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detektor.fm – Das Podcast-Radio
Dieser Podcast ist für alle vielseitig interessierten Hörer. Denn hier sammeln wir alle Inhalte von detektor.fm in einem Ordner. Nie wieder etwas von uns verpassen.
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Aug 26, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser
Die Geschichte hinter der Person
Die Dokumentation „Die Küblböck-Story — Eure Lana Kaiser“ wirft einen Blick auf das Leben von Lana Kaiser, die unter dem Namen Daniel Küblböck als DSDS-Teilnehmer bekannt wurde.
Schon damals hat sie durch ihre extrovertierte Art viel Aufmerksamkeit erzeugt. Wohl über keinen anderen DSDS-Teilnehmer wurde so viel in den Medien berichtet. Sie ist schon immer selbstbewusst und offen queer aufgetreten und hat damit viele missverstandene Jugendliche inspiriert und motiviert, für sich selbst einzustehen.
Ein bewegtes Leben
In der Dokumentation sprechen Familie, Freundinnen und Wegbegleiter über das Leben von Lana. Unter anderem Olivia Jones, die DSDS-Teilnehmerin Gracia und Riccardo Simonetti.
Lana war im September 2018 Gast auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie ist über Bord gegangen und konnte danach nicht gefunden werden. Diesen Herbst wäre Lana 40 Jahre alt geworden. „Die Küblböck-Story — Eure Lana Kaiser“ könnt ihr euch jetzt in der ARD-Mediathek ansehen.
Was läuft heute?
Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.

Aug 25, 2025 • 5min
Was läuft heute? | Soul Kitchen
Soul Kitchen
Restaurantbesitzer Zinos versucht, sein heruntergekommenes Lokal in Hamburg mit viel Herzblut wiederzubeleben. Zwischen chaotischen Gästen, Steuerproblemen und einer turbulenten Liebesgeschichte kämpft er um sein Glück. Gleichzeitig macht ihm sein Bruder das Leben schwer, denn er sitzt im Knast.
„Hamburg, meine Perle“
Die Komödie ist eine Liebeserklärung an Hamburg und seine Lokale. Mit viel Witz, Charme und einem extrem guten Soundtrack zeigt Regisseur Fatih Akin seinen ganz persönlichen Blick auf seine Heimatstadt und seine vielen kuriosen Charaktere. Dabei begleiten ihn langjährige Kollegen und Freunde wie der Schauspieler Moritz Bleibtreu. Die warmherzige Komödie „Soul Kitchen“ findet ihr im Premium-Abo von Joyn.
Was läuft heute?
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Aug 24, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Infiltration – S3
Infiltration — S3
Nachdem am Ende der zweiten Staffel „Infiltration“ der Kampf gegen die Aliens eigentlich als gewonnen gegolten hat, schließen sich die Verbündeten aus aller Welt in Staffel 3 zusammen, um den Kampf ins Herz der Alien-Bedrohung zu tragen. Nach Jahren der Flucht und Verteidigung wagen sie erstmals eine riskante Mission: die Übernahme des feindlichen Mutterschiffs.
Von der Invasion zur Infiltration
Obwohl die Begeisterung der Fans zuletzt etwas nachgelassen hatte, versucht Serienschöpfer Simon Kinberg mit den neuen Folgen die Spannung aus Staffel 1 wieder einzufangen. Bekannte Gesichter wie Golshifteh Farahani, Shioli Kutsuna oder Shamier Anderson sind ebenfalls in ihren Rollen zurück. Die neuen Folgen „Infiltration“ gibt es auf Apple TV+.
Was läuft heute?
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Aug 23, 2025 • 13min
Zurück zum Thema | Taktisch gegen jede Wissenschaft
Lehre gegen falsche Fakten
Die Nachbarin, die mit bedenklichen Argumenten auffällt, die Unterhaltung auf dem Grillfest, die plötzlich in eine seltsame Diskussion abdriftet: Wenn es in Gesprächen ums Klima geht, kennt fast jede und jeder diese Momente. Meist greifen Klimawandelleugnerinnen und -leugner dabei auf dieselben argumentativen Muster zurück.
Wie sich Desinformation in ihren verschiedenen Facetten enttarnen und entkräften lässt, das steht an der Universität Leipzig mittlerweile auf dem Lehrplan. Dabei hilft das Akronym PLURV, es steht für: Pseudoexperten, logische Fehlschlüsse, unerfüllbare Erwartungen, Rosinenpicken und Verschwörungsmythen.
„False Balance“ durch die Medien
Die Doktorandinnen Hannah Marie Eichholz und Teresa Vogl und der Privatdozent Dr. Maximilian Mahn vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig wissen: Falschinformation entsteht nicht immer aus böser Absicht. Oft steckt der Wunsch dahinter, dass es „doch nicht so schlimm“ ist — oder schlicht Unwissen.
Gefährlich wird es allerdings, wenn sich Wissenschaftsleugnung über die Medien verbreitet und eine falsche Ausgewogenheit, eine sogenannte „False Balance“ entsteht. Die Einzelmeinung eines Pseudoexperten wird dann etwa auf dieselbe Stufe gestellt, wie der wissenschaftliche Konsens. Das könne das Vertrauen in die Forschung untergraben und sogar politische Entscheidungen beeinflussen.
In dieser Folge von Zurück zum Thema erklären die drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie PLURV als handlicher Kompass eingesetzt werden kann, um im Alltag Scheinargumente zu entlarven.

Aug 23, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Tierisch high
Tierisch high
Die Dokumentation „Tierisch high“ zeigt, wie Tiere bewusstseinsverändernde Substanzen konsumieren.
Für den Drogenkonsum von Tieren gibt es unzählige Beispiele. Rentiere konsumieren Fliegenpilze, die eine halluzinogene Wirkung haben, und Delfine nehmen das Gift von Kugelfischen zu sich. Elefanten, Affen und Vögel fressen sogar vergorene Früchte, die durch den Gärungsprozess Alkohol enthalten.
Was der Mensch lernen kann
Die Dokumentation stellt vor allem die Frage, was wir aus dem Drogenkonsum der Tiere lernen können. Auf den ersten Blick verhalten sich die Tiere, was den Konsum von Drogen angeht, wie der Mensch. Sie konsumieren alles von halluzinogenen Drogen bis zu Alkohol. Doch der vielleicht größte Unterschied ist, dass Tiere viel seltener abhängig von Drogen werden als der Mensch. Manchmal hat der Konsum von Drogen sogar evolutionäre Vorteile für die Tiere.
Aber warum ist das so? Liegt das vielleicht daran, dass die Tiere es viel schwerer haben, an die psychoaktiven Substanzen zu kommen, oder stecken noch andere Gründe dahinter? „Tierisch high“ jetzt in der Arte-Mediathek schauen.
Was läuft heute?
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Aug 22, 2025 • 32min
Antritt | Interview: Wie war der Chainreaction Bikeconvoy, Sebastian Herrmann?
Im „Antritt“ geht’s in dieser Ausgabe mit Sebastian Hermann um den Chainreaction Bikeconvoy, eine Initiative, die 14 Rettungswagen in der Ukraine gebracht hat — inklusive Überführungsfahrt.
Die Idee dahinter
Der Chainreaction Bikeconvoy for Ukraine ist eine Initiative von Rennradfahrerinnen und -fahrern in Zusammenarbeit mit dem Verein Bamberg:UA. Ursprünglich war die Idee, Spenden für zehn ausrangierte, aber funktionsfähige Rettungswagen zu sammeln — und die Wagen dann in der Ukraine zu übergeben. Im Juli konnte die Initiative schließlich 14 Rettungswagen in die Ukraine überführen. Dazu haben die Initiatorinnen und Initiatoren eine Überführungstour mit dem Rad organisiert: in mehreren Etappen von München über Krakau bis nach Lviv, im Konvoi mit den Rettungswagen.
Eine Ausnahmefahrt
Am Ende waren es etwa 100 Menschen, die gemeinsam in München gemeinsam losgefahren sind. Der Gruppe um Mitinitiator Sebastian Hermann war nach der Ankunft schnell klar, wie dringend die Wagen in der Ukraine benötigt werden. Am Vorabend der Übergabe gab es einen Luftangriff, die Gruppe musste im Luftschutzkeller Schutz suchen. Alltag für die Ukrainerinnen und Ukrainer, für die Teilnehmenden eine Ausnahmesituation. Dennoch ist Sebastian Hermann froh um die Erfahrungen, die er auf der Tour machen konnte. Dazu gehört auch, dass die Gruppe nach dem Grenzübertritt vom Rennradclub Lviv empfangen wurde.
Sebastian Hermann über den Chainreaction Bikeconvoy
Sebastian Hermann hat Christian in dieser Folge „Antritt“ vom Chainreaction Bikeconvoy erzählt: von der langen, anstrengenden Fahrt, von den Begegnungen, die jede Etappe besonders gemacht haben, und von den tollen Menschen, die er vor Ort in der Ukraine getroffen hat.
Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben
In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören.

Aug 22, 2025 • 26min
Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Pflanzen der Zukunft: Chancen und Risiken der Genomeditierung
Keine klassische Gentechnik
Die Genomeditierung gilt vielen Forschenden als Zukunftsmodell der Pflanzenzucht. Schließlich hat die Landwirtschaft hat mit den Folgen der Klimakrise zu kämpfen: Extremwetter, Schädlinge und Viren gefährden immer häufiger die Ernte. Mit Genomeditierung lässt sich das Erbgut von Pflanzen gezielt an die neuen Bedingungen anpassen. Um Gentechnik im klassischen Sinne handelt es sich dabei allerdings nicht. Denn bei der Genomeditierung werden meist keine fremden Gene in das Erbgut eingefügt, sondern punktuelle Veränderungen oder Löschungen vorgenommen. Das derart modifizierte Erbgut könnte auch durch natürliche Mutationen entstehen.
Mit Mutationen wiederum arbeitet der Mensch bereits seit Jahrtausenden, um seine Nutzpflanzen zu verändern — durch Auslese, Kreuzung und Mutationen wurden der Ertrag gesteigert oder die Pflanzen widerstandsfähiger gemacht. Früher brauchte man allerdings Generationen, um Pflanzen anzupassen. Die Genomeditierung gilt vielen Forschenden nun als eine neue, präzisere und vor allem schnellere Methode zur gezielten Anpassung des Erbguts von Pflanzen. Häufig werden dabei moderne molekularbiologische Werkzeuge wie die Genschere CRISPR/Cas eingesetzt, deren Entdeckerinnen 2020 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurden.
Genomeditierung als Zukunftsmodell?
Trotz der Chancen wird über das Thema kontrovers diskutiert. Während in China, Japan oder den USA bereits auf die Technologie gesetzt und viel daran geforscht wird, ist das in der Europäischen Union derzeit noch anders. Rechtlich wird die Genomeditierung in der EU ähnlich wie klassische Gentechnik behandelt, was den Einsatz stark einschränkt. Kritikerinnen und Kritiker warnen zudem vor möglichen Risiken für Umwelt und Biodiversität, wenn veränderte Pflanzen in natürlichen Ökosystemen ausgebracht werden. Angesichts der Herausforderungen der Klimakrise debattiert die EU-Kommission allerdings eine weniger strenge Regulierung der Genomeditierung. Ist das der richtige Weg?
Darüber spricht detektor.fm-Moderator Marc Zimmer mit Frank Schubert, Biologe und Redakteur bei Spektrum der Wissenschaft. Er erklärt im Podcast, wie die Genomeditierung funktioniert und welche Chancen und Risiken sie birgt.

Aug 22, 2025 • 28min
brand eins-Podcast | Dinge nicht machen, wie sie üblich sind, sondern wie man sie spürt.
Yvonne Pferrer, Content-Creatorin auf Reisen
Social-Media-Plattformen sind für viele Menschen bei der Urlaubsvorbereitung eine Inspirationsquelle. Das Touristikunternehmen TUI hat dazu 2000 Reisende befragt, mehr als zwei Drittel haben dabei angegeben, sich von Instagram, YouTube oder TikTok inspirieren zu lassen. Beliebte Fotomotive am Strand, Content über angesagte Restaurants oder Drehorte von Filmen oder Serien können Urlaubsziele attraktiv machen. In den vergangenen zehn Jahren sind soziale Netzwerke enorm vielfältig geworden und extrem schnell gewachsen. Deshalb sind soziale Netzwerke auch als Marketinginstrument für touristische Ziele immer relevanter geworden.
Yvonne Pferrer ist Schauspielerin, Content Creatorin und Reisende. Sie teilt ihre Reiseerlebnisse vor allem auf der Social-Media-Plattform Instagram: Dort berichtet sie von einer Dschungelexpedition, von einer Tour zum Basislager des Mount Everest und von Reisen, die sie zusammen mit ihrem Partner, dem Musiker Jeremy Grube, in einem umgebauten Van unternimmt. Am Anfang, so sagen beide übereinstimmend, sei es ihnen eigentlich nicht darum gegangen, mit Reisen Geld zu verdienen — da sei vielmehr der Wille gewesen, einen Traum zu leben und dabei den eigenen Weg zu gehen.
Wie hat sich Social Media verändert?
Pferrer und Grube erzählen, dass sie am Anfang, im Jahr 2016, zunächst sehr sparsam gereist sind. Im zweiten Jahr seien dann die ersten Unternehmen auf sie zugekommen, um zu kooperieren — die Reisen wurden länger und abenteuerlicher. Allmählich hat sich so ein Geschäftsmodell entwickelt. Die beiden beobachten mittlerweile sehr genau, wie sich der Content auf Social Media entwickelt:
Am Ende geht es aber nicht nur um Reichweite, ist Jeremy Grube überzeugt. Sondern um die Momente, mit denen sich Menschen identifizieren können. Der Content mag den einen Follower für seine nächste Reise inspirieren, die andere Followerin mag vielleicht einfach nur die Fotos und Videos anschauen. Über eine Reise quer durch Südamerika haben die beiden einen eigenen Kino-Film produziert, der gerade in vielen Open-Air-Kinos zu sehen gewesen ist: „Yabadu – niemals erwachsen“. Über dieses Projekt und die aktuellen Entwicklungen des Social-Media-Marketings sprechen Yvonne Pferrer und Jeremy Grube in dieser neuen Folge des brand eins Podcasts mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.

Aug 22, 2025 • 4min
Was läuft heute? | Chabos
Chabos
Peppi ist in der Serie „Chabos“ 36 Jahre alt und wird nicht zu seinem Klassentreffen eingeladen. Er fragt sich warum und fährt in seine alte Heimat, um Antworten auf alle seine Fragen zu finden.
Die Serie springt die ganze Zeit zwischen Gegenwart und der Vergangenheit, in der Peppi 16 Jahre alt ist — also in den Sommer 2006. Der Sommer, in dem die WM in Deutschland stattfindet und die Welt zu Gast bei Freunden ist. Peppi hängt meistens mit seinen Freunden PD, Gollum und Alba ab. Die vier skaten zusammen, veranstalten LAN-Partys und brennen sich gegenseitig CDs und DVDs. Was man halt so als 16-jähriger im Jahr 2006 macht.
Illegaler Download
In Peppis Jugend ist nicht alles nur schön und unbeschwert. Alles ändert sich für ihn, als ein Brief mit einer Abmahnung in sein Elternhaus flattert. 3.482,60 Euro Strafe für den illegalen Download von „Saw II“. Peppis Vater ist arbeitslos und kann die Rechnung nicht bezahlen. Deswegen kann Peppi auf keinen Fall zugeben, dass er das war. Trotzdem versucht er, es wieder gut zu machen, und heckt einen Plan mit seinem Freund PD aus, um ganz schnell an Geld zu kommen.
Die Coming-of-Age-Serie „Chabos“ könnt ihr euch jetzt in der ZDF-Mediathek angucken.
Was läuft heute?
Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.

Aug 21, 2025 • 21min
Forschungsquartett | Ökologische Anpassung: Aufbruch nach Eurasien
Als die Menschheit flügge wurde
Wenn man die Menschheit als eine große Familie betrachtet, dann ist Afrika so etwas wie das Elternhaus: Dort steht die Wiege unserer Spezies, dort hat alles angefangen. In der Wissenschaft dominiert die Aufassung, dass alle Menschen auf der Welt diese gemeinsame Abstammung teilen. Das ist umso verblüffender, wenn man sich die heutige ökologische Anpassung der Menschen an ihre jeweiligen Lebensräume anschaut. Selbst in den unwirtlichsten Regionen der Erde überleben Artgenossen, weil sie perfekt an ihre Umgebung angepasst sind.
Dabei muss man sich klarmachen, dass unsere Urahnen Savannen und Steppen bewohnt haben — ihr ursprüngliches Habitat. Doch dann drangen frühe Menschengruppen in neue Lebensräume vor, zunächst Regenwälder und Wüstengebiete in Afrika. Und irgendwann vor rund 50 000 Jahren gelangten dann erstmals Vertreterinnen und Vertreter der Gattung Homo Sapiens nach Europa und Asien. Warum haben sie sich auf diese gefährliche Wanderung begeben? Und wie gelang ihnen die Anpassung an die fremden Umweltbedingungen? „Die Frage der Studie war: Warum so spät? Und warum erst dann erfolgreich? Warum haben sich die Menschen davor nicht in Eurasien festgesetzt?“, fragt Manuel Will, Archäologe und Anthropologe.
Die Pioniere der Anpassung
Heute weiß man, dass sämtliche nicht-afrikanische Menschen auf eine einzige Wandergruppe zurückgehen, der der Auszug aus Afrika schließlich gelang. Was haben sie anders gemacht als jene Frühmenschen, die in den neuen Lebensräumen nicht Fuß fassen konnten? Dazu gibt es verschiedene Hypthesen. Einige Forschende sehen technologische Fortschritte als Erklärung für die erfolgreiche Migration. Andere vermuten dahinter vor allem klimatische Veränderungen, die unsere Vorfahren zum Ausweichen zwangen. Und dann ist da auch noch die These der ökologischen Anpassung.
Mit der hat sich der Archäologe und Anthropologe Manuel Will vom Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena beschäftigt. Als Teil einer Forschungsgruppe hat er in einer Studie untersucht, ob dem Auszug aus Afrika womöglich eine entscheidende Phase vorausging, in der die ersten Menschen zunächst lernten, mit den unterschiedlichen Lebensräumen auf dem afrikanischen Kontinent klarzukommen. Im „Forschungsquartett“ spricht detektor.fm-Redakteur Johannes Schmidt mit Manuel Will über den Auszug der Menschheit aus dem Elternhaus.


