

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Jul 8, 2019 • 9min
Deutsche Bank im Überlebenskampf
Nach der abgesagten Fusion mit der Commerzbank steht bei der Deutschen Bank ein brutaler Sanierungsplan an: Drei von neun Vorständen müssen gehen, weltweit werden 18 000 Jobs gestrichen.
Die Bank habe sich 1999 mit dem Einstieg ins globale Investmentbanking übernommen, sagt der Wirtschaftschef der SZ, Marc Beise. Die Deutsche Bank wolle und müsse sich jetzt aufs Kerngeschäft konzentrieren. Angesichts gut aufgestellter Konkurrenz und besetzter Nischen werde dies aber ein Kampf ums Überleben.
Weitere Nachrichten: Mitsotakis neuer Ministerpräsident Griechenlands, Italien beschlagnahmt italienisches Rettungsschiff.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Weiteres Audiomaterial über Reuters.

Jul 5, 2019 • 10min
Iran-Atomdeal: So gefährlich wäre ein Scheitern
Schon seit Anfang dieser Woche verfügt Iran über mehr niedrig angereichertes Uran als im Atomabkommen erlaubt. Ab diesem Sonntag, dem 07. Juli, will sich der iranische Präsident Hassan Rohani auch an weitere Vereinbarungen des Abkommens nicht mehr halten. Wie gefährlich wäre das?
Das erklärt Paul-Anton Krüger, stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik, in dieser Folge von "Auf den Punkt". Er erzählt, warum erst am vergangenen Freitag bei Verhandlungen in Wien noch mehr Zuversicht geherrscht hat – und wieso Donald Trump der einzige Gewinner des Konflikts sein könnte.
Weiter Meldungen: BMW-Chef Krüger hört auf, Schulze will Co2-Steuer, AfD-Wahllisten in Sachen.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über FOX und das Weiße Haus.

Jul 4, 2019 • 10min
Warum Indonesien Plastikmüll nach Deutschland zurückschickt
Indonesien gilt nach China als das Land, das die Weltmeere am stärksten verschmutzt. 2018 hat das Land fast dreimal so viel Plastikmüll eingeführt wie im Jahr davor. Aus Deutschland kommt sogar 70 Mal mehr Müll dorthin, seit China einen Importstopp verhängt hat.
Die Einwohner Indonesiens leben auf verseuchter Erde. Es entstehen riesige Müllberge und ganze Küstenstreifen sind bedeckt. Deshalb hat Indonesien jetzt angekündigt, 49 Container Müll nach Deutschland, in die USA, Australien, Frankreich und Hongkong zurückzuschicken. In dem Abfall hätten sich giftige Stoffe befunden. Das zeigt, dass die Kontrollen hierzulande nicht einwandfrei funktionieren, sagt SZ-Wirtschaftsredakteurin Vivien Timmler. Denn eigentlich hätte der Müll Deutschland nie verlassen dürfen.
Weitere Meldungen: von der Leyen wirbt um Unterstützung, Weiterer Verdächtiger im Fall Lügde, Umwelthilfe darf weiter abmahnen.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky

Jul 3, 2019 • 10min
EU-Parlament vs. Rat: Ein epischer Kampf bahnt sich an
Das Europaparlament hat seinen neuen Präsidenten gewählt. Wenig überraschend hat der Sozialdemokrat aus Italien, David-Maria Sassoli, die Wahl im zweiten Durchgang gewonnen.
Strittiger ist im Straßburger Parlament eine andere Personalie. Der Europäische Rat hat sich nicht auf einen der Spitzenkandidaten aus dem Europawahlkampf für das Amt des Kommissionspräsidenten einigen können. Weder der Bayer Manfred Weber noch der Niederländer Frans Timmermans haben eine Mehrheit. Also soll jetzt Ursula von der Leyen die neue Kommissionspräsidentin werden.
Es bahnt sich die große Konfrontation zwischen Rat und Parlament an, beschreibt Brüssel-Korrespondentin Karoline Meta Beisel.
Weitere Nachrichten: Rackete taucht unter, Abtreibungsverbot-Urteil aufgehoben.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über dpa und Youtube-Kanal des Élysée.

Jul 2, 2019 • 10min
Überwachung in China: Die Ausspäh-App
China überwacht nicht nur die eigenen Bürger - wie jetzt bekannt wurde, werden Ausspäh-Apps bei der Einreise auch auf Handys von Touristen installiert. Der SZ ist es mit verschiedenen Partnern gelungen, diese Software zu analysieren und auszuwerten.
Lea Deuber, die China-Korrespondentin der SZ, ist für diese Recherche nach Kirgisistan gereist. Wie die App installiert wird und was sich der chinesische Staat von der Überwachungsmaßnahme erhofft, erklärt sie im Podcast.
Die ganze Recherche können Sie mit SZ Plus unter diesem Link lesen.
Die wichtigsten Fragen zur Recherche werden auch in diesem Text beantwortet.
Weitere Nachrichten: Verdächtiger im Mordfall Lübcke widerruft Geständnis, Facebook muss Bußgeld bezahlen.
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Redaktion, Produktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Die SZ hat für diese Recherche mit dem NDR, dem Guardian, der NYT und mit Vice Motherboard zusammengearbeitet. Bei der Analyse der App gab es eine Kooperation mit den IT-Sicherheitsforschern der Ruhr-Uni Bochum. Sämtliche Ergebnisse wurden von unabhängigen Instituten überprüft.

Jul 1, 2019 • 10min
EU-Spitzenämter: Wieso der Kompromiss so schwer fällt
Die EU muss die Spitzenämter für die kommenden fünf Jahre besetzen. Aber der Europäische Rat kann sich einfach nicht auf Personen einigen. Nach einer mehr als 17-Stündigen-Marathon-Sitzung vertagt der Rat die Entscheidung auf Dienstag. Woran sind die Gespräche gescheitert und wer hat inzwischen überhaupt noch Chancen auf den Posten an der Kommissionsspitze?
Das erklärt der SZ-Brüssel Korrespondent Matthias Kolb, der wie viele Kolleginnen und Kollegen in Brüssel die Nacht über auf Entwicklungen gewartet hat.
Weitere Themen: Koalition in Bremen stellt Koalitionsvertrag vor; Bundesregierung nimmt Stellung zu Rackete und Sea Watch; Iran verletzt wohl Atomabkommen.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Onhyerth
Zusätzliches Audiomaterial über die EU-Kommission und die dpa.

Jun 28, 2019 • 10min
US-Demokraten: Biden kommt ins Schwitzen
24 Bewerberinnen und Bewerber der US-Demokraten wollen 2020 Donald Trump herausfordern und ins Weiße Haus einziehen. In Miami haben sie am Mittwoch und Donnerstag in zwei lange erwarteten Debatten zum ersten Mal miteinander diskutiert. Und gerade Joe Biden, der in Umfragen weit vorne liegt, hat dabei gewackelt.
Biden fehlen die frischen Ideen, sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Fast alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten würden mit linkeren Themen und Ideen als Biden punkten. Hilft das Bernie Sanders?
Wer die Gewinner und Verlierer der Debatten sind, analysiert Thorsten Denkler auch in diesem Text.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk

Jun 27, 2019 • 9min
G-20-Gipfel in Osaka: Immer Ärger mit Trump
Die Erwartungen an den diesjährigen G-20-Gipfel im japanischen Osaka sind eher gering. Die Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump werden sich wohl erneut als schwierig darstellen. Trump hält wenig von Multilateralismus. Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft dennoch, dass es zumindest in bilateralen Fragen Fortschritte geben wird, wie zum Beispiel im Handelsstreit zwischen USA und China oder im Konflikt mit dem Iran.
Die großen Themen sollen außerdem der Freihandel und der Klimawandel sein. Gastgeber Japan hofft hier auf eine gemeinsame Abschlusserklärung. Kann das mit dem US-Präsidenten Trump klappen? Und welche Lösungen für Konflikte sind wahrscheinlich? Das erklärt in dieser Folge der SZ-Redakteur Daniel Brössler, der die Kanzlerin nach Osaka begleitet.
Weitere Nachrichten: Hauptangeklagte gestehen im Missbrauchsfall in Lügde, Zahl der Rechtsextremisten auf Höchststand, Festnahmen im Fall Lübcke
Redaktion, Moderation: Antonia Franz
Redaktion: Laura Terberl, Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal der Bundesregierung.

Jun 26, 2019 • 11min
Rechter Terror: Klima der Angst
Seit Jahren gibt es in Berlin-Neukölln immer wieder Angriffe von Rechtsextremisten auf Linke und sozialdemokratische Lokalpolitiker. Doch kein Verdächtiger wurde bislang festgenommen. Warum versagen Polizei und Verfassungsschutz?
Mit diesen Taten und auch mit dem Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke soll ein Klima der Angst geschaffen werden, sagt Ronen Steinke, SZ-Experte für Innere Sicherheit und politischen Extremismus. Die Täter bewegten sich in einem Dunstkreis des Rechtsradikalismus, der womöglich bis zur AfD reiche. Der Staat und die Politik müsse hier eine klare rote Linie ziehen. Und bei dem Lübcke-Mord müsse erst noch geklärt werden, ob der geständige Stephan E. wirklich allein gehandelt habe.
Weitere Meldungen: Frühe Spur beim Missbrauch von Lügde nicht verfolgt, Kartellamt untersagt Fusion der größten deutschen Müllentsorger.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carlo Sarsky

Jun 25, 2019 • 10min
"Revolution Chemnitz": Rechte Spinner oder Rechtsterroristen?
Eine Gruppe von Skins, Hooligans und Neonazis nennt sich "Revolution Chemnitz" und plant einen bürgerkriegsartigen Aufstand. Laut Ermittlungsakten, die der SZ, NDR und WDR vorliegen, wollten die **mutmaßlichen Rechtsterroristen **ein Attentat in Berlin verüben und es dann der linken Szene in die Schuhe schieben.
Die Mitglieder der Gruppe fühlen sich als Elite der Rechtsradikalen in Sachsen, sagt SZ-Reporterin Annette Ramelsberger. Alle Mitglied haben rechtsradikale Vergangenheit und haben den Aufstand sogar geprobt. Die Gefahr von Rechts sei real.
Weitere Nachrichten: Deutscher Chemiegroßhändler lieferte Stoffe für Sarin nach Syrien, gescheiterte Pkw-Maut wird teuer für Bund, Staatsanwaltschaft durchsucht Räume der AfD-NRW.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Onygerth


