Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Aug 23, 2021 • 12min

Wahlkampf: Worauf es für die Kandidaten jetzt ankommt

In fünf Wochen ist Bundestagswahl. Und in neuen Umfragen stehen Union und SPD jetzt gleichauf, die Grünen nur noch auf Platz 3. Am Wochenende haben Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock bei großen Wahlkampfveranstaltungen und in Interviews gesprochen. Worauf kommt es für die drei jetzt an, und wie können sie ihre Chancen in den letzten Wochen doch noch verbessern? Armin Laschet zeige seine Kampfeslust nicht in einem programmatischen Sprung der Union. Sondern eher darin, das Feindbild einer rot-rot-grünen Koalition zu beschwören, erklärt Stefan Braun aus dem SZ-Parlamentsbüro. Und auch, wie die Grünen noch einmal mehr Schwung bekommen könnten. Nachrichten: Gefecht am Flughafen in Kabul, Corona-Maßnahmen. Redaktion, Moderation: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Aug 20, 2021 • 13min

Afghanistan: Die Verantwortung des Heiko Maas

Von allen Seiten hagelt es Kritik auf Heiko Maas. Wie viel Schuld tragen der Außenminister und das Auswärtige Amt in der Afghanistan-Krise? Die USA haben als erste den Truppenabzug aus Afghanistan verkündet. Klar. Die Bundeswehr und auch die anderen Nato-Truppen kamen danach. Alle haben die Lage vollkommen falsch eingeschätzt. Aber: Wie viel Schuld trifft am Ende die Bundesregierung und vor allem das Auswärtige Amt mit dem Minister Heiko Maas? Die AfD, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und der Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi fordern seinen Rücktritt, Gysi sogar den der gesamten Regierung. Der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Nils Schmid, verteidigt den Minister wiederum. Man sei geschönten Berichten aufgesessen und müsse daraus für kommende Bundeswehreinsätze lernen. Weitere Themen: GDL kündigt Streik an, Corona in Deutschland. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Victoria Marciniak und Lars Langenau Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über RTL/ntv und WELT.
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Aug 19, 2021 • 12min

Afghanistan und die Auswirkungen auf die Bundestagswahl

Afghanistan bestimmt gerade die Nachrichten. Vor allem die CDU versucht daraus, ein Wahlkampfthema zu machen. Afghanistan ist das Nachrichtenthema der vergangenen Tage. Und auch in Berlin bestimmen die Folgen des Truppenabzugs die politische Debatte. Welche Rolle wird Afghanistan und werden von dort Flüchtende im Bundestagswahlkampf spielen? Der Hauptstadtbüroleiter der SZ, Nico Fried, meint, dass bei dieser Wahl ausnahmsweise die Außenpolitik sehr wichtig sein könnte. Wie sich die Parteien jetzt positionieren, erklärt er in dieser Folge. Weitere Themen: Zschäpe-Urteil vom BGH bestätigt, Drosten zu Auffrischungsimpfungen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz und Franziska von Malsen Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und ntv.
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Aug 18, 2021 • 13min

Sieg der Taliban: "Ein Push für Islamisten aus aller Welt"

Während Deutschland und andere Alliierte Hals über Kopf ihre Leute aus Afghanistan ausfliegen, kommen immer mehr hochrangige Mitglieder der Taliban ins Land. Einst wurden sie von Mullah Omar geführt. Jetzt gehört sein ältester Sohn Jakub zum neuen Führungs-Quartett. Viele Afghanen haben Angst vor den neuen Machthabern, andere haben Hoffnung. Schließlich sei, so meint Hans-Joachim Giessmann, die vom Westen implementierte Regierung “nicht starken Taliban gewichen, sondern sei einfach implodiert”. Giessmann hat bis Anfang der Woche in Doha die Friedensverhandlungen der Taliban mit der Ex-Regierung begleitet. Die neue Führungsmannschaft sei "durchaus gebildet und belesen". Unter den Verhandlern seien aber auch Leute gewesen, die durch ihre Jahre in Gefängnissen traumatisiert und misstrauisch geworden seien. Es gebe unter den Taliban zudem viele verschiedene Strömungen, die bislang durch den gemeinsamen Gegner geeint wurden: die jetzt geflohene Regierung. Bald werde sich jedoch zeigen, ob sich der alte oder neue Teil, der "gemäßigte" oder der radikale Flügel durchsetzen werde. "Auf jeden Fall aber gibt es einen großen Push für die islamischen Bewegungen in aller Welt, die die Taliban als ihre Vorbilder feiern." Weitere Nachrichten: Österreich wehrt afghanische Flüchtlinge bereits präventiv ab, US-Luftwaffe untersucht Chaos in Kabul. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Annika Schulz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Guardian News.
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Aug 17, 2021 • 14min

Ortskräfte: "So lange der Flughafen auf ist, gibt es Hoffnung"

Laut offiziellen Angaben sollen es erst 1900 Ortskräfte aus Afghanistan nach Deutschland oder sichere Drittländer geschafft haben. Viel zu spät sei mit der Evakuierung begonnen worden, meint Marcus Grotian, der Vorsitzende des "Patenschaftsnetzwerks Afghanischer Ortskräfte". "Wir haben die Dringlichkeit schon vor drei bis vier Monaten angesprochen, aber unsere Vorschläge, Konzepte und Pläne sind vom Kanzleramt bis zu diversen Ministerien ignoriert worden." Es habe dafür nur ein "politischer Wille und ein wenig Geld" benötigt. Aber es habe immer nur Pläne für den Normalfall gegeben, den für einen Worst Case dagegen nicht. Bürokratie, Datenschutz und Ressortzuständigkeit sei hier vor Menschlichkeit und Menschenleben gegangen. Statt der etwa 2500 Personen, die gerettet werden müssen, geht Grotian von bis zu 8000 Ortskräften mit ihren Familienangehörigen sowie Dienstleistern und Subunternehmern aus. “So lange der Flughafen noch offen ist, gibt es noch Hoffnung.” Dass jetzt von PolitikerInnen eine “Flüchtlingswelle wie 2015 herbeigeredet” werde, sei ihm ein Graus. Nachrichten: Landrat von Ahrweiler gibt auf, GDL will Bahnstreiks ausweiten. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Marktahler Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Aug 16, 2021 • 11min

Afghanistan: "Eine Terrormiliz in Regierungsverantwortung"

Die Regierung in Kabul hat am Sonntag kampflos kapituliert. Präsident Ashraf Ghani ist geflohen. Nach 20 Jahren ist die Regierung Afghanistans wieder in den Händen der Taliban. Also der Terrorgruppe, die von 1996 bis 2001 schon einmal grausam herrschten. “Bei allen meinen Gesprächspartnern in Kabul herrscht große Angst”, sagt der ehemalige Afghanistan-Korrespondent Tobias Matern. Jeder, der kann, versuche das Land zu verlassen, aber die Ausfallstraßen bei Kabul seien alle von den Taliban gesperrt. Niemand könne mehr Kabul auf dem Landweg verlassen. Die Taliban hätten alle Schwächen der gescheiterten Regierung und des Westens ausgenutzt. Ideologisch habe sich an ihrer Einstellung wenig bis nichts geändert, sagt Matern. Aber es sei inzwischen eine junge Generation herangewachsen, deren Wünsche und Hoffnungen vom Westen verraten worden seien. Die Terrormiliz sei jetzt mit dramatischer Schnelligkeit “eine Miliz in Regierungsverantwortung” geworden. Es müsse sich zeigen, ob sie jenseits des Terrors noch etwas zu bieten habe. Auf diplomatischem Parkett jedenfalls hätten sie sich vor der Machtübernahme sehr geschickt bewegt. Zugleich sei aber nicht ausgeschlossen, dass Afghanistan wieder zum Anziehungspunkt für islamistische Terroristen aus aller Welt werde. Weitere Nachrichten: 10.000 Afghanen sollen Zuflucht in Deutschland finden, Stiko empfiehlt Impfungen für alle ab zwölf, Erdbeben in Haiti. Unseren Podcast "“Und nun zum Sport” über Gerd Müller finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Annika Schultz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Abdullah Abdullahs Facebook-Seite.
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Aug 13, 2021 • 12min

Der eindeutige Nutzen des Impfens

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das hat nach einer Modellrechnung des Robert-Koch-Instituts auch tausende Todesfälle verhindert. Nach Schlagzeilen über mögliche Nebenwirkungen wie Hirnvenenthrombosen oder Herzmuskelentzündungen sind aber einige Menschen wohl weiter verunsichert, die Impfkampagne stockt. Was wir nach mehr als einem halben Jahr über diese Risiken wissen und was die Skeptiker und Skeptikerinnen überzeugen könnten, erklärt in dieser Folge Werner Bartens. Er ist Arzt und arbeitet im Wissens-Ressort der SZ. Zuletzt hat er für einen Artikel zahlreiche nationale und internationale Studien zu den Impfungen analysiert. Zahlen aus dieser Folge, können Sie hier nachlesen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Damit können wir den Podcast noch besser machen. Hier können sie teilnehmen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Magdalena Pulz Produktion: Jakob Arnu
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Aug 12, 2021 • 13min

Afghanistan: “Die Katastrophe ist längst da”

Die Taliban rücken in Afghanistan immer weiter auf Kabul vor. Hunderttausende sind auf der Flucht, Ausländer meist schon weg. Die NGO “Aktion gegen den Hunger” aber will bleiben. Hunderttausende Menschen sind inzwischen auf der Flucht, die meisten innerhalb des Landes, andere sind auf dem Weg in die Nachbarländer Iran und Pakistan. Auch der Fall der Hauptstadt Kabul scheint nur eine Frage der Zeit. Das Auswärtige Amt rät allen deutschen Staatsangehörigen, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Aber mehrere tausend ehemalige afghanische Ortskräfte, die für die Bundeswehr oder in der Entwicklungshilfe gearbeitet haben, und deren Familienmitglieder sind noch da. Für Hilfsorganisationen war Afghanistan bereits seit langem eines der gefährlichsten Länder der Welt. Der Niederländer Mike Bonke ist Landesdirektor der international tätigen “Aktion gegen den Hunger” mit Sitz in Kabul. Eins der vier Büros der NGO wurde gerade bei einem Luftangriff zerstört. Trotzdem will Bonke mit der NGO in Afghanistan bleiben, "dafür gibt es zu viel Arbeit hier". Doch selbst in Kabul seien die Straßen inzwischen nicht mehr sicher. "Niemand weiß gerade, wie es hier weitergeht: der Bürgerkrieg ist ja längst im Gang.” Weitere Nachrichten: Mehr Geimpfte als registriert, Regen in Griechenland, Hitzerekord auf Sizilien. Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Damit können wir den Podcast noch besser machen. Hier können sie teilnehmen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Annika Schultz, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über ZDF Morgenmagazin.
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Aug 11, 2021 • 11min

Wie Laschet aus der Defensive kommen will

Schon in sechs Wochen ist Bundestagswahl. Und jetzt beginnt auch die Wahlkampftour von Armin Laschet. Und er muss kämpfen, denn laut der aktuellen Forsa-Umfrage für RTL/NTV kommen CDU/CSU nur noch auf 23 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Die SPD legt hingegen drei Punkte auf 19 Prozent zu. Der beste Wert für die Sozialdemokraten seit 2018. Die Grünen verharren bei 20 Prozent. Am Dienstag aber konnte der CDU-Chef 13 Milliarden Euro Aufbauhilfe für sein Bundesland verbuchen. Damit will er sein Versprechen finanzieren, dass die Betroffenen der Katastrophe nicht schlechter gestellt werden, als vorher. Doch auch vier Wochen danach gibt es vor Ort noch immer Menschen, die nicht wissen, wie es weitergeht, sagt NRW-Korrespondentin Jana Stegemann. Laschet sei durchaus bewusst, wie schlecht seine persönlichen Umfragewerte und die der Union seien. Beim Thema Klimaschutz aber reagiere er schnell genervt und unwirsch. Stegemann hat den Eindruck, dass er keinen Plan zur Bekämpfung der Klimakrise habe. Weitere Nachrichten: Lokführerstreik, weitere Taliban-Eroberungen, PiS verliert Regierungsmehrheit in Polen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Damit können wir den Podcast noch besser machen. Hier können Sie teilnehmen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz, Annika Schultz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Landtag NRW.
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Aug 10, 2021 • 13min

GDL-Streiks: "Spektakulärer Tarifabschluss auf Kosten der Steuerzahler"

“Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will”, heißt es in einem alten Arbeiterkampflied, das gerade wieder aktuell ist. Denn den starken Arm zeigen die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL. Und die Räder sind die der Deutschen Bahn. Bis Freitag wird wohl nur jeder vierte Fernverkehrszug fahren und auch im Regionalverkehr wird es starke Einschränkungen geben. Betroffen sind Hunderttausende Pendler, Urlauber und andere Reisende. Für GDL-Chef Claus Weselsky aber gibt es keinen anderen Weg. Er verlangt eine Einkommenssteigerung von 3,2 Prozent und eine Corona-Zulage von 600 Euro pro Monat. Für die Bahn ist der Streik "völlig unangemessen und überzogen". Angesichts der Einbrüche durch die Corona-Krise hält SZ-Wirtschaftsredakteur Alexander Hagelüken die Forderungen der GDL auch für unangemessen. Der GDL gehe es vor allem darum, ihre eigene Macht auszubauen. Sie nutze ihre mächtige Position in der Infrastruktur aus. Weselsky wolle einen möglichst spektakulären Abschluss auf dem Rücken der Steuerzahler. Weitere Nachrichten: Aus für kostenlose Corona-Tests ab 11. Oktober, 30 Milliarden Euro für Wiederaufbaufonds nach Hochwasser-Katastrophe. Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Damit können wir den Podcast noch besser machen. Hier können sie teilnehmen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Verdi, Livestream GDL, Deutsche Bahn und DFB.

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