

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Aug 20, 2019 • 10min
Gamescom: Mehr Spiele "Made in Germany"?
In Köln hat die Gamescom begonnen, die größte Computerspielmesse der Welt. Mehr als 370 000 Besucher und über 1000 Aussteller nehmen daran teil. Und es läuft auch wirtschaftlich richtig gut für die Games-Branche in Deutschland, mit immer neuen Rekord-Umsätzen. Trotzdem wünschen sich deutsche Entwickler, dass der Staat ihre sie stärker unterstützt.
Wie passt das zusammen und wie könnte auch der Staat von der Gaming-Industrie profitieren? Das erklärt Digitalredakteur Caspar von Au, der für die SZ von der Gamescom in Köln berichtet und dort auch den Auftritt von Bundesminister Andreas Scheuer gesehen hat. Außerdem gibt er einen kurzen Überblick über die aktuellen Trends, über die auf der Messe gesprochen wird.
Weitere Themen: Conte bietet in Italien Rücktritt an, Olaf Scholz tritt mit Klara Geywitz für SPD-Vorsitz an, Johnsons Brexit-Diplomatie.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth

Aug 19, 2019 • 10min
So will das BKA gegen Rechtsextremisten vorgehen
Der Mord an Walter Lübcke hat die Politik aufgerüttelt. Das Bundeskriminalamt will härter gegen rechtsradikale Gewalt und Hetze vorgehen.
Man müsse die Anstrengungen "erheblich intensivieren, um den gegen unsere Werte gerichteten Aktivitäten wirksam entgegentreten zu können", heißt es in einem Papier, das BKA-Präsident Holger Münch an das Bundesinnenministerium übermittelt hat.
Das BKA plant zum Beispiel, eine neue Zentralstelle für Hasskriminalität zu schaffen. Die soll für ganz Deutschland Hass-Postings im Netz erfassen, bewerten und die Urheber der Posts identifizieren.
Ronen Steinke schreibt für die SZ über Innere Sicherheit und hat zu dem Papier recherchiert. Im Podcast erklärt er, warum er die vorgeschlagenen Maßnahmen sinnvoll findet und wie viel davon umgesetzt werden kann.
Weitere Themen: Merkel in Ungarn, Große Koalition arbeitet laut Studie effizient, Waldbrand auf Gran Canaria.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Aug 16, 2019 • 10min
Wahlen im Osten: Geht regieren ohne die AfD?
In Sachsen regiert momentan die CDU, Ministerpräsident ist Michael Kretschmer. Seit etwas mehr als eineinhalb Jahren ist er an der Spitze einer schwarz-roten Koalition. Aber wenn er weiterhin Ministerpräsident bleiben will, dann muss er sich neue Partner suchen. Denn die CDU steht in Umfragen bei ungefähr 28 Prozent, die SPD nur bei acht. In der CDU haben sich deswegen einzelne Abgeordnete dafür ausgesprochen, sich doch mal Gedanken über eine Koalition mit der AfD zu machen. Aber diese Option hat Kretschmer selbst ausgeschlossen.
Ob er stattdessen mit den Grünen oder den Linken zusammenarbeiten will? Da lässt sich der Ministerpräsident nicht in die Karten schauen. Eigentlich bleibt ihm nur eine Option übrig, analysiert die SZ-Korrespondentin für Ostdeutschland Ulrike Nimz. Doch die ist in Sachsen nur schwer zu vermitteln.
Weitere Themen: Scholz kandidiert für SPD-Vorsitz, Tlaib darf ins Westjordanland reisen.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Aug 14, 2019 • 10min
Strache, FPÖ und die Casinos: Österreichs neuer Skandal
Ende Mai veröffentlichte unter anderem die Süddeutsche Zeitung ein Video, das Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache dazu veranlasste, zurückzutreten. Der FPÖ-Politiker macht darin Kommentare, die darauf hindeuten, dass er es nicht ganz so streng mit dem Rechtsstaat nimmt. Sein Vertrauter Johann Gudenus, der beim Treffen in der Villa in Ibiza ebenfalls beteiligt war, trat sogar aus der Partei aus.
Drei Monate später ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft wegen eines anderen Vorwurfs wieder gegen Strache und Gudenus. Sie hat die Wohnräume der beiden untersucht. Es geht um den Verdacht, dass die FPÖ und ein Glücksspielunternehmen einen Deal gemacht haben sollen. Strache sagt, man wolle ihn diskreditieren und mundtot machen. Typisch für den Rechtspopulisten, sagt SZ-Politikredakteurin Leila Al-Serori. Ein Comeback Straches schließt sie trotz allem nicht aus.
Weitere Themen: Schwan und Stegner kandidieren für SPD-Vorsitz, deutsche Wirtschaft schrumpft.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Aug 13, 2019 • 9min
Hilft ein Gesetz gegen den Abschwung?
Die Autoindustrie leidet unter dem Handelsstreit, die Aktienkurse gehen tendenziell nach unten und viele Firmen in Deutschland streichen massenweise Arbeitsplätze: Alles sieht nach einer ernsthaften Konjunkturkrise aus. Die SPD will möglichst viele Entlassungen verhindern, deshalb hat jetzt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ein neues Gesetz vorgestellt, das "Arbeit-von-Morgen-Gesetz".
Damit will er Firmen helfen, die in der Kurzarbeit Beschäftigte weiterbilden. Wenn ein Unternehmen vor einem größeren Umbau steht und viele Mitarbeiter umschulen muss, will er das mit einem neuen Zuschuss fördern.
Caspar Busse ist Wirtschaftsredakteur bei der SZ. Im Podcast erklärt er, woher der jetzige Abschwung kommt und inwiefern ein Gesetz dagegen schützen kann. Letztendlich kommen in der jetzigen Krise zwei Punkte zusammen: Ein Konjunktureinbruch durch den Handelskrieg und ein langfristiger, schwieriger Strukturwandel.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

Aug 12, 2019 • 10min
Der Fall Epstein: Viele offene Fragen
Am Samstagmorgen wurde Jeffrey Epstein tot in seiner Gefängniszelle gefunden, offenbar hat er sich dort selbst das Leben genommen. Der US-Unternehmer und Multimillionär soll mehr als 80 minderjährige Mädchen missbraucht und einen illegalen Menschenhandelsring aufgebaut haben. Dafür wurde er Anfang Juli festgenommen worden und angeklagt.
Können diese Vorwürfe gegen Epstein jetzt überhaupt noch aufgeklärt werden? Das beantwortet der US-Korrespondent Hubert Wetzel in dieser Folge von "Auf den Punkt". Er spricht auch über die Verschwörungstheorien, die schon jetzt über Epsteins Tod kursieren.
Weitere Themen: Proteste legen Hongkonger Flughafen lahm; Schulze will Müll vermeiden.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reutes.
Anmerkung der Redaktion: Wir gestalten unsere Berichterstattung über Suizide bewusst zurückhaltend und verzichten, wo es möglich ist, auf Details. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen von Suizidgedanken, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge: telefonseelsorge.de. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

Aug 9, 2019 • 10min
Salvinis Trick geht auf
Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die Regierung in Rom für gescheitert erklärt. Das hat wohl auch damit zu tun, dass Salvini selbst von Neuwahlen am meisten profitieren könnte. Und das, obwohl die aktuelle Regierung zischen Salvinis Lega und der Fünf-Sterne Bewegung alles andere als erfolgreich ist. Salvini scheint einfach nichts falsch machen zu können.
Wie schafft er das und wie genau hat er seine Partei in den vergangenen Jahren und Monaten so groß gemacht? Und kommt auf Italien nach Neuwahlen eine noch rechtere Regierung zu? Das erklärt der SZ-Italien-Experte Stefan Ulrich in dieser Folge.
Weitere Themen: Mützenich will SPD-Fraktionsvorsitz; Bayer will Vergleich bei Glyphosat-Klage; Türkei-Festnahmen.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über die Facebook-Seite von Matteo Salvini und den Instagramm-Account von Heidi Klum.

Aug 8, 2019 • 10min
Wie Boris Johnson die EU nervt
Boris Johnson war nie ein Fan des über 500 Seiten schweren Scheidungsvertrags mit der Europäischen Union. Er will der EU selbst diktieren, was geht und was nicht.
Und der Backstop ist so ein Punkt. Er ist eigentlich nur eine Übergangslösung und soll verhindern, dass zwischen Irland und Nordirland eine harte Grenze mit Schlagbäumen und Zäunen entsteht. Dafür soll Nordirland im europäischen Binnenmarkt bleiben.
Für Johnson ist das inakzeptabel. Aber er ist nicht unumstritten. Die Labour-Partei überlegt, nach der Sommerpause ein Misstrauensvotum anzusetzen. Und währenddessen wartet die EU ab, was die Briten machen. Sie bleibt auf ihrem Standpunkt: Der Vertrag wird nicht mehr verändert. Zurecht, sagt Brüssel-Korrespondent Matthias Kolb. Europa habe keine Bringschuld, London ist am Zug.
Weitere Themen: Weltklimarat stellt Sonderbericht vor, Hunderte Festnahmen in Kaschmir.
Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über UK Parliament und Reuters.

Aug 7, 2019 • 8min
Muss unser Fleisch teurer werden?
Zu viel Fleisch schadet unserer Gesundheit und unserem Klima. Denn die Tierzucht verbraucht Fläche, Energie und Wasser. Außerdem werden viele Tiere unter keinen guten Bedingungen gehalten.
Agrarpolitiker von Union, SPD und Grüne fordern deshalb, die Mehrwertsteuer für Fleisch anzuheben - von momentan sieben auf 19 Prozent. Fleisch, das bisher 5 Euro kostet, würde dann knapp 5,60 Euro kosten.
Vivien Timmler ist Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion. Im Podcast erklärt sie, wieso dieser Preisanstieg sogar kontraproduktiv sein könnte. Und was die Politik stattdessen tun sollte.
Vivien Timmler hat auch eine eigene Videokolumne über Nachhaltigkeit, die aktuelle Folge über Lebensmittelverschwendung finden Sie unter diesem Link.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

Aug 6, 2019 • 9min
Grundschulen: Linnemann hat sich im Ton vergriffen
“Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen”. Das hat der CDU-Politiker Carsten Linnemann gesagt und damit eine große Debatte ausgelöst. Aber was fordert Linnemann denn genau? Und ist sein Vorschlag nur “populistischer Unfug” wie es seine Parteikollegin Karin Prien in der SZ gesagt hat?
Darüber spricht in dieser Folge Stefan Braun, SZ-Korrespondent in Berlin. Er erklärt, wie der CDU-Wirtschaftsexperte Linnemann politisch einzuschätzen ist und warum dessen Ton eine sachliche Diskussion zu einem wichtigen Thema verhindert hat.
Weitere Themen: Kaschmir-Konflikt spitzt sich zu; Anklage gegen ehemalige Fußballfunktionäre; Italien verschärft Gesetze gegen Seenotrettung.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth


