Cicero Podcasts

Cicero – Magazin für politische Kultur
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Oct 12, 2023 • 47min

Dorothee Bär, Klaus Ernst, Hugo Müller-Vogg im Interview mit A. Marguier – „Diesen Unsinn machen die Wähler nicht mit“

Cicero – Magazin für politische Kultur Welche Lehren muss die etablierte Politik aus Bayern und Hessen ziehen? Und wohin steuert jetzt die Ampel? Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier diskutiert diese und weitere Fragen mit Dorothee Bär (CSU), Klaus Ernst (Die Linke) und Journalist Hugo Müller-Vogg in der ersten Ausgabe des „Cicero Hard Talk“, der ersten Fernsehtalkshow von Cicero, hier als Cicero Podcast Politik. Die Sendung können Sie anschauen auf cicero.de und https://www.kivvon.com/de/cicero-magazin-fuer-politische-kultur. Inhalt Podcast: 5:56 "Was würde passieren, wenn Sahra Wagenknecht eine Partei gründen würde?" (Klaus Ernst) 13:00 "Also zwei Dinge fand ich extrem bemerkenswert: Einmal den Post der SPD mit Danke, Nancy Faeser. (…) Und das zweite war, dass Olaf Scholz durch seinen Sprecher hat direkt am Montag nach der Wahl ausrichten lassen, dass er unbedingt mit Nancy Faser weiter als Innenministerin zusammenarbeiten möchte." (Dorothee Bär) 14:51 "Es ist doch eine Illusion anzunehmen, dass dieses große Problem der Zuwanderung der Flüchtlinge von einer Frau oder von einem Mann alleine gelöst werden kann." (Klaus Ernst) 24:00 "Aber die Frage ist doch warum werden die anderen eigentlich so stark? Warum wird der die Aiwanger mit seiner mit seiner Truppe so stark? Warum wird die AfD auch in Bayern so stark? (…) Und das ist meines Erachtens ein Trend in diesem Land, dass die Bürger die Schnauze voll haben." (Klaus Ernst) 25:58 "Die Grünen sind eigentlich die wahren Nutznießer der AfD. Sobald eine AfD im Parlamente ist, fällt ein Teil raus als Koalitionspartner aus guten Gründen. Das heißt ich brauche für die Mehrheitsbildung die Grünen." (Hugo Müller-Vogg) 35:05 "Natürlich wird Herr Söder versuchen, in das Rennen (um die Kanzlerkandidatur) einzusteigen." (Hugo Müller-Vogg) 37:28 "Markus Söder kann meines Erachtens alles." (Dorothee Bär) 38:40 "Also ich glaube, dass eigentlich, wenn die Ampel ehrlich mit sich selbst wäre, müssten sie jetzt Neuwahlen auch zustimmen, weil es gar nicht anders geht." (Dorothee Bär) 43:44 "Die FDP ist in ganz schweres Wasser und wenn es der FDP gelingt, bei der bei der Flüchtlingspolitik da in der Regierung sich durchzusetzen. Dann wird die FDP nach der nächsten Bundestagswahl mal wieder nicht gehen". (Hugo Müller-Vogg)
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Oct 5, 2023 • 41min

Susan Neiman im Interview mit Ralf Hanselle – „Hoffnung ist nicht utopisch“

Cicero – Magazin für politische Kultur Links, so hat man sich scheinbar im Parteienspektrum von SPD über Grüne bis Linkspartei geeinigt, ist irgendwas mit Wokeness und mit Identitätspolitik. Doch stimmt das überhaupt? Die deutsch-amerikanische Philosophin Susan Neiman hat berechtigte Zweifel. Über diese Zweifel und ihr neues Buch sie mit dem stellvertretenden Cicero-Chefredakteur Ralf Hanselle im Cicero Podcast Gesellschaft. Susan Neiman: Links ist nicht woke, Hanser 2023 https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/links-ist-nicht-woke/978-3-446-27802-8/ Inhalt Podcast: 7:06 "Aber wenn die Woken diese linksliberalen Bühnen besetzen und ich sage auf einmal nee, aber die Grundprinzipien sind ganz anders, dann sage ich, die sind nicht links" (Susan Neiman) 9:34 Ralf Hanselle bezieht sich auf Francis Fukuyama: Identität. Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet, Hoffman und Campe 2020 https://hoffmann-und-campe.de/products/51808-identitaet 20:28 "Also ich meine, wenn Postkolonialisten behaupten, mit Recht, wir sollen die Welt nicht nur mit europäischen Augen sehen, stehen sie auf den Schultern von der Aufklärung. (Susan Neiman) 25:14 "Was mich besonders an Foucault ärgert und das findet man in einigen Denkern heutzutage, diesen Verzicht auf das Normative." (Susan Neiman) 34:14 "Ich bin davon überzeugt, dass wir die technische Veränderung, die wir schon durchgemacht haben, geschweige denn, die wir durchmachen werden, dass wir das noch nicht begreifen." (Susan Neiman) 38:15 "Ich verstehe ‚links‘ als den Glauben, dass die Hoffnung nicht utopisch ist." (Susan Neiman)
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Sep 28, 2023 • 38min

Susan Kreller im Interview mit Ralf Hanselle – „Die DDR hat sich ins Buch reingeschlichen“

Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Literaturen spricht Ralf Hanselle mit der als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt gewordenen Susan Kreller über ihr jüngstes Buch "Salzruh", einem Buch für Erwachsene. Sie diskutieren über den modernen Schauerroman, über welche Wege es die DDR in Krellers Roman geschafft hat und wieso Literatur für Erwachsene nicht höher bewertet werden sollte als die Kinderliteratur. Susan Kreller: Salzruh, Schöffling & Co. 2023 https://www.schoeffling.de/buecher/susan-kreller/salzruh Inhalt Podcast: 3:34 "Da spielt auch ein bisschen meine Leidenschaft für Agatha Christie mit hinein." (Susan Kreller) 7:45 "Ich musste ein bisschen mutig sein, um weiterzuschreiben." (Susan Kreller) 9:30 "Es gibt jetzt sehr, sehr viel Toilettenpapier, das spielt auch eine große Rolle im Buch." (Susan Kreller) 14:30 Susan Kreller: Pirasol, Berlin Verlag 2017 https://www.piper.de/buecher/pirasol-isbn-978-3-8270-7925-1-ebook 15:19 "Also im Grunde geht es ja da um Menschen, die sowieso schon in sich gefangen ist und die gefangen sind und jetzt mit so einer doppelten Gefangenschaft umgehen müssen." (Susan Kreller) 16:55 "Ich liebe das Spiel mit Zitaten." (Susan Kreller) 18:17 "Also die DDR hat sich eigentlich ins Buch reingeschlichen." (Susan Kreller) 26:39 "Ich versuche, bestimmte Gefühle, die ich kenne, dafür eine Sprache zu finden." (Susan Kreller) 29:29 "Ich glaube nicht, dass man nur über die DDR schreiben kann, nur wenn man es auch miterlebt hat." (Susan Kreller) 32:53 "Also ich geh da ganz gleich ran ans Schreiben für Erwachsene und für Jugendliche." (Susan Kreller) 34:55 "Mir ist es sehr, sehr wichtig, wirklich darüber zu schreiben, wie das Leben ist." (Susan Kreller)
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Sep 21, 2023 • 1h 3min

Karl-Heinz Paqué im Interview mit Alexander Marguier – „Der Kapitalismus ist der falsche Prügelknabe“

Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Politik spricht Chefredakteur Alexander Marguier mit Karl-Heinz Paqué, dem Vorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, über die geopolitische und die wirtschaftliche Zeitenwende, die sich weltweit und mit tiefgreifenden Konsequenzen auch für Deutschland vor unser aller Augen vollzieht. Der Ökonom und frühere Finanzminister beleuchtet auch die Arbeit der Ampel-Regierung in Berlin und tritt vehement für ein großes Reformpaket nach dem Vorbild der „Agenda 2010“ ein. Von den Koalitionären insbesondere aus SPD und Grünen verlangt Paqué mehr Bereitschaft zu Lösungen für die deutsche Strukturkrise: „Es ist ein bisschen Bewegung da, man wird ein wenig pragmatischer – aber das reicht noch nicht.“ Karl-Heinz Paqué: Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus, Hanser 2010 https://fachbuch.hanser-ebooks.de/ebook/bid-44625-wachstum-die-zukunft-des-globalen-kapitalismus.html Inhalt Podcast: 2:31 "Der Kapitalismus ist der falsche Prügelknabe" (K.-H. Paqué) 2:41 "Es ist beim Kapitalismus so, dass die Menschen sich nie klar machen, (…) was er alles leistet. Und umgekehrt, was nicht kapitalistische Systeme an Leistung vermissen lassen oder gar zu zerstören, das passt nicht in das Weltbild vieler Intellektueller." (K.-H. Paqué) 5:17 "Ich würde den Makroblick unterteilen in eine Zeitenwende, die geopolitisch ist (…) und eine zweite Dimension, die vielleicht weniger dramatisch erscheint, jedenfalls auf den ersten Blick. Das ist eine wirtschaftliche Zeitenwende." (K.-H. Paqué) 12:35 "Wenn wir diesen Weckruf ernst nehmen, auch wirtschaftlich und die entsprechenden strukturellen Maßnahmen ergreifen, dann haben wir eine Chance (…) Aber wenn wir weiterschlafen, werden wir das nicht." (K.-H. Paqué) 14:43 "Ich glaube, bei den Grünen zerplatzen einige Träume, die noch aus der Zeit vorher stammen. Zerplatzen jetzt an den real, an den geopolitischen und den weltwirtschaftlichen, weltwirtschaftlich wettbewerblichen Realitäten." (K.-H. Paqué) 16:40 "Ich traue da Olaf Scholz doch mehr zu, als vielleicht sein Naturell einen glauben lässt." (K.-H. Paqué) 19:00 "Die einfache grüne Illusion, man könne in wenigen Jahren hier in eine völlig neue Welt der erneuerbaren Energie einsteigen, das ist eine Illusion." (K.-H. Paqué) 21:33 Karl-Heinz Paqué: Vollbeschäftigt. Das neue deutsche Jobwunder, Hanser 2012 https://www.hanser-elibrary.com/doi/book/10.3139/9783446433076 23:32 "Die Deutschen haben ein besonderes Talent entwickelt, jedes Problem mit einer Kruste der Moral zu überziehen." (K.-H. Paqué) ab 25:33 Über Chinas künftige Rolle im Konzert der Weltmächte 31:05 "Hat sich der Westen mit seinen Sanktionen gegenüber Russland am Ende vor allem selbst geschadet?" (A. Marguier) 37:40 "Also hier müssen wir in Europa zur Vernunft kommen und sagen, wir verhandeln hier auf Augenhöhe mit dem globalen Süden." (K.-H. Paqué) 40:57 "Woher rührt Ihrer Beobachtung nach dieses Störgefühl der ostdeutschen Wähler? (A. Marguier) 48:34 "Gibt es ein liberales Moment in der AfD?" (A. Marguier) 51:58 "Die FDP ist keine Volkspartei." (K.-H. Paqué) 59:26 Über die Zukunft des Liberalismus weltweit.
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Sep 14, 2023 • 47min

Martin Hagen im Interview mit Ben Krischke – „Natürlich bläst uns der Wind ins Gesicht“

Cicero – Magazin für politische Kultur Anfang Oktober wird in Bayern gewählt. Im Cicero Podcast Politik spricht Martin Hagen, FDP-Landesvorsitzender, über die Fünf-Prozent-Hürde, den Fall Aiwanger und zwei Jahre Ampel im Bund. Inhalt Podcast: 5:34 "Man hat die FDP geliebt, aber man hat sie gehasst. Aber sie war niemandem egal." (Martin Hagen) 11:35 "Für jemanden, der diese harte Unterscheidung zwischen Mann und Frau gar nicht so sieht, weil er sagt, 'Ich bin liberal,für mich kommt es auf den Einzelnen an und nicht auf eine Schublade wie zum Beispiel das Geschlecht', für den ist es in der Realität nicht der große Unterschied." (Martin Hagen) 13:11 "Ich glaube, jede Regierung, in der Liberale und Grüne sitzen, wird sich immer reiben, weil einfach das Menschenbild und das Bild vom Verständnis von Staat und Bürger ein unterschiedliches ist." (Martin Hagen) 16:07 "Wenn wir anschauen, was sind die großen Hemmnisse der Wirtschaft, sind das dreierlei. Unternehmer sagen mir: erstens Fachkräftemangel, das größte Wohlstands Risiko, das wir überhaupt haben. Zweitens bezahlbare Energie. Drittens Bürokratie." (Martin Hagen) 19:47 "Also wenn ich da als Grüne so ein Gesetz vorlege, was 80 % der Bürger ablehnen und die Leute zu Recht auf die Palme bringt, weil sie Angst haben, dass ihre Lebensleistung damit angegriffen wird, nämlich das Eigenheim, dann führt das nicht dazu, dass eine Regierung in den Augen der Bürger eine gute Arbeit macht." (Martin Hagen) 21:18 "Ich glaube, dass eine liberale Kraft im bayrischen Landtag sehr gut tut. Ich glaube, dass sie auch wichtig ist. Ich glaube, das hat sich gerade auch in der Coronakrise gezeigt. Eine Stimme der Vernunft in Zeiten der Hysterie und der der autoritären Politik." (Martin Hagen) 25:00 "Das ist etwas, was natürlich dazu führt, dass die Politik praxisfern wird, wenn Menschen Entscheidungen treffen, die selber nie in der freien Wirtschaft mal tätig waren, die auch vielleicht generell nie das Arbeitsleben außerhalb von Parlamenten kennengelernt haben." (Martin Hagen) ab 29:05 Themen der FDP für den Wahlkampf in Bayern zur Landtagswahl am 8. Oktober ab 31:22 Perspektive von Martin Hagen auf die Hubert Aiwanger-Affaire 35:32 Ben Krischke bezieht sich auf folgende Artikel: https://www.cicero.de/innenpolitik/sondersitzung-im-bayerischen-landtag-aiwanger-flugblatt https://www.cicero.de/kultur/aiwanger-soder-elfenbeinturm-csu-freie-wahler-medien https://www.cicero.de/comment/383911 43:23 "Was würden Sie denn gemeinsam mit der CSU besser machen als das, was die CSU derzeit gemeinsam mit den Freien Wählern macht? " (Ben Krischke)
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Sep 7, 2023 • 45min

Günter Theißen im Interview mit Axel Meyer und Michael Sommer – „Bei Corona haben die Medien versagt“

Cicero – Magazin für politische Kultur Im Cicero Podcast Wissenschaft machen sich der Evolutionsbiologe Axel Meyer und der Althistoriker Michael Sommer mit dem Genetik-Experten Günter Theißen auf die Suche nach dem Ursprung des Corona-Virus. Entstammt das Virus aus dem Tierreich und wurde auf den Menschen übertragen? Oder ist doch ein Laborunfall in China die Ursache der Pandemie? Welche politische Implikationen hätte ein Beweis der Labor-Ursprungshypothese auf die Politik und auf die Haltung des Westens gegenüber China? Außerdem fordern die Wissenschaftler eine kritischere Medienlandschaft: „Wir brauchen besser ausgebildete Wissenschaftsjournalisten, die ihren kritischen Verstand behalten haben und nicht einfach Groupies werden von irgendwelchen Top-Wissenschaftlern an irgendwelchen Instituten.“ Im Laufe des Podcasts wird folgende Publikation erwähnt: Günter Theißen: Das Virus. Auf der Suche nach dem Ursprung von Covid-19, Westend Verlag 2022 Hören Sie zum Thema Corona und Spätfolgen der Corona-Impfung den Podcast mit Dr. Erich Freisleben auf cicero.de https://www.cicero.de/kultur/cicero-podcast-gesellschaft-erich-freisleben-impfnebenwirkungen-post-vac Inhalt Podcast: 3:23 "Die Geschichte der Entdeckung des Virus ist schon relativ mysteriös." (Günter Theißen) 9:08 "Also die Frage ist dann immer noch wie, kommen die Viren überhaupt nach Wuhan?" (Günter Theißen) 11:50 "Was dabei immer noch vernachlässigt wird, ist, welcher Blödsinn wirklich in diesem Nature-Paper steht." (Günter Theißen) 14:35 "Aber dieses Paper ist handwerklich ganz schlecht. Und zwar so schlecht, dass ich schon erwäge, sozusagen eine Analyse zu diesem Piper zu schreiben." (Günter Theißen) 16:19 "Und der Tenor war eindeutig Es ist bewiesen mehr oder minder, dass dieses Virus einen natürlichen Ursprung hat. Und der Schatten dieser Fehlurteile unter dem leiden wir, glaube ich heute noch." (Günter Theißen) 21:35 "Das wäre natürlich mega peinlich, wenn wenn sich rausstellt, die Leute, die viele Millionen für ihre Sicherheitsforschung bekommen haben, dass die die Pandemie erst ausgelöst haben." (Günter Theißen) 24:09 "Und ich habe nie verstanden, warum man in dem Fall wirklich einigen wenigen sogenannten renommierten Virologen glaubt und dann nicht kritisch nachhakt." (Günter Theißen) 37:08 "Wir brauchen besseren Wissenschaftsjournalismus." (Günter Theißen) 40:36 "Also ich habe immer noch die romantische Vorstellung von der vierten Gewalt, also die Medien als vierte Gewalt. Und das hielte ich auch für eine sehr, sehr sinnvolle Vorstellung, dass die dieses Mandat wahrnehmen würden. Aber im Fall der Corona Krise haben die, was das angeht, flächendeckend versagt." (Günter Theißen)
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Aug 31, 2023 • 42min

Martin Andree im Interview mit Ralf Hanselle – „Wir merken gar nicht, dass wir längst unfrei sind“

Cicero – Magazin für politische Kultur In rasender Geschwindigkeit vollzieht sich im Internet eine Konzentration. Bald werden einzig die großen Plattformen noch bestimmen, was wir zu sehen bekommen, worüber wir reden und welche politischen Themen uns erreichen. Der Medienwissenschaftler Martin Andree schlägt im Cicero Podcast Gesellschaft mit Ralf Hanselle Alarm. Er sieht die Demokratie akut in Gefahr. Lesen Sie das ausführliche Porträt von Ralf Hanselle über Martin Andree auf cicero.de: https://www.cicero.de/kultur/martin-andree-der-digitale-don-quijote Inhalt Podcast: Ralf Hanselle bezieht sich in seinem Intro auf zwei Veröffentlichungen von Martin Andree: Atlas der digitalen Welt, Campus, 2020 https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/wirtschaft/atlas_der_digitalen_welt-16211.html Big Tech muss weg! Die Digitalkonzerne zerstören Demokratie und Wirtschaft - wir werden sie stoppen, Campus, 2023 https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/wirtschaft/big_tech_muss_weg-17717.html 5:33 "Auch wir als Wissenschaftler wissen nichts über die Plattformbetreiber" (Martin Andree) 8:30 "Und wir sehen eine extreme Konzentration. Das heißt, eigentlich wird das Gros der gesamten digitalen Nutzung von ganz wenigen Plattformen zum Großteil abgedeckt. Das sind die üblichen Verdächtigen, also Google, Facebook, Instagram, YouTube." (Martin Andree) 11:07 "Und das ist wahrscheinlich völlig fatal, dass gerade eben die Informationseliten hier in einer Bubble leben, die nicht der digitalen Mediennutzungswirklichkeit entspricht, die für weite Teile der Bevölkerung gelten." (Martin Andree) 21:18 "Am Ende haben Sie natürlich gegen diese Dynamik eigentlich keine Chance. Denn den Digitalkonzernen gehört der digitale Maschinenraum und wir haben keinen Zugang mehr zu diesem Maschinenraum. Die Digitalkonzerne kontrollieren diesen Maschinenraum und können weitgehend darüber bestimmen, wie dieser Maschinenraum beschaffen ist. (Martin Andree) 23:30 "Wir vergessen dabei die Hauptwirkung, dass uns eigentlich die Kontrolle über unsere eigenen Medien entgleitet, dass wir unsere digitale Souveränität verlieren und dass wir eigentlich diese Kontrolle abgegeben haben." (Martin Andree) 25:28 "Das heißt, wir leben in einer fiktional freien Welt und merken eigentlich gar nicht, dass wir längst unfrei sind." (Martin Andree) 31:30 "Und deswegen wundert mich das, weil eigentlich müsste man ja denken, dass ganz viele Menschen auf den Straßen demonstrieren, dass die Schlagzeilen der Medien voll sind, dass es eins der wichtigsten Themen ist, die wir diskutieren. Wahrscheinlich direkt hinterm Klimawandel. Ja, und tatsächlich haben wir nicht einmal eine Debatte." (Martin Andree) 34:09 "Medien müssen immer frei und unabhängig sein, sie müssen vielfältig sein und pluralistisch. Und wenn das nicht mehr der Fall ist, dann müssen wir einschreiten. Und Monopole müssen auf dem Feld der Medien tabu sein. Und wo sie existieren, müssen wir sie sofort abschaffen." (Martin Andree) 35:38 "Das heißt Machtakkumulationen tendieren eben immer in der Geschichte der Menschheit dazu, dass sie missbraucht werden. Das heißt, wenn Sie in fünf bis zehn Jahren eine Situation haben, wo die Digitalkonzerne diese Kontrolle über unser Mediensystem haben, wo sie diese Kontrolle zu ihren eigenen Zwecken einsetzen können, werden sie dies tun." (Martin Andree) ab 37:26 3 Ansätze, die Hegemonie der Big Techs zu entkräften
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Aug 24, 2023 • 52min

Christoph Ploß im Interview mit Volker Resing – „Nicht rot-grünen Ideen hinterherlaufen“

Cicero – Magazin für politische Kultur Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß fordert mehr Disziplin von seinen Parteifreunden. „Zerstrittene Parteien werden nicht gewählt“, erklärt er mit Blick auf die Auseinandersetzungen um Parteichef Friedrich Merz im CICERO-Podcast Politik. „Wir müssen als Union deutlich machen, dass wir für eine bürgerliche Politik im besten Sinne des Wortes stehen“, so der Hamburger CDU-Politiker. „Die Union darf nicht irgendwelchen rot-grünen Ideen hinterherlaufen.“ Inhalt Podcast 3:18 Zerstrittene Parteien werden nicht gewählt. Und deswegen erwarte ich jetzt, dass nach der parlamentarischen Sommerpause auch in der CDU CSU Fraktion wieder eine starke Disziplin einkehrt. (Christoph Ploß) 4:03 über das Verhältnis zur AfD ("Brandmauer") 5:37 "SPD und Grüne müssten sich aus meiner Sicht stärker auch gegenüber Linksaußen abgrenzen. Und das ist leider nicht der Fall." (Christoph Ploß) 7:56 "Die Union darf nicht irgendwelchen rot grünen Ideen hinterherlaufen. Also eine Union, die eine Quotenpartei ist, die braucht es aus meiner Sicht nicht." (Christoph Ploß) 11:04 "Und die Union muss wieder den Mut haben, auch konservative oder wirtschaftsliberale Persönlichkeiten nach vorne zu stellen." (Christoph Ploß) 15:41 "Ist der Ausschluss von Hans-Georg Maaßen aus der Partei der richtige Weg?" (Volker Resing) 21:36 "Wokeness hat in Deutschland nichts verloren, und wir brauchen stattdessen Chancengerechtigkeit. Wir brauchen Gleichberechtigung und wir brauchen eine Verankerung des Leistungsprinzips. Und ich glaube, das ist auch das, was die meisten Menschen in Deutschland erwarten." (Christoph Ploß) 28:24 "Je stärker die AfD ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die grüne Partei Teil der nächsten Bundesregierung sein wird. Also jeder AfD Wähler sollte sich vielleicht auch überlegen gebe ich das Kreuz der AfD, weil das macht die erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die grüne Partei dann dabei ist." (Christoph Ploß) 29:56 "Und die Grünen erinnern mich im Moment an so eine Wassermelone. Außen sind die so ein bisschen grün und innen tiefrot." (Christoph Ploß) 33:29 "Also ich wünsche mir da eine selbstbewusstere, stärkere FDP bei den wirtschafts- und steuerpolitischen Fragen. Und wenn es darum geht, wie erreichen wir Klimaziele? Wollen wir das mit immer mehr Staatswirtschaft machen wie die Grünen? Oder vielleicht mehr mit sozialer Marktwirtschaft? Eine solche FDP, die wäre sehr wichtig auch für die politische Landschaft und auch der geborene Koalitionspartner der Union." (Christoph Ploß) 42:00 "Also das wird sicherlich auch noch unsere Herausforderung sein, jetzt für die zweite Hälfte der Legislaturperiode wirklich deutlich zu machen. Für diese Punkte steht die Union. " (Christoph Ploß) 48:54 "Daher mein Plädoyer, die Stromsteuer, die Energiesteuern auf das europäische Minimum zu senken, davon hätte die Großindustrie was, aber auch die kleinen Mittelständler und auch der Bäcker um die Ecke." (Christoph Ploß)
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Aug 17, 2023 • 43min

Thomas Brussig im Interview mit Alexander Marguier – „Es wird keine Klima-Apokalypse geben“

Cicero – Magazin für politische Kultur Der Schriftsteller Thomas Brussig spricht mit Cicero-Chefredakteur Alexander Marguier über den ständigen Katastrophen-Alarmismus in Politik und Medien – und erklärt, warum er sich davon nicht irre machen lässt. Das neue Buch von Thomas Brussig: Meine Apokalypsen. Warum wir hoffen dürfen. Wallstein Verlag 2023 https://www.wallstein-verlag.de/9783835330306-meine-apokalypsen.html Inhalt Podcast Alexander Marguier bezieht sich im Intro auf die August-Ausgabe von Cicero - Magazin für politische Kultur: https://shop.cicero.de/cicero_08_2023/ Artikel in der SZ von Thomas Brussig: Mehr Diktatur wagen, 9.2.2021 https://www.sueddeutsche.de/kultur/corona-diktatur-thomas-brussig-1.5199495?reduced=true 9:12 "Und ich würde es sehr begrüßen, wenn es so was wie einen nationalen Pandemie Gedenktag gäbe." (Thomas Brussig) 11:46 "Diese Mischung aus aus Ängsten und aus Ungeduld und Ohnmacht, das ist eine Stimmung, die hat uns alle dann doch sehr entblößt und uns auch eine Seite von uns selbst gezeigt, die nicht schön ist." (Thomas Brussig) 14:58 "Die Menschen haben zu allen Zeiten gedacht, dass das, was vor ihnen liegt, dass sie es nicht schaffen werden. Und sie haben es immer irgendwie geschafft. Und unter der Hand hat sich das Leben verbessert. Wir haben uns immer einer tollen Zukunft entgegen geängstigt." (Thomas Brussig) 23:22 "Aber aus heutiger Sicht war diese Deindustrialisierung des Ostens eine riesige und sehr wertvolle Klimaschutzmaßnahmen. Und sie ist, das würde ich jetzt mal Luisa Neubauer erwidern, sie ist also auch in erster Linie aus marktwirtschaftlichen Erwägungen heraus getroffen worden. (Thomas Brussig) 24:10 "Und was ich damit sagen will, ist, dass unsere Klimapolitik Sich nicht darauf konzentrieren sollte, jetzt hier ein 1,5 Grad Ziel oder so zu erreichen. Das werden wir nicht erreichen. Das, was wir mit diesen Klimaschutzmaßnahmen erreichen wollen, das wird eintreten, egal ob wir diese Maßnahmen durchführen oder nicht durchführen. Ich glaube, wichtig ist es, dass wir uns auf das vorbereiten, von dem wir wissen, dass es kommt. (Thomas Brussig) 41:28 "Insofern, denke ich, ist es um so eine Zukunftsangst, die uns nicht umbringt, die uns unsere Handlungsfähigkeit belässt, ja die uns vorsichtig macht, die ist genau das Richtige. Und dann können wir uns ja hinterher immer noch wundern oder uns darüber freuen oder erleichtert sein, dass das, was wir befürchtet haben, nicht eingetreten ist." (Thomas Brussig)
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Aug 10, 2023 • 37min

Oliver Schulz im Interview mit Ben Krischke – „Wenn wir sagen: ,Indien verstehen‘ - welches Indien meinen wir dann?“

Cicero – Magazin für politische Kultur Der Journalist und Autor Oliver Schulz spricht mit Ben Krischke über Indiens Weg zur Weltmacht und erklärt, warum das Land für viele Westler ein großes Fragezeichen ist. Oliver Schulz: Neue Weltmacht Indien. Geostratege, Wirtschaftsriese, Wissenslabor, Westend Verlag 2023 Inhalt Podcast 2:50 "Ich denke, Indien ist an sich ein großes Fragezeichen." (Oliver Schulz) 8:07 "Es gibt viele Dinge in Indien, die ich aufziehen könnte, die nicht wirklich schön sind. Es gibt aber eben diese Tradition, die sich dagegen richtet, diese Tradition, diese Idee, die an der Gründung Indiens stand, zu sagen, wir machen es besser." (Oliver Schulz) 21:27 "Indien kann China bei weitem nicht das Wasser reichen und das ist bekannt." (Oliver Schulz) 24:01 "Insofern ist Indien auch da nicht wirklich konkurrenzfähig gegenüber dem großen Nachbarn. Gleichzeitig ist es aber so, dass Indien aufgrund der politischen Entwicklung und auch aufgrund seiner schieren Größe. durchaus sich weiter entwickeln wird zu einer wichtigen Macht." (Oliver Schulz) 26:47 "Indien guckt zu großen Teilen tatsächlich nach Westen. Also mehr als wir vielleicht annehmen, weil es diese koloniale Tradition auch gibt." (Oliver Schulz) 28:00 "Indien ist Europa und den USA sehr eng verbunden. Also von seiner eigenen Vorstellung und Identifikation hier denke ich das schon. (…) Das ist anders als vielleicht in anderen asiatischen Ländern. Anders als in China. (Oliver Schulz) 30:31 "Also die Kooperation mit dem Westen wird ohnehin in geostrategischer, militärischer Hinsicht zunehmen." (Oliver Schulz) 34:53 "Es gibt bestimmte Schichten in Deutschland, die diesem romantischen Bild von Indien anhängen. Sie wissen gar nicht genau, warum Sie denken, was Sie denken. Das ist so tief im kollektiven kulturellen Bewusstsein in Deutschland verankert, ja, dass man da erst mal Aufklärung betreiben müsste, dass Leute das erst mal aufarbeiten müssten, um zu verstehen, was Sie da eigentlich für Vorstellungen haben. Diese Vorstellungen sind falsch." (Oliver Schulz)

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