Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Aug 4, 2020 • 12min

Corona: Wie der Impfstoff verteilt wird

Obwohl die Impfstoffe gegen das Coronavirus noch an Menschen getestet werden müssen, kaufen schon viele Länder vorab mehrere Millionen Dosen. Warum das sinnvoll ist und wie der Impfstoff schließlich in der Bevölkerung verteilt werden soll. Aktuell wird an mehr als 165 Impfstoffen gearbeitet, die vor dem Coronavirus schützen sollen. Zugelassen ist davon noch keines. Immerhin sechs davon gelten als "sicher" und können nun am Menschen getestet werden. Was in Ländern wie den USA oder Brasilien bereits gemacht wird. Obwohl noch nicht klar ist, ob einer der Impfstoffe erfolgreich gegen das Coronavirus schützen kann, kaufen viele Regierungen schon jetzt große Mengen Vakzine. Die europäische Kommission will zum Beispiel 300 Millionen Dosen des gemeinsamen Präparats von Sanofi und dem Unternehmen Glaxo Smith Kline kaufen. Ob das jetzt schon sinnvoll ist und wie zu gegebener Zeit der Impfstoff verteilt wird, darüber spricht Kathrin Zinkant, Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Weitere Themen: Cum-Ex-Razzia beim Bankenverband, Laschet bricht aus Sicherheitsgründen seinen Besuch im Flüchtlingslager Moria ab, 166 Corona-Infizierte in bayerischer Konservenfabrik. Redaktion, Moderation: Christina Winkler Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth, Justin Patchett
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Aug 3, 2020 • 10min

Warum sich China und USA um Tiktok streiten

US-Präsident Donald Trump will die Social-Media-Plattform Tiktok verbieten - es sei denn, der jetzige Besitzer Bytedance verkauft sein US-Geschäft an Microsoft. Wie die chinesische Plattform zum Politikum wurde. Die Videoplattform Tiktok hat weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer, allein in den USA sind es 100 Millionen. Letzte Woche kündigt Trump an, die App in Amerika verbieten zu lassen, er habe Sicherheitsbedenken und geht davon aus, die chinesische Regierung würde über die App Nutzerdaten sammeln. Seitdem zeigt die Firma Microsoft Interesse daran, den amerikanischen Tiktok-Markt zu übernehmen. Aktuell besitzt das in Peking ansässige Unternehmen Bytedance die mehrheitlichen Anteile an der App. Wie sehr diese Firma von der chinesischen Regierung beeinflusst wird und inwiefern Tiktok nur ein weiterer Ausdruck des Konflikts zwischen Amerika und China ist, darüber spricht Lea Deuber, die SZ-Korrespondentin in China. Weitere Themen: Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Berlin, neue Autobahnbrücke "San Giorgio" in Genua Redaktion, Moderation: Christina Winkler Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth, Carlo Sarsky
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Jul 31, 2020 • 11min

Steigende Fallzahlen: Das Coronavirus schleicht sich an

Nach relativ sorglosen Wochen infizieren sich nun wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus. Wachsamkeit ist angesagt. Eigentlich schien es so, als hätte man sich in Deutschland an das Leben mit dem Coronavirus gewöhnt: Im Supermarkt, im Kaufhaus und in der Bahn tragen fast alle brav Mund- und Nasenschutz. Große Events gibt es nur wenige und wenn, dann möglichst im Freien. Und überhaupt ist so etwas wie eine neue Normalität eingekehrt. Das lag vor allem daran, dass es in den vergangenen beiden Monaten wenige Fälle gegeben hatte. Doch nun steigen seit ein paar Tagen die Fallzahlen wieder. Zwar nicht explosionsartig, aber stetig. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler zeigt sich beunruhigt - und er hat allen Grund dazu, meint der SZ-Datenjournalist Christian Endt. Weitere Themen: Reisewarnungen für drei spanische Regionen, Eurozonen-Wirtschaft bricht drastisch ein. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial von RKI.
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Jul 30, 2020 • 12min

Die Jahrhundert-Rezession ist da

Die deutsche Wirtschaft schrumpft im Vergleich zum letzten Quartal um 10,1 Prozent. Was dieser Einbruch bedeutet, darum geht es in dieser Folge. Die deutsche Wirtschaft ist in den Monaten April, Mai und Juni stark eingebrochen. Das geht aus dem Bericht des Statistischen Bundesamts hervor. Sowohl Exporte als auch Importe sind laut den Statistikern massiv runtergegangen. Zwar erwarten Ökonomen eine leichte Erholung in den Sommermonaten, doch schon im Herbst könnte die Konjunktur wieder stark schrumpfen. Der Bundesregierung bleibt nichts anderes übrig als auf Sicht zu fahren, sagt Bastian Brinkmann. Der SZ-Wirtschaftsredakteur räumt ein, dass er mit so einem Einbruch zum Anfang der Pandemie nicht gerechnet hatte. Weitere Themen: Deutsche Bahn mit großem Minus, Schäuble offen für Wirecard-Untersuchungsausschuss, Seehofer untersagt Berlin mehr Geflüchtete aufzunehmen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial von rbb.
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Jul 29, 2020 • 11min

Warum die Mieten auch während Corona nicht sinken

Trotz Coronakrise bleiben die Mieten auf einem konstant hohen Niveau, die Kaufpreise für Immobilien steigen sogar immer weiter. Wie kann das sein? Zum Anfang der Coronakrise wurde oft gesagt, dass auch in dieser Chancen stecken würden. Eine war, so haben viele gehofft, dass die Mieten günstiger werden könnten. Aber das wird wohl eine Wunschvorstellung bleiben. Die Mieten bleiben stabil auf einem hohen Niveau. Die Kaufpreise für Immobilien steigen sogar. In München kostet ein Quadratmeter einer Neubauwohnung jetzt fast 10.000 Euro im Durchschnitt. Und auch in anderen Großstädten werden Immobilien immer teurer. Warum die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit diesem Trend keinen Abbruch tut, erklärt der SZ-Redakteur Thomas Öchsner. Weitere Themen: Kabinett beschließt Gesetzesentwurf für Fleischindustrie, EU-Kommission bestellt 30.000 Dosen Remdesivir, USA wollen fast 12.000 Soldaten abziehen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Sophia Fehrenbach Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial von dpa.
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Jul 28, 2020 • 11min

Wie Trump die Proteste in den USA für sich nutzt

Seit Monaten gehen die Menschen in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße. Jetzt eskalieren in einigen Städten die Proteste erneut. Was sich Trump davon erhofft. Portland, eine Stadt an der Westküste im Bundesstaat Oregon ist das neue Epizentrum der Proteste in den USA. Seit mehr als 60 Tagen gehen dort die Menschen auf die Straße. Und seit ungefähr zehn Tagen sind dort auch Bundespolizisten im Einsatz, um diese Proteste unter Kontrolle zu bringen - obwohl weder der Bürgermeister noch die Gouverneurin Kate Brown diesen Einsatz wollen. US-Präsident Donald Trump hat dagegen den Einsatz öfter gelobt und droht anderen US-Städten damit, ebenfalls Bundespolizisten zu entsenden. Trump möchte sich als „law and order“ Präsident präsentieren, sagt Christian Zaschke, SZ-Korrespondent in New York. Wenn die Proteste weiterhin eskalieren, kann er seinen Anhängern versprechen, umso strenger dagegen vorzugehen. Denn bisher läuft Trumps Wahlkampf nicht besonders gut. Weitere Nachrichten: Leiter des RKI besorgt über Fallzahlen, Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Katalonien ab. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Weitere Audio-Quellen: Reuters, dpa.
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Jul 27, 2020 • 10min

Reisen: Warum es eine Corona-Testpflicht braucht

Eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten wird gerade rechtlich geprüft. Aber wer soll die Tests bezahlen? Die Corona-Fallzahlen sind in den letzten Wochen wieder etwas gestiegen. Und zwar so sehr, dass sich das Robert-Koch-Institut besorgt zeigte. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sowie einige andere handelnde Politikerinnen und Politiker führen den Anstieg auf die Reiserückkehrer zurück. Das Virus würde also aus dem Ausland wieder eingeschleust. Ein wirksames Mittel dagegen wäre, wenn alle Rückkehrer sich sofort testen lassen würden. Derzeit prüft das Bundesgesundheitsministerium, ob eine Testpflicht für Urlauber, die in Risikogebieten Ferien gemacht haben, rechtlich möglich wäre. Ein richtiger Schritt, findet Detlef Esslinger. Der SZ-Innenpolitikchef meint, dass Urlauber bewusst ein Risiko eingehen und sich im Sinne der Allgemeinheit testen lassen sollten. Weitere Themen: Kein Recht auf Vergessenwerden, Waffenruhe in Ostukraine gebrochen, Bolsonaro in Den Haag angeklagt. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Sophia Fehrenbach Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial von dpa, ARD und ZDF.
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Jul 24, 2020 • 12min

Hagia Sophia als Moschee: Tritt vors Schienbein der Christen

Die 1500 Jahre alte Hagia Sophia ist am Freitag als Moschee wiedereröffnet worden. Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdoğan betete mit Gläubigen in Istanbul. Vor 1500 Jahren unter dem byzantinischen Kaiser Justinian eingeweiht, wurde aus der Hauptkirche der orthodoxen Christen 1453 eine Moschee. Und die Hagia Sophia zum Symbol des Sieges des Islams über das Christentum. Neben der Kaaba in Mekka und der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem ist die Hagia Sophia für viele Muslime der religiöseste Ort der Welt, sagt Türkei-Korrespondent Tomas Avenarius. Erdoğan und seine Regierungspartei AKP begeistere mit der "hochpolitischen Entscheidung" türkische Nationalisten und Islamisten, aber entgeistere orthodoxe Christen und Säkulare. Der Präsident wolle damit an alte osmanische Traditionen anzuknüpfen und gleichzeitig von innenpolitischen Problemen ablenken. Die moderne, laizistische Türkei bekomme einen konservativen, islamischen Anstrich. Weitere Nachrichten: Wirecard-Skandal: Erste Klage gegen Bafin, Trump sagt Parteitag ab, Streit zwischen China und den USA eskaliert. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Sophia Fehrenbach, Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial von der Facebookseite von Recep Tayyip Erdoğan.
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Jul 23, 2020 • 10min

Mord verjährt nicht - die NS-Zeit erst recht nicht

Der inzwischen 93-Jährige Bruno D. kam kurz vor seinem 18. Geburtstag zum KZ Stutthof bei Danzig. In diesem Lager wurden 65.000 Menschen ermordet. Vor allem Jüdinnen und Juden, politische Gefangene sowie Polinnen und Polen. D. war Wachmann und passte auf, dass die Gefangenen nicht fliehen konnten. Nun verurteilte das Landgericht Berlin den Mann. Er erhielt eine zweijährige Hafstrafe auf Bewährung. Das Urteil spielt dabei nicht die erste Rolle, sagt Peter Burghardt. Der SZ-Reporter meint, wichtig bei solchen Prozessen sind die eindrücklichen Schilderungen einer Generation, die bald nicht mehr da sein wird und damit auch nicht mehr erzählen kann. Weitere Themen: AKK stellt neuen Freiwilligendienst vor, Haftstrafen nach Gruppenvergewaltigung in Freiburg. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial von dpa.
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Jul 22, 2020 • 12min

Wirecard-Skandal: Was wusste Olaf Scholz?

Ein Untersuchungsausschuss zur Wirecard-Affäre wird immer wahrscheinlicher. Und der dürfte dem Kanzleraspiranten Olaf Scholz nicht gerade schmecken. Drei Ex-Vorstände festgenommen, ein Viertel der Bilanzsumme soll es nicht gegeben haben und seit Ende 2015 seien nur noch Verluste geschrieben worden: Der Wirecards-Skandal nimmt immer größere Züge an. Und es stellen sich immer mehr die Fragen, wie dieser große Betrug eigentlich möglich war, wie die Kontrollinstanzen so versagen konnten und was die Bundesregierung davon wusste. Ein Untersuchungsausschuss im Bundestag wird immer wahrscheinlicher und der würde Finanzminister Olaf Scholz, der ja unbedingt Kanzler werden möchte, in einem Wahljahr nicht so richtig schmecken, sagt SZ-Hauptstadtkorrespondentin Cerstin Gammelin. Weiteres Thema: Chinesisches Konsulat in Houston soll schließen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial von ZDF heute journal.

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