

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie
Karl Urban und Franziska Konitzer
Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Es sind wahre Geschichten aus Astronomie und Astrophysik, Geologie und Geowissenschaften.
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Feb 8, 2023 • 60min
Blaue Riesensterne: Nimm Zwei!
Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!
Sterne gibt es entweder im Miniaturformat: Von Roten Zwergen über die uns vertrauten sonnenähnlichen Sterne bis zu den geradezu überdimensionierten Gesellen: Blaue Riesen. Sie können einige hundert Mal so groß wie die Sonne sein. Zu einem Besuch wird abgeraten: In ihrer Umgebung geht es hoch her. Und doch haben wir den Blauen Riesen eine ganze Menge zu verdanken: den Kohlenstoff, aus dem das Leben besteht oder den Sauerstoff, den wir in jedem Moment atmen. Ohne Blaue Riesen gäbe es uns wahrscheinlich nicht.
Doch Blaue Riesen sind nicht nur recht selten, sondern es gibt sie auch nur für relativ kurze Zeit: Die Kernfusion in ihrem Innern hält nur wenige Millionen Jahre durch, bevor Blaue Riesen als Supernova explodieren. Und dann ist da auch noch die Tatsache, dass gerade diese riesigen Sterne üblicherweise nicht allein vorkommen, sondern fast immer einen Begleitstern haben. Und wenn der auch ein Blauer Riese ist, dann wird es richtig spannend!
In dieser Folge von AstroGeo erzählt Franzi die Geschichte der massereichsten Sterne im Universum: wie sie aussehen, warum ihre Entwicklung so spannend ist und was wir ihnen zu verdanken haben – vor allem, wenn sie im Doppelpack vorkommen. Plus Beobachtungstipps, wo und wie ihr selbst Blaue Riesen sehen könnt.
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Weiterlesen bei RiffReporter
Warum Beteigeuze vielleicht doch nicht morgen schon explodiert
Vom ersten Stern zur Spiralgalaxie – die Geschichte unserer Milchstraße
Buchtipp: Licht im Dunkeln. Schwarze Löcher, das Universum und wir
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WP: Roter Überriese
WP: Kernfusion
Homepage von Selma de Mink
Star Trek TNG: Der Gott der Mintakaner
Quellen
Fachartikel: Binary Interaction Dominates the Evolution of Massive Stars
Video: Artist’s impression of the evolution of a hot high-mass binary star

Jan 25, 2023 • 1h 17min
Massensterben im Treibhaus
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Die Geschichte der Tiere auf der Erde umfasst über eine halbe Milliarde Jahre, doch verlief sie nicht geradlinig. Insgesamt mindestens fünfmal stand das Leben am Abgrund. Längst noch nicht jedes Massensterben der Erdgeschichte ist aufgeklärt. Zwischen den Zeitaltern Perm und Trias war es besonders schlimm: Der blaue Planet erlebte vor 251 Millionen Jahre das bis heute größte Massensterben seiner Tierwelt, bei dem über 70 Prozent der Landtiere und sogar 95 Prozent aller Tierarten in den Meeren ausstarben.
Karl hat für diese des AstroGeo Podcast viele Studien gesichtet: Was wissen Geologinnen und Geologen über die Ursache der permotriassischen Katastrophe? Über die letzten Jahrzehnte wurden etliche Thesen formuliert, allen voran brodelnde Vulkane im heutigen Sibirien und der Einschlag eines gewaltigen Meteoriten. Mittlerweile ist klar: Das größte Massensterben sollte uns Menschen interessieren. Denn Vieles, was damals auf der Erde passierte, scheint sich nun durch unser Handeln zu wiederholen, wenn wir nichts dagegen unternehmen.
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WP: Perm-Trias-Grenze
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WP: Methanhydrat
Quellen
Buch: Retallack, G., Soil Grown Tall, The Epic Saga of Life from Earth, Springer (2022)
Buch: Ward, P. & Kirshvink, J.: A New History of Life, Bloomsbury Press (2015)
Fachartikel: Becker, L. et al.: Impact Event at the Permian-Triassic Boundary: Evidence from Extraterrestrial Noble Gases in Fullerenes (2001)
Fachartikel: Berner, R.: Examination of hypotheses for the Permo–Triassic boundary extinction by carbon cycle modeling (2002)
Fachartikel: Becker, L. et al.: Bedout: A Possible End-Permian Impact Crater Offshore of Northwestern Australia (2004)
Fachartikel: Retallac G.: Methane Release from Igneous Intrusion of Coal during Late Permian Extinction Events (2008)

Jan 11, 2023 • 1h 4min
Sterne verstehen mit Lochkarten
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Wie heiß ist es im Inneren der Sonne? Wie groß ist der Rote Zwerg von Nebenan? Und wie lange hat Beteigeuze ungefähr noch, bevor er als Supernova explodieren wird? Das alles lässt sich einfach ausrechnen – und zwar mit nur vier scheinbar einfachen Gleichungen. Das Innere eines Sterns ist berechenbar, und das weit in die Vergangenheit und genauso in die Zukunft.
Aber natürlich ist im Universum nichts so einfach, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, auch Sterne nicht. Denn um die Struktur und die Entwicklung von Sternen zu berechnen, kommt man mit Papier, Bleistift und Gehirnschmalz alleine nicht weiter. Deswegen waren schon die ersten Computer von großer Hilfe, selbst wenn die am Anfang noch einen ganzen Raum ausgefüllt haben und mit Lochkarten gefüttert wurden.
In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts erzählt Franzi die Geschichte eines solchen „Rechenmaschinenprogramms“, das seit den 1960er-Jahren bis heute weiterentwickelt wird: einem Code, der Physikerinnen und Physikern verrät, wie es im Inneren eines Sterns aussieht und wie er sich entwickeln wird. Keine Sorge: Für den Genuss dieser Folge sind weder mathematische Fähigkeiten noch Programmierkenntnisse nötig.
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WP: Stern
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WP: Roter Zwerg
Homepage von Emmi Meyer
Homepage von Achim Weiss
GARSTEC – Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching
WP: Fortran
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WP: Bellatrix
WP: Beteigeuze
WP: Astroseismologie
WP: Cepheiden
WP: Henrietta Swan-Leavitt
Quellen
Fachartikel: GARSTEC—the Garching Stellar Evolution Code
Buch: Stellar Structure and Evolution
Fachartikel: Sternentwicklung I. Ein Programm zur Lösung der zeitabhängigen Aufbaugleichungen

Dec 28, 2022 • 53min
Ein Herz und vier Sorten Eis
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Pluto ist eine beliebte Welt. Spätestens seit am 14. Juli 2015 die NASA-Raumsonde New Horizons an dem Zwergplaneten vorbeigerauscht war, flogen ihm die Herzen vieler Menschen zu. Es zeigte sich auch, dass auf seiner Oberfläche selbst ein Herz sitzt, wenn auch ein sehr kaltes. Denn die mittlere Temperatur auf Plutos Oberfläche mit seinem gewaltigen herzförmigen Gletscher aus Stickstoffeis liegt bei gerade einmal minus 229 °C.
Karl taucht in dieser Folge des Podcasts in die Geologie des Plutos ein. Schon lange vor dem Vorbeiflug von New Horizons gab es einige Kenntnisse über die ferne Welt. Doch erst die Daten der Sonde zeigten, wie dynamisch sich der Zwergplanet im Laufe eines 248 Erdjahre langen Sonnenumlaufs verändert. Gleich vier Eissorten spielen dabei eine wesentliche Rolle: Sie gleiten als Gletscher über die Oberfläche, sublimieren in eine dünne Atmsphäre, bilden steile Berghänge oder brechen aus Kryovulkanen als eisige Lava empor.
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Pluto und viele andere: Hubbles beste Bilder aus 30 Jahren
Asteroiden: längst keine langweiligen Kartoffeln mehr
Weiterführende Links
WP: Clyde Tomaugh
WP: Pluto
WP: Charon
WP: New Horizons
WP: Tombaugh Regio (englisch)
WP: Sputnik Planitia (englisch)
WP: Tholine
WP: Lavatunnel
Spektrum.de: Pluto spuckt Eis (von Franzi Konitzer)
Quellen
Youtube: Veronica Bray, University of Arizona: Geology of Pluto
Singer et al.: Large-scale cryovolcanic resurfacing on Pluto (2022)
Bertrand et al.: The nitrogen cycles on Pluto over seasonal and astronomical timescales (2018)
Moore et al.: The Geology of Pluto and Charon Through the Eyes of New Horizons (2016)
Howard et al.: Present and past glaciation on Pluto (2016)
Distribution and Evolution of CH4, N2 , and CO Ices on Pluto’s Surface: 1995 to 1998 (2001)
Dressler & Russel: From the ridiculous to the sublime: The pending disappearance of Pluto (1980)

Dec 14, 2022 • 54min
Quasisterne in der Ferne
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Sie sind heller als jeder Stern und halten länger durch als jede Supernova: Die allerhellsten Lichter am Himmel sind Quasare. Zwar war der Begriff „Quasar“ schnell gefunden, nachdem der allererste Kandidat – namens 3C 273 – in den 1960er-Jahren aufgestöbert worden war: „Quasar“ steht für „quasi-stellar radio source“, also: Sieht aus wie ein Stern, aber eben nur fast, und auch übrigens hauptsächlich im Radiobereich.
Doch was verbirgt sich eigentlich hinter den Quasaren? Die allerhellsten Objekte im Universum werden von den dunkelsten Objekten im Universum angetrieben: von supermassereichen Schwarzen Löchern, die sich in den Zentren von Galaxien verbergen.
Franzi erzählt die Geschichte, wie Quasare entdeckt wurden: Warum diese exotischen Objekte es schaffen, so hell zu leuchten, was die Expansion unseres Universums damit zu tun hat, warum Quasare nur eine Phase für eine Galaxie sind – und warum es für uns ziemlich praktisch ist, dass unsere eigene Galaxie derzeit keinen Quasar in ihrem galaktischem Zentrum beherbergt.
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Nobelpreis 2020: Preisträger Reinhard Genzel über die Erforschung des Zentrums der Galaxis
Weiter Ärger mit der Expansion: Astrophysiker Rolf-Peter Kudritzki über die Tücken der Hubble-Konstante
Quasare gesucht, Pulsare gefunden: Wie Jocelyn Bell vor 50 Jahren die ersten Neutronensterne entdeckte
Weiterführende Links
WP: Maarten Schmidt (englisch)
WP: Quasar (englisch)
WP: 3C 273
WP: Cambridge Catalog of Radio Sources (englisch)
WP: Balmer-Serie
WP: Rotverschiebung
WP: Hintergrundstrahlung
WP: Hubble-Konstante
WP: Parallaxe
WP: Aktiver Galaxienkern
WP: Schwarzes Loch
WP: Sagittarius A*
WP: Akkretionsscheibe
WP: Supernova
WP: Cygnus X-1
Deutschlandfunk: Lichtechos sollen die innere Struktur von Quasaren enthüllen
Quellen
Fachartikel: A Brief History of AGN
Fachartikel: Turbulent cold flows gave birth to the first quasars
Fachartikel: 3C 273 : A Star-Like Object with Large Red-Shift
Pressemitteilung: Schärfster Blick in den Kern von 3C 273

Nov 30, 2022 • 59min
Am Inn kehrt die Natur zurück
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Er ist der sechstlängste Fluss der Alpen und er könnte ein Naturparadies sein: Doch der Inn ist wie alle Flüsse der mitteleuropäischen Kulturlandschaft vom Menschen stark verändert worden. Er wurde begradigt, von Dämmen begrenzt und mit Staudämmen unterbrochen. Viele seltene Arten, die den Inn und seine Ufer einmal besiedelten, sind längst verschwunden.
In dieser Folge von AstroGeo erzählt die Journalistin und Flussreporterin Sonja Bettel von der Renaturierung des Inns. Der Fluss wird wieder geweitet; ihm wird Raum gelassen, um sein Bett selbst zu suchen. Zwar gelang das erst an einigen Stellen, aber die länderübergreifende Anstrengung zeigt bereits Erfolge: Seltene Arten wie der Flussuferläufer oder der Zwerg-Rohrkolben kehren zurück. Ein gemeinsamer, wissenschaftlich erstellter Aktionsplan soll bei der gemeinsamen Anstrengung helfen.
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InnSieme: Die Natur kehrt an den Inn zurück
InnSieme: Gemeinsam für mehr Natur am Inn
Lech: Ein gezähmter Fluss wird wieder wild
Sélune: Größter Staudammabbruch in Europa
Donau: Ein Forschungsprojekt über den Fluss der Erzählungen
Flüsse in Österreich: Rechnungshof kritisiert: Zu spät, zu wenig Geld
Interview: „Das Netzwerk ist das, was Flüsse ausmacht“
Matrose auf der Donau: „Das war ein großes Abenteuer“
Weiterführende Links
WP: Engadin
WP: Inn
WP: Maloja
WP: St. Moritz
WP: Lunghinsee
WP: Lunghinpass
Projekt Innsieme
WP: Kufsteinlied
WP: Val Bever
WP: Deutsche Tamariske
WP: Flussuferläufer
WP: Flussregenpfeifer
WP: Franziszeische Landesaufnahme
YT: Umgehungsgewässer Ering-Frauenstein
WP: Zwerg-Rohrkolben
WP: Europäische Äsche

Nov 16, 2022 • 1h 2min
Die Stickstoff-Schwemme
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Eigentlich ist Stickstoff ein unverzichtbares Element für alle Lebewesen. Über Jahrmilliarden waren biologisch nutzbare Formen des Stickstoffs heiß begehrt und rar. Doch seit rund hundert Jahren hat sich die Lage auf der Erde drastisch verändert. Seitdem verschmutzt und überdüngt die Menschheit den Planeten mit Stickstoff-Verbindungen wie Nitrat, Stickoxiden, Ammoniak und Lachgas und verändert damit fundamental die Bedingungen im Spiel des Lebens – eine problematische Premiere in der Erdgeschichte.
In dieser Episode von AstroGeo taucht die Wissenschaftsjournalistin und Geoökologin Anne Preger in die Geschichte um den Stickstoff ein. Sie erzählt, welche Folgen die globale Überdosis an Stickstoffverbindungen für die menschliche Gesundheit, die Artenvielfalt, die Luftqualität und das Klima mit sich bringt und wie sich Stickstoff zielgerichteter einsetzen ließe. Zu alledem hat Anne Preger ein Sachbuch recherchiert und geschrieben.
Episodenbild: Anne Preger
Weiterführende Links
Buch: Anne Preger, Globale Überdosis. Stickstoff – die unterschätzte Gefahr für Umwelt und Gesundheit
WP: Geoökologie
WP: Stickstoffkreislauf
WP: Guano
WP: Heinrich Ohlendorff
WP: Salpeter / Natriumnitrat
WP: Hamborger Veermaster
WP: Fritz Haber
WP: Carl Bosch
WP: Haber-Bosch-Verfahren
The Nobel Prize: Fritz Haber
WP: Todeszonen / Hypoxie
WP: Ammoniak
WP: Stickoxide
WP: Lachgas
Quarks Storys Podcast: Mangelware im Überfluss
Vorangedacht-Blog: Für eine gesündere Erde – so wird der eigene Stickstoff-Fußabdruck kleiner
Spektrum: Das Schlaraffenland-Experiment
National Trust: Tyntesfield
Bei den Riffreportern
Interview mit Anne Preger zum Buch „Globale Überdosis“
Schiet happens – wie Seevögel die Weltgeschichte verändert haben
Tote Meere, grüne Monotonie: Wie zu viel Stickstoff global die biologische Vielfalt bedroht

Nov 2, 2022 • 1h 2min
Überwintern am Südpol
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Für viele ist es ein Kindheitstraum: einmal den Winter am wohl unwirtlichsten Ort der Erde verbringen. Die Amundsen-Scott-Südpolstation wurde 1956 gegründet, seither stetig ausgebaut und sie ist das ganze Jahr über besetzt. Eine der wichtigsten Aufgaben der Station ist die astronomische Forschung, denn an kaum einem anderen Ort der Erdoberfläche ist die Luft so dünn und trocken. Doch der Betrieb der verschiedenen Observatorien mitten in der vereisten Antarktis ist herausfordernd und erfordert erfahrenes Personal.
In dieser Folge erzählt der Astrophysiker Robert Schwarz, wie er für eine US-Universität zum Südpol-Überwinterer wurde. Es geht um das erste Neutrinoexperiment, das ins antarktische Eis eingelassen wurde und Infrarotteleskope, die Blicke ins junge Universum ermöglichen. Der Betrieb brachte nicht nur Technik, sondern auch den Techniker an seine Belastungsgrenze. Robert Schwarz hat jetzt gemeinsam mit der Wissenschaftsjournalistin Felicitas Mokler ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben, aus dem er hier erzählt.
Episodenbild: Robert Schwarz
Weiterführende Links
Robert Schwarz und Felicitas Mokler: Unter den Polarlichtern der Antarktis (Knesebeck, 2022)Vimeo-Kanal mit Antarktis-Aufnahmen von Robert SchwarzHintergrundmaterial zum BuchWP: AntarktisWP: SüdpolWP: Amundsen-Scott-SüdpolstationWP: Antarctic Muon And Neutrino Detector Array (AMANDA)WP: NeutrinoWP: Tscherenkow-StrahlungWP: IceCube Neutrino Observatory
Bei den Weltraumreportern
Neutrinoastronomie in der AntarktisMultimessenger-Astronomie: Ein Schwarzes Loch lässt grüßen

Oct 19, 2022 • 53min
Was Schleim mit uns und der Erde macht
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Schleim hat es nicht leicht. Er ist vielleicht das einzige Biomaterial mit gleich zwei Imageproblemen. Er macht äußerlich nicht viel her, gilt also als banal oder Abfall. Und er ist ein außerordentlich potenter Ekel-Auslöser. Das hat seine Berechtigung, denn diese Emotion soll uns mit starken Abwehrreaktionen von Pathogenen und Parasiten fernhalten. Und Schleim ist tatsächlich oft kontaminiert. Er fängt Erreger ein und Mikroben produzieren selbst eigene Schleime. Das sind gute Gründe, um einen großen Bogen um Schleim zu machen. Aus der Distanz wird aber leicht übersehen, wie wichtig, komplex und unverzichtbar dieses Biomaterial ist.
Schleim hat das Leben auf der Erde wohl von Beginn an begleitet und liefert mehrere essenzielle Funktionen, etwa als Gleitmittel, als Klebstoff und als selektive Barriere, die etwa im Darm Nährstoffe passieren lässt und gleichzeitig Erreger abfängt. Dabei ähneln sich biologische Schleime und gehören zur großen Gruppe der Hydrogele. Sie bestehen fast nur aus Wasser, das aber so gebunden ist, dass es nur langsam fließen kann, Das ergibt die charakteristische Schleimigkeit, wobei der Organismus die Konsistenz und Eigenschaften von Schleimen verändern und so an den jeweiligen Bedarf anpassen kann.
In dieser Folge des AstroGeo Podcast erzählt Susanne Wedlich, wie sie ihren Ekel überwand und den Schleim lieben lernte. Vor allem aber geht es um die Rolle des Schleims auf der Erde und wie das Leben sie dank des besonderen Materials gestaltete. Susanne Wedlich ist Autorin des Riffreporter-Magazins Schleimwelten und hat ein Buch über das Thema geschrieben.
Weiterführende Links
Buch: Susanne Wedlich, Das Buch vom Schleim
English Edition: Susanne Weldich, Slime, A Natural History
WP: Schleim
WP: Hydrogel
WP: Mikrobiom
WP: Glykokalyx
WP: Bindegewebe
WP: Biologische Bodenkrusten
WP: Stromatolithen
WP: Ooide
New York City Slime Museum, Sloomoo Institute
WP: Gaia-Hypothese
Bei den Riffreportern
Chemie-Nobelpreis 2022: Carolyn Bertozzi und die Zellhülle, die zu Krebs und Infektionen beiträgt
Nobelpreis für Medizin: Wie es Svante Pääbo gelang, in den Genen von Urmenschen zu lesen
Die Haut der Erde im Klimastress

Oct 5, 2022 • 39min
Ufo-Stadt Roswell und was dort wirklich passierte
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75 Jahre ist es her, dass ein Farmer in der Wüste von New Mexico auf seltsame Trümmerteile stieß. Der Mann ging mit seinem Fund zum Sheriff; der wiederum verständigte das Militär. Die US Army veröffentliche kurz darauf eine Pressemitteilung: „Ufo in der Wüste abgestürzt.“ Der Name des Ortes: Roswell.
Die Begebenheit ist lange her, doch noch immer ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um den angeblichen Ufo-Crash von 1947. In unserem Podcast berichtet USA-Reporter Steve Przybilla, wie die Bewohnerinnen und Bewohner im Laufe ihrer Geschichte unterschiedlich mit ihrem außerirdischen Erbe umgehen.
Mal verlacht, mal verpönt, aber immer präsent: Die vermeintliche Ufo-Landung spielt noch immer eine wichtige Rolle in Roswell, vor allem für den Tourismus. Steve schildert seine persönlichen Eindrücke. Er hat bereits 2010 für seine Masterarbeit in Roswell geforscht und die Stadt später noch einmal besucht. Auch bei RiffReporter hat er bereits über Roswell geschrieben.
Episodenbild: Steve Przybilla
Weiterführende Links
WP: RoswellWP: Rosswell-ZwischenfallWP: UFOWP: Area 51WP: Krieg der WeltenWP: Watergate-AffäreWP: Independence Day (1996)Rosswell UFO Festival
Bei Riffreporter
Außerirdische in Roswell: Hilfe, das Ufo ist weg!Was weiß die US-Regierung über Ufos?UFOs – Warum wir sie ernst nehmen solltenWas wäre, wenn wir tatsächlich Aliens finden würden? – Teil eins
Bei AstroGeo
AG053 Wie man heutzutage nach Außerirdischen suchtAG054 Das Rennen der Steine


