

Wissen aktuell – Impuls
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Wissen aktuell – Impuls bringt Neues aus Wissenschaft, Medizin, Umwelt und Bildung. Von Montag bis Freitag jeden Tag neu im Radio und hier als Podcast.
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Jan 10, 2022 • 4min
Sind Häuser aus dem 3D-Drucker nachhaltig?
Flexibel in der Gestaltung, optisch Geschmackssache
Die Industrie verspricht es jedenfalls. Worum geht es? Gemeint sind Häuser, die man wirklich ausdruckt. Also eine Zementmasse, die eine Maschine in der gewünschten Form ausspuckt, immer in Schichten von ja 15 Zentimetern, bis alle Mauern stehen.
Ein Verkaufsargument ist vor allem die Flexibilität: Man kann die Formen des Hauses nach Belieben gestalten, auch abgerundete Ecken in den Innenräumen lassen sich viel leichter erzeugen. Solche Häuser gibt es schon. Optisch sind sie Geschmackssache, aber da wird es sicher noch eine Entwicklung geben.
Materialverbrauch: nur so viel wie tatsächlich nötig
Aber die Frage war ja die nach der Nachhaltigkeit und tatsächlich kommen diese Häuser mit einem Öko-Versprechen. Gegenüber einem herkömmlichen Massivbauhaus verbrauchen sie zum einen weniger Material. Das liegt daran, dass das Druckmaterial direkt vor Ort angemischt wird, und zwar nur so viel, wie benötigt wird. Im konventionellen Bau fahren Lastwagen den Beton zur Baustelle, der wird verarbeitet, und dabei bleibt immer sogenannter Restbeton übrig. Es wird also beim klassischen Massivbau mehr Material verbraucht; in dem Punkt schneiden 3D-gedruckte Häuser besser ab.
Recycling: möglich, aber ausbaufähig
Ein zweiter Pluspunkt gedruckter Häuser ist, dass das Material recycelt und zum Beispiel als Füllmaterial im Straßenbau verwendet werden kann. Die Hersteller arbeiten bereits daran, die Recyclingmethoden zu verbessern. Das Ziel ist, aus alten Häuser direkt neue zu machen. Wenn das mal klappen sollte, wäre das ein Fortschritt.
Verbrauch von Zement und Sand: ökologisch problematisch
Trotzdem: Auch wenn das Material effizienter genutzt oder gar wirklich recycelt wird, besteht es eben zu einem erheblichen Teil aus Zement; ökologisch gesehen ist das ein Haken an der Sache. Der lässt sich nicht beziffern, weil sich die Hersteller bedeckt halten, wie sich das Druckmaterial, also der Baustoff, zusammensetzt. Die meisten Firmen verwenden dafür einen speziellen Mörtel des Unternehmens HeidelbergCement. Dieser Mörtel besteht aus Zement, Wasser und Sand – die genauen Anteile sind geheim. Zement und Sand – das sind zwei problematische Stoffe.
Zement ist relativ schlecht fürs Klima, weil dafür Kalkstein gebrannt werden muss. Dabei werden pro Tonne Zement 600 kg CO₂-Emissionen frei. Und Sand zu verwenden ist auch nicht optimal, denn wegen der weltweit massiven Nachfrage nach Sand für die Bauindustrie werden Küsten und Flusslandschaften zerstört – mit massiven Folgen für die dortigen Ökosysteme.
Fairerweise muss man aber sagen: Beim herkömmlichen Massiv-Hausbau sind die Probleme mit Zement und Sand mindestens genauso groß. Wenn sich 3D-gedruckte Häuser effizienter bauen und besser recyceln lassen, dürften sie ökologisch einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Massivbauten haben – immer mit der Unsicherheit, dass das Material nicht in allen Einzelheiten bekannt ist.
Material und Emissionen des 3D-Druckers einberechnen
In die Berechnung einbezogen werden müsste auch noch, was der Bau der Maschinen, also des riesigen Druckers samt Stahlgerüst und Elektromotoren, an Material und Emissionen verschlingt. Dazu gibt es aber noch keine seriösen Zahlen, weil es darauf ankommt, wie lang der hält und wie häufig er zum Einsatz kommt. Je mehr Häuser mit einem Zementdrucker gebaut werden, desto weniger fällt dieser Ressourcenaufwand ins Gewicht.
Fazit also: Gut möglich, dass 3D-gedruckte Häuser ökologisch besser sind als klassische Massivbauten. Ganz außen vor gelassen habe ich in dem Vergleich Holzhäuser, die, was Sand und Zement betrifft, viel besser sind und die sogar CO₂ speichern können. Aber es wäre falsch, Holzhäuser pauschal als besser hinzustellen; da kommt es auf manche Details an. Zum Beispiel, wie lange so ein Haus hält. Dazu gehört nicht nur, wie stabil es ist, sondern auch, wie lange Menschen darin wohnen möchten. Das ist ebenfalls ein Faktor bei der Nachhaltigkeitsfrage und bei den Häusern aus 3D-Druck gibt es hierzu noch zu wenige Erfahrungswerte.

Dec 21, 2021 • 3min
Wie gefährlich sind Sulfite im Wein?
Sulfite: natürliches Konservierungsmittel
Sulfite sind ein natürliches Konservierungsmittel; das sind im Kern schwefelhaltige Salze. Sie kommen im Wein auch von Natur aus vor, allerdings werden die meisten Weine zusätzlich geschwefelt, ihnen wird also Sulfit zugefügt. Das muss dann auf der Flasche angegeben sein.
Weißwein enthält von Natur aus weniger Sulfit als Rotwein, deshalb dürfen sie stärker geschwefelt werden. Ebenso darf süßem Weinen mehr Sulfit hinzugefügt werden als trockenen.
Wenn man eine Flasche Wein öffnet und darauf steht etwas von Sulfiten, liest sich das nicht schön. Es verdirbt die Illusion, man hätte ein reines Naturprodukt vor sich. Und es klingt nach einer Chemikalie – was es ja auch ist. Aber das sagt nichts über die Gefährlichkeit aus.
Warum müssen Sulfite auf dem Etikett gekennzeichnet werden?
Es gibt Menschen, die auf höhere Mengen empfindlich reagieren. Das betrifft vor allem zwei Gruppen:
Menschen mit allergischem Asthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen. Bei denen können sich, wenn sie zu viele Sulfite auf einmal aufnehmen, die entsprechenden Symptome vorübergehend verstärken, bis der Körper das Sulfit wieder abgebaut hat. Das tut er nämlich im Normalfall in der Leber – dann wird der Schwefel über den Urin wieder ausgeschieden.Menschen, deren Körper die Sulfite nicht oder nur sehr langsam abbauen, weil ihnen das dazu nötige Enzym fehlt. Bei denen kann das Sulfit zu Darmbeschwerden oder Übelkeit führen.
Faustregel für empfohlene Höchstmenge: 2 bis 3 Gläser Wein pro Tag
Es gibt eine empfohlene Höchstmenge, die liegt bei 0,7 mg pro Tag und kg Körpergewicht. Als Faustregel entspricht das zwei bis drei Gläsern Wein. Aber das ist wirklich nur eine Faustregel – Menschen sind unterschiedlich groß und schwer, bei manchen reagiert der Stoffwechsel gar nicht auf Sulfite, bei anderen stärker.
Keine Hinweise auf langfristige Schäden
Langfristige Schäden sind derzeit nicht bekannt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung will sie zwar nicht ausschließen, aber es gibt keine Hinweise, dass Sulfite krebserregend wären oder im Verborgenen andere schlimme Dinge im Körper anrichten, die die Lebenszeit verkürzen.
Kopfweh nach geringen Mengen Wein: Zeichen für Unverträglichkeit
Wenn man sulfithaltige Weine gut verträgt und nicht allergisch reagiert, ist alles gut. Wenn man allergisch oder mit einem Asthmaschub reagiert, sollte man dagegen vorsichtig sein. Wenn man nach geringen Mengen Wein Kopfweh bekommt oder einem schlecht wird, kann es vielleicht am Sulfit liegen. Hat man allerdings höhere Mengen Wein konsumiert, liegt der Verdacht näher, dass das die Folge des Alkohols ist, sprich: ein Kater.

Oct 20, 2021 • 2min
Sind Träume wichtig?
Ob träumen wichtig ist, das wissen wir gar nicht, weil jeder Mensch jede Nacht träumt – ob es wichtig ist oder nicht. Das Gehirn als biologische Maschine ist während des Schlafes nicht abgeschaltet. Es ist anders aktiviert als während des Wachzustands, hat auch andere Aufgaben als im Wachzustand. Aber es ist nicht abgeschaltet – so wie das Herz ja auch die ganze Nacht durchschlägt.
Träumen: subjektives Erleben während des Schlafes
Zusätzlich zu dieser biologischen Aktivität ist auch das Bewusstsein, also dieses subjektive Erleben – ich definiere träumen als subjektives Erleben während des Schlafes – auch immer vorhanden. Das heißt also: Träumen ist immer vorhanden. Es gehört zu einer gesunden Funktion des menschlichen Gehirns dazu.
Verarbeiten wir Erlebtes durch das Träumen?
Das ist die große Frage. Natürlich überlegt man sich: Warum hat die Natur es eingerichtet, dass wir auch nachts dieses subjektive Erleben haben? Die ganz Kritischen sage: Die Natur hat sich nicht die Mühe gemacht, dieses subjektive Erleben, das während des Tages immer vorhanden ist, nachts abzuschalten. Das heißt, es läuft auf Ruhemodus einfach weiter und macht halt, was es will. Und es gibt die anderen Leute, die sagen: Vielleicht macht es doch Sinn, wenn wir tagsüber die Dinge, die uns beschäftigen, noch mal durchgehen.
Ich finde den Vergleich mit dem Spielen von Kindern interessant. Das Spielen hat keinen direkten Sinn und Zweck. Aber es trainiert die Fähigkeiten. Das ist so eine Idee, die auch auf die Träume übertragen werden könnte. Das heißt, man spielt verrückte Sachen durch – nicht, um irgendetwas zu erreichen, sondern um seine Fähigkeiten im Umgang mit Situationen, anderen Menschen und Schwierigkeiten zu üben.

Aug 4, 2021 • 1min
Was ist Künstliche Intelligenz?
KI: Marketing-Begriff aus den 1950ern zur Einwerbung von Drittmitteln
Künstliche Intelligenz – das ist eigentlich ein Werbebegriff aus den 1950ern. Damals gab es eine Reihe von Wissenschaftlern, die all die wichtigen Fragen klären wollten. Sie wollten Maschinen dazu bringen, Sprachen zu übersetzen, Bilder zu erkennen und alles Mögliche – in einem Sommer. Die brauchten ein bisschen Geld und dachten sich: Künstliche Intelligenz – das klingt hip, das klingt cool. Damit versuchen wir es.
Reale Welt kategorisieren, ohne sie zu verstehen
Wir kämpfen jetzt mit diesem Ausdruck, denn KI ist eigentlich ein schlechter Begriff dafür. Künstliche Intelligenz: Das sind verschiedene Werkzeuge aus dem Werkzeugkasten der Informatik, mit denen man Computern beibringen kann, reale Welt einigermaßen zu kategorisieren – und eben noch nicht zu verstehen, denn so weit sind wir noch nicht. Deswegen ist es mit der Intelligenz auch noch nicht so weit her.

Jun 23, 2021 • 3min
Was ist klimaschädlicher: Fleisch oder Milchprodukte?
Wir sprechen im Umweltbundesamt grundsätzlich von der Reduktion tierischer Produkte. Und das beinhaltet sowohl Fleisch als auch Milchprodukte. Das hat auch mit dem Aspekt der gesunden Ernährung zu tun. Da lautet die Botschaft: Fleischkonsum reduzieren.
Milch aber hat in gesundheitsorientierten Betrachtungen einen recht guten Stellenwert. Aus CO2-Sicht hingegen stammen Milchprodukte vor allem aus der Rinderhaltung. Die Rinderhaltung hängt aber sehr stark mit Methanemissionen zusammen und hat deswegen einen sehr negativen Effekt auf das Klima.
Schweine- und Hühnerfleisch haben CO2-Emission wie Käse
Im Prinzip ist es so: Schweinefleisch und Hühnerfleisch haben etwa dieselbe CO2-Bilanz wie Käse. Das heißt: Wenn man Fleisch eins zu eins durch Käse ersetzen würde, wäre für das Klima erst einmal nichts gewonnen. Ich muss das allerdings dahingehend einschränken, dass der normale, vegetarisch lebende Mensch das nicht eins zu eins ersetzt. Natürlich essen vegetarisch lebende Menschen mehr Käse und tendenziell auch mehr Milchprodukte. Aber es werden nicht die gleichen Kalorienmengen konsumiert.
Insofern liegt der vegetarisch lebende Mensch rund 300 bis 400 Kilogramm CO2-Emission unter dem normalen fleischessenden Durchschnitt.

Jun 9, 2021 • 55sec
Was ist für den Garten in trockenen Sommern wichtig?
Boden ist die Grundlage eines guten Gartens
Wichtig ist, dass man die richtigen Pflanzen im Garten hat. Aber das A und O beim Gärtnern ist der Boden. Der Boden muss gut vorbereitet sein, damit er Wasser sehr gut halten kann.
Dafür müssen wir durch Mulchen eine Humusschicht aufbauen: Der Boden sollte immer abgedeckt sein durch organisches Material. Das kann Rasenschnitt sein, Laub, Kompost – alles, was im Garten anfällt. Dadurch bildet sich Humus. Dieser Humus verhindert, dass das Wasser aus dem Boden von unten nach oben driftet.
Das Wasser bleibt also im Boden. Außerdem werden die Nährstoffe vom Humus an die Pflanzen abgegeben. Dieser gute Boden ist die Grundlage eines guten Gartens.

May 18, 2021 • 1min
Was hilft bei Raupenbefall an Sträuchern?
Die kleinen Raupen mechanisch zu entfernen ist eine sehr gute Idee. Die Raupen der Motten werden ja von den Vögeln als Futter für ihre Brut geholt.
Neem verhindert Entwicklung der Raupen
Wenn es aber ganz schlimm wird mit dem Raupenbefall, kann man mit einem biologischen Präparat gegen die Tiere vorgehen. Es heißt Neem und ist aus dem Neembaum hergestellt. Dieses pflanzliche Mittel wird ausgesprüht. Es verhindert die Entwicklung der Raupen.
Das hat den Vorteil, dass die Raupen von den Vögeln gepickt werden können, es aber keine erwachsenen Tiere gibt – und dann gibt es natürlich auch keine neuen Eier. So fahren wir die Population herunter, ohne die Tiere abzutöten.

May 10, 2021 • 4min
Terra Preta oder Kompost, anaerob oder aerob – was ist besser?
Terra Preta: "schwarze Erde" mit Holzkohle
Terra Preta ist eine Fermentation mit der Zusetzung von Holzkohle. Kohle hat eine sehr große Oberfläche, dort werden Nährstoffe gut gebunden. Aber für Pflanzen können diese Nährstoffe über einen langen Zeitraum wieder verfügbar gemacht werden. So sind die Pflanzen bestens versorgt. Dazu gibt es verschiedene Experimente.
Ursprünglich kam Terra Preta aus Südamerika. Amerikanische Völker haben ihre Lebensmittelreste und ihre Fäkalien eingegraben. Darüber kam die Holzkohle aus dem Feuer. Das war also eine Art Sterilisation durch die Hitze. Und darüber kam Erde.
Auf diesen Flächen ist über die Jahrzehnte ein extrem fruchtbarer Boden entstanden. Das ist auch eine ganz interessante Art zu kompostieren. Das findet ohne Sauerstoff statt, denn das ist eine abgeschlossene und keine offene Umsetzung, sondern eine Fermentation im Boden mit Bodenlebewesen.
Fest gestampft und verdichtet oder luftig durchmischt – was ist besser?
Beide Arten sind für den Hausgarten sehr gut geeignet. Für den Garten eignet sich normaler Kompost immer prima. Wenn er umgesetzt und auf dem Boden ausgebracht wird oder, wenn er noch nicht ganz reif ist, als Mulch genommen wird – das ist die beste Nahrung für alle Bodenlebewesen und den Aufbau von Humus.
Stoffstrommanagement: zurück in den Kreislauf
Die andere Methode ist natürlich mit mehr Arbeit verbunden. Früher waren das ja wandernde Völker, man musste alles unterbringen bzw. war das auch eine positive Hygienemaßnahme. Ich nenne das Stoffstrommanagement, wenn alles wieder zu Boden wird.
Ich finde beides Sachen sehr wichtig. Das Klimaschonendste ist immer: Alles, was man im Garten hat, auch in den Garten wieder zurückzuführen. Dann ist es egal, in welcher Weise. Damit hat man einen großen Schritt zur Klimaneutralität getan.
Gerade das Vermeiden von mineralischen Düngern, die sehr viel CO2 produzieren und natürlich auch sehr viel Öl verbrauchen, kann man gar nicht positiv genug bewerten.

Apr 22, 2021 • 1min
Wie kann der Maulwurf im Garten nützen?
Maulwurf frisst Engerlinge und Raupen
Der Maulwurf steht unter Naturschutz. Er ist ein wunderbarer Gartenbewohner und eigentlich ein Freund im Garten. Man muss wissen, dass ein Maulwurf ja alle Engerlinge frisst. Viele leben ja lange im Boden wie der Engerling des Maikäfers.
Erde vom Maulwurfshügel ideal für Jungpflanzen
Der Maulwurf wühlt sich durch den Garten, macht seine Häufchen und frisst die Engerlinge. Der Vorteil dieser Maulwurfshügelerde: Das ist fantastische Erde z.B. für Jungpflanzen, die wir auf der Fensterbank angezogen haben. Wenn wir die Pflänzchen pikieren, tun wir sie in Maulwurfshügelerde, denn dort sind keine Engerlinge, keine Räupchen und keine eiweißhaltigen Stoffe mehr drin. Die hat er alle aufgefressen. Somit haben wir den Maulwurfshügel weg, wir haben super Erde, die Engerlinge im Boden sind weg. Und wir wissen, dass wir etwas für den Naturschutz getan haben.
Besser keine Buttermilch einsetzen
Dann gibt es noch diesen Tipp mit der Buttermilch gegen Maulwürfe. Das würde ich nicht machen, denn der Maulwurf mag ja Eiweiß. Der kriegt davon höchstens schöneres Fell. Und wenn er schöneres Fell hat, findet er noch mehr Frauen und die beiden kriegen noch mehr Kinder. Also würde ich den Maulwurf einfach in Ruhe lassen.

Apr 22, 2021 • 2min
Wie wird man einen Schottergarten wieder los?
Dickblattgewächse und Steppenstauden
Drei kurze Tipps: Wenn es ein ganz kleiner Schottergarten ist, kann man einfach schöne große Terrakotta-Töpfe draufstellen. Die kann man mit Sedum bepflanzen, also mit Dickblattgewächsen, und mit Steppenstauden. Das sieht schon mal schön aus.
Der zweite Tipp: Man holt nur die Folie raus und lässt den Schotter drauf. Dann bepflanzt man mit Mönchspfeffer oder Sonnenhut – also mit Pflanzen, die trockene Standorte mögen.
Die dritte Möglichkeit: Alles rausnehmen und dann ein schönes Konzept entwickeln. Am besten mit Stauden. Hier gibt es die Steppenstauden-Konzepte – die wachsen üppig ohne viel Wasser zu brauchen. Die lieben die Sonne und sind noch dazu insektenfreundlich.
Ich kann nur appellieren, mal eine schöne Aktion zu machen – wenn man wieder die Möglichkeit hat vielleicht auch mit Nachbarn und Freunden – und gegenseitig den Vorgarten aufzuschönen. Das macht nicht viel Arbeit, dafür aber viel Freude.
Unterstützung durch Städte und Gemeinden
Viele Städte und Gemeinden bieten auch Unterstützung. In Rheinland-Pfalz unterstützt z.B. Wörrstadt diejenigen, die den Schottergarten zurückbauen wollen. Die nehmen den Schotter mit und bringen den auf Waldwegen aus. Oder sie geben Pflanzempfehlungen. Man kann da in seiner Gemeinde nachfragen.
Ich bin ein großer Fan vom Rückbau. Der ist nicht schwierig, den kann jeder machen und Hilfe bekommt man auch.


