

Mindmaps: der Philosophiepodcast (RefLab)
Manuel Schmid & Heinzpeter Hempelmann
Was wir über Gott und die Welt denken, hat nicht bei uns angefangen. Unsere weltanschaulichen und ethischen Überzeugungen stehen auf den Schultern großer Vordenker vergangener Jahrhunderte. Wir verdanken ihnen viel, dürfen ihre Vorgaben aber auch kritisch hinterfragen.
In diesem Podcast nehmen Manuel Schmid und Heinzpeter Hempelmann ihre Hörer:innen mit auf eine faszinierende Zeitreise zu den Wurzeln unseres Denkens. Immer wieder werfen sie auch einen spezifisch theologischen Blick auf einflussreiche philosophische Entwürfe. Dabei wird deutlich, wie präsent die Philosophiegeschichte auch im 21. Jahrhundert ist, und wie sehr sie heutige Diskussionen in Politik, Gesellschaft und Religion mitbestimmt.
«mindmaps» fordert dich heraus, mitzudenken, zu widersprechen und den eigenen Horizont zu erweitern!
In diesem Podcast nehmen Manuel Schmid und Heinzpeter Hempelmann ihre Hörer:innen mit auf eine faszinierende Zeitreise zu den Wurzeln unseres Denkens. Immer wieder werfen sie auch einen spezifisch theologischen Blick auf einflussreiche philosophische Entwürfe. Dabei wird deutlich, wie präsent die Philosophiegeschichte auch im 21. Jahrhundert ist, und wie sehr sie heutige Diskussionen in Politik, Gesellschaft und Religion mitbestimmt.
«mindmaps» fordert dich heraus, mitzudenken, zu widersprechen und den eigenen Horizont zu erweitern!
Episodes
Mentioned books

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Jan 29, 2022 • 51min
Ist Platon unser Kirchenvater? (Platon, Teil 3)
Heinzpeter Hempelmann, Experte für Platon, Neuplatonismus und deren Wirkungsgeschichte auf das Christentum, diskutiert Platons prägenden Einfluss. Kurze, pointierte Sätze zu Seele, Neuplatonismus, Augustin, Höhlengleichnis, Leibfeindlichkeit und Wahrheitsanspruch. Es geht um die Vermischung von Platonismus und christlicher Theologie und mögliche Folgen sowie Wege zu einer anderen Verständigung.

Jan 15, 2022 • 50min
Gibt es ein Wesen der Dinge? (Platon, Teil 2)
Nach islamistischen Anschlägen gehört es zum guten Ton, klarzustellen, dass das mit dem «wahren» Islam natürlich nichts zu tun hat. Manche Christen wiederum sind überzeugt, dass weite Teile der Kirche das «wahre» Evangelium verfehlen. Und in den Gender-Debatten jüngerer Zeit wird die Frage diskutiert, was «den» Mann oder «die» Frau «eigentlich» auszeichnet.
Manuel spricht in dieser Folge mit Peter über die Idee einer Wesensschau, die auf Platon zurückgeht – die Überzeugung also, dass es eine Essenz z.B. des Islam, des Christentums, der Geschlechter gibt. Platon geht davon aus, dass sich im philosophischen Dialog die «Sache an sich» freilegt – oder besser noch: dass sie sich dem Wahrheitssuchenden offenbart. Das berühmte platonische «Höhlengleichnis» macht deutlich, dass nur tugendhafte Philosophen diese Erkenntnis gewinnen.
Ist das aber nicht eine sehr elitäre Sicht? Und gibt es ein «Wesen der Dinge» wirklich?

Jan 1, 2022 • 47min
Zeigt sich die Wahrheit im Gespräch? (Platon, Teil 1)
An ihm führt kein Weg vorbei. Manche sagen sogar, die ganze weitere Philosophiegeschichte sei eigentlich nur eine Ansammlung von Fußnoten zu seinem Werk: Platon.
Sein Denken begegnet uns fast ausschließlich in der Form von Dialogen. Und gerade hier setzen Peter und Manuel in dieser Folge an. Unsere Zeit liebt Meinungsaustausch, Mitspracherecht, Diskussionen – das zeigt sich am interreligiösen Dialog der vergangenen Jahre, an vielen TV-Formaten und nicht zuletzt an der Popularität von Podcasts.
Platon war offenbar überzeugt, dass Gesprächspartner auf einem gemeinsamen Entdeckungsweg von Scheinwissen befreit und von der Wahrheit gefunden werden. Ist das so? Oder bleibt alles im Subjektiven verhaftet, in individuellen «Perspektiven»? Auf welchem Weg gelangen wir zu wahren Überzeugungen?

Dec 18, 2021 • 37min
Besteht alles nur aus Materie? (Demokrit)
In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat der Atheismus neuen Mut gefasst (nicht zuletzt durch den Bestseller von Richard Dawkins). Er verbindet sich gerne mit einer naturalistischen Weltanschauung, die nur das als «wirklich» anerkennt, was sich naturwissenschaftlich nachweisen lässt. Peter und Manuel machen sich in dieser Folge auf die Spur des Philosophen Demokrit (470–400 v.Chr.), der schon in der Antike sagen konnte: «In Wirklichkeit gibt es nur Atome und Leeres». Was aber ist dann mit unserem Bewusstsein? Oder mit dem, was wir Seele und Geist nennen? Und was ist mit Gott?

Dec 4, 2021 • 43min
Gibt es verschiedene Wahrheiten? (Parmenides)
«Jeder hat seine eigene Wahrheit», kann man in postmodernen Zeiten oft hören. Die Rede von «alternativen Fakten» unter der Präsidentschaft Donald Trumps hat dann aber doch einige Empörung ausgelöst. Wo kommen wir denn hin, wenn es keine verbindliche Grundlage für unsere Behauptungen mehr gibt? Eben diese Fragen stehen im Zentrum der heutigen Diskussion um den Philosophen Parmenides (515–455 v.Chr.), der wohl als erster darauf bestanden hat, dass es nur eine (Singular!) Wahrheit geben darf. Ist das eine zwingende Voraussetzung für ein vernünftiges Zusammenleben von Menschen? Und was bedeutet es für den christlichen Glauben, der bekanntlich einen sog. «Absolutheitsanspruch» auf Wahrheit erhebt?

Nov 20, 2021 • 38min
Ist Gott nur eine Projektion? (Xenophanes)
Heute geht’s auch theologisch richtig zur Sache. Peter und Manuel sprechen über Xenophanes (580– ca 500 v.Chr.) und seine berühmte Kritik an menschengestaltigen Gottesvorstellungen. Der Aufklärungsphilosoph Ludwig Feuerbach hat sie dann zugespitzt und auf die Formel gebracht: «Nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, sondern der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde». Was ist an der Kritik dran – und was heißt das für eine Religion wie das Christentum, in der Gott nicht nur in menschlicher Weise beschrieben wird, sondern als Mensch unter uns kommt? Läuft der christliche Glaube der Kritik des Xenophanes nicht direkt ins Messer?

Nov 6, 2021 • 46min
Macht das Universum Sinn? (Pythagoras)
Die Anfänge philosophischen Denkens liegen weit zurück. Sie sprechen aber mitten in unsere Zeit hinein. Wir beginnen unsere Reihe bei den sogenannten «Vorsokratikern», konkret beim griechischen Philosophen Pythagoras (570–510 v.Chr.). Sein Name erinnert viele den «Satz des Pythagoras» aus der Schulzeit. Er war aber nicht nur mit Dreiecken beschäftigt, sondern der viel tiefergehenden Frage nach der Vernünftigkeit des Universums: Ist es nicht erstaunlich, dass unsere Welt eine berechenbare Struktur aufweist? Pythagoras ist fasziniert von der Zahl und erkennt in der Ordnung unserer Welt die Spuren Gottes. Warum aber haben sich dann Naturwissenschaften und Glaube in der Neuzeit eher voneinander weg bewegt?

Oct 23, 2021 • 40min
Wozu um Gottes Willen Philosophie? (Einleitung)
Sind philosophische Diskussionen nicht das allerletzte, was wir in Zeiten von Pandemien, humanitären Katastrophen und ökologischen Bedrohungen brauchen? In dieser ersten Folge von «mindmaps» sprechen Peter und Manuel über die Unausweichlichkeit philosophischen Denkens. Und über die Chancen einer bewussten Auseinandersetzung mit den tiefsten Fragen des Lebens. Denn der Mensch wird diese Fragen nicht los: Er sucht und braucht Orientierung – und das gilt ganz besonders in krisenhaften Zeiten und Umbrüchen.
Was ist der Sinn meiner Existenz? Wodurch zeichnet sich ein gutes Leben aus? Woher kommen wir, und wohin gehen wir? Gibt es Gott – und kann man ihn kennen?
Wer sich diesen Fragen nicht qualifiziert stellt, bleibt empfänglich für allzu einfache Sinnstiftungsangebote und fundamentalistische Problemlösungen. Und verpasst die Entdeckungen, die auf diejenigen warten, die ihre drei Kilogramm Spaghetti zwischen den Ohren gebrauchen, um nach Antworten zu suchen…


