

Klassik für Taktlose
Die Presse
In „Klassik für Taktlose“ ergründen Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen.
Jeden Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com.
Redaktion/Konzeption: Anna Wallner
Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen.
Jeden Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
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Jan 10, 2025 • 31min
Klassik für Taktlose: Warum Otto Schenk auch als Opernregisseur eine Legende war
Die Inszenierungen des verstorbenen Publikumslieblings werden auch nach Jahrzehnten noch gespielt. Warum nur?
Mit 94 Jahren ist Otto Schenk am 9. Jänner gestorben. Er bleibt als Schauspieler, Theaterdirektor, Kabarettist und Regisseur in Erinnerung. Und ganz besonders auch als Opern- und Operettenregisseur: Denn fünf seiner Produktionen werden immer noch, nach 40, teils sogar über 50 Jahren gespielt. Wie konnten sie sich so lange halten? Was macht Otto Schenks Inszenierungen aus? Und wie wurde aus einem österreichischen Theaterliebling auch ein New Yorker Opernliebling, der an der Metropolitan Oper als Regisseur für ganze 15 Produktionen engagiert wurde? Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz widmen sich in dieser Folge von „Klassik für Taktlose“ der besonderen Musikalität von Otto Schenk.
>>> Wer war Otto Schenk? Hier geht's zum Nachruf auf den österreichischen Publikumsliebling.
Folgende Otto-Schenk-Inszenierungen stehen bis heute am Wiener Spielplan:
„Fidelio“ von Ludwig van Beethoven, von 1970, zu sehen im Februar 2025
„L'Elisir d'Amore“ von Gaetano Donizetti, von 1980 zu sehen im März 2025
„Andrea Chénier“ von Umberto Giordano, von 1981, zu sehen im April 2025
„Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss, von 1968, zu sehen im Juni 2025
„Die Fledermaus“ von Johann Strauß, von 1979, wird seither jedes Jahr zu Silvester/Neujahr gespielt
Die Musikbrücken stammen aus Aufnahmen unter den Dirigenten der Otto-Schenk-Produktionen in Wien und New York:
Beethovens "Fidelio" und Strauss' "Der Rosenkavalier" unter Leonard Bernstein (DG bzw. CBS), "Siegfried" unter James Levine (DG). Den Alfred in dem Ausschnitt aus der "Fledermaus" singt Nikolai Gedda (EMI).
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Der Podcast erscheint jeden zweiten Samstag in "Musiksalon", dem Klassik-Kanal der "Presse".
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Jan 9, 2025 • 1h 3min
Johann Strauß und kein Ende: Die Musik des Walzerkönigs wirkt nach bis in die musikalische Postmoderne
Im Musiksalon unternehmen wir heute eine akustische Spurensuche, erleben allerhand akrobatische pianistische Kunstfertigkeiten, einen Sidestep nach Hollywood, hören aber sogar einigen Anmerkungen von zeitgenössischen Komponisten, teils über der Gürtellinie, teils auch darunter. Ein klingendes wienerisches Seelen-Pandämonium, jedenfalls, gefiltert durch Strauß’sche Walzermelodien.
Zu Hören sind Ausschnitte aus folgenden Aufnahmen:
Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti (Sony Classical)
Robert Fuchs: Serenade Nr. 5 – Kölner Kammerorchester, Christian Ludwig (Naxos)
Strauß/Schulhof: Pizzicato-Polka – Paul Badura-Skoda (Naxos)
E. W. Korngold: Straussiana – (Chandos)
Godowsky: Symphonische Metamorphosen über „Künstlerleben“ -– Marc André Hamelin (Hyperion)
Strauß/HK Gruber: Perpetuum mobile/ Charivari – NÖ Tonkünstlerorchester, Kristijan Järvi (BIS)
F. Cerha: Eine Art Chansons – Nali Gruber (Kairos)
F. Gulda: Geschichten aus dem Golowinerwald (Amadeo)
Strauß/Schönberg: Kaiserwalzer – Alban Berg Quartett, Wolfgang Schulz, Ernst Ottensamer, Heinz Medjimorec (EMI)

Jan 2, 2025 • 41min
„Ariadne auf Naxos“, die seltsamste aller Opern
Eigentlich sollte demnächst Anna Netrebko als Richard Strauss’ Ariadne an der Staatsoper debütierten. Die Diva hat abgesagt. Aber wir begeben uns trotzdem auf die Spuren dieser Oper, die eigentlich ein Amalgam aus einer Molière-Komödie und einer klassischen Oper darstellt: Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss waren 1912 nicht erfolgreich mit diesem kühnen Konzept. 1916 kam in Wien eine Neufassung zur Uraufführung. Die kennt man gut. Wir begeben uns auf Spurensuche nach der Wiener Aufführungstradition und den erstaunlichen Entdeckungen, die man in der Urfassung des Werks machen kann.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgende Aufnahmen:
Der Bürger als Edelmann: Wiener Philharmoniker – Clemens Krauss (Decca)
Ariadne auf Naxos (Urfassung): Sumi Jo, Margaret Price, Gösta Winbergh, Orchester der Oper Lyon – Kent Nagano (EMI)
Ariadne auf Naxos (Zweitfassung): Irmgard Seefried, Gundula Janowitz, Orchester der Wiener Staatsoper – Karl Böhm (DG)
Über den Podcast:
"Presse"-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz präsentiert seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen. Ein Podcast für Kenner und Neulinge.
Jeden Donnerstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
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Dec 28, 2024 • 57min
Klassik für Taktlose: Was macht Johann Strauß zum Walzerkönig?
Er würde bald seinen 200. Geburtstag feiern: Johann Strauß entkommt man 2025 nicht. Wer war dieser Mann – und wie machte er den Walzer zum österreichischen Exportprodukt?
Es war ein Familienbusiness, und was für eines: Die Strauß-Dynastie hat die Musikgeschichte geprägt, Tanzmusik zur Kunst erhoben und den Walzer aus Wien in die Welt getragen. Im Jubiläumsjahr 2025 würde der berühmteste Walzer-Komponist, Johann Strauß (Sohn), 200 Jahre alt. Also fragen sich Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz in „Klassik für Taktlose“: Was genau gibt’s da zu feiern?
Und sprechen darüber, was man über Johann Strauß wirklich wissen muss, vom Familien-Rachedrama bis zur Entstehung eines internationalen Popstars, von der Operette bis zum Donauwalzer, der hier in seine Einzelteile zerlegt wird.
Unsere Musikbeispiele: Den „Donauwalzer“ dirigiert Georges Pretre (DG), die „Nordseebilder“ Riccardo Muti (Sony), das „Fledermaus"-Fragment Carlos Kleiber (DG), den „Kaiserwalzer“ und die Polka „Im Krapfenwaldl“ Lorin Maazel (DG).
Über den Podcast
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Dec 19, 2024 • 25min
Wozu Weihnachten? Wir fragen Bach und Beck!
Matthias Beck ist heute Gast im Musiksalon und lauscht mit Wilhelm Sinkovicz Musik aus Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“: Welche spirituellen Erfahrungen können wir zu Weihnachten machen – hörend und lesend? Beck, eine der schillerndsten Gestalten des Katholizismus in unserer Zeit, einst europäischer Jugendmeister im Dressurreiten, dann Pharmazeut, Mediziner, Theologe, Universitätsprofessor und Buchautor, ist heute Pfarrer in St. Josef zu Margareten in Wien, der „Schubertkirche“.
Zu hören sind Aufnahmen des Münchner Bachorchesters unter Karl Richter (DG) und von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rafael Kubelik (audite).
Über den Podcast:
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Dec 14, 2024 • 1h 1min
Klassik für Taktlose: Reprise: Was fasziniert und verstört so an Richard Wagner?
Genialer Komponist, abscheulicher Mensch: Unsere Folge über das Leben und Werk von Richard Wagner möchten wir Ihnen gerne erneut ans Herz legen.
Eine unserer liebsten und beliebtesten „Klassik für Taktlose“-Folgen zum Wiederhören:
Er war ein praktizierender Antisemit, ein manipulativer Mann, von der eigenen Überlegenheit tief überzeugt – und einer der genialsten Opernkomponisten der Geschichte: Zu Richard Wagner gibt es viele Mythen und Kontroversen. In dieser Folge von „Klassik für Taktlose“, dem Podcast für Einsteiger, gehen Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz ihnen nach.
Wie nähert man sich am besten dieser wuchtigen Musik? Zwischen einigen Hörproben geht es unter anderem darum, was der „Ring des Nibelungen“, Wagners Mammut-Opernreihe, mit Fantasy-Epen wie „Game of Thrones“ gemeinsam hat, wie man Walküre richtig ausspricht und wie Wagner (der nebenbei die Angewohnheit hatte, seinen Geldgebern die Frauen auszuspannen) König Ludwig II dazu brachte, ihm ein Festspielhaus zu spendieren, in dem bis heute der Untergang der herrschenden Mächte zelebriert wird.
Hinweis: Die Folge erschien erstmals im Juli 2022. Einige genannte Details beziehen sich auf diesen Zeitraum.
Zu hören sind Ausschnitte aus folgenden Wagner-Aufnahmen:
Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ (Anfang und Schluss)
„Walkürenritt" aus „Die Walküre“
Schluss des dritten Aufzugs von „Götterdämmerung“ Josef Greindl (Bass)
Brangänes Wacherufe aus dem zweiten Aufzug von „Tristan und Isolde“, Christa Ludwig (Mezzosopran)
(alle obigen Aufnahmen: Bayreuther Festspielorchester - Karl Böhm)
Preislied aus „Die Meistersinger von Nürnberg“
Placido Domingo (Tenor), Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton) - Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin - Eugen Jochum
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Dec 12, 2024 • 40min
Wer war Hans Pfitzner
Die jüngste Wiederaufnahme der Oper „Palestrina“ in der Staatsoper hat das Interesse auf einen Komponisten fokussiert, der seit geraumer Zeit kaum eine Aufführungschance hat. Warum die Begeisterung für die Neueinstudierung nur ein Strohfeuer gewesen sein wird, „Palestrina“ kaum eine Chance haben dürfte, wie früher eine Repertoireoper in Wien zu werden, das überlegt sich Wilhelm Sinkovicz heute im Musiksalon – und präsentiert die Wiederholung eines Podcasts, der vor zwei Jahren bereits dem Komponisten gewidmet war, als die Linzer Stadtväter beschlossen, die Hans-Pfitzner-Straße umzubenennen, weil der Meister einst dem Nationalsozialismus nahestand. Ein Plädoyer, die musikalischen Qualitäten dieses Mannes nicht ganz zu vergessen.
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Dec 6, 2024 • 38min
Julius Bittner, Plädoyer für einen vergessenen Meister
Julius Bittner, komponierender Jurist im Wien um 1900 war zu Zeiten ein viel gespielter Opernmeister, ist aber heute völlig vergessen. 2024 hat sich sein Geburtstag zum 150. Mal gejährt. Erklungen ist kein einiges Werk aus seiner Feder – „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz bitte aber am 10. Dezember im Haus Hofmannsthal zu einem „Abend für Julius Bittner“ – und bringt im Podcast einige der (wenigen erhaltenen) Aufnahmen seiner Musik zum Klingen – was neugierige Musikfreunde sicher aufhorchen lässt!
Zu hören sind Aufnahmen mit Günther Treptow („Bergsee“), Erich Kleiber („Das höllisch Gold“), dem Sibirischen Symphonieorchester unter Dmitry Vasilyev (Toccata Classics) und anderen.

Nov 30, 2024 • 1h 7min
Klassik für Taktlose: War Herbert von Karajan wirklich so besonders?
Der österreichische Dirigent ist eine ewige Kultfigur. Was ist dran an der Legende Karajan?
Karajan hier, Karajan da: Wer auch nur mit einem Fuß in die Welt der Klassik eintaucht, kommt an Herbert von Karajan nicht vorbei. Dabei ist der legendäre Dirigent schon seit 35 Jahren tot. Und beschäftigt Klassik-Fans dennoch mehr als jeder andere – was sich auch in durchschnittlich 71 Erwähnungen pro Jahr in der „Presse“ zeigt. Katrin Nussmayr will also von ihrem Podcast-Partner Wilhelm Sinkovicz wissen: Was machte diesen Mann denn wirklich so besonders? Was steckt hinter dem Mythos Karajan – und ist der ewige Hype nicht auch ein wenig übertrieben?
Auf der Suche nach Antworten erzählen die beiden Karajan-Witze, blicken hinter das Inszenierungstalent des musikalischen Halbgotts mit dem Privatjet, erörtern seine Rolle in der NS-Zeit – und hören nach, wie die Perfektion, nach der Karajan mit dem Taktstock stets strebte, klingt.
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Nov 28, 2024 • 50min
Hans Pfitzners ,,Palestrina“
Das ist eine der seltsamsten Opern, die je komponiert wurden: Keine Liebesgeschichte, keine mythologische Welterklärung und nur am Rande ein paar politische Pointen. Dafür profunde Diskussionen über Sinn und Zweck der Kunst, und ein Protokoll der Ohnmacht des schöpferischen Menschen — und der Befreiung daraus. Warum uns das berühren kann, versucht — im Vorfeld der Neueinstudierung des "Palestrina“ an der Wiener Staatsoper — der heutige Podcast zu vermitteln.
Mit Ausschnitten aus der Liveaufnahme des Werks, die unter der Leitung von Kirill Petrenko in Frankfurt entstand (Oehms Classics).
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