AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

Karl Urban und Franziska Konitzer
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Nov 27, 2024 • 1h 5min

Vom Mittelpunkt zum Mitläufer: Wie wir unseren Platz im Kosmos fanden

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Und sie bewegt sich doch: Diese geflügelten Worte werden Galileo Galilei zugeschrieben. Ob er sie je geäußert hat, ist zwar fraglich – doch dass er ihnen zugestimmt hätte, steht außer Zweifel. „Sie“ ist unsere Erde. Jahrtausendelang hatte das geozentrische Weltbild sie starr und unbewegt in das Zentrum des Universums gesetzt: Alle übrigen Planeten, die Sonne, der Mond und der Fixsternhimmel sollten sich um sie drehen. Galileo Galilei hingegen hat als früher Verfechter ein heliozentrisches Weltbild vertreten: eines, dass die Erde von ihrem Ehrenplatz im Mittelpunkt des Universums schubst und an diese Stelle die Sonne setzt. Demnach würde sich die Erde um die Sonne drehen – und sich eben doch bewegen. Heutzutage wissen wir, dass Galilei und andere frühe Vertreter dieses Weltbilds Recht behalten sollten – nur: Wie konnten sie überhaupt beweisen, dass sich die Erde um die Sonne dreht? In dieser Folge von AstroGeo erzählt Franzi die Geschichte einer Suche, die Jahrtausende gedauert hat: die nach der stellaren Parallaxe. Diese scheinbare Bewegung von Sternen im Laufe eines Erdjahres ist nicht nur ein Beleg dafür, dass sich die Erde um die Sonne dreht – sie ist bis heute die einzige Möglichkeit, die Entfernung zu Sternen direkt zu vermessen und damit die Grundlage so ziemlich all unseres Wissens über den Weltraum und unser Universum. Weiterhören bei Astrogeo Folge 38: 1,8 Milliarden Sterne Weiterführende Links WP: Stereoskopisches Sehen WP: Aristarchos von Samos WP: Planet WP: Archimedes WP: Geozentrisches Weltbild WP: Aristoteles WP: Parallaxe WP: Claudius Ptolemäus WP: Nikolaus Kopernikus WP: Planetenschleife WP: Johannes Kepler WP: Heliozentrisches Weltbild WP: Galileo Galilei WP: James Bradley WP: Aberration WP: Friedrich Wilhelm Bessel WP: Standardkerze WP: Cosmic Distance Ladder (engl.) WP: Gaia (Raumsonde) Empfehlung: Bild der Wissenschaft Podcast Quellen Alan W. Hirshfeld: Parallax: The Race to Measure the Cosmos (2001) Episodenbild: ESA/Gaia/DPAC; CC BY-SA 3.0 IGO. Acknowledgement: A. Brown, S. Jordan, T. Roegiers, X. Luria, E. Masana, T. Prusti and A. Moitinho
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Nov 13, 2024 • 1h 8min

Riffsterben und Klimachaos im Devon: Sind die Bäume schuld?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Auf einer Wanderung durch den Harz entdeckt der Geologe und Botaniker Friedrich Adolph Roemer im Jahr 1850 eine merkwürdige Gesteinsfolge. Es sind dicke graue Kalkbänke, die durch viel dünnere und schwarze Kalklagen durchbrochen sind. Kalkstein ist fast nie schwarz – und ist er es doch, spricht seine Färbung für eine Katastrophe. Karl erzählt in dieser Folge von dem wohl merkwürdigsten Massensterben der Erdgeschichte. Bis heute haben Fachleute nur ein lückenhaftes Bild davon, was damals, vor rund 372 Millionen Jahren, begann. Sie wissen, dass damals weltweit die Meeresriffe starben und dass das Klima über viele Millionen Jahre äußerst instabil war. Viele Ursachen sind dafür im Gespräch – aber am wahrscheinlichsten scheint der Erfolg einer Gruppe von Organismen, die wir heute mit vielen Dingen in Verbindung bringen, aber nicht mit einem Weltuntergang: Es sind Pflanzen – und darunter vor allem die Bäume. Die Geschichte rund um das Massensterben im späten Devon ist komplex, weshalb es insgesamt acht Merkwürdigkeiten zu erzählen gibt. Und obwohl uns diese Zeit fremd erscheint, hat eine Merkwürdigkeit auch mit uns zu tun. Die Landschaft im späten Devon: Während sich an Land die Pflanzen verbreiteten, lebten im Meer urtümliche Quastenflosser (Vordergrund links) und der Raubfisch Dunkleosteus (rechts), der über acht Meter lang werden konnte (Mikhail Shekhanov). Weiterhören bei AstroGeo Folge 101: Tödliche Sterne – wenn Explosionen ein Massensterben auslösen Folge 86: Das Ende der Dinosaurier: Massensterben im Frühling Folge 64: Massensterben im Treibhaus Weiterführende Links WP: Johann Wolfgang von Goethe WP: Harz WP: Pangäa WP: Variskische Gebirgsbildung WP: Friedrich Adolph Roemer WP: Devon WP: Kellwassertal WP: Kellwasser-Ereignis WP: Massenaussterben WP: Hangenberg-Ereignis WP: Wiljuiplateau WP: Riff WP: Stromatoporen WP: Brachiopoden WP: Kambrische Radiation WP: Ordovizium WP: Peter Ward Hörempfehlung: Podcast „Goethe, Natur und Geist“ Quellen Fachbuch: Michael Benton: Extinctions – How Life Survives, Adapts and Evolves, Thames & Hudson (2023) Fachbuch: Peter Brannon: The Ends of the World, Oneworld Publications (2017) Fachbuch: Peter Ward & Joe Kirschvink: A New History of Life, Bloomsbury (2015) Fachartikel: Tomkins, Martin & Cawood: Evidence suggesting that earth had a ring in the Ordovician, Earth and Planetary Science Letters, 2024 Fachartikel: Algeo & Shen: Theory and classification of mass extinction causation, National Science Review (2023) Fachartikel: Carmichael et al.: Paleogeography and paleoenvironments of the Late Devonian Kellwasser event: A review of its sedimentological and geochemical expression, Global and Planetary Change (2019) Fachartikel: Keller: Impacts, volcanism and mass extinction: random coincidence or cause and effect?, Australian Journal of Earth Sciences (2005) Hattenbach: Tödliches Licht explodierender Sterne, Spektrum der Wissenschaft (14.03.2024) Episodenbild: Fiddlehead in Macro Shot Photography / Pexels
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Oct 30, 2024 • 60min

AstroGeoPlänkel: Vom Urknall bis zum Ende der Menschheit

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! In dieser Episode geht es wieder um euer Feedback zu den Geschichten: Das AstroGeoPlänkel ist eine regelmäßige Sonderfolge, in der es um eure Fragen, Kommentare, Anmerkungen und Wünsche geht. Dieses Mal sprechen wir über das Ende des Urknalls und die Grenzen der Vorstellung. Wir stellen fest, dass die Raumfahrt die Atmosphäre nicht nur theoretisch, sondern messbar verunreinigt. Wir sprechen über die Unzulänglichkeiten der Nobelpreise und darüber, welche Themen wir hier lieber nicht behandeln wollen. Weiterhören bei AstroGeo Folge 99: Aluminium im Himmel – Wie Satelliten die Ozonschicht gefährden Folge 100: AstroGeoPlänkel – Universum, Satelliten und Eichhörnchen Folge 101: Tödliche Sterne – wenn Explosionen ein Massensterben auslösen Folge 102: Das Ende des Anfangs – was vom Urknall übrigblieb Weiterführende Links Fachartikel: Murphy et al.: Metals from spacecraft reentry in stratospheric aerosol particles, PNAS (2023) WP: Dragonfly WP: Quantengravitation Alles gesagt Podcast: Wie lebt es sich im All, Matthias Maurer? WP: Ada Yonath Buch: Friedman & Kaufmann – Universe, McMillan Learning (2019) YouTube: Stanford Lecture Collection Cosmology WP: Die Welt ohne uns (Buch) WP: Voyager Golden Record WP: Blockuniversum Bildquelle: K. Urban / ChatGPT; ESA and the Planck Collaboration
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Oct 16, 2024 • 1h

Das Ende des Anfangs: Was vom Urknall übrigblieb

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Es war einmal: der Urknall. Nachdem unser Universum wohl irgendwie entstanden war und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausgefunden hatten, dass es überhaupt einen Anfang gegeben hat, fanden sie auch heraus, dass die allerersten Elemente im Universum kurz nach dem Urknall entstanden sind, vor allem Wasserstoff und Helium. Doch wie ging es dann weiter? Nun folgt das Ende des Anfangs: Es half dabei, dem Urknall-Modell zum wissenschaftlichen Durchbruch zu verhelfen. Dabei handelt es sich um ein Überbleibsel des Urknalls, das bis heute den ganzen Kosmos durchdringt – und dessen Entdeckung absoluter Zufall war: die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung. Weiterhören bei AstroGeo Folge 94: Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs Folge 98: Das Erbe des Urknalls: Wie die Materie in unser Universum kam Weiterführende Links WP: Georges Lemaître WP: Urknall WP: Ralph Alpher WP: Robert Herman WP: Alpher-Bethe-Gamow-Theorie WP: George Gamow WP: Hintergrundstrahlung WP: Schwarzer Körper WP: Wiensches Strahlungsgesetz WP: Robert Henry Dicke WP: Arno Penzias WP: Robert Woodrow Wilson WP: James Peebles spektrum.de: Das Universum, noch warm vom Urknall (2022) Hörempfehlung: Podcast „Jetzt mal ganz in Ruhe“ Quellen Buch: Joseph D’Agnese – The Scientist and the Sociopath (2014) Buch: Ralph Alpher, Robert Herman – Genesis of the Big Bang (2001) Buch: Helge Kragh – Cosmology and Controversy: The Historical Development of Two Theories of the Universe (1996) Buch: Conceptions of Cosmos: From Myths to the Accelerating Universe: A History of Cosmology (2006) Blog-Artikel: My Unpublished Interview with Astronomer Vera Rubin (2017) Fachartikel: The Evolution of the Universe (1948) Fachartikel: Evolution of the Universe (1948) Fachartikel: Remarks on the Evolution of the Expanding Universe (1949) Fachartikel: A Measurement of Excess Antenna Temperature at 4080 Mc/s (1965) Fachartikel: Cosmic Black-Body Radiation (1965) Episodenbild: ESA and the Planck Collaboration
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Oct 2, 2024 • 55min

Tödliche Sterne: Wenn Explosionen ein Massensterben auslösen

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 9. Oktober 2022 registrieren Weltraumteleskope ein gewaltiges Ereignis tief im Kosmos: einen Gammablitz im Sternbild Pfeil, bei dem so viel hochenergetische Gammastrahlung abgegeben wird wie nie zuvor beobachtet. Dieses Ereignis war nicht nur von astronomischem Interesse, denn die ankommende Strahlung ließ kurzzeitig sogar geladene Teilchen in den obersten Schichten der Erdatmosphäre verrückt spielen. Störsignale im Radiobereich waren die Folge – und das trotz einer Entfernung von 2,4 Milliarden Lichtjahren. Karl erzählt in dieser Folge, ob solche Ereignisse in größerer Nähe zu unserem Planetensystem das Leben auf der Erde beeinträchtigen könnten. Es geht wieder mal um Massensterben in der geologischen Geschichte – und wie neue Methoden aus Physik und Astrophysik helfen können, diese erdgeschichtlichen Kriminalfälle aufzuklären. Denn zurzeit machen solche Verfahren große Fortschritte. Die Asche vor langer Zeit explodierter Sterne wurde bereits in alten Sedimentschichten gefunden – und in einem Fall sogar einer Sternenleiche zugeordnet. Weiterhören bei AstroGeo Folge 82: Der hellste Gammablitz aller Zeiten Folge 99: Aluminium im Himmel: Wie Satelliten die Ozonschicht gefährden Weiterführende Links WP: Montagne Noire WP: Devon WP: Kellwasser-Ereignis WP: Hangenberg-Ereignis WP: Gammablitz WP: Ionosphäre WP: Ozonschicht WP: Supernova WP: Beschleuniger-Massenspektrometrie WP: Zeta Ophiuchi HZDR: Hamster – Helmholtz Accelerator Mass Spectrometer Tracing Environmental Radionuclides WP: r-Prozess WP: Kilonova Quellen Hattenbach: Tödliches Licht explodierender Sterne, Spektrum der Wissenschaft (14.03.2024) Ellis et al.: Geological Isotope Anomalies as Signatures of nearby Supernovae, Astrophysical Journal (1996) Neuhäuser et al: A nearby recent supernova that ejected the runaway star ζ Oph, the pulsar PSR B1706−16, and 60 Fe found on Earth, Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (2019) Fields & Wallner: Deep-Sea and Lunar Radioisotopes from Nearby Astrophysical Explosions, Annual Review of Nuclear and Particle Science (2023) Episodenbild: K. Urban / ChatGPT
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Sep 18, 2024 • 48min

AstroGeoPlänkel: Universum, Satelliten und unerwartete Eichhörnchen

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! In dieser Episode geht es wieder um euer Feedback zu den Geschichten: Das AstroGeoPlänkel ist eine regelmäßige Sonderfolge, in der es um eure Fragen, Kommentare, Anmerkungen und Wünsche geht.Dieses Mal sprechen wir über die gedankenverknotende Expansion des Universums und warum das junge Universum nicht gleich nach seiner Entstehung zu einem Schwarzen Loch kollabiert ist. Außerdem geht es darum, wie verglühende Satelliten helfen können, Flugbahn und Masse vorher unbekannter Meteoriten zu bestimmen. Wir sprechen auch über unsere Art, True Science-Geschichten zu erzählen und über unsere englischsprachigen Töne. Und zwischendurch geht es auch um Franzis Eichhörnchen, die ihren Balkon – und ihr Herz! – fest in ihren Krallen haben. Weiterhören bei Astrogeo Folge 94: Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs Folge 98: Das Erbe des Urknalls: Wie die Materie in unser Universum kam Folge 99: Aluminium im Himmel: Wie Satelliten die Ozonschicht gefährden Folge 89: Ninjas der Nacht: Die Entwicklung der Säugetiere Folge 78: Kernenergie vor 2 Milliarden Jahren: Der Atomreaktor Oklo Weiterführende Links WP: Kamiokande WP: Eichhörnchen YouTube: Space Shuttle Launch Audio KIT: Starlink-Absturz belauscht Volkssternwarte München: Franzis Vortrag “Der Anfang von Allem: Wie der Urknall ins Universum kam” Quellen Fachartikel: Hans Bethe: Energy Production in Stars, Physical Reviews (1939)
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Sep 4, 2024 • 1h 11min

Aluminium im Himmel: Wie Satelliten die Ozonschicht gefährden

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 22. Februar 2018 starten zwei unscheinbare Satelliten in eine Umlaufbahn: Sie sind weder besonders groß, noch auf andere Weise auffällig. Aber diese zwei Satelliten, die den Namen Starlink tragen, läuten einen Wandel im erdnahen Weltraum ein. Und der ist auch heute längst noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns mitten im Zeitalter der Megakonstellationen – von tausenden Satelliten, die viele neue Anwendungen möglich machen. Allerdings kommen diese Chancen der Raumfahrt zu einem hohen Preis. Karl erzählt in dieser Podcastfolge von seiner Langzeitrecherche über die letzten sechs Jahre. Er wollte herausfinden, ob die Atmosphäre durch immer mehr startende Raketen und vor allem durch die stark wachsende Zahl verglühender Satelliten beschädigt werden könnte. Wieder mal geht es um die Ozonschicht: Denn jeder verglühende Satellit hinterlässt Partikel aus Aluminium, die chemische Abbaureaktionen anstoßen könnten und dadurch den planetaren Schutzschicht gegen krebserregende UV-Strahlung der Sonne beschädigen. Mehr von Weltraumreportern und AstroGeo AstroGeo 074: Leuchtende Nachtwolken Verglühende Satelliten: unterschätzte Risiken für Klima und Ozonschicht Starlink: Zensur im All, digitale Gräben und eine neue Industrie Gefährdet Starlink Astronomie und Raumfahrt? Elektrosmog von Starlink-Satelliten stört Radioteleskope Verglühende Satelliten gefährden Ozonschicht Weiterführende Links WP: Space Shuttle WP: Falcon 9 WP: Starlink WP: Mesosphäre WP: Ozonschicht Aaron Boley, University of British Columbia WP: Paul Crutzen WP: FCKW WP: Ozonloch WP: Montreal-Protokoll Johannes Schneider, MPIC WP: Meteoriten ESA: Clean Space Programme José Ferreira, University of Southern California WP: Molekulardynamik-Simulation WP: Sputtern WP: Thermische Ablation BBC: Japan developing wooden satellites to cut space junk Patrick Flamm, Peace Research Institute Frankfurt Quellen Fachartikel: Boley & Byers: Satellite mega‐constellations create risks in Low Earth Orbit, the atmosphere and on Earth, Scientific Reports (2021) Fachartikel: Molina et al.: The reaction of CIONO2 with HCI on aluminum oxide, Geophysical Research Letters (1997) Präsentation: Bekki et al.: Environmental impacts of atmospheric emissions from spacecraft re-entry demise (2021) Fachartikel: Schulz & Glassmeier: On the Anthropogenic and Natural Injection of Matter into Earth’s Atmosphere, Advances in Space Research (2021) [arXiv] Fachartikel: Flamm et al.: Space sustainability through atmosphere pollution? De-orbiting, atmosphere-blindness and planetary environmental injustice, The Anthropocene Review (2024) Fachartikel: Ferreira et al.: Potential Ozone Depletion From Satellite Demise During Atmospheric Reentry in the Era of Mega‐Constellations, Geophysical Research Letters (2024) Episodenbild: NASA/ESA/Bill Moede and Jesse Carpenter
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Aug 21, 2024 • 50min

Das Erbe des Urknalls: Wie die Materie in unser Universum kam

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Der Anfang vom Anfang war gemacht: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Wissenschaftler herausgefunden, dass unser Universum nicht ewig und unveränderlich in all seiner Pracht existiert, sondern dass es in ferner Vergangenheit zunächst entstanden ist. Dieses Ereignis bezeichnen wir heute als Urknall – aber was ist dann passiert? In dieser Folge erzählt Franzi die Geschichte eines Physikers namens Ralph Alpher, der herausgefunden hat, wie das Weltall und alles in ihm entstanden ist: wie die Materie in unser Universum kam, allen voran die beiden häufigsten chemischen Elemente Wasserstoff und Helium. Diese Urknall-Nukleosynthese ist bis heute eine der stärksten Hinweise darauf, dass das Universum in einem unvorstellbar heißen und dichten Zustand angefangen hat – und sie verrät uns außerdem, wie lange dieser Anfang vom Allem gedauert hat. Weiterhören bei AstroGeo Folge 94: Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs Folge 79: Fehlende Neutrinos: Als die Sonne kaputt war Weiterführende Links WP: Georges Lemaître WP: Urknall WP: Ralph Alpher WP: Alpher-Bethe-Gamow-Theorie WP: George Gamow WP: Alphastrahlung WP: Hans Bethe WP: Kernfusion WP: Ylem (engl.) WP: Robert Herman WP: Primordiale Nukleosynthese WP: Neutroneneinfang WP: Nukleosynthese Quellen Buch: Joseph D’Agnese – The Scientist and the Sociopath (2014) Buch: Ralph Alpher, Robert Herman – Genesis of the Big Bang (2001) Blog-Artikel: My Unpublished Interview with Astronomer Vera Rubin (2017) Fachartikel: The Origin of Chemical Elements (1948) Fachartikel: What’s in a Name: History and Meanings of the Term „Big Bang“ (2013)
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Aug 7, 2024 • 49min

AstroGeoPlänkel: Urknalllärm, Urvorfahr, Oumamua

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! In dieser Episode geht es wieder um euer Feedback zu den Geschichten: Das AstroGeoPlänkel ist eine regelmäßige Sonderfolge, in der es um eure Fragen, Kommentare, Anmerkungen und Wünsche geht. Dieses Mal sprechen wir ausgiebig über den Sound des Urknalls, der auch etwas mit Rockmusik und der Band Motörhead zu tun hat – und der Frage, ob es Bands gibt, die sogar lauter als der Urknall sind. Außerdem geht es um die Entstehung des Lebens, besonders den ersten gemeinsamen Vorfahren allen Lebens auf der Erde,  LUCA. Denn vielleicht könnte der viel früher gelebt haben, als noch vor ein paar Jahren angenommen. Zuletzt kehren wir auch zur Debatte über den ersten interstellaren Besucher Oumuamua zurück – was waren eure Reaktionen zur Alien-Kontroverse um diesen mysteriösen Brocken aus dem All? Weiterhören bei Astrogeo AG094 Das Universum und sein Urknall – der Anfang des Anfangs AG095 Von Tümpeln zu Tiefseevulkanen: Wo entstand das Leben? AG096 Späher von fernen Sternen – was verbirgt Oumuamua? Weiterführende Links WP: Phylogenie WP: Molekulare Uhr WP: Drake-Gleichung Quellen Fachartikel: Moody et al.: The nature of the last universal common ancestor and its impact on the early Earth system, Nature (2024) Fachartikel: Cowie: The ‘Oumuamua Controversy, Nature Astronomy (2021) Episodenbild: Galaxie: ESA/Robert Gendler; Tiefseevulkan: CC-BY Ifremer; Komet: ESA/Hubble, NASA, ESO, M. Kornmesser
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Jul 24, 2024 • 1h 39min

Späher von fernen Sternen: Was verbirgt Oumuamua?

Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke! Am 25. Oktober 2017 finden Forschende in den Daten von vier Teleskopen auf Hawaii ein merkwürdiges Objekt: Es ist ein Lichtpunkt, dessen Umlaufbahn um die Sonne irgendwie seltsam ist. Schnell ist klar: Man hatte den ersten interstellaren Besucher entdeckt. Ein Komet, so vermuten die Astronomen, der aus einem anderen Sternensystem stammt. Karl erzählt in dieser Folge die Geschichte des Objekts 1I/Oumuamua. Obwohl er nach wenigen Wochen bereits aus dem Sichtfeld der meisten Teleskope verschwunden war, konnten einige Daten über ihn gesammelt werden. Diese Daten scheinen aber bis heute nicht gut zusammenzupassen: Zwar beschleunigte Oumuamua nach seinem Vorbeiflug an der Sonne wie ein Komet, der einen Schweif bildet. Aber Teleskope fanden keinen Hinweis auf empor geschleuderten Staub oder austretendes Gas. Auch seine eigenartige Form gibt Rätsel auf, denn die ähnelt entweder einem flachen Pfannkuchen oder einer Zigarre. Die Studienlage ist vielfältig und die Zahl der Hypothesen über den Ursprung und die Entstehung von Oumuamua ist groß. Bekannt wurde der erste interstellare Besucher allerdings durch eine Hypothese des Harvard-Physikers Avi Loeb: Er hält es bis heute für möglich, dass Oumuamua von Außerirdischen gebaut worden ist. Doch seine Herangehensweise, mit der wir uns am Ende dieser Geschichte beschäftigen, schadet der Wissenschaft vielleicht mehr, als dass sie nutzt. Weiterhören bei AstroGeo Folge 62: Pluto – ein Herz und vier Sorten Eis Folge 76: Das Nizza-Modell – Chaos zwischen jungen Planeten Weiterführende Links WP: Minor Planet Center WP: Pan-STARRS WP: 1I/Oumuamua WP: Avi Loeb WP: Oortsche Wolke WP: Komet WP: Banards Pfeilstern WP: 2I/Borisov WP: Spitzer-Weltraumteleskop WP: Vera-Rubin-Teleskop WP: Comet Interceptor WP: Dyson-Sphäre Quellen Minor Planet Center: Comet C/2017 U1 (PANSTARRS) Fachartikel: Bialy & Loeb: Could Solar Radiation Pressure Explain ‘Oumuamua’s Peculiar Acceleration?, The Astrophysical Journal Letters (2018) Fachartikel: Mamajek: Kinematics of the Interstellar Vagabond 1I/’Oumuamua (A/2017 U1), Research Notes of the AAS (2017) Fachartikel: The ‘Oumuamua ISSI Team: The natural history of ‘Oumuamua, Nature Astronomy (2019) Fachartikel: Do et al.: Interstellar Interlopers: Number Density and Origin of ‘Oumuamua-like Objects, The Astrophysical Journal Letters (2018) Fachartikel: Seligman & Laughlin: The Feasibility and Benefits of In Situ Exploration of ‘Oumuamua-like Objects, The Astrophysical Journal (2018) Fachartikel: Fraser et al.: The tumbling rotational state of 1I/‘Oumuamua, Nature Astronomy (2018) Fachartikel: Trissi et al.: Spitzer Observations of Interstellar Object 1I/‘Oumuamua, The Astronomical Journal (2018) Fachartikel: Bergner & Seligman: Acceleration of 1I/‘Oumuamua from radiolytically produced H2 in H2O ice, Nature (2023) Fachartikel: Moro-Martín: Could 1I/‘Oumuamua be an icy fractal aggregate?, The Astrophysical Journal Letters (2019) Fachartikel: Levine et al.: Constraints on the Occurrence of ‘Oumuamua-Like Objects, The Astrophysical Journal (2021) Fachartikel: Hoang & Loeb: Implications of Evaporative Cooling by H2 for 1I/’Oumuamua, The Astrophysical Journal Letters (2023) Fachartikel: Ligterink: Accelerating ‘Oumuamua with H2 is challenging, Nature (2023) Fachartikel: Cowie: The ‘Oumuamua Controversy, Nature Astronomy (2021) Fachartikel: Siraj et al: Physical Considerations for an Intercept Mission to a 1I/’Oumuamua-Like Interstellar Object, Journal of Astronomical Instrumentation (2023)  Buch: Avi Loeb: Außerirdisch, Deutsche Verlags-Anstalt, ISBN 978-3-641-26336-2  (2021) [Deutsche Nationalbibliothek] Hinweis zum Episodenbild Oumuamua hat möglicherweise die Form einer langgestreckten Zigarre, wie hier künstlerisch dargestellt. Als wahrscheinlicher gilt mittlerweile die eines oblaten Spheroids, also eines flachen Eierpfannkuchens. Anders als im Bild dargestellt, konnten weder Staub noch Gas eines Kometenschweifs nachgewiesen werden. Doch es könnte nicht nachweisbare Gase wie Wasser, Stickstoff oder Wasserstoff gegeben haben oder groben Staub, der ebenfalls für die genutzten Teleskope unsichtbar gewesen wäre. Deshalb haben wir uns für dieses Episodenbild entschieden. Bildquelle: ESA/Hubble, NASA, ESO, M. Kornmesser

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