Archivradio – Geschichte im Original

SWR
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Feb 3, 2023 • 2min

Niederlage von Stalingrad in den Nachrichten | 3.2.1943

Monatelang dauerte die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/1943. 700.000 Menschen kamen ums Leben. Es ist die vor allem psychologische Wende im Krieg gegen die Sowjetunion. Am 3. Februar kommt auch das Oberkommando der Wehrmacht nicht umhin, die Niederlage zu verkünden.
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Feb 1, 2023 • 5min

U-Boot-Krieg gegen Großbritannien: Rede von Großadmiral Alfred von Tirpitz | 1.2.1917 | Erster Weltkrieg

Alfred von Tirpitz mit einer Erklärung Alfred von Tirpitz (1849 - 1930) greift England in seiner Rede direkt an: Es wolle sein "Monopol" als dominierende Seemacht behalten. Der deutsche U-Boot-Krieg ist für ihn eine legale und legitime Reaktion der Deutschen. Der Überfall auf das neutrale Belgien nennt er "Recht". Belgiens Neutralität war durch einen Vertrag von 1837 garantiert, den auch Preußen unterzeichnet hatte. Die Einmarsch in Belgien lieferte der alliierten Presse Gelegenheit, die Deutschen als "wilde Hunnen" darzustellen.  Von 1915 an findet der Krieg auch mit U-Booten statt. Deutschland torpediert insbesondere britische Schiffe wie das Passagierschiff "Lusitania". Bei diesem Angriff werden auch mehr als 100 US-Bürger getötet. Großbritannien blockiert im Gegenzug den Seeweg über den Atlantik. So eskaliert der U-Boot-Krieg in den folgenden zwei Jahren. Wir hören Großadmiral Alfred von Tirpitz mit seiner Erklärung vom 1. Februar 1917. Deutschland hat die Gewässer rings um Großbritannien zum Kriegsgebiet erklärt. Tirpitz wirft London vor, es wolle die Welt wie "eine Zitrone auspressen" und keine Konkurrenz durch Deutschland dulden. Tirpitz treibt Bau von Großkampfschiffen voran Alfred von Tirpitz war Großadmiral und Staatssekretär im Reichsmarineamt von 1897 bis März 1916. Er trieb den Bau von Großkampfschiffen der Hochseeflotte voran und machte die deutsche Marine zur zweitgrößten Flotte der Welt. Nach den Friedensresolutionen der Mehrheitsparteien im Reichstag gründete er 1917 gemeinsam mit Wolfgang Kapp die Deutsche Vaterlandspartei als Sammelbecken für die nationale Opposition. Er war Mitglied des Reichstags 1924 bis 1928 für die Deutschnationale Volkspartei (DNVP). Die Rede in der Zusammenfassung Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland / England sieht die Welt als eine Zitrone an und glaubt, sie allein auspressen zu können / Unsere Seesperre durch die U-Boote ist keine Vergeltungsmaßregel, sondern ein legales Recht / England sieht alles als Unrecht oder gar als Frevel an, was ihm als auserwähltes Volk ungünstig ist, alles als Recht, was ihm günstig / Rücksichtslose Behandlung der neutralen Schifffahrt durch England / Knebelung Portugals und brutale Niederwerfung Griechenlands / Zum Durchmarsch deutscher Truppen durch Belgien: "Dem Staat Belgien ist durch sein Verhalten Recht geschehen und nicht Unrecht" / Der gewaltige Kampf, den Deutschland jetzt führt, geht nicht um Deutschland allein, er geht in Wahrheit "um die Freiheit des europäischen Kontinents und seiner Völker gegen die alles verschlingende Tyrannei des Angloamerikanismus" / Den militärischen Sieg haben wir in der Hand, auch den politischen Sieg / Deutschland kämpft für ein großes Ideal / "Deutschland wach auf, Deine Schicksalsstunde ist gekommen". Aufnahmedatum: 1.2.1917Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
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Jan 28, 2023 • 1min

Friedrich Freiherr von Georgi ruft Bevölkerung zum Durchhalten auf | 28.1.1916

Die bewundernswürdige Haltung der Bevölkerung ermöglichte eine große Kraftentfaltung. "Diese Erfahrung legt uns ... die Pflicht auf, bis zum siegreichen Kriegsende durchhalten, auch nach Friedensschluss zusammenhalten, damit wir alle Kriegserrungenschaften dauernd festhalten." Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
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Jan 27, 2023 • 6min

Zentralrat der Juden und Bundesregierung unterzeichnen Staatsvertrag | 27.1.2003

Am 27. Januar 2003 unterzeichneten Bundeskanzler Gerhard Schröder und Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden, den ersten Staatsvertrag zwischen dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Bundesrepublik Deutschland. Er regelt die Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den jüdischen Gemeinden und verpflichtet die Bundesregierung zur "Erhaltung und Pflege des deutsch-jüdischen Kulturerbes". Der Zentralrat erhält dafür vom Bund jährliche Zahlungen von zunächst drei Millionen Euro. In seiner Dankesrede blickte Paul Spiegel kurz zurück auf die jüdische Geschichte im Nachkriegsdeutschland und betonte die Bedeutung des neuen Staatsvertrags für das Judentum in Deutschland.
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Jan 22, 2023 • 3min

Unterzeichnung des Élysée-Vertrags: Live-Reportage | 22.1.1963

Völkerverbindende Vertragsunterzeichnung Der Reporter Georg Stefan Troller ist mit dabei und berichtet live von dieser völkerverbindenden Vertragsunterzeichnung. Sie findet statt im Salle de Murat des Élysée-Palasts, einem fensterlosen, schmalen Repräsentationsraum. Der Reporter beschreibt den Raum: Das Mobilar beschränke sich auf einen mit rotem Samt bespannten Tisch und fünf darum gruppierte Sessel. In der Mitte habe General de Gaulle Platz genommen. Adenauer sitze rechts von ihm, Premierminister Pompidou zur Linken. Die beiden Außenminister, Schröder und Couve de Murville, seien etwas auf Distanz dahinter platziert. Wangenkuss nach französischer Sitte De Gaulle sei als erster mit dem unterzeichnen fertig. Im Hintergrund hört man den Staatspräsident sprechen, der Reporter übersetzt simultan. Die historische Szene, die dann kommt, nennt der Reporter "unerhört". De Gaulle und Adenauer küssen sich nach französischer Sitte auf beide Wangen. "Ich danke Ihnen, Herr Kanzler", sagt de Gaulle. Damit sei die Aussöhnung zwischen den beiden Nachbarvölkern eine geschichtliche Tatsache geworden. Verbrieft und besiegelt. Archiv des Südwestfunks
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Jan 21, 2023 • 4min

Amtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton beginnt | 7.1.1999

Im Januar 1999 beginnt das Amtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton. Hauptvorwurf: Clinton habe im Zusammenhang mit seinen Affären und mutmaßlichen sexuellen Übergriffen mehrere Meineide geleistet. Doch nicht einmal Clintons politische Gegner, die Republikaner, sind wirklich in der Sache geschlossen und geeint. US-Präsident Clinton bleibt im Amt Schon einen Monat später, am 12. Februar 1999, geht das Impeachmentverfahren zu Ende. Clinton bleibt im Amt, wird noch nicht einmal für sein Verhalten gerügt. Anschließend kann er umso entspannter weiterregieren.
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Jan 21, 2023 • 10min

Video mit Bill Clintons Affären-Geständnis läuft im Fernsehen | 21.9.1998

US-Präsident Clinton sagt vor Sonderermittler-Team um Kenneth Starr aus Wegen seiner Sex-Affäre und einer mutmaßlichen Falschaussage muss US-Präsident Bill Clinton im August 1998 vor dem Team des Sonderermittlers Kenneth Starr (1946 - 2022) aussagen. Hier räumt er ein, so wörtlich, unangemessenes Verhältnis zur ehemaligen Praktikantin Monica Lewinsky ein und schilderte Details. Er beharrt aber darauf, keine "sexuelle Beziehung" zu Lewinsky gehabt zu haben, weil sich dieser Begriff nach seinem Verständnis ausschließlich auf Geschlechtsverkehr beziehe, der aber nicht stattgefunden habe. Video wird öffentlich: Empörung über Verletzung der Privatsphäre Diese Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt, doch am 21. September 1998 wird ein Video der Anhörung in die Öffentlichkeit lanciert und im Fernsehen ausgestrahlt. Deutsche Spitzen-Politiker äußern sich empört über diese Indiskretionen. Bundeskanzler Helmut Kohl erklärt, er finde die Vorgänge "zum Kotzen". Kenneth Starr empfiehlt Impeachment-Verfahren, Bill Clinton bleibt populär Sonderermittler Kenneth Starr wird bald darauf in seinem Abschlussbericht die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Bill Clinton empfehlen.Clintons Popularität leidet allerdings kaum unter der Affäre. Sie sorgt sogar im Vorverkauf von Halloween für ganz neue Kostümmoden. Lewinsky-Outfit und Clinton-Zigarren sind der Renner – erzählt USA-Korrespondent Hans-Jürgen Maurus in seinem Bericht vom 7. Oktober 1998.
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Jan 21, 2023 • 14min

Bill Clintons Affäre mit Monica Lewinsky wird zum Skandal | 22. bis 27.1.1998

US-Präsident Clinton soll Monica Lewinsky zum Meineid angestiftet haben Im Januar 1998 verdichten sich die Hinweise, dass US-Präsident Bill Clinton eine Sex-Affäre mit einer Praktikantin im Weißen Haus gehabt hat. Zum politischen Skandal wird die Geschichte aber, als herauskommt, dass er diese Praktikantin mit dem Namen Monica Lewinsky angestiftet haben soll, die Affäre unter Eid zu leugnen, also einen Meineid zu leisten. Und dass er selbst öffentlich gelogen hat. Impeachment: Dem Präsidenten droht die Amtsenthebung Monate später wird das Ganze zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten führen. Es wird eine belastende Zeit für Bill Clinton. Sie beginnt mit den ersten Enthüllungen am 22. Januar 1998. Wenige Tage später bekommt Bill Clinton Unterstützung – von seiner Frau Hillary.
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Jan 19, 2023 • 30min

Erster "Holocaust-Gedenktag" | 19.1.1996

Der 27. Januar – Jahrestag der Befreiung der Menschen im Konzentrationslager Auschwitz 1945 – ist in Deutschland Holocaust-Gedenktag. Das war nicht immer so. Dieser Gedenktag wurde erst 51 Jahre nach Ende der Nazi-Diktatur geschaffen. Die erste Feierstunde 1996 wurde allerdings wegen einer Dienstreise von Bundespräsident Roman Herzog eine Woche vorverlegt, auf den 19. Januar. Vor Herzog spricht Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.
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Jan 19, 2023 • 9min

Honecker: Mauer wird noch in 100 Jahren stehen | 19.1.1989

Die Mauer ("antifaschistischer Schutzwall") schütze die DDR-Bürger vor Ausplünderung, Drogen und den Machenschaften des Westens. Davon zeigte sich Erich Honecker noch Anfang des Jahres 1989 überzeugt. Wenn sich der Westen nicht ändere, werde die Mauer noch in 100 Jahren stehen. So Honecker auf der Tagung des Thomas-Müntzer-Komitees in Ostberlin. Er spricht im folgenden Redeauszug über den Frieden, und den Beitrag, den die DDR dazu leistet. Der USA und Deutschland wirft er Doppelzüngigkeit vor.

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