Chefgespräch | Der True-Success-Podcast

Varinia Bernau, Konrad Fischer
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Nov 18, 2022 • 1h 7min

Metro-Chef Greubel: „Moral versus Profit – das ist eine viel zu kurzgegriffene Logik“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Es gibt deutsche Großkonzerne, die haben in ihrer Geschichte so viele Manager, Investoren, Machtkämpfe und Totalumbauten gesehen, dass sie am Ende kaum noch einer wiedererkennt oder sie gleich für immer von der Bildfläche verschwinden. Nur wenige schaffen es, sich nach den Irrungen und Wirrungen aufs Kerngeschäft zu konzentrieren und die letzten alten Expansionssünden zu verkaufen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er träumte von einer Karriere als Tischtennis-Star, findet auch Kickboxen cool, bräuchte dringend Schauspielunterricht, wirft gerne mit Tellern um sich, kann alles verkaufen – egal ob Schrauben oder Trauben, hält McKinsey für ein tolles Sprungbrett und versteht die Krisenstimmung in den Medien nicht, weil die Restaurants doch voll seien. Steffen Greubel ist seit 2021 CEO des milliardenschweren Gastro-Großhändlers Metro und damit Chef von weltweit über 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Greubel erzählt mir, warum sich Metro nicht aus Russland zurückgezogen hat, was er beim Kellnern lernte, wie er über Homeoffice denkt – und weshalb er Fische liebt. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Fünf prominente Börsenprofis blicken auf das Jahr 2023. Sie sagen, wo sie Zinsen und Inflationsraten sehen, schätzen das Rezessionsrisiko ab, nennen ihre Favoriten bei Aktien und Anleihen – und offenbaren ihre Vorliebe für ein Land, das lange niemand mehr beachtet hat. www.wiwo.de/28814626.html Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo
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Nov 11, 2022 • 1h

Stepstone-Chef Dettmers: „Deutsche Unternehmen investieren viel zu wenig in die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Es ist ziemlich kompliziert geworden in deutschen Unternehmen: Seit Beginn der Coronapandemie kommen Angestellte immer seltener ins Büro und klappen ihr Laptop immer öfter am heimischen Schreibtisch auf. Und manche haben auch ihre Prioritäten neu justiert, verabschieden sich vorübergehend ins Sabbatical – oder gleich ganz, per Kündigung. Sie können ihre Ansprüche selbstbewusst formulieren. Schließlich fehlen überall Fachkräfte. Arbeitnehmer, nicht Arbeitgeber stellen die Bedingungen. Führungskräfte stehen damit vor der schwierigen Aufgabe, im Arbeitsalltag Lösungen zu finden, die auf die individuellen Bedürfnisse in der Belegschaft eingehen – und trotzdem das Team zusammenhalten. Was die Deutschen wirklich wollen im Job, das weiß kaum jemand besser als Sebastian Dettmers. Seit 2020 führt er das Stellenportal Stepstone. Im Podcast erzählt er, wie wichtig die Offenlegung von Gehältern bei der Gewinnung von Talenten ist, warum er seit elf Jahren bei Axel Springer arbeitet, obwohl er das als 20-Jähriger keinesfalls wollte – und wieso er gern einen Tag lang eine Frau wäre. Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Homeoffice, Viertagewoche, mehr Urlaub, fehlender Biss: 42 Prozent der deutschen Führungskräfte sagen, ihre Mitarbeiter seien nicht einsatzfreudig genug. Der Fachkräftemangel aber stattet sie mit neuer Macht aus – und damit wachsen ihre Ansprüche. Wie die Unternehmen damit umgehen, was sie ihren Mitarbeitern bieten müssen – und was das mit Investitionen im Ausland zu tun hat. https://www.wiwo.de/my/erfolg/beruf/lustlos-und-begehrt-wie-faul-sind-die-deutschen/28799958.html Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Nov 4, 2022 • 55min

Airbus-Rüstungschef Michael Schöllhorn: „Der wahrscheinlichste Ausgang wird eine Art Nicht-Kriegs-Zustand sein“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Sie waren jahrelang die schwarzen Schafe der deutschen Industrie. Ihre Panzer, Kanonen und Kampfjets galten als überteuerte Spielzeuge für Ewiggestrige und Reaktionäre. Krieg in Europa konnte sich keiner mehr vorstellen. Doch seit dem 24. Februar, dem Überfall Russlands auf die Ukraine, herrscht die Zeitenwende und die Rüstungsindustrie ist raus aus der Schmuddelecke. In ganz Europa wird aufgerüstet. Allein die Bundeswehr soll 100 Milliarden Euro bekommen. Das Rennen um die großen Aufträge ist eröffnet. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er wächst als Kind auf Luftwaffenstützpunkten auf, liest am liebsten den Alchemisten, fliegt mit Hubschraubern durch die Gegend, quält sich auf der Rudermaschine, hat Kerosin im Blut, schraubt gerne auch mal Kühlschränke und Geschirrspüler zusammen und hält 100 Milliarden Euro für zu wenig, um die marode Bundeswehr nachhaltig zu sanieren. Michael Schöllhorn ist seit 2021 CEO von Airbus Defence and Space, der Rüstungssparte von Europas größtem Luft- und Raumfahrtkonzern. Schöllhorn erzählt mir, wie es um das größte europäische Rüstungsprojekt steht, warum Elon Musk ganz anders auftritt als man denkt – und die Bundeswehr manchmal selbst an Unterhosen scheitert. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Der Verbrenner ist nicht tot, bloß weil die Politik ihn bereits beerdigt. Im Gegenteil. Nur mit grünem Sprit erreicht Europa seine Klimaziele – und mehr Resilienz gegenüber China. www.wiwo.de/28785172.html [wiwo+] Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Oct 28, 2022 • 1h 5min

Audi-Vorständin Wortmann: „Für den chinesischen Markt braucht man mehr Sonderlösungen“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Kaum eine deutsche Schlüssel-Industrie drohte in den letzten Jahren so oft unter die Räder zu kommen wie die Automobilindustrie. Zuerst wütete der Dieselskandal, dann die Transformation zur E-Mobilität und jetzt bläst die chinesische Konkurrenz zum Angriff auf die europäischen Platzhirsche. Sie fordert die Deutschen vor allem bei der Digitalisierung heraus. Denn E-Motoren bauen können alle, aber längst nicht alle können Software. Ob die Deutschen hier die Kurve kriegen, ist noch längst nicht klar. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie kaufte sich als erstes Auto einen froschgrünen Polo, machte den Mini wieder zum Kultmobil, hält das Prinzip Autoquartett für nicht mehr tragbar, hat eine Schwäche für Calvin Klein, pflegt einen harten Führungsstil, bezeichnet ihren Lieblings-Social-Media-Kanal als emotionales Pattex, musste den Vorstand von Volkswagen nach wenigen Monaten wieder verlassen, ruft Mitarbeiter gerne auch am Sonntagabend an – und hat nicht damit gerechnet, im Leben so weit zu kommen. Hildegard Wortmann wird im Juli 2019 zur ersten weiblichen Vorständin bei Audi berufen und ist dort für Marketing und Vertrieb verantwortlich. Sie sitzt zudem in der erweiterten Konzernleitung von Volkswagen. Wortmann erzählt mir, was die Automobilindustrie von China lernen muss, welchen Platz sie bei der Mille Miglia belegte, warum Macht zu Unrecht negativ besetzt ist – und was sie von festgeklebten Aktivisten hält. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Stark steigende Zinsen haben den Boom am Haus- und Wohnungsmarkt beendet. Doch am passenden Standort und mit dem richtig ausgestatteten Objekt profitieren Käufer auch jetzt noch – trotz Demografie, Inflation und Energieschock. https://www.wiwo.de/my/finanzen/immobilien/da-geht-noch-was-das-geheimnis-zukunftsfester-immobilien/28771226.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Oct 21, 2022 • 60min

Telefónica-Deutschland-Chef: „Es gibt noch immer weiße Flecken, über die ärgern wir uns alle“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Jeder kennt dieses Gefühl. Eine Reise von Deutschland ins Ausland ist wie eine Reise in die Zukunft. Sie wirkt wie Doping fürs Handy. Plötzlich rasen die Downloads und die Funklöcher sind auch verschwunden, selbst in der Provinz. Die Deutschen verharren dagegen in der digitalen Steinzeit. Das Land schafft es im internationalen Vergleich in keiner Disziplin in die Top 25, selbst im Festnetz nicht. Da liegen sogar Länder wie Moldau oder Rumänien viel weiter vorne. Ob das Leiden jemals ein Ende hat, wissen nur die Netzbetreiber. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein bayerischer Lokalpatriot, bezeichnet seine Fitness als robust, sitzt gerne vor seinem 90 Jahre alten Bergchalet, hat in seinem Leben nur eine Firma kennengelernt, hält sich für bescheiden, schoss bei einem Schulturnier fünf Tore, nennt sich das Trampolin der Digitalisierung und hört auf den Spitznamen „das wandelnde Archiv“. Markus Haas ist seit 2017 CEO der Telefónica Deutschland Holding, die unter anderem mit ihrer Marke O2 über 40 Millionen Kunden bedient und damit auf dem ersten Platz liegt. Der börsennotierte Telekomanbieter gehört zu rund 70 Prozent dem spanischen Telefónica-Konzern. Haas erzählt mir, warum er Mobilfunk-Auktionen für rausgeschmissenes Geld hält, er die Diskussionen um 5G nicht ernst nimmt – und überzeugt ist, dass eine europäische Plattform für das Metaverse kein Hexenwerk wäre. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Oct 14, 2022 • 1h 39min

Ex-Merkel-Berater Heusgen: „Das war einfach nur gemeinste KGB-Methode“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Seit Russlands Überfall auf die Ukraine am 24. Februar diesen Jahres beherrscht nur ein Thema die öffentliche Diskussion. Wie weit geht Wladimir Putin noch? Die ganze Welt rätselt über seine Psyche, seine Pläne, sein engstes Umfeld, seine Verbündeten, ja selbst seine Krankengeschichte – und besonders intensiv über die Frage, wie er die Deutschen von seinem Gas so abhängig machen konnte. Die Kritik an Ex-Kanzlerin Angela Merkel ist deshalb in den letzten Monaten immer lauter geworden. Manche werfen ihr eine grobe Fehleinschätzung in der Russlandfrage vor. Ob das so stimmt und wie es dazu kam, können nur wenige Regierungs-Insider beurteilen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein katholischer Apotheker-Sohn, schwärmt früh für Ludwig Ehrhard, gilt als trinkfester Rheinländer, liebt Fußball und das Neusser Schützenfest, arbeitete zwölf Jahre lang als außen- und sicherheitspolitischer Berater von Angela Merkel, durfte Barack Obama die Hand schütteln, leitet Sitzungen im UN-Sicherheitsrat, trainiert am liebsten Langlauf im New Yorker Central Park und gibt sich vor Gymnasiasten überzeugt, dass Putin keine Atomwaffen einsetzen wird. CDU-Mitglied Christoph Heusgen ist seit 2022 Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Heusgen erzählt mir, wieso die deutsch-russische Energiepolitik naiv war, er einen Plüschhund durch den Kreml trug und Putin verzweifelt ist – aber keine Atombombe zündet. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Die steigenden Preise schrumpfen die Löhne der Angestellten, zeigt der Gehaltsreport. Das stellt Manager von der Autoindustrie bis zur Pharmabranche vor die Frage, wie sie ihre Besten halten. Bonus? Gehaltsplus? Inflationsausgleich? Wie Chefs ihre Mitarbeiter beglücken – und ihre Firma zugleich vor dem Ruin bewahren. www.wiwo.de/28744156.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Oct 7, 2022 • 56min

Leoni-Chef Kamper: „Die große Aufgabe bei Leoni ist, den Elefanten zum Tanzen zu bringen“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Die Branche der Autozulieferer gilt schon in normalen Zeiten als hartes Geschäft. In der Krise wird es schlicht brutal. Sie kämpft mit knausrigen Kunden wie Volkswagen & Co, kaputten Lieferketten, explodierenden Beschaffungskosten und der Transformation vom Verbrenner zum E-Auto. Bei manchem kommen noch Produktionsstandorte im Kriegsgebiet hinzu und krasses Missmanagement. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist in der Nähe von Den Haag geboren, gilt als lockerer Niederländer, fährt am liebsten E-Bike, erlebte beim letzten Jobwechsel sein blaues Wunder, muss wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine einiges improvisieren und ist überzeugt, dass der Neuanfang diesmal gelingt. Aldo Kamper ist seit 2018 der CEO des Nürnberger Autozulieferers Leoni, der weltweit Produzenten mit Kabelbäumen und Bordnetzen beliefert und mit über 90.000 Mitarbeitern mehrere Milliarden Umsatz macht. Leoni steckt gerade mitten in einer Sanierung. Kamper erzählt mir, warum er als Kind Schreiner werden wollte, dann aber doch sein halbes Leben als Topmanager bei einer Industrie-Ikone verbrachte, wie er die gewaltigen Aufgaben bei Leoni bewältigen will – und die Produktion im Kriegsgebiet der Ukraine abläuft. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Steigende Mieten, hohe Abgaben und dann noch Corona: Für Normalverdiener war das Leben schon vor dem Ukrainekrieg hart genug. Nun lösen Inflation, drohende Firmenpleiten und enorme Energiekosten Existenzängste aus – ausgerechnet bei denen, die hart arbeiten und Steuern zahlen. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/panik-in-der-mitte-der-abstieg-der-mittelschicht/28725834.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Sep 30, 2022 • 48min

Geopolitik-Experte Mair: „Bei Putin gibt es immer noch eine nüchterne Abwägung über die nächste Eskalationsstufe“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Die alte Weltordnung wird von einer neuen Unordnung abgelöst. Kanzler Olaf Scholz nennt es die Zeitenwende. In Europa herrscht Krieg, sorgen hohe Energiepreise für gesellschaftliche Verwerfungen und werden neuerdings von Geheimkommandos gar Pipelines gesprengt. Gleichzeitig steigen die Spannungen zwischen den USA, China und Russland. Das geopolitische Erdbeben verunsichert die Wirtschaft, das deutsche Exportmodell droht zwischen den Fronten zerrieben zu werden, Lieferketten müssen neu gedacht werden. In diesen Chaostagen können nur noch wenige den Überblick behalten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist ein waschechter Bayer, spielt in Berlin am liebsten Schafskopf, ist kein Fan des FC Bayern sondern von 1860 München, hat eine Schwäche für Afrika, saß in der Geschäftsführung des Bundesverbandes der deutschen Industrie, wähnt die USA in einer Identitätskrise und ist überzeugt, dass der 24. Februar 2022 die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik in ihren Grundfesten erschüttert hat. Stefan Mair ist seit 2020 Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit und geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP in Berlin. Im Podcast spricht Mair über die mutmaßlichen Anschläge auf Nordstream, Putins Position in Russland, das Verhältnis zu China – und die Sicherheitslage in Europa. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Teure Energie, Fachkräftemangel und Bürokratie treiben Unternehmen aus dem Land. Experten warnen vor einer Deindustrialisierung Deutschlands. Manager verlagern Werke bevorzugt nach Osteuropa. Dort wächst ein Kraftzentrum heran – das neue China der deutschen Industrie. https://www.wiwo.de/my/politik/europa/treck-nach-osten-made-in-ausland/28713628.html Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Sep 23, 2022 • 1h 24min

Bulthaup-Chef Eckert: „Heute verschickt die gesamte Industrie Luft“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Es ist ein ganz spezielles Phänomen und ich konnte es mir noch nie so richtig erklären. Die besten Partys finden eigentlich immer mit zu vielen Menschen in zu kleinen Räumen statt. Am liebsten quetschen sich alle in die Küche und bleiben dort bis auch das letzte Bier ausgetrunken ist. Der Ort scheint etwas Magisches zu haben. Es geht um mehr als nur Essen und Trinken. Es ist die Anziehungskraft einer Feuer- und Wasserstelle. Kein Wunder, dass sich die Küche auch als Geschäftsmodell eignet. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er liest Krimis von John Grisham, liebt Schnitzel mit Kartoffelsalat, will nicht als Anwalt in Starnberg enden, steht auf Picasso, hält Kochinseln für die Befreiung der Hausfrau, reagiert allergisch auf das Wort Statussymbol, ist total von Japan fasziniert, trinkt am Morgen lieber Algen statt Kaffee, hat gerne Promis als Kunden, sammelt Star Wars Figuren und ist überzeugt, dass Alexa und Siri menschliche Nähe nie ersetzen werden. Marc Eckert ist seit 2009 Geschäftsführer und Mitinhaber des niederbayerischen Premium-Küchenherstellers Bulthaupt. Er macht mit rund 500 Mitarbeitern rund 150 Millionen Euro Umsatz. Im Podcast erzählt er mir, warum Yoda sein Mentor ist, Frauen in Wahrheit über die Welt herrschen, er Politikern keine Vorwürfe macht und wie er Bulthaup nachhaltiger machen möchte. Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo
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Sep 16, 2022 • 50min

Techem-Chef Hartmann: „Achtzig Prozent der Heizkessel sind überdimensioniert“

WirtschaftsWoche Chefgespräch Die Energiewende ist das Buzzword schlechthin. Klimaneutralität ist das große Ziel. Doch auf dem Weg dorthin läuft gerade einiges schief. Der Ausbau der Erneuerbaren Energie kommt nicht schnell genug voran, der Gaspoker des Kreml belebt sogar Kohlekraftwerke wieder und nicht nur im Verkehr hinkt man weit hinter den Zielen her. Dem Gebäudebereich machen schlechte Isolierungen und veraltete Heizungen zu schaffen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er verdiente sein erstes Geld mit Autowaschen, spielt in drei Bands Schlagzeug bis zum Umfallen, verbrachte das halbe Leben bei IBM, wollte nicht mit der ganzen Familie nach Shanghai umziehen, wurde stattdessen in der Marktforschung nicht glücklich, will am liebsten alle Heizungen Deutschlands überwachen und ist überzeugt, dass die hohen Energiepreise bei vielen Mietern zu Privatinsolvenzen führen werden. Matthias Hartmann ist seit 2020 CEO des Immobilien-Energie-Dienstleisters Techem und ist mit etwa 4000 Mitarbeitern in rund zwanzig Ländern aktiv. Im Podcast erzählt er mir, wie er als Schlagzeuger und Manager den Takt vorgibt, warum er mit Oligopolvorwürfen nichts anfangen kann und ihn die bürokratischen Hürden auf dem Weg zur Digitalisierung „halb wahnsinnig“ machen. Unsere aktuelle Titelgeschichte: Viele träumen von einem zweiten Einkommen, gespeist aus Zinsen und Dividenden. Das ist nicht einfach, aber durchaus zu schaffen – gerade im aktuellen Börsenumfeld. Mit einem klug gebauten Portfolio sind laufende Erträge von vier Prozent pro Jahr drin. www.wiwo.de/28682702.html [wiwo+] Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

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