

Archivradio – Geschichte im Original
SWR
Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert von: Gábor Paál, Lukas Meyer-Blankenburg, Maximilian Schönherr und Christoph König. Ein Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog
Episodes
Mentioned books

Feb 11, 2020 • 2min
Reporter: Nelson Mandela ist frei! | 11.2.1990
Einer der größten Wendepunkte in der Geschichte Südafrikas: Nelson Mandela (18.7.1918 - 5.12.2013) wird nach 27-jähriger Haft aus dem Victor-Verster-Gefängnis in Paarl bei Kapstadt entlassen.
Unter den Journalisten, die vor den Toren auf seine Freilassung warten, ist auch ARD-Korrespondent Klaus Metzler.

Feb 2, 2020 • 4min
Rudolf Breitscheid über den Völkerbund | 1928
Der SPD-Fraktionsvorsitzende und Außenpolitiker Rudolf Breitscheid – Mitglied der Deutschen Völkerbundskommission – sagt 1928, was er vom Völkerbund hält: Es sei richtig, dass Deutschland beigetreten ist, doch als Sozialdemokrat erwarte er davon nicht zu viel.

Jan 31, 2020 • 2min
Premier Edward Heath schwärmt von Europa | 2.1.1973
Der britische Premierminister Edward Heath beschwört die "frische Einheit" in Europa. Nach dem Ende des Empires habe Großbritannien eine neue Rolle gefunden.

Dec 5, 2019 • 17min
Erich Honecker tritt ab, Egon Krenz folgt
18 Jahre lang war Erich Honecker SED-Chef, 14 Jahre lang auch Vorsitzender des Staatsrats der DDR. Am 18. Oktober 1989 endet diese lange Ära.
Honecker wird zum Rücktritt gezwungen, nachdem er auf die dramatischen Veränderungen in der DDR keine Antwort hatte. Michail Gorbatschow hatte ihn noch gewarnt mit seinem berühmten Satz: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Honecker wird abgelöst von seinem Stellvertreter Egon Krenz – der auch nicht für Reformen und Aufbruch steht.

Nov 17, 2019 • 4min
Dieter Baumann erhält doch Sperre wegen Dopings
Im Juli 2000 spricht der Deutsche Leichtathletik-Verband Dieter Baumann vom Vorwurf des Dopings frei. Doch am 18. September 2000 – die Olympischen Spiele in Sydney haben gerade begonnen – kassiert der Internationale Leichtathletik-Verband diesen Freispruch wieder.
Dieter Baumann wird für zwei Jahre gesperrt, sein Rekord über 5.000 Meter wird ihm aberkannt.

Nov 17, 2019 • 7min
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Dieter Baumann ein | 30.5.2000
Monate, nachdem die Doping-Vorwürfen gegen Dieter Baumann bekannt wurden, gibt die Staatsanwaltschaft Tübingen eine Pressekonferenz. Sie stellt die Ermittlungen ein.
Eine echte Entlastung für den Sportler ist das nicht.

Nov 17, 2019 • 8min
Dieter Baumann äußert sich zur „Zahnpasta-Affäre“
In der SWR1-Sendung „Stadion“ äußert sich Dieter Baumann zu den Doping-Vorwürfen gegen ihn und zur manipulierten Zahnpasta.

Nov 17, 2019 • 5min
Dieter Baumann: Doping per Zahnpasta?
Die Zahnpasta war’s! Über sie ist der Doping-Wirkstoff Nandrolon in den Körper des Langstreckenläufers Dieter Baumann geraten; das scheint am 3.12.1999 geklärt zu sein.
Doch damit stellt sich die nächste Frage: Wer hat die Zahnpasta manipuliert? Dieter Baumann selbst? Oder wurde er Opfer einer Intrige?

Nov 17, 2019 • 10min
Dieter Baumann unter Doping-Verdacht | 19.11.1999
Dieter Baumann war Olympiasieger und einer der erfolgreichsten deutschen Langstreckenläufer. Er lief 5.000 Meter in 12 Minuten und 54 Sekunden – die bis heute ungeklärte Frage ist, ob er dabei gedopt war oder nicht. Denn Dieter Baumann, der Athlet aus dem schwäbischen Blaustein, der Doping immer verurteilte, gerät 1999 selbst unter den Verdacht.
Am 13. November 1999 wird bekannt, dass bei zwei Doping-Proben von ihm Nandrolon gefunden wurde. Am 19. November stellt sich Baumann den Fragen der Presse.

Nov 8, 2019 • 4min
Spionagechef Markus Wolf fordert Erneuerung der DDR | 4.11.1989
Markus Wolf, Spionagechef der DDR, Leiter des Auslands-Nachrichtendienstes im Ministerium für Staatssicherheit, überrascht mit einer Rede auf einer Großdemonstrationen auf dem Berliner Alexanderplatz, fünf Tage vor der Öffnung der Mauer. Wolf kritisiert die DDR-Führung scharf und fordert eine Erneuerung der SED als Partei und der DDR als Staat. Er spricht von einem "erneuerten Sozialismus" – und wird ausgepfiffen.
Die Ansprache von Markus Wolf im Wortlaut
"Nicht ohne zu zögern nutze ich die Möglichkeit, an dieses Mikrofon zu treten, aus mehreren Gründen. Es war nicht meine Partei, die Sozialistische Einheitspartei, die mit der Macht der Medien zu dieser Demonstration aufgerufen hätte. Es war die fast leise Stimme Berliner Künstler, mit der Forderung nach Freiheit des Worts und der Versammlung. Trotz zunehmend mahnender Stimmen in unseren eigenen Reihen konnten wir nicht verhindern, dass unsere Führung bis zum 7. Oktober in einer Scheinwelt lebte und selbst dann noch versagte, als die Menschen anfingen, mit den Füßen abzustimmen. Das war bitter für uns Kommunisten.
Hunderttausende Kommunisten, die ehrlich und aktiv gearbeitet haben, erwarten einen klaren Kurs. Viele haben schon lange um Lösungen gekämpft. Haben auch weitreichende konzeptionelle Vorschläge für grundlegende Reformen eines erneuerten Sozialismus gemacht. Diese Vorschläge gehören jetzt in den Dialog und an die Öffentlichkeit.
Damit wird noch deutlicher werden, dass es in dieser meiner Partei nicht an engagierten und couragierten Menschen auf allen Arbeitsebenen und Feldern mangelt. Nicht an klaren und konzeptionell kompetent Köpfen fehlt.
Nicht durch Pochen auf festgeschriebene Artikel. Nur so, durch Überzeugung und harte, sehr harte Arbeit, kann diese Partei ihre Rolle in der neuen Etappe unserer gesellschaftlichen Entwicklung spielen."


