

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Jul 22, 2019 • 10min
Wer ist die "Koalition der Hilfsbereiten”?
Täglich fischen Schiffe Flüchtlinge in Seenot aus dem Mittelmeer. Die Rettungsschiffe aber werden von Italien und Malta nicht in ihre Häfen gelassen. Deutschland und Frankreich versuchen jetzt eine europäische "Koalition der Hilfsbereiten" zu formen.
Ein guter und wichtiger Plan, sagt der außenpolitische SZ-Redakteur Thomas Kirchner. Die Situation in den libyschen Flüchtlingslagern sei unerträglich. Aber Rechtspopulisten wie der italienische Innenminister Salvini bräuchten die Krise um ihre Bewegungen wachsen zu lassen. Dabei sei der von ihnen so genannte "Pull-Effekt” nicht erwiesen, in dessen Folge immer mehr Flüchtlinge nach Europa kommen würden.
Weitere Meldungen: Großbritannien berät über Iran-Krise, Gesundheitsminister Spahn will Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, Seehofer für Verschiebung der EU-Richtlinie zu Kunstrasen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über dpa.

Jul 19, 2019 • 10min
Merkels Bilanz einer ereignisreichen Woche
Kurz vor ihrem Urlaub hat Angela Merkel ihre Sommer-Pressekonferenz gegeben. Nach einer ereignisreichen Woche musste sie natürlich einige Fragen zu den Personalentscheidungen in Berlin und Brüssel beantworten. Auffällig viele Fragen drehten sich aber auch um ihre Umweltpolitik.
Wie überzeugend der Auftritt der Bundeskanzlerin war, schätzt in dieser Folge von "Auf den Punkt" Nico Fried ein. Er leitet das Hauptstadtbüro der SZ in Berlin und war unter anderem von Merkels Offenheit überrascht, als es um ihre Einschätzungen zu Fridays for Future ging. Aber gerade in dem Bereich sei wohl allen in der Bundesregierung klar, dass sie liefen müssen.
Weitere Themen: Carola Rackete verlässt Italien, Hilfspaket für Syrien-Flüchtlinge in Türkei.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über die Bundespressekonferenz.

Jul 18, 2019 • 10min
Wie viel Fliegen eigentlich kosten müsste
Wer in Deutschland fliegt, muss schon seit 2011 eine Steuer zahlen – die sogenannte Luftverkehrsabgabe. Dazu kommt noch eine andere Abgabe. Aber trotzdem fliegen die Deutschen deshalb nicht weniger. Im Gegenteil: Anfang des Jahrtausends gab es noch 140 Millionen Passagiere auf deutschen Flughäfen, letztes Jahr waren es 244 Millionen.
SPD-Umweltministerin Svenja Schulze will diese Luftverkehrsabgabe jetzt erhöhen. Und auch die Union, Schulzes Koalitionspartner, scheint offen zu sein für Diskussionen. Wenn er nach Angeboten für einen Flug nach Palma de Mallorca schaut, gibt es Hin-und-Zurück-Tickets ab 35 Euro, sagt Michael Bauchmüller. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent meint, dass es zwar gut ist, über Flugscham zu sprechen, aber am Ende geht es eben doch nur über den Preis.
Weitere Themen: Iranische Revolutionsgarden beschlagnahmen Tanker, Lambrecht gegen Erfassung von Zug- und Busreisenden, Dazn zeigt Bundesliga.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über dpa.

Jul 17, 2019 • 14min
Was von der Leyens Wahl für Berlin bedeutet
Ursula von der Leyen wird Präsidentin der Europäischen Kommission. Sie hat am Dienstag eine ganz knappe Mehrheit im Europäischen Parlament geholt. So knapp, dass sogar Brüsselkorrespondentin Karoline Meta Beisel überrascht war, denn die Bewerbungsrede der deutschen Kandidatin wurde parteiübergreifend gut aufgenommen. Wie viel sie von ihren vielen Vorschlägen umsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten.
Die Wahl von der Leyens hat auch Konsequenzen in der Berliner Politik nach sich gezogen. Ausgerechnet Annegret Kramp-Karrenbauer ist jetzt neue Verteidigungsministerin. Und das, obwohl die CDU-Vorsitzende davor gar nicht ins Kabinett wollte. SZ-Innenpolitikchefin Ferdos Forudastan sieht darin einen riskanten Schachzug, um einen parteiinternen Konkurrenten auszubremsen.
Weitere Themen: Impfpflicht in Schulen, Bundeswehr darf Rechtsextremen entlassen.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
Weiteres Audiomaterial über European Parliament.

Jul 16, 2019 • 10min
Trump - ein Rassist im Weißen Haus?
US-Präsident Donald Trump hat den demokratischen Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley und Rashida Tlaib empfohlen in ihre Heimatländer zurückzukehren. Doch die vier Frauen sind US-Bürgerinnen.
Kein Präsident der jüngeren Geschichte sei so schamlos rassistisch aufgetreten wie Trump, sagt Nicolas Richter, ehemaliger US-Korrespondent in den USA. Hinter seinen Äußerungen stecke die Strategie, sich als Held der weißen Unter- und Mittelschicht aufzuspielen und deren Ressentiments zu bedienen.
Weitere Meldungen: Vizechef des Verwaltungsrats der Arbeitsagentur tritt zurück, Wahl von Ursula von der Leyens.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Viktoria Hausmann, Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Weiteres Audiomaterial über Reuters.

Jul 15, 2019 • 9min
Björn Höcke und der Flügelkampf in der AfD
Die Alternative für Deutschland ist heillos in einen "Flügel"-Kampf verstrickt. Der wird vor allem zwischen dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, dem Wortführer des rechtsnationalen “Flügels” seiner Partei, und der lediglich konservativen Strömung der AfD ausgetragen.
Björn Höcke ist selbstverliebt, scheut aber oft die direkte Konfrontation, sagt Jens Schneider vom Hauptstadtbüro der SZ. Er glaube nicht, dass Höcke selbst im Herbst für den Vorstand der AfD antreten könnte, wie es manche seiner Anhänger und auch Gegner wollen. Allerdings würden die Grenzen zwischen ihm und den jetzigen Sprechern Jörg Meuthen, Alexander Gauland und Alice Weidel verschwimmen. Die oft bemühte "rote Linie" in Abgrenzung zum Rechsradikalismus und Rechtsextremismus würde es längst nicht mehr geben.
Weitere Meldungen: Wissenschaftlicher Beirat fordert Reformen für neue Klimapolitik; von der Leyen wirbt um Stimmen von Sozialdemokraten und Liberalen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über die Facebook-Seiten der AfD und von "Der Flügel".

Jul 12, 2019 • 10min
Ein CO₂-Preis kann nur der Anfang sein
Immer mehr Deutsche fordern, dass der Ausstoß von CO2 teurer werden soll. Darin sind sich auch die meisten politischen Parteien einig, nur sie schlagen unterschiedliche Wege vor. Grüne, Linke und SPD wollen relativ schnell auf nationaler Ebene handeln, zum Beispiel mit einer CO2-Steuer. Die Union will hingegen den Zertifikatehandel in Europa auf weitere Sektoren ausweiten.
Jetzt haben sogar die Wirtschaftsweisen der Bundesregierung empfohlen, möglichst schnell eine CO2-Bepreisung durchzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte bei der Übergabe des Gutachtens schon mal klar, dass dies einen Umbruch bedeuten würde. Doch der CO2-Preis kann nur der erste Schritt sein, sagt Markus Schulte von Drach. Der SZ-Politikredakteur fordert, dass es ein grundsätzliches Umdenken geben muss, verbunden mit einem anderen Verständnis von Freiheit.
Weitere Themen: Bundesagentur-Vorstand Holsboer muss gehen, Klöckner zofft sich mit Seehofer.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Jul 11, 2019 • 10min
Warum Sarrazins Ausschluss für die SPD wichtig wäre
2010 veröffentlichte Thilo Sarrazin seinen Bestseller “Deutschland schafft sich ab”. Darin beschreibt er, wie Deutschland angeblich unter der Zuwanderung leiden würde. Sarrazin macht dazu sehr zweifelhafte biologische Vergleiche. Daraufhin versuchte die SPD-Parteispitze schon zweimal, Sarrazin rauszuschmeißen. Doch sie scheiterte. Und Sarrazin? Der veröffentlichte fast jedes Jahr ein neues Buch.
Im dritten Anlauf könnte es mit dem Parteiausschluss aber klappen. Das hat zumindest die Schiedskommission des SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf entschieden. SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun sagt, dass Sarrazins Ausschluss die SPD von Altlasten befreien könnte.
Weitere Themen: Identitäre sind rechtsextrem, LKA-Panne in Niedersachsen, Frankreich verabschiedet Digitalsteuer.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann, Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal FPÖ.tv.

Jul 10, 2019 • 11min
Warum wir die Herkunft von Tätern oft nicht nennen
In Mülheim an der Ruhr sollen fünf Minderjährige eine junge Frau vergewaltigt haben. Die SZ hat sich anfangs dafür entschieden, die Herkunft der mutmaßlichen Täter nicht zu nennen, später haben wir dies geändert.
Die Süddeutsche Zeitung richtet sich nach dem Pressekodex und nach dem Grundgesetz. Der Artikel 3 macht entsprechende Vorgaben, sagt Tom Soyer aus der Leserredaktion. Demnach darf niemand wegen seiner Abstammung, Heimat und Herkunft benachteiligt werden. Auch sei Neugierde kein Grund zur Nennung der Nationalität. Deshalb hatten wir zunächst die Herkunft der Tatverdächtigen nicht genannt. Viele Leser haben sich über diese Entscheidung beschwert. Wir haben beim Presserat direkt nachgefragt und folgende Antwort bekommen: Angesichts des Alters der Beteiligten handele es sich um eine "in ihrer Dimension ungewöhnliche und zudem außergewöhnlich schwere Straftat". Und dies erlaube durchaus die Nennung von weiteren Einzelheiten zu Tat und Tätern.
Weitere Nachrichten: Von der Leyen erklärt ihre EU-Pläne, AfD-Sachsen bezeichnet Kandidatenstreichung als "Willkürakt", britische US-Botschafter Kim Darroch legt Amt nieder.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau, Viktoria Hausmann
Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann
Produktion: Carlo Sarsky

Jul 9, 2019 • 10min
Ibiza-Video erfasst ÖVP und SPÖ
Ende Mai ist das Ibiza-Video in den österreichischen Europawahlkampf wie eine Bombe eingeschlagen. Die Koalition von ÖVP und FPÖ unter Kanzler Sebastian Kurz zerbrach auch, weil die FPÖ-Spitzenpolitiker Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus auch über ein womöglich illegales System der Parteienfinanzierung über angeblich gemeinnützige Vereine sprachen.
Jetzt wird auch gegen ÖVP und SPÖ wegen illegaler Spenden ermittelt - und "wegen Untreue" gegen die angeblichen Großspender der FPÖ. Obwohl Strache später erklärte, es seien keine solchen Spenden geflossen und sie selbst Spenden dementierten. Inzwischen gebe es ein neues Gesetz zur Parteienfinanzierung, sagen Leila Al-Serori und Bastian Obermayer, die zum Ibiza-Video recherchiert haben. Der Staatsanwaltschaft stehen nun umfangreiche Ermittlungen bevor und es müsse zunächst geklärt werden, was denn überhaupt ein Verein sei, der Parteien nahe stehe.
Weitere Nachrichten: "Alan Kurdi" nimmt 44 Flüchtlinge an Bord, Milliardenhilfen für schwache Regionen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Weiteres Audiomaterial über SZ.de.


