Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Dec 3, 2020 • 13min

Was bei den Corona-Hilfen besser laufen könnte

Der Teil-Lockdown wird verlängert und die Bundesregierung denkt darüber nach, wie sie die Wirtschaftshilfen umgestalten kann. Betroffene Unternehmer sind nervös. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass der sogenannte Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert wird. Das heißt, Restaurants, Museen, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben mindestens bis dahin geschlossen. Dafür entschädigt sie der Staat mit Corona-Hilfen. Aber kommen die bei den Unternehmen an? Natürlich laufe noch nicht alles reibungslos, sagt Monika Schnitzer. Doch Regierung und Behörden stünden nun mal vor einer gewaltigen Aufgabe, relativiert die Wirtschaftsweise. Weitere Themen: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch, Italien verhängt über Weihnachten Reisestopp, Frankreich inspiziert 76 Moscheen. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über dpa und Reuters.
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Dec 2, 2020 • 11min

Voreilige Briten? So vielversprechend ist der Corona-Impfstoff

Biontech und Pfizer erhalten in Großbritannien eine Notfallzulassung. Etwas verfrüht, mahnen manche EU-Parlamentarier. In einem noch nie dagewesenen Tempo haben Pharmafirmen Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt. Das Präparat der Mainzer Firma Biontech und des amerikanischen Konzerns Pfizer hat jetzt sogar eine Notfallzulassung in Großbritannien erhalten. Die EU-Arzneimittelbehörde will noch sorgfältiger prüfen. Sind die Briten zu voreilig? SZ-Wissenschaftsredakteurin Kathrin Zinkant erklärt, wie der Corona-Impfstoff funktioniert und wie vielversprechend er ist. Weitere Themen: Trierer Tatverdächtiger in U-Haft, Rundfunkstreit vertagt. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak und Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über BBC.
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Dec 1, 2020 • 13min

Obdachlosigkeit: Wenn “bleib zu Hause” wie Hohn klingt

Die Aufforderung “Bleibt zuhause” klingt für Obdachlose wie Hohn, sagt Christian Ceconi, Direktor der Berliner Stadtmission. Die Pandemie habe die Situation für Menschen ohne Wohnung nochmals verschärft. Die Einrichtung der evangelischen Kirche kümmert sich um Menschen, die in Notlagen geraten sind. Täglich betreut sie in Berlin mehr als 1000 Personen von denen etwa die Hälfte mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Die Stadtmission bietet aktuell 340 Plätze in Notübernachtungen an. Zudem betreibt sie Tagesstätten, die wegen Corona derzeit nur Anlaufpunkte sind, und vier Kältebusse. Laut Ceconi werde versucht, in den Notunterkünften Corona-Schnelltests zu machen. Täglich würde auf auf etwa 80 Menschen mindestens ein Hilfesuchender positiv getestet. Auf einer Quarantänestation mit 16 Plätzen würden die Betroffenen verpflegt, sagt der Pastor. Berlin sei mit dieser Einrichtung ein Vorbild für andere Städte. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gebe es auch eine Unterkunft für mehr als 100 Menschen, die dort 24 Stunden bleiben können. Dort werde ihnen Hilfe angeboten, damit sie in ein geregeltes Leben zurückfinden können. Kontakt und Spenden unter https://www.berliner-stadtmission.de/ Weitere Nachrichten: Französisches Sicherheitsgesetz wird überarbeitet, Zulassung von Corona-Impfstoff noch 2020, Tote bei Amokfahrt in Trier. Das Weihnachtsfest wird wegen der hohen Corona-Infektionszahlen für viele anders, als gewohnt. Die Einschränkungen, mit wie vielen Personen man feiern darf, sind manchen zu streng, anderen viel zu locker. Wie sehen Sie das? Wie werden Sie feiern und vor allem: wie sicher fühlen Sie sich mit ihrer Entscheidung? Wir freuen uns, wenn Sie uns eine WhatsApp-Sprachnachricht unter der Nummer 0176-96501041 schicken würden. Eine Auswahl veröffentlichen wir in einer der kommenden Folgen von „Auf den Punkt”. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk
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Nov 30, 2020 • 13min

Frankreich: Polizisten über dem Gesetz

Das neue Gesetz sieht unter anderem vor, dass das Filmen von Polizisten im Einsatz unter Strafe gestellt werden soll. Es gibt weniger ein Problem mit ihrer Berufsethik als mit der Disziplin, sagt SZ-Frankreich-Korrespondentin Nadia Pantel. Viele kommunale Polizisten würden sich herausnehmen, autonom das Gesetz zu verkörpern und es nicht nur zu vertreten. Allerdings sei anders als etwa in den USA in Frankreich die Debatte um Polizeigewalt ein wenig losgelöst von der um Rassismus. Auch gegen die so genannten Gelbwesten, deren Proteste vor allem Weiße getragen haben, seien Hartgummigeschosse eingesetzt worden. Weitere Nachrichten: Steuerpauschale fürs Home Office, "Corona-Pandemie" ist Wort des Jahres. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Trailer von "Die Wütenden" bei Youtube.
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Nov 27, 2020 • 12min

Wirecard: Ein Blick in den Abgrund

Im Juni 2020 musste Wirecard eingestehen, dass dem damaligen DAX-Unternehmen 1,9 Milliarden Euro fehlen. Offenbar eine gigantische Täuschung, die wohl von der Konzernspitze ausging und der den Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young und der Finanzaufsichtsbehörde Bafin sehr lange nicht aufgefallen ist. Den Wirtschaftskrimi der letzten Tage von Wirecard zeichnet jetzt der Rechercheverbund von SZ, NDR und WDR nach. Die Recherchen haben ein sehr detailliertes Logbuch der letzten Tage von Wirecard ermöglicht, sagt die Frankfurter SZ-Wirtschaftskorrespondentin Meike Schreiber. Man sehe sehr deutlich wie Braun und Marsalek mit immer absurderen Erklärungen versucht haben, die Kontrolle über die Mär des erfolgreichen Unternehmens nicht zu verlieren. Fast minütlich sei seit dem 16. Juni der Beweis über das Milliardenloch verzögert worden. Auch Wirtschaftsprüfer und die Börsenaufsicht Bafin hätten viele Fehler gemacht und sich von den Vorstandschefs täuschen lassen. Weitere Nachrichten: Bayern verlängert Teil-Lockdown bis Ende des Jahres, Urteil im Missbrauchskomplex Münster, BKA warnt vor Gefährdung der Pharma-Branche. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Pattchett
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Nov 26, 2020 • 11min

AfD-Parteitag: Maskenstreik und Richtungsstreit

Trotz Pandemie soll der AfD-Parteitag stattfinden. Wieso vielleicht nicht mal Maskenpflicht dort herrscht und was inhaltlich von dem Treffen zu erwarten ist. Am kommenden Wochenende wollen sich rund 600 Delegierte der AfD zum Parteitag in der Stadt Kalkar in NRW treffen. Nachdem der Bundesparteitag schon zweimal verschoben wurde, will sich die AfD jetzt von der Corona-Pandemie nicht abhalten lassen. Die Bürgermeisterin der Stadt Kalkar, Britta Schulz, ist von dem Treffen in ihrer Gemeinde allerdings wenig begeistert. Sie hat es als “verantwortungslos” kritisiert. Inhaltlich soll es auf dem Parteitag vor allem um Sozial- und Rentenpolitik gehen. Außerdem sollen zwei wichtige Positionen in der AfD neu besetzt werden. Der SZ-Berlin-Korrespondent Jens Schneider erklärt im Podcast, wie zerstritten die Partei aktuell ist und ob die Klage der AfD, die Maskenpflicht bei der Veranstaltung auszusetzen, Erfolg haben könnte. Weitere Nachrichten: Skigebiete sollen gesperrt bleiben, Lange Haftstrafen für türkische Putschisten. Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak
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Nov 25, 2020 • 11min

Wieso die neuen Corona-Regeln so wichtig sind

Die Regierungschefs der Länder und die Kanzlerin beraten über neue, bundesweite Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. In Deutschland sind inzwischen fast 15 000 Menschen mit oder an Covid-19 gestorben. Alleine 410 Leben hat die Krankheit in den vergangenen 24 Stunden gefordert. Das ist laut Robert-Koch-Institut ein neuer Höchstwert. Der Teil-Lockdown hat nicht gereicht, sagt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt. Auch wisse man bis heute nicht, woher der Großteil der Neuinfektionen stamme. Die Verschärfung der Gegenmaßnahmen sei wichtig und notwendig. Aber sind die Pläne, dass zu Weihnachten und Silvester die Kontaktverbote gelockert werden sollen, sinnvoll? Weitere Nachrichten: Auto fährt in Seitentor des Bundeskanzleramts, Regierung stärkt Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Nov 24, 2020 • 11min

Bidens Kabinett: Obama 2.0

Joe Biden bekommt Zugang zur Infrastruktur des Weißen Hauses. Obwohl Donald Trump noch immer nicht seine Niederlage eingesteht, hat er sein Team angewiesen, den Prozess für die Amtsübergabe zu starten. Trumps Taktik aber habe schon großen Schaden für die Demokratie angerichtet, sagt SZ-US-Korrespondenten Hubert Wetzel. Biden müsse die Demokratie nun wieder aufbauen. Dafür habe er bekannte Gesichter aus der Obama-Administration für sein künftiges Kabinett nominiert: Außenminister soll Antony Blinken werden, Finanzministerin Janet Yellen und Sonderbeauftragter für den Klimawandel John Kerry. Interessant sei aber vor allem, dass mit Alejandro Mayorkas als Minister für Heimatschutz erstmals ein Latino für diesen Job nominiert wurde. Weitere Nachrichten: Verschärfte Corona-Regeln, Papst kritisiert Corona-Leugner, Schweden beendet Corona-Sonderweg. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk
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Nov 23, 2020 • 13min

Sternekoch zu Corona: "Bundesregierung nicht ehrlich genug"

In der Gastronomie machen sich wegen des Teil-Lockdowns viele Sorgen um ihre Existenzen. Sternekoch Tim Raue wünscht sich klarere Ansagen vonseiten der Bundesregierung. Tim Raue ist einer der erfolgreichsten Köche Deutschlands. Trotzdem leidet auch er stark unter den derzeitigen Corona-Maßnahmen. Nun kündigten die Bundesländer an, dass der Teil-Lockdown wohl mindestens bis zum 20. Dezember verlängert werden soll. Ein Schock, den er erwartet hatte, sagt Raue: "Dass die nur den November schließen, haben nur die geglaubt, die auch an Märchen glauben." Er erhofft sich klarere Ansagen von der Bundesregierung und die Coronahilfen sollen endlich fließen, fordert er. Bisher wisse man noch nicht einmal, wo man die November-Hilfen beantragen könne. Das bestätigt auch der Besitzer des Münchner "Großwirts" Alon Gleibl: "Wir wissen nichts, gar nichts." Weitere Themen: Astrazeneca meldet Durchbruch bei Impfstoff, Unionsgeführte Bundesländer gegen "Böllerverbot". Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk und Moritz Eder
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Nov 20, 2020 • 12min

EU-Gipfel: Legt euch mal mit Ungarn an!

Ungarn und Polen wollen einen Rechtsstaatsmechanismus verhindern und riskieren dabei eine Krise der EU. Zeigen die 25 anderen EU-Länder nun Härte? In der EU soll es eine neue Regelung geben, die den Rechtsstaat in den EU-Mitgliedsländern schützen soll. Polen und Ungarn sind dagegen und blockieren deshalb jetzt den neuen EU-Haushalt und auch den Corona-Wiederaufbaufonds. Doch jetzt klein beizugeben wäre keine Option, sagt Björn Finke. Der EU-Korrespondent der SZ warnt davor, sich wieder einmal von Orbán vorführen zu lassen. Weitere Themen: Bundesländer erwägen Verlängerung von Teil-Lockdown, Biontech/Pfizer beantragen Zulassung in USA, Überbrückungshilfen für Studierende. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak, Vinzent-Vitus Leitgeb Zusätzliches Audiomaterial über bundeskanzlerin.de und European Commission.

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