Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Nov 19, 2020 • 13min

Infektionsschutzgesetz: Die Einordnung zur Aufregung

Das Infektionsschutzgesetz ist umstritten. Manche Kritik ist abstrus, moniert Verfassungsrechtler Alexander Thiele. Doch auch er wünscht sich mehr Parlamentsbeteiligung. Die Reform des Infektionsschutzgesetzes sorgt für viel Aufregung. Während FDP und Linke beklagen, dass das Parlament nicht genug beteiligt werde, protestieren Tausende in Berlin gegen ein angebliches neues "Ermächtigungsgesetz". Und die AfD versucht, davon zu profitieren. Der Vergleich mit 1933 sei vollkommen abstrus, sagt Verfassungsrechtler Alexander Thiele. Dennoch wünscht er sich mehr Transparenz in der Pandemie. Weitere Themen: Berliner Staatsanwaltschaft übernimmt Fall Attila Hildmann, Hauptangeklagter im Lübcke-Prozess schuldfähig. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag und Twitter.
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Nov 18, 2020 • 11min

0:6 - Die Schmach von Sevilla und die Folgen für Löw

Die deutsche Nationalmannschaft geht gegen Spanien unter. Für Bundestrainer Joachim Löw wird es nach diesem denkwürdigen Debakel immer enger. Spiel, Satz und Sieg: Spanien gewinnt 6:0 gegen Deutschland. Nein, wir reden nicht von einem Tennis-Match, sondern vom Fußball. Die deutsche Nationalmannschaft hat sich völlig wehrlos gezeigt. Große Löcher in der Verteidigung, Harmlosigkeit im Angriff: Die Schmach von Sevilla wird in Erinnerung bleiben. Der schon vor der Partie viel kritisierte Bundestrainer Joachim Löw ist nun noch angeschlagener. SZ-Sportreporter Philipp Selldorf meint, sein Rücktritt sei kaum noch abwendbar. Weitere Themen: Boeing 737 Max darf wieder starten, Bundestag beschließt Infektionsschutzgesetz-Novelle. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Sophie Kobel Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ARD Sportschau.
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Nov 17, 2020 • 12min

Zwischenbilanz Corona-Hilfen: Wie die Milliardenspritze wirkt

Finanzminister Olaf Scholz hat auf dem SZ-Wirtschaftgipfel die mehr als 300 Milliarden Euro zusätzliche Kredite verteidigt. Der Vizekanzler sagte, "dass bedeutet natürlich auch, dass wir besonders klug mit dem Geld wirtschaften müssen". Diese Milliardenspritze sei möglich, weil man in den vergangenen Jahren die Schuldenquote drücken konnte. Deutschland komme nach derzeitigem Stand gut durch die Krise. Dafür gebe die Bundesregierung auch sehr viel Geld aus, sagt der stellvertretende Leiter der SZ-Wirtschaftsredaktion Bastian Brinkmann. Die neuen Hilfen würden über den November in den Dezember und Januar verlängert werden. Tatsächlich sei die staatliche Unterstützung laut Meinung des überwiegenden Teils der Ökonomen richtig und wichtig, auch wenn die Hilfe nicht überall so unbürokratisch ankomme wie versprochen. Weitere Nachrichten: Festnahme Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe, Krieg im Norden Äthiopiens. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Pattchett Zusätzliches Audiomaterial über SZ-Livestream.
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Nov 16, 2020 • 11min

Lehrergewerkschaft: Jugendherbergen für Unterricht nutzen

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen wird wieder darüber debattiert, unter welchen Bedingungen Schulunterricht stattfinden kann. Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, fordert einen “pandemiekonformen Unterricht”. Für Tepe heißt das neben den üblichen Hygienevorschriften und regelmäßigem Lüften auch wechselnder Unterricht in kleinen Gruppen: Die eine Hälfte arbeitet zuhause, die andere im Präsenzunterricht. Das könne täglich oder alle zwei oder drei Tage wechseln. Leider seien trotz der langen Phase der Pandemie noch immer nicht die technischen Voraussetzungen für einen digitalen Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen worden. Da müsse der Staat nachbessern. Die GEW-Chefin fordert den Einsatz von mehr Lehrern, so könnten auch Lehramtsstudierenden in den Schulunterricht eingebunden werden, wie dies bereits bei Medizinstudenten in Krankenhäusern passiere. Denkbar sei auch der Unterricht in großen Räumen von Jugendherbergen, Museen und Kirchen. Von der Verlegung der Ferienzeiten halte sie hingegen nichts. Auch sei sie gegen eine künftige Impfpflicht für Schüler und Lehrern wie etwa bei Masern, da dies nur “unnötigen Widerstand” hervorrufen würde. Weitere Nachrichten: Modernas Corona-Impfstoff wirksamer als der von Biontech, prowestliche Kandidatin gewinnt Wahl in Moldau. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Sophie Kobel Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über WDR Livestream.
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Nov 13, 2020 • 13min

Corona in Deutschland: Genug Betten, wenig Pflegekräfte

Noch kommt das Gesundheitssystem verhältnismäßig gut mit Corona zurecht. Genug Betten sind da. Medizinisches Personal könnte aber bald knapp werden. Schon wieder ein Rekordwert: Das Robert-Koch-Institut meldet an diesem Freitagmorgen 23.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Die Kurve wird zwar flacher, aber so langsam sollte der sogenannte "Lockdown Light" anfangen, stärker zu wirken. Derzeit steht Deutschland noch verhältnismäßig gut da im Kampf gegen die Pandemie. Es sind genügend Intensivbetten vorhanden, sagt Christina Kunkel. Gleichzeitig, so die SZ-Wissenschaftsredakteurin, seien Szenarien wie mit dem Coronavirus infziertes medizinisches Personal, das weiterarbeitet, nicht fiktionell. Weitere Themen: Seehofer für Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation, Verfassungsschutz beobachtet "Querdenken", Cummings tritt zurück. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Theresa Crysmann Produktion: Justin Patchett und Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Nov 12, 2020 • 12min

Fünf Jahre nach Paris: Europa im Kampf gegen den Islamismus

Zuletzt gab es mehrere islamistische Anschläge in Europa. Und das fünf Jahre nach den Terrorattacken in Paris. Was hat die EU seitdem gelernt? In den letzten drei Wochen hat es in Europa mehrere islamistische Terroranschläge gegeben. Zwei davon in Frankreich, einer in Wien. Anfang der Woche schalten sich zu diesem Thema verschiedene europäische Staats- und Regierungschefs per Videokonferenz zusammen. Ihre Strategie gegen den islamistischen Terror: Mehr Zusammenarbeit zwischen den Nachrichtendiensten und den Polizeien, die Ausbildung von Imamen und bessere Grenzkontrollen. Fünf Jahre nach den Terroranschlägen auf Paris kämpft Europa weiterhin gegen den islamistischen Terrorismus, sagt Georg Mascolo. Der Leiter des Rechercheverbunds von SZ, WDR und NDR meint dennoch, dass man aus den vergangenen Jahren gelernt habe. Weitere Themen: Aktuelle Corona-Lage in Deutschland, Steuerschätzung des Bundes, Bundesverfassungsgericht gibt Vattenfall recht. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Johannes Bauer Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Élysée-Palast.
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Nov 11, 2020 • 12min

USA und Israel: Vorwärts in die Vergangenheit

Joe Biden hat die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Der Wechsel an der Spitze der USA hat auch Auswirkungen auf den Nahen Osten. Mit warmen Worten hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Biden begrüßt. Allerdings hat er sich dafür auch ganz schön lange Zeit gelassen, sagt Israel-Korrespondenten Peter Münch. Schließlich seien er und Trump dicke Buddys. Doch der im Januar von Trump verkündeten "Deal des Jahrhunderts", der sogenannte Friedensplan für Nahost, sei jetzt schon Geschichte. Trotzdem werde jetzt nicht alles zurückgedreht: Die US-Botschaft in Jerusalem werde bleiben und auch die Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Sudan werden zu einer Normalisierung der Verhältnisse beitragen. Weitere Nachrichten: EU einig über 300 Millionen Corona-Impfstoffdosen von Biontech und Pfizer, Ungarn auf Konfrontation mit EU, Proteste in Armenien. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Pattchett Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Nov 10, 2020 • 11min

So vielversprechend ist der neue Corona-Impfstoff

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben die Zwischenergebnisse aus der entscheidenen Studienphase zur Entwicklung ihres Impfstoffs bekannt gegeben. Sie sagen, dass der Impfstoff alle bisherigen Erwartungen übertrifft. Demnach schützt er nach zweimaliger Injektion offenbar zu mehr als 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung. Die Unternehmen wollen voraussichtlich ab nächster Woche die Zulassung für den Impfstoff bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Die EU-Kommission hat direkt reagiert und einen Vertrag über die Lieferung des Impfstoffs mit Biontech und Pfizer ausgehandelt. SZ-Wissensredakteurin Kathrin Zinkant sagt, dass wir uns dennoch noch gedulden müssen, bis ein Corona-Impfstoff in Deutschland flächendeckend eingesetzt werden kann. Im Podcast erklärt sie, was nun die nächsten Schritte sind. Den jetzt-Newsletter zum Studium können Sie unter jetzt.de/newsletter abonnieren. Weitere Nachrichten: Gewalttaten in Partnerschaften gestiegen, EU-Haushaltsplan steht. Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Laura Terberl, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk
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Nov 9, 2020 • 12min

Was von einem Präsidenten Biden zu erwarten ist

Joe Biden ist der Gewinner der wohl längsten Wahlnacht in der jüngsten Geschichte der USA. Er und seine designierte Stellvertreterin Kamala Harris beschwörten die Einheit der USA und die Versöhnung ihrer Bürger. Trumps Wahlanfechtungen werden aussichtslos sein, sagt der USA-Korrespondent der SZ, Hubert Wetzel. Allerdings würden die Republikaner noch einige Zeit brauchen um sich von Trump zu lösen, schließlich sei der ja in der Wahl auch nicht vollkommen erfolglos gewesen. Mit einem US-Präsidenten Biden werde es vor allem zunächst einen Wechsel in der Tonalität geben. Der Grundton der amerikanischen Politik werde deutlich versöhnlicher. Weitere Nachrichten: Biontech und Pfizer entwickeln Corona-Impfstoff, Kritik an "Querdenken“-Demo in Leipzig. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Antonia Franz Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Guardian News.
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Nov 6, 2020 • 13min

US-Wahl: Trumps schmutziger Kampf

Joe Biden steht eigentlich als Sieger der US-Präsidentschaftswahl fest. Doch Donald Trump akzeptiert das nicht und will alle Register ziehen. Ginge es nur noch nach Wählerstimmen und der Zahl der Wahlleute, so stünde Joe Biden als Sieger so gut wie fest. Donald Trump hat kaum noch Chancen, die Wahl in den USA zu gewinnen. Aber Trump möchte seine Niederlage nicht akzeptieren: Er flucht, beschuldigt ohne Belege die Demokraten des Wahlbetrugs und sagt, er habe eigentlich mit Abstand gewonnen. SZ-Korrespondent Thorsten Denkler schildert seine Eindrücke aus einem riesigen Land, dessen Graben immer tiefer wird. Weitere Themen: Biden führt in Pennsylvania, Razzien nach Wien-Attentat. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und CNN.

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