

Chefgespräch | Der True-Success-Podcast
Varinia Bernau, Konrad Fischer
Varinia Bernau (Ressortleiterin Management & Karriere) und Konrad Fischer (Ressortleiter Unternehmen & Technologie) diskutieren im Wechsel mit den wichtigsten Familienunternehmern, Top-Managerinnen und CEOs Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden. Dabei geben die Gäste faszinierende und unterhaltsame Einblicke in ihr Leben – als Inspiration für Ihren Karriereweg.
Logodesign: Patrick Zeh
Logodesign: Patrick Zeh
Episodes
Mentioned books

Jan 27, 2023 • 56min
Datev-Chef Mayr: „Der Staat selbst kommt mit seinen Grundsteuererklärungen auch nicht hinterher“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Mitte der Sechzigerjahre passten Computer noch nicht in unsere Hosentasche. Damals waren das noch riesige Rechner. Grau, klobig und verdammt teuer. Es war die Zeit, in der sich die deutschen Steuerberater in einer Genossenschaft zusammenschlossen, um die Anschaffung dieser neuen Technik gemeinsam zu stemmen. 1966 war das. Es war die Geburtsstunde der Datev. Und es war, wie der Zufall will, auch die Geburtsstunde von Robert Mayr, der seit 2016 die Datev führt und mein heutiger Gast im Chefgespräch ist.
Datev mit Sitz in Nürnberg hat mehr als 8500 Mitarbeiter, etwas mehr als eine Milliarde Umsatz, 530.000 Kunden und rechnet über dieses eigene Rechenzentrum, dessen Grundlagen damals in den Sechzigerjahren gelegt wurde, knapp 14 Millionen Löhne ab.
Und so geht es um die Frage, warum dieser ganze Papierkram, von der Lohnabrechnung bis zur Steuererklärung, so furchtbar kompliziert sein muss.
Und darum, wie Manager bei einem Strategieschwenk mit Widerständen umgehen sollten. Wir sprechen über eine sehr spannende Station in Mayrs Karriere: seine Zeit bei der Treuhand in Berlin, Anfang der Neunzigerjahre, aber auch über sein Talent an der E-Gitarre – und die Frage, wie er aufs Pferd gekommen und vor allem drauf geblieben ist.
Mayr erzählt mir, warum Steuererklärungen so furchtbar kompliziert sind, ein Faxgerät in seinem Arbeitszimmer steht – und er jeden Monat zehn Mitarbeiter zum Pizzaessen einlädt.
Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter chefgespraech@wiwo.de
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Jan 20, 2023 • 1h 8min
Wirtschaftsweise Grimm: „Die Grünen sind über sehr, sehr viele Schatten gesprungen“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Mein Gast liebt Dr. Dre und Snoop Dog, hat als DJ in Clubs aufgelegt – und in einer Band Schlagzeug gespielt. Sie ist mit einem umgebauten Krankenwagen in die entlegensten Ecken Europas gefahren. Und trainiert die Fußballmannschaft ihrer Tochter. Das ist die eine Seite, über die ich mit ihr spreche. Sie hält aber auch einen Lehrstuhl für VWL an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – und forscht dort zu dem Thema, das uns alle derzeit bewegt: den Energiemärkten. Sie hat die Gaskommission geleitet, die vergangenen Herbst die Empfehlungen zur Gaspreisbremse erarbeitet hat. Und seit April 2020 ist sie auch Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – kurz: Wirtschaftsweise. Sie wirbt für mehr Pragmatismus, weniger Ideologie. Was man nicht zuletzt daran erkennt, dass sie einst in Brokdorf gegen die Atomkraft demonstriert – und in den vergangenen Wochen dennoch für längere Laufzeiten von AKWs in Deutschland plädiert hat. Das ist die zweite Seite von Veronika Grimm.
In dieser Folge erzählt sie mir, ob sie Mitleid mit dem Wirtschaftsminister hat, wie es langfristig um unsere Energieversorgung steht – und weshalb sie in der Gaskomission eine Menge Kartoffelgratin essen musste.
Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter chefgespraech@wiwo.de
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Jan 13, 2023 • 1h 4min
Eppendorf-Co-Chefin van Pelt: „Auch im Westen gibt es eine Enteignungs-Policy“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Eigentlich wollte sie Microsoftchefin werden. Und vielleicht kommt das ja noch. Aber erst einmal führt Eva van Pelt die Geschäfte beim Weltmarktführer Eppendorf. Etwa 5500 Mitarbeiter, etwas über eine Milliarde Euro Jahresumsatz. Das Unternehmen entwickelt und produziert nahezu alles, was man im Labor benötigt: Pipetten, Zentrifugen, Ultratiefkühlgeräte. Ein Hidden Champion – bis die Coronapandemie ausbrach. Seither ist das Unternehmen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Schließlich zählt der Virologe Christian Drosten zu den prominentesten Kunden von Eppendorf. Die Pandemie, immerhin, ist durchgestanden. Die Zeiten aber sind deshalb nicht einfacher geworden.
Und so geht es im Chefgespräch mit Eva van Pelt darum, ob wir, die deutsche Exportnation, eigentlich zu naiv waren. Und ob wir noch Geschäfte mit China oder gar Russland machen dürfen.
Sie erzählt uns, was sie tut, wenn die Kollegen im Meeting ins Mansplaining verfallen, was sie an den Niederländern besonders schätzt – und warum Sie ihren allerersten Job im fernen England am liebsten gar nicht angetreten hätte und heute trotzdem für die wohl wichtigste Station in Ihrer Karriere hält. Und einen Buchtipp für Sie hat die passionierte Leserin auch noch dabei.
Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter chefgespraech@wiwo.de
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Mehr Kindergeld, höhere Freibeträge: Es gibt gute Gründe für Eltern, dieses Jahr mit dem Investieren für den Nachwuchs zu beginnen. Das klappt mit einem speziellen Kinderdepot. Was dort reingehört, was nicht reinsollte.
www.wiwo.de/28918026.html
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Jan 6, 2023 • 54min
Spezial (Teil 2): So wird das Wirtschaftsjahr 2023
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Heute geht’s im zweiten Teil unseres Spezials um den Ausblick auf 2023 und die folgenden Fragen: Was erwartet uns an der Inflationsfront? Wird die Rezession wirklich so milde wie alle sagen? Oder kommt der ökonomische Weltuntergang, den Mister Doom Nouriel Roubini prophezeit, einfach später? Schafft es die Ampel endlich, eine kohärente Wirtschaftspolitik umzusetzen? Welche Rolle spielt dabei das Duell der Supermächte USA und China? Was bedeutet das alles für die Anleger? Wo liegen die größten Gefahren und Chancen? Ist die Krisenwährung Gold noch einen Kauf wert oder völlig überschätzt? Steigt der Dax weiter? Verspricht ein alter Ferrari mehr Rendite als ein alter Porsche? Diese und andere Fragen diskutiere ich mit Sonja Alvarez, stellvertretende Leiterin des Wiwo-Hauptstadtbüros, Volkswirt-Chef Bert Losse und unserem Dax-Guru Toni Riedl.
Toni war übrigens mein letzter Gast im Chefgespräch. Nach beinahe sechs intensiven Jahren verlasse ich die Chefredaktion der WirtschaftsWoche, um mich neuen Herausforderungen zu stellen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen bedanken – für Ihre Treue und ihre vielen positiven Reaktionen und Bewertungen. Aber keine Sorge: Das Chefgespräch bleibt Ihnen erhalten.
Bleiben Sie gesund.
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Dec 30, 2022 • 1h 8min
Spezial (Teil 1): So war das Wirtschaftsjahr 2022
WirtschaftsWoche Chefgespräch
2022 wird als das Jahr der multiplen Krisen in die Geschichte eingehen. Irgendwie brennt es überall. Die Lieferketten leiden, die Rezession droht, die Energiepreise explodieren und geopolitische Gewissheiten geraten ins Rutschen. Corona und Russlands Überfall auf die Ukraine sind für vieles verantwortlich, aber nicht für alles. Mit dem Duell zwischen China und den USA zeichnet sich ein Konflikt von historischer Dimension ab. Und was hieß das im abgelaufenen Jahr nun für Deutschland? Für die Energiesituation? Für die Anleger und für die Industrie? Darüber spreche ich mit meinen WiWo-Kolleginnen und Kollegen Florian Güßgen, Julia Groth und Martin Seiwert.
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Dec 23, 2022 • 1h 20min
NASA-Forschungschef Zurbuchen: „Ende der 2030er Jahre werden wir auf dem Mars landen.“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Der Wettlauf um den Weltraum läuft auf Hochtouren. Geopolitik und Geschäftsmodelle werden immer öfter aus einer galaktischen Perspektive betrachtet. Supermächte wie die USA und China wollen ihren Machtraum erweitern, neue Rohstoffquellen erschließen – und herausfinden, ob es da draußen Leben gibt. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er wächst in einem Schweizer Bergdorf auf, bezeichnet sich als verlorenes Schaf der Familie, begeistert sich mehr für die Wissenschaft als für die Bibel seines Vaters, ist laut Ehefrau ein sturer Mensch, behandelt seine Kinder laut Sohn wie Mitarbeiter, trägt gerne Socken mit Astronauten-Motiv, gilt als begnadeter Netzwerker, wird beinahe Innovationschef von Amazon, gehört zu den einflussreichsten Wissenschaftlern der Welt und ist überzeugt, dass das Universum so viel mächtiger ist als alles was wir uns vorstellen können. Der Astrophysiker Thomas Zurbuchen ist seit 2016 der Forschungschef der US-Weltraumbehörde NASA. Im Podcast erzählt er mir, warum er seinem Sekundarlehrer eine Visitenkarte mit Professorentitel zukommen ließ, wer Weltmeister in Sturheit ist und warum wir beide uns nie im Club in Bern beim Feiern begegnet sind.
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Dec 16, 2022 • 1h 12min
Verteidigungs-Expertin Strack-Zimmermann: „Einem Massenmörder braucht man nicht mit runden Tischen zu kommen“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert jetzt bald schon ein Jahr. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Trotz massiver Verluste hält Kremlchef Putin an seinem Feldzug fest. Im Westen gilt er längst als Paria, mit dem eine diplomatische Lösung des Konflikts undenkbar scheint. Wie lange also müssen die Ukrainer noch leiden? Wie lange kann sich Putin an der Macht halten? Und macht Deutschland genug, um Kiew zu unterstützen? An der letzten Frage scheiden sich immer wieder die Geister. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie quatschte in der Schule sehr viel, bekam viele blaue Brief, konnte mit Handarbeit und Schönschreiben nichts anfangen, fährt gerne Motorrad, verkauft skandinavische Jugendbücher, findet Jan Böhmermanns Aktionen mitunter blöd und dämlich, hält die SPD für traumatisiert, wollte als Teenager Hippie werden, fordert mehr Panzer für die Ukraine, traut der Bundeswehr Kampfeinsätze zu, treibt Kanzler Olaf Scholz vor sich her und empfiehlt dem SPD-Linken Ralf Stegner, weniger La Paloma zu pfeifen. Marie-Agnes Strack-Zimmermann gilt als Senkrechtstarterin der FDP und sitzt für sie seit 2017 im Bundestag. Sie ist die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.
Strack-Zimmermann erzählt mir, was die Bundeswehr wieder attraktiver machen würde, wieso sie von der Schweiz enttäuscht ist, Christine Lambrecht verteidigt – und wen sie gern einmal auf ihrem Motorrad mitnehmen würde.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Anleihen waren für Anleger über viele Jahre unattraktiv. Das hat sich jetzt gründlich geändert. Selbst sichere Bonds von Staaten und Unternehmen bieten wieder attraktive Renditen – und gehören in jedes Depot. Nur die richtigen sollten es schon sein.
https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/prozente-zum-fest-das-comeback-der-anleihen-schenken-sie-zinsen/28868746.html
Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können.
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo

Dec 9, 2022 • 51min
Baden-Württembergs Finanzminister Bayaz: „Deutschland ist ein Geldwäscheparadies“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
In diesen Tagen beginnt der Prozess der Prozesse. Der größte Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte wird vor Gericht verhandelt. Ex-CEO Markus Braun soll laut Anklage einer der Köpfe hinter der Milliardenlüge Wirecard gewesen sein. Die Affäre stürzte Tausende Anleger ins Unglück und entlarvte Wirtschaftsprüfer und die staatliche Finanzaufsicht als zahnlose Institutionen. Wie konnte es dazu kommen? Hat der Staat wieder mal versagt? Ist der Finanzplatz Deutschland eine Gefahr für Anleger? Was sind die Lehren aus dem Fall Wirecard? Ein prominentes Politiker-Trio hatte sich nach der Pleite mit diesen und anderen Fragen im Wirecard-Untersuchungsausschuss besonders intensiv beschäftigt. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist der Enkel eines türkischen Botschafters, interessierte sich schon immer für das Thema Geld, macht für eine Kiste Bier fast alles inklusive rappen, muss sich als Steuer-Stasi beschimpfen lassen, gilt als wirtschaftsliberal, träumt von einem Roadtrip durch die USA, gehört zum Realo-Flügel der Grünen, wirkt manchmal so als wäre er in der falschen Partei, hält den Doppelwumms von Kanzler Scholz für ordnungspolitisch fragwürdig, macht ein System der kollektiven Unverantwortlichkeit für die Wirecard-Affäre verantwortlich und ist überzeugt, dass der größte Fachkräftemangel Menschen betrifft, die eine Haltung haben – vor allem beim Deutschen Fussballbund. Danyal Bayaz ist der schwäbische Hausmann und hält seit 2021 als Minister der Finanzen die Kasse von the Länd zusammen, früher bekannt unter dem Namen Baden-Württemberg.
Im Podcast erzählt er mir, wie er Markus Braun erlebte, warum das letzte Kapitel der Akte Wirecard noch nicht geschrieben ist, wie der Skandal seine Karriere beeinflusste und weshalb ihn das beste Investment seines Lebens trotzdem nicht reich gemacht hat.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Der neue Chef Björn Gulden muss Adidas wieder cool machen. Die Belegschaft ist verunsichert, das Vertriebskonzept unklar, die Aktie am Boden – und ein veritabler Skandal noch längst nicht aufgearbeitet.
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/handel/die-unsportlichen-sanierungsfall-adidas/28855140.html
Wenn Sie mir Feedback geben möchten, Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben, erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: wiwo.de/chef-abo

Dec 2, 2022 • 56min
Block-Gruppe-Chef Bülow: „Fleisch muss teurer werden“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Fans des Chefgespräch werden merken, dass ich wie letzte Woche immer noch erkältet bin. Das Killervirus aus der Kita meines Sohnes hat es echt in sich. Vielleicht würde mir ja ein saftiges Steak helfen, obwohl der Zeitgeist dagegen spricht. Notorische Fleischliebhaber stehen heute oft mit Klimasündern und Tierquälern in einer Ecke. Und der schlechte Ruf kommt nicht von ungefähr. Preisdruck und Geringschätzung von Qualität haben in der globalen Fleischindustrie zu unhaltbaren Zuständen geführt. Schnitzel zu Schleuderpreisen, Tiere mit Haltungstrauma, Urwaldrodungen für Rinderweiden. Am Ende landen die Produkte der Billig-und-Brutal-Industrie auch auf den Tellern der Gastronomie. Die muss sich etwas einfallen lassen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er spielt gerne Fußball in Seniorenmannschaften, ist immun gegen strenge Familienunternehmer, wollte eigentlich Personalvorstand der Lufthansa werden, findet die Verfütterung von Filet-Steak an Hunde – Achtung O-Ton – zum Kotzen, empfindet die Coronapolitik der Regierung als Enteignung und befürchtet, dass die deutsche Gastronomie einen leisen Tod stirbt. Stephan von Bülow ist seit 2011 CEO der Hamburger Block-Gruppe, zu der neben einem Luxushotel und Lebensmittelproduktionen die Steakhauskette Block House gehört.
Bülow erzählt mir von Expansionsplänen, warum er Maredo vermisst, nur zweimal wöchentlich Fleisch isst, sein Zwillingsbruder für ihn zum Headhunter wurde – und er in Kanada gern Post ausfliegen würde.
Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können.
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo

Nov 25, 2022 • 1h 16min
Techniker-Krankenkasse-Chef Baas: „Es geht ehrlich gesagt ganz selten um den Patienten“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Kaum ein System ist so komplex und so teuer wie das Gesundheitssystem, aber kaum einer macht etwas dagegen. Denn es regieren fatale Anreize, die harte Einschnitte verhindern. Ärzte und Pharmaindustrie wollen maximale Profite, Patienten die maximale Behandlung, Klinikchefs die maximale Bettenbelegung und Politiker maximale Beliebtheitswerte. Kein Wunder, dass den Krankenkassen im nächsten Jahr 17 Milliarden Euro fehlen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist gelernter Chirurg, operiert auch gerne Autos, findet Investmentbanker moralisch fragwürdig, spekuliert mit MLP-Aktien, gilt als Revoluzzer der Gesetzlichen Krankenversicherung, zieht als Wanderprediger für Digitalisierung durchs Land, regt sich über graue Gesundheitsfunktionäre auf, denen alles egal ist, bezeichnet das elektronische Rezept als Flop und warnt vor Amazon, das vielleicht eines Tages unser Gesundheitssystem kommerzialisiert. Jens Baas ist seit 2012 Vorstandschef der Techniker Krankenkasse, mit 11 Millionen Kundinnen und Kunden Deutschlands größte Krankenversicherung.
Baas erzählt mir, warum die TK weiterhin homöopathische Mittel zahlt, wie er von heute auf morgen Unternehmensberater wurde, was der Gesundheitsminister falsch macht – und wieso sich eine Vespa nicht hinter einem Ferrari verstecken muss.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Der Skandal um den Rapper Kanye West und Adidas zeigt, wie abhängig Konzerne mittlerweile von Influencern sind. Manche der Werber sind gut beratene Webcam-Profis, andere windige Vertreter des eigenen Geldvorteils. Jetzt wehren sich erste Unternehmen. Ein Blick hinter die schöne Fassade der Milliardenbranche.
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/dienstleister/hinter-den-kulissen-der-milliardenbranche-die-unheimliche-macht-der-influencer/28828534.html
Wie gefällt Ihnen das Chefgespräch? Nehmen Sie gerne an unserer Umfrage unter wiwo.de/zufriedenheit teil, damit wir den Podcast noch besser machen können.
Das exklusive Abo-Angebot für Sie als WirtschaftsWoche Chefgespräch-Hörerinnen und Hörer: www.wiwo.de/chef-abo


