes Loch fotografiert, Brexit, Nowitzki beendet Karriere. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Facebook: Benjamin Netanjahu, dpa.
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Apr 9, 2019 • 10min

Wer im Krieg in Libyen mitmischt

In Libyen eskalieren die Kämpfe: Der Kriegsherr Haftar rückt immer weiter auf die Hauptstadt Tripolis zu. Dabei ist der ehemalige Gefolgsmann von Diktator Gaddafi kein Mann der Zukunft, sagt der ehemalige SZ-Nahost-Korrespondent Tomas Avenarius. Vor seiner Offensive sei Haftar ein Bündnis mit den Russen eingegangen, die versuchen, im Magreb Fuß zu fassen. Es geht in dem Konflikt vor allem um Öl und Gas - und daran seien auch die USA und die Europäer interessiert. Ein erneuter, umfassender Bürgerkrieg könnte allerdings eine weitere große Flüchtlingswelle auslösen. Weitere Nachrichten: Flüchtlingsboot "Alan Kurdi", IT-Gesetz sieht Herausgabe von Passwörtern vor, Prozess gegen IS-Anhängerin Jennifer W. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky
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Apr 8, 2019 • 10min

Hilft Enteignung gegen zu hohe Mieten?

Trotz Mietpreisbremse und sozialem Wohnungsbau steigen seit Jahren die Mieten in deutschen Großstädten. In Berlin sind am Wochenende Zehntausende für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Zeitgleich ist in Berlin ein Volksbegehren gestartet, das die Enteignung großer privater Wohnungsgesellschaften fordert. Hat eine Wohnungsgesellschaft mehr als 3000 Wohnungen in Berlin, soll sie von der Stadt Berlin enteignet werden. Laura Weißmüller schreibt für das SZ-Feuilleton über Bauen und Wohnen. Sie findet es gut, wie radikal jetzt über Lösungen für das Wohnungsproblem gesprochen wird. Statt Enteignungen sollte der Staat aber zunächst viel häufiger die Mittel einsetzen, die er schon hat. Welche das sind, erklärt sie im Podcast. Weitere Themen: Kämpfe in Libyen, Forderungen der "Fridays for Future"-Bewegung, Urteil gegen "Pflegeoma" Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth
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Apr 5, 2019 • 10min

Trumps Machtkampf an der Grenze zu Mexiko

Donald Trump besucht an diesem Freitag Calexico, eine Grenzstadt zwischen Kalifornien und Mexiko. Er will sich einen Bauabschnitt der Grenzmauer ansehen und voraussichtlich über den Nationalen Notstand sprechen, den er selbst für die Grenzregion ausgerufen hat. Die vergangene Woche war dabei von Drohungen des US-Präsidenten gezeichnet: Er werde die Grenze zu Mexiko schließen, wenn dort noch mehr Migranten aus Zentralamerika ankommen, oder Strafzölle auf mexikanische Autos verhängen. Ist das sinnvoll? Darüber spricht der SZ-Korrespondent Hubert Wetzel in dieser Folge. Er hat vor kurzem in der Grenzregion zwischen USA und Mexiko recherchiert. Alles, was die mexikanische Wirtschaft schwächen würde, wäre auch für die USA noch schlechter, sagt er. Weitere Themen: Brexit-Verschiebung, Ermittlungen gegen deutsche Autokonzerne, Deutsche Energiepolitik. Das angesprochene Interview mit Annalena Baerbock finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über das Weiße Haus.
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Apr 4, 2019 • 10min

Kommt jetzt die Revolution der Radfahrer?

Dass Fahrradfahrer mit ihrer Wut etwas bewirken können, das haben sie spätestens in Berlin bewiesen. Dort hat es nämlich einen Volksentscheid gegeben und der Berliner Senat hat die Forderungen dann in ein Mobilitätsgesetz geschrieben. Damit verpflichtet sich Berlin dazu, mehr Geld in den Radverkehr zu stecken. Seitdem gibt es Nachahmer. In rund 20 deutschen Städten und im Bundesland Nordrhein-Westfalen werden Unterschriften für Radentscheide gesammelt. In München, Rostock oder Braunschweig zum Beispiel. Es geht immer um das Ziel: mehr Platz für Radfahrer, weniger Vorrang für Autos. Trotzdem ist jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug ein schwerer SUV. Das passt überhaupt nicht mit einer langfristigen Verkehrsstrategie zusammen, sagt Sebastian Herrmann. Der SZ-Wissen-Redakteur meint, statt teurer Werbekampagnen sollte Verkehrsminister Andreas Scheuer lieber mehr Geld für breitere und sicherere Fahrradwege in die Hand nehmen. Weitere Themen: AfD-Kandidatin fällt wieder durch, Konjunkturboom zu Ende, Boeing-Report in Äthiopien. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky
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Apr 3, 2019 • 10min

"Trump wird kein Fan der Nato mehr"

Die Nato wird 70 und feiert am Gründungsort Washington. Doch seit Donald Trump US-Präsident ist, befindet sich die Nato in einem ganz anderen Verteidigungsmodus als gedacht. "Ein Fan der Nato wird Trump wohl nicht mehr", sagt Brüssel-Korrespondenten Matthias Kolb. Der US-Präsident kritisiert besonders, dass die Deutschen zu wenig Geld in ihre Verteidigung stecken. Die **USA **investieren viel mehr. Das sei unfair. Weitere Nachrichten: Wahlrechtsreform gescheitert, Komission zu sexuellen Kindesmissbrauch, Ermittlungen gegen Aktionskünstler. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über White House.
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Apr 2, 2019 • 10min

"Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt"

Das Gefühl der Bedrohung ist für Viele alltäglich. Sie haben Angst, ausgeraubt zu werden, dass in ihre Wohnung eingebrochen oder ihr Auto gestohlen wird. Aber weniger als ein Prozent der Deutschen wird tatsächlich Opfer schwerer Verbrechen. “Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt", sagt Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalitätsstatistik. Es gibt eine starke Diskrepanz von gefühlter Bedrohung und der tatsächlichen Sicherheit, sagt die Berliner SZ-Korrespondentin Constanze von Bullion. Das liege auch an der verstärkten Berichterstattung. Schon 2017 sei die Kriminalität auf das Niveau von 1992 gesunken. Und jetzt geht es nochmal bergab. Besonders empörend seien aber die vermehrten Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte. Zudem gebe es mehr Straftaten, die vor allem im Internet stattfinden: mehr Kinder- und Jugendpornografie zum Beispiel - oder auch mehr Rauschgiftdelikte, bei denen es allerdings in zwei von drei Fällen um Haschisch geht. Weitere Nachrichten: Rücktritt von DFB-Präsident Grindel, Ärzte haften nicht für künstlich verlängertes Leiden am Lebensende, Komodo-Inseln gesperrt. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Bundespressekonferenz.
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Apr 1, 2019 • 10min

Ukraine: Wie ein Satiriker Präsident werden kann

Die Ukrainer sind witzig: Sie schicken mit Wladimir Selensky einen Satiriker in die Stichwahl für das Amt des Präsidenten. Der Präsidenten-Darsteller könnte tatsächlich zum echten Präsidenten werden. Mit mehr als 30 Prozent liegt er deutlich vor Amtsinhaber Petro Poroschenko. Eigentlich hat das weniger mit einer gehörigen Portion Humor zu tun, als viel mehr mit der tiefsitzender Frustration über die Regierenden zu tun, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Laut Beobachtern sei die Wahl eine "der dreckigsten der postkommunistischen Ukraine" gewesen. Und das obwohl die Geschichte des Landes ohnehin "nicht arm an manipulierten Wahlen" sei. Weitere Nachrichten: AKP verliert Ankara und Istanbul, Organspendegesetz, Brexit. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Квартал-95/Quartal-95 und Saarländischer Landtag.

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