detektor.fm | Podcasts

detektor.fm – Das Podcast-Radio
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Oct 17, 2025 • 18min

Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Fluiddynamik: Löst KI das Millennium-Problem?

Fluiddynamik ist die Wissenschaft, die untersucht, wie sich Flüssigkeiten und Gase bewegen. Das betrifft uns alle, denn nach diesen Gesetzen verhalten sich Wasser, Blut und Luft, um nur einige zu nennen. Die Forschung dazu beschreibt, wie sich diese Fluide verformen, beschleunigen, verwirbeln oder beruhigen. Überall, wo etwas fließt oder sich bewegt, spielt Fluiddynamik eine Rolle: beim Wetter, beim Flug von Flugzeugen, in der Klimaforschung, in Ozeanen, in Maschinen oder im menschlichen Körper. Fluiddynamik als Millennium-Problem Die Bewegung von Fluiden folgt zwar klaren physikalischen Gesetzen. Trotzdem sind die entstehenden Gleichungen — vor allem die sogenannten Navier-Stokes-Gleichungen — extrem schwierig zu lösen. Sie gelten als Herzstück der Fluiddynamik, aber auch als eines der größten ungelösten Probleme der Mathematik, etwa in Form unberechenbarer Turbulenzen. Dieses Problem ist so fundamental, dass es zu den „Millennium-Problemen“ der modernen Mathematik zählt. Für deren Lösung wurde jeweils ein Preis von einer Million US-Dollar ausgesetzt. Forschende beißen sich seit Jahrzehnten die Zähne an der Fluiddynamik aus. Doch mithilfe von künstlicher Intelligenz könnten bald große Fortschritte gemacht werden, so die Hoffnung. Die KI kann helfen, Strömungen schneller und genauer zu simulieren, Turbulenzen vorherzusagen oder Werte in rechenintensiven Modellen zu schätzen. Damit wird die Fluiddynamik zu einem Paradebeispiel für einen Wandel in der Wissenschaft: Dort, wo menschliche Mathematik an Komplexität scheitert, kann KI zum Hoffnungsträger werden. Sie eröffnet neue Wege, um alte Rätsel wie die Navier-Stokes-Gleichungen besser zu verstehen. Das zeigt zugleich, wie eng Mathematik, Physik und Datenwissenschaft in Zukunft zusammenarbeiten könnten, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Manon Bischoff ist Redakteurin für Mathematik und Physik bei Spektrum der Wissenschaft. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer erklärt sie, warum die Fluiddynamik so kompliziert ist und welche Hoffnungen die Forschung in künstliche Intelligenz setzt.
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Oct 17, 2025 • 1h 52min

Antritt | Reportage: Was sind eure Lieblingsdetails, Ausstellende auf der Bespoked?

In dieser Ausgabe des „Antritts“ geht’s um die Rahmenbaumesse Bespoked 2025 und Details an dort ausgestellten Rädern und Produkten. Bespoked ist Klassentreffen Einmal im Jahr trifft sich die Fahrradrahmenbauszene auf der Bespoked. Die Messe für handgebaute Fahrräder und ausgefuchste Komponenten hat in den letzten drei Jahren jeweils in Dresden stattgefunden, neben kleineren Ablegern in Großbritannien. Auch in diesem Jahr haben sich zum Hauptevent über 150 Ausstellende auf zwei Etagen im Flughafen Dresden versammelt und sind gemeinsam ins Schwärmen gekommen. Denn rund um die Exponate zwischen Mainstream und Nische verströmt die Bespoked traditionell Klassentreffen-Vibes. Man kennt sich, man schätzt sich und man hat ein Auge für die großen Entwürfe und kleinen Details, die in Dresden gezeigt werden. Welche Details sind den Bespoked-Ausstellenden wichtig? Nachdem wir im „Antritt“ 2024 die große Frage nach dem Antrieb der Ausstellenden gestellt haben, schauen wir in diesem Jahr auf die Exponate selbst. Gerolf spricht mit seinen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern jeweils über ein Detail an einem Exponat und manchmal steckt im Kleinen eben auch das Große. Freut euch auf Gespräche mit Konstantin von Drust Cycles, Tine von Gramm Tourpacking, Tom von Meerglas, Pia von Morassi und viele mehr. Wir wünschen gute Unterhaltung! Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören. Passend zu unseren Folgen könnt ihr hier unsere Spotify-Playlist hören:
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Oct 17, 2025 • 27min

brand eins-Podcast | Wir fordern es heraus, Fehler zu machen

Tanja Merkl über Führung bei der Bundeswehr Im „brand eins Podcast“ sprechen wir in diesem Monat über Führung. Führung bedeutet in vielen Fällen, dass es Hierarchien in verschiedener Form gibt. Ganz eindeutig hierarchisch organisiert ist das Militär. Tanja Merkl hat eine Laufbahn bei der Bundeswehr eingeschlagen und dabei an verschiedenen Stellen Führungserfahrung gesammelt. Sie ist auf der bekannten „Gorch Fock“ als Marineoffizierin ausgebildet worden, hat an der Universität der Bundeswehr Pädagogik studiert und ist Kommandantin verschiedener Boote der Marine gewesen und damit zur See gefahren. Aktuell ist sie Stabsoffizierin im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln und gerade in Elternzeit. Über Führung bei der Bundeswehr sagt sie: „Man entscheidet nicht das, was gut für die Menschen ist, sondern was ihnen hilft. Man geht nicht nach dem Willen der Leute.“   Führung und Werteorientierung Als Kommandantin des Hohlstablenkbootes „Pegnitz“ und des Minenjagdbootes „Datteln“ hat Tanja Merkl Erfahrung damit, wie Führung auf beengtem Raum und unter besonderen Bedingungen funktioniert. Denn sie ist auch während der Covid-19-Pandemie auf See gewesen und sah sich und ihre Mannschaft mit einem Landgangverbot konfrontiert. Auf beengtem Raum und mit sehr begrenztem Kontakt zur Außenwelt ist es besonders wichtig, durch gute Führung eine funktionierende Manschaft aufrechtzuerhalten. Für Tanja Merkl ist die Bundeswehr ein attraktiver Arbeitgeber, der viele verschiedene Berufs- und Ausbildungsangebote macht. Doch die aktuelle Wehrpflicht-Debatte zeigt, dass es der Truppe zur Zeit nicht gelingt, ausreichend Personal zu finden. Das gilt auch für zivile Berufe bei der Bundeswehr. „Gerade die MINT-Berufe sind so eine Sparte, wo es uns relativ schwerfällt, das richtige Personal zu gewinnen.“ Über Hierarchie und Sprache bei der Bundeswehr sowie Werteorientierung in der Gesellschaft spricht Tanja Merkl in dieser Folge des „brand eins Podcasts“ mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert. 
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Oct 17, 2025 • 3min

Was läuft heute? | Schattenseite

Ein Klick, der alles zerstört Was, wenn deine intimsten Geheimnisse mit einem Klick öffentlich werden? In der neuen ARD-Serie „Schattenseite“ wird eine anonyme Website zur Bedrohung für eine ganze Schule. Schülerin Nola will nach einem Neuanfang eigentlich nur dazugehören, doch dann stirbt ein Mitschüler und kurz darauf taucht die Schattenseite auf: eine Plattform, die geheime Chats, Fotos und Affären veröffentlicht. Was als digitales Gerücht beginnt, wird schnell zum Albtraum. Wem kannst du noch trauen? Die sechsteilige Serie zeigt, wie schnell Vertrauen bricht, wenn Privates im Netz landet. Nola und Corvin suchen nach den Verantwortlichen, während rundherum Beziehungen zerbrechen und Existenzen zerstört werden. Basierend auf dem Roman von Jonas Ems, inszeniert von Özgür Yildirim und Alison Kuhn, entsteht ein intensiver Thriller über Cybermobbing, Geheimnisse und den Kontrollverlust in der digitalen Welt. „Schattenseite“ ist eine packende Serie für eine Generation, die online groß geworden ist. Alle sechs Folgen der neuen Serie findet ihr in der ARD Mediathek! Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Oct 16, 2025 • 4min

Was läuft heute? | Diplomatische Beziehungen

Machtspiele in Washington Die dritte Staffel von „Diplomatische Beziehungen“ wirft US-Diplomatin Kate Wyler (Keri Russell) mitten in ein politisches Erdbeben. Nach dem Tod des Präsidenten übernimmt ausgerechnet Grace Penn (Allison Janney) die Führung — jene Frau, die Kate zuletzt eines Anschlags beschuldigt hat. Während Washington im Ausnahmezustand versinkt, kämpft Kate darum, ihre Integrität zu bewahren und gleichzeitig in der gnadenlosen politischen Arena zu überleben. Posten frei: Vizepräsidentin Ihr Mann Hal (Rufus Sewell) spinnt längst eigene Pläne, um Kate zur neuen Vizepräsidentin zu machen. Zwischen Loyalität, Macht und Moral verschwimmen die Grenzen und jeder Schritt könnte katastrophale Folgen haben. Außenminister Austin Dennison (David Gyasi) fungiert mal als Verbündeter, mal als moralischer Kompass. Es entfaltet sich ein gefährliches Spiel, bei dem niemand mehr zu durchschauen ist. Politthriller mit Tiefgang Showrunnerin Debora Cahn führt das Ensemble durch ein hochspannendes Netz aus Intrigen, persönlichen Konflikten und geopolitischen Krisen. Jede Entscheidung hat Konsequenzen, jedes Bündnis einen Preis. Die Serie zeigt, wie dünn die Linie zwischen Idealismus und Machtmissbrauch verläuft und wie schwer es ist, moralisch korrekt zu handeln, wenn die Weltpolitik auf dem Spiel steht. „Diplomatische Beziehungen“, Staffel 3 ist jetzt bei Netflix verfügbar und perfekt für alle, die politische Spannung, komplexe Charaktere und starke Frauenfiguren lieben. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Oct 16, 2025 • 21min

Forschungsquartett | Side-Channel-Angriffe: Was Computer über uns verraten

Das Forschungsquartett — dieses Mal in Kooperation mit dem CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit Side-Channel-Angriffe: Das vermeintlich Nebensächliche nutzen Laptops, Handys, Smartwatches verarbeiten jeden Tag riesige Datenmengen. Dabei entstehen neben der Information auch kleine Nebeneffekte, wie ein veränderter Stromverbrauch je nach Rechnung, veränderte Wärmeentwicklung und nicht zuletzt ein anderes Rechentempo. Diese Spuren nutzen Hacker bei sogenannten Side-Channel-Angriffen. Statt Sicherheitslücken in der Software zu suchen, lesen sie unter anderem physikalische Begleiterscheinungen aus. Und ziehen daraus Rückschlüsse auf geheime Informationen. Side-Channel-Angriffe gibt es nicht erst, seitdem es Laptops und Smartwatches gibt. Bereits in den 1940er Jahren gab es beispielsweise die Idee, dass ein Laser winzige Schwingungen auffangen könnte, die Schall auf glatten Flächen wie Fenstern hinterlässt und diese dann in hörbare Töne umwandelt. Und auch heute gibt es überraschend kreative Methoden, die über Nebenwege Informationen herausfinden. 2018 haben Journalistinnen und Journalisten sich zum Beispiel die App Strava zunutze gemacht um herauszufinden, wo sich Präsidenten aufhalten — allein über die Laufstrecken ihrer Leibwächter. Physik als Schwachstelle Vor solchen Angriffen kann man sich am Ende kaum schützen. Denn physikalische Nebeneffekte, wie die Wärmeabstrahlung eines Computers, wird man kaum bemerken und auch nur schwer verhindern können. Auch das unterscheidet Side-Channel-Angriffe von anderen Cyberattacken, die meistens Spuren hinterlassen. Manche Risiken lassen sich trotzdem verringern. Zum Beispiel kann man Computerprozesse so einstellen, dass sie immer gleich lange dauern, egal, wie komplex die Aufgabe ist. Das erschwert Rückschlüsse auf die Rechnung selbst, macht aber das System insgesamt deutlich langsamer. Wie kann man Computer trotz dieser physikalischen Grenzen sicherer machen? Darüber sprechen detektor.fm-Moderatorin Karolin Breitschädel und ihre Kollegin Esther Stephan in der neuen Folge vom Forschungsquartett. Ihr Gast ist Dr. Michael Schwarz, er forscht am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit und erklärt, warum Side-Channel-Angriffe so schwer zu erkennen sind und wieso absolute Sicherheit in der digitalen Welt wahrscheinlich nie möglich sein wird.
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Oct 15, 2025 • 5min

Was läuft heute? | Ghosts

Plötzlich reich? Falsch gedacht Alison und Mike aus „Ghosts“ erben völlig überraschend ein altes, heruntergekommenes Herrenhaus. Schnell kommen die beiden auf die Idee, das Anwesen zu renovieren und in ein Bed & Breakfast zu verwandeln. So können sie sich etwas dazuverdienen. Doch da haben sie die Rechnung ohne die unbekannten Mitbewohner und Mitbewohnerinnen gemacht. Denn in dem Haus spukt es und unzählige Geister aus unterschiedlichen Epochen wohnen im sogenannten Button House — sie sind auf kuriose Art und Weise nach ihrem Tot in dem Anwesen stecken geblieben. Der Kampf um das zu Hause Bei den Renovierungsarbeiten verunglückt Alison und stirbt beinahe. Dieser Unfall sorgt dafür, dass sie plötzlich mit den Geistern sprechen kann. Dadurch wird klar: Die unsichtbaren Mitbewohner sind nicht sonderlich begeistert, dass ihr Zuhause einem Hotel weichen soll. Also versuchen alle Geister auf ihre Art und Weise das Pärchen aus dem Haus zu bekommen. Das Ergebnis: jede Menge Chaos. Da wäre zum Beispiel Lady Fanny Button, eine viktorianische Dame voller Anstand und Standesdünkel, aber auch Julian, ein verstorbener Politiker aus den 1990ern, der die ganze Zeit in Unterhose rumläuft und so sein Unwesen treibt. Und um das ganze noch kurioser zu machen, gibt’s noch Thomas, einen romantisch veranlagten Poeten aus dem 19. Jahrhundert, der sich unsterblich in Alison verliebt. Die wiederum versucht sich ihre neuen Fähigkeiten zu Nutze zu machen und spannt die Geister für ihr Hotel-Vorhaben ein. Mike ist frustriert, dass er von all dem nichts mitbekommt. Er kann seine übernatürlichen Mitbewohner nämlich nach wie vor weder sehen, noch hören. Wer sich für britische Comedy begeistern kann und eine einfache und lustige Serie sucht, für den ist Ghosts genau das richtige. Staffel 1 bis 3 gibt es ab sofort bei Prime Video. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
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Oct 15, 2025 • 39min

Ach, Mensch! | Wenn Maschinen Zeugen werden: Wie verändert KI den Gerichtsprozess?

AI is watching us Es gibt kaum einen Bereich unseres Lebens, in dem wir heute noch ohne Technik auskommen: Smartwatches, die unsere Körperfunktionen tracken oder ein Assistent in unserem Auto, der checkt, ob wir müde sein könnten oder unkontrolliert fahren. Egal, wo wir hingehen: Das Smartphone und seine KI-Systeme wissen, weiß, wo wir sind. All diese Maschinen begleiten uns also durch den Alltag und stellen in den allermeisten Fällen nichts Auffälliges fest. Was aber, wenn tatsächlich etwas passiert und ein KI-System alles aufgezeichnet hat? Wenn etwa der Autofahrer nach einer Müdigkeitswarnung weiterfährt und einen Unfall baut? Könnte das Auto zum Belastungszeugen werden? Wo die KI an ihre Grenzen stößt Auf den ersten Blick scheinen smarte Geräte objektive Beweismittel zu sein. Doch Prof. Dr. Sabine Gless weiß, dass es nicht so einfach ist. Sie forscht am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht. Ein Müdigkeitswarner im Auto erkennt zum Beispiel keine Tiere auf der Straße. Er registriert nur eine abrupte Lenkbewegung und deutet sie vielleicht fälschlich als Sekundenschlaf. Ein Problem sei außerdem, dass Algorithmen hinter KI-Systemen nie vollständig transparent sind. Schon allein, weil Hersteller ihre Programmierung ungern preisgeben und auch rechtlich in Form des Betriebsgeheimnisses geschützt sind. So bleibt unklar, wie ein System zu seinem finalen Ergebnis kommt. Recht auf faire Verteidigung Auch Verteidigungsrechte müssten angepasst werden, wenn KI im Strafprozess verwendet wird. In Europa darf sich jede angeklagte Person effektiv gegen belastende Beweise wehren. Bei KI-Systemen wird das allerdings schwierig, da sie nicht befragt oder ins Kreuzverhör genommen werden können, wie es bei menschlichen Zeugen üblich ist. Um KI-Systeme in Deutschland im Strafverfahren einzusetzen, müssten neue gesetzliche Regelungen geschaffen werden, etwa für einen „KI-Beweis“. Eines steht für sie fest: Die Technik wird bleiben — und mit ihr die Verantwortung, sie richtig zu verstehen. In dieser Folge von „Ach, Mensch!“ spricht detektor.fm-Moderatorin Jessica Hughes mit Sabine Gless über Grenzen und Möglichkeiten von KI im Strafprozess.
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Oct 14, 2025 • 19min

Kunst und Leben – Der Monopol Podcast | Shilpa Gupta — „Meaning can be made or unmade“

Shilpa Gupta zählt zu den einflussreichsten indischen Künstlerinnen ihrer Zeit. Ihre Kunst wurde auf der Biennale in Venedig gezeigt, im Centre Pompidou in Paris und im Museum of Modern Art in New York. Seit Ende September widmet ihr die Kunsthalle St. Annen in Lübeck die Einzelausstellung „we last met in the mirror“. Zugleich wurde sie mit dem Possehl-Preis für Internationale Kunst ausgezeichnet. Mumbai — die Stadt, die niemals schläft In Mumbai am Arabischen Meer leben mehr als 20 Millionen Menschen. Aus diesem Kosmos aus Geräuschen, Sprachen, Kulturen und Erinnerungen schöpft Shilpa Gupta ihre Inspiration. Dabei wird die Stadt selbst zu ihrem Atelier — sowohl ganz praktisch, denn die Materialien für ihre Installationen bekommt sie aus den zahlreichen kleinen Shops der Stadt und mit manchen Händlern und Handwerken verbindet sie eine lange Zusammenarbeit, als auch auf inhaltlicher Ebene, wie Elke Buhr erzählt. Was ist eine Nation? Für ein Werk hat Shilpa Gupta Menschen gebeten, die Umrisse des Staates Indien aus dem Kopf aufzuzeichnen. Jede Abbildung sah anders aus. Um die Fragen nach nationaler Identität und Religion wird eigentlich seit der indischen Unabhängigkeit 1947 hart gekämpft — in manchen Fällen auch mit Gewalt. Während ihrer Bildhauereiausbildung an der Sir J.J School of Arts in den 1990er-Jahren erlebte Shilpa Gupta mehrere gewaltvolle Auseinandersetzungen und Bombenangriffe in Mumbai. Mehrere hundert Menschen starben damals. Unter Regierungschef Narendra Modi befindet sich Indien zudem in einer tiefgreifenden Transformation. Mit seiner Politik verfolgt er die Umsetzung eines hindu-nationalistischen Staates, in dem der Islam unterdrückt wird, wie Menschenrechtsorganisationen kritisieren. Was ist eine Nation? Welche Rolle spielen Grenzen und wie sind sie spürbar? Und wo liegt die Macht des Staates? Mit diesen Fragen setzt sich die indische Künstlerin Shilpa Gupta in ihrem Werk auseinander. Elke Buhr, Chefredakteurin des Monopol-Magazins hat sie in ihrer Heimatstadt Mumbai getroffen. In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin berichtet sie im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Sara-Maria Plekat von dieser Begegnung. Die Ausstellung „we last met in the mirror“ von Shilpa Gupta in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck läuft noch bis zum 1. März 2026.
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Oct 14, 2025 • 23min

Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | Zugvögel in Zeiten des Klimawandels

Die Tage werden kürzer, die Parks in den Städten verwandeln sich in bunte Landschaften. Der Herbst ist da und wenn wir in den Himmel schauen, sehen und hören wir ab und zu eines der faszinierendsten Naturschauspiele des Jahres: Zugvögel, die sich in wärmere Gebiete begeben. Doch dieses jahrtausendealte Ritual verändert sich. Der Klimawandel verschiebt nicht nur Jahreszeiten und Temperaturen, er verändert auch, wann, wohin und ob Vögel überhaupt noch ziehen. Neue Routen und Ziele Die Abreise im Herbst ist für viele Vogelarten zwar schon immer flexibel gewesen, dennoch zeigen sich erste Tendenzen im Zugverhalten. Nicht nur der Zeitpunkt, auch die Routen und Ziele vieler Zugvögel verändern sich langsam. Während manche Einzeltiere oder Arten den Aufenthalt in ihren traditionellen Winterquartieren in Afrika verkürzen oder gar ganz aufgeben, bleiben andere zunehmend in Südeuropa, wo die Bedingungen inzwischen milder sind. So überwintert vor allem die Westzieher-Population des Weißstorches immer häufiger in Spanien, wo offene Mülldeponien zwar genug Nahrung bieten, aber auch eine tödliche Gefahr darstellen. Gefahren auf dem Weg Viele Zugvögel rasten an Flussmündungen und Feldern. Durch den Klimawandel trocknen viele dieser Gebiete aus, sodass sich nicht alle Vögel ausreichend erholen können. Gerade Langestreckenzieher müssen die Sahara in einem Zug überqueren. Ohne genügend Wasser schaffen sie diese Reise nicht. Hinzu kommen Extremwetterbedingungen wie Stürme und Unwetter. Auch wenn Wind in manchen Fällen eine positive Wirkung haben kann, birgt er gleichzeitig die Gefahr, dass die Tiere abdriften. So verlieren die Vögel viel Energie. Hinzu kommen weitere menschengemachte Gefahren wie ungesicherte Strommasten, Auto- und Bahnverkehr und Glasfassaden, die zur Todesfalle werden können. Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf das Zugverhalten der Vögel und was hat sich da in den vergangenen Jahren verändert? Darüber hat detektor.fm-Redakteurin Imke Zimmermann für diese Recap-Folge des Klimapodcasts „Mission Energiewende“ mit Martin Rümmler gesprochen. Er ist NABU-Vogelschutzexperte und Host des Vogelpodcasts „Reingezwitschert“. Mit Host Ina Lebedjew spricht er auch über die Frage, wie wir den großen und kleinen Zugvögeln helfen können.

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