BR24 Medien

Bayerischer Rundfunk
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Aug 21, 2025 • 23min

Sind Medien so divers wie die Gesellschaft?

In den Medienanstalten und Verlagshäusern gibt es immer noch weniger Frauen als Männer, viel zu wenige Kolleginnen mit Migrationshintergrund und noch weniger mit Behinderung. Ist das auch einer der Gründe, warum sich Menschen weniger mit Medien identifizieren und ihnen glauben? Nina Landhofer hat mit dem Sozialaktivisten Raul Krauthausen und Christine Horz-Ishak gesprochen - über die Auswirkungen und darüber, wo noch Luft nach oben ist.
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Aug 14, 2025 • 25min

Sportrechte: Milliarden-Poker und neue Player

Die Bundesliga-Konferenz läuft ab der neuen Saison nur auf DAZN. Sky hat den Kürzeren gezogen. Jonathan Schulenburg beleuchtet in BR24-Medien den Milliarden-Poker um die Fußballrechte und die Verlagerung von Sky zu DAZN. Kevin Barth berichtet über die Probleme bei der letzten Auktion und wer in der neuen Saison was überträgt. Professor Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln analysiert den Wandel der Sportrechte und die Herausforderungen für klassische und neue Medienanbieter wie Amazon und Netflix. Welche Sportarten sind am lukrativsten und wie beeinflussen die hohen Kosten die Zukunft der Sportberichterstattung?
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Aug 7, 2025 • 28min

Wie barrierefrei sind Medien?

Wir haben 30 Prozent Barrierefreiheit in den Medien erreicht, sagt Markus Ertl vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Cornelia Holsten, die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt, sieht zwar Fortschritte, kritisiert aber, dass die Gesellschaft Barrierefreiheit nicht genug akzeptiert. Trotz neuer Gesetze geht vieles immer noch zu langsam. Warum ist das so und wie könnte es funktionieren? Das fragt Nina Landhofer und holt dazu die wissenschaftliche Expertise von Annegret Haage von der TU Dortmund ein. Wie man mit Barrierefreiheit beim Bayerischen Rundfunk umgeht, das erklärt Bernd Benecke. *** Shownotes: https://www.dbsv.org/ https://www.die-medienanstalten.de/barrierefreiheit
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Aug 1, 2025 • 26min

Nachwuchskrise im Journalismus: Wie wird der Job wieder attraktiver?

Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für den Journalismus - obwohl der Beruf gesellschaftlich vielleicht so wichtig ist wie lange nicht. Heute ist weniger als ein Viertel der Journalistinnen und Journalisten in Deutschland jünger als 36. Vor etwa 30 Jahren war es noch die Hälfte. Woran liegt das? Welche Folgen hat das auch für die Gesellschaft? Und was kann man tun? In dieser Folge von BR24 Medien spricht Linus Lüring mit der früheren Journalistik-Studentin Steffi (Name geändert) über ihren Ausstieg noch vor dem Einstieg in die Medienbranche. Aus finanziellen Gründen musste sie ihre Pläne ändern. Ihre Geschichte steht exemplarisch für eine Branche, die Nachwuchs sucht, aber es jungen Menschen schwer macht, dauerhaft Fuß zu fassen. Prekäre Bezahlung ist aber nur Teil des Problems. Auch öffentliche Angriffe und Burn-Out spielen eine Rolle. Das sind die Gäste: - Der Kommunikationswissenschaftler Thomas Hanitzsch von der LMU in München sagt, Journalismus werde elitärer, denn man müsse es sich leisten können, in der Branche zu arbeiten. - Malte Werner von Netzwerk Recherche stellt ein Angebot für psychisch belastete Medienschaffende vor: Die Helpline. Er ist überzeugt, dass es mehr Unterstützung braucht - vor allem für jüngere Journalistinnen und Journalisten. *** Shownotes: Die Nummer der Helpline ist 030 - 7543 7633 Mehr Informationen auch unter https://netzwerkrecherche.org/helpline/ Studie von Thomas Hanitzsch und anderen (2025): Burning (Out) For Journalism: Aktuelle Befunde zur psychosozialen Gesundheit im deutschen Journalismus https://doi.org/10.5282/ubm/epub.123416 Studie von Thomas Hanitzsch und Jana Rick (2021): Prekarisierung im Journalismus https://www.ifkw.uni-muenchen.de/lehrbereiche/hanitzsch/projekte/prekarisierung.pdf Recherche von Oskar Vitlif: So viel zahlen deutsche Medienhäuser für ein Praktikum https://vitlif.de/blog/praktikumsgehalt-journalismus-deutschland/
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Jul 25, 2025 • 27min

Warum Trumps Angriffe auf US-Medien eine neue Dimension erreichen

Die Lage für unabhängige Medien in den USA spitzt sich zu. Die Einstellung der Late Show mit Stephen Colbert - einem scharfen Kritiker von Donald Trump - wirft Fragen auf: Geht es wirklich ums Geld oder soll eine kritische Stimme zum Schweigen gebracht werden? Zeitgleich verklagt Trump das Wall Street Journal auf 10 Milliarden Dollar und streicht öffentlich-rechtlichen Sendern wie NPR und PBS staatliche Gelder. Aus Angriffen und Beleidigungen wird Kontrolle. Ist die Unabhängigkeit der Medien in den USA jetzt endgültig in Gefahr? Kann es noch unabhängigen Journalismus geben, wenn staatliche Macht mit wirtschaftlichem Kalkül verknüpft wird? Linus Lüring spricht mit: - Monika Bäuerlein, Herausgeberin des Magazins Mother Jones aus San Francisco - Jeff Jarvis, Medienwissenschaftler an der Montclair State University in New Jersey Shownotes: - Hier gehts zum Mediennewsletter "Altpapier": https://www.mdr.de/altpapier/index.html - Der Artikel "Good Night and Good Luck" von Monika Bäuerlein: https://www.motherjones.com/politics/2025/07/paramount-cbs-settlement-trump-media/
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Jul 18, 2025 • 28min

RTL kauft Sky – Was steckt hinter dem Mega-Deal?

Was bedeutet dieser Mega-Deal für die Medienlandschaft in Deutschland? Welche Auswirkungen hat er auf die Kunden und Mitarbeiter der Sender? Welche Chancen und Risiken hat dieser Zusammenschluss? In dieser Folge von BR24Medien diskutieren Moderator Jonathan Schulenburg und Torsten Zarges vom Branchendienst DWDL die geplante Übernahme des Pay-TV-Anbieters Sky durch RTL. Außerdem zu hören sind Stephan Schmitte, CEO von RTL Deutschland, und Christian Zabel, Medienökonom von der Technischen Hochschule Köln. Mediennewsletter Altpapier vom MDR: https://www.mdr.de/altpapier/index.html
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Jul 11, 2025 • 26min

Gesetzentwurf: guter Schutz vor strategischen Slapp-Klagen?

Einschüchterungsklagen bedrohen die Demokratie, zu dem Schluss kommt eine Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung, der deutschen Journalistinnen und - Journalistenunion, der Gesellschaft für Freiheitsrechte und dem Umweltinstitut München. Slapp, das sind strategische Klagen, die Medien, NGOs und Aktivisten einschüchtern sollen, aber auch Wissenschaftlerinnen und Künstler. Dabei geht es um Abmahnungen bis hin zu teuren Gerichtsverfahren, mit der Unternehmen und ressourcenstarke Einzelpersonen missliebige Berichterstattung unterbinden wollen. In der gesamten Europäischen Union wurden zwischen 2010 und 2023 gut 1.000 Slapp-Klagen auf den Weg gebracht, davon 166 im Jahr 2023. Die Zahl stammt aus dem Jahresbericht 2024 von Case, einer europäischen Anti-SLAPP-NGO. Prominente Fälle sind z.B. die der philippinische Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa oder der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia. Aber was ist mit den vielen freien Kollegen und Kolleginnen, die wenig Unterstützung haben? Die Wissenschaftsjournalistin Sanaz Saleh-Ebrahimi zum Beispiel ist eine davon. Sie erzählt, wie sich immer noch gegen den Gründer von More Nutrion zur Wehr setzt, ein Unternehmen für Nahrungsergänzungsmittel. Die Bundesregierung hat nun einen Gesetzentwurf vorgestellt, um Betroffene besser zu schützen. Aber: hält er, was er verspricht? Das diskutiert Nina Landhofer mit Bettina Hesse, der Referentin für Medienpolitik bei Verdi und Joschka Selinger von der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Gewinnt David oder Goliath? Spoiler: beim neuen Gesetzesvorschlag ist noch Luft nach oben, vor allem beim Thema Abmahnungen. Shownotes: https://www.mdr.de/altpapier/index.html https://freiheitsrechte.org/ https://dju.verdi.de/
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Jul 4, 2025 • 29min

Vom Geist der Freiheit bis zur Spionage: 75 Jahre Radio Free Europe – war's das?

Am Unabhängigkeitstag der USA, heute vor 75 Jahren, war für ein paar Radiomacher ein ganz besonderes Datum: Radio Free Europe sendet das erste Mal. Kein Grund zum Feiern - der US-Sender kämpft ums Überleben, gegen die Sparwut von Präsident Trump, der die Gelder komplett streichen will. Euch Elon Musk hatte auf seiner Plattform X vor einigen Monaten die Schließung gefordert. So könnte das 75. Sendejubiläum das letzte sein. Falls die EU nicht einspringt. Die Geschichte vom Radio Freies Europa ist spannend und erzählt Radiogeschichte genauso wie europäische Geschichte: gegründet, um hinter den Eisernen Vorhang zu senden, es gab Anschläge im damaligen Redaktionssitz in München, Spionage-Vorwürfe bis hin zu ermordeten Journalisten. Ein Serien-Marathon könnte keinen spannenderen Plot haben. Petr Brod, ehemaliger Redakteur bei Radio Free Europe, nimmt uns an die Hand und taucht tief ein in die Vergangenheit. Zu Spionen, Attentaten und dem Wert der Programme für die Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Denn es stellte sich heraus: Vaclav Havel hat sich ebenso wie Lech Walesa über RFE informiert. Was aber hat das mit heute zu tun? Unsere Korrespondentin Marianne Allweiss in Prag erklärt eindrücklich, was Radio Free Europe etwa mit dem Ukraine-Krieg zu tun hat, oder welcher Podcast im iranischen Programm jetzt schon den Sparvorgaben zum Opfer gefallen ist. Es erwischt - natürlich - zuerst die Frauen. Heute wird in 26 Sprachen für Hörer in 22 Ländern gesendet, doch viele freie Mitarbeiter können schon jetzt wegen der drohenden Schließung nicht mehr beschäftigt werden, feste Mitarbeitende sind teils freigestellt. Dabei geht es immer noch um den Geist der Freiheit.
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Jun 27, 2025 • 25min

Compact-Verbot gekippt: Was sollte man daraus lernen?

Im Juli 2024 verbietet Innenministerin Faeser das rechtsextreme Magazin Compact. Knapp ein Jahr später hebt das Bundesverwaltungsgericht dieses Verbot auf. Jubel in der Compact-Redaktion und viele offene Fragen: War es von Anfang an absehbar, dass der Verbotsversuch Compact helfen wird? Das Gericht stellt fest, dass verfassungswidrige Inhalte "noch nicht prägend" bei Compact seien, aber auch nicht "vereinzelte Ausreißer”. Wie passt das zusammen? Und: Was sind alternative Möglichkeiten zu einem Verbot von rechtsextremen und verfassungswidrigen Inhalten? In BR24 Medien analysiert Linus Lüring die rechtlichen, politischen und medialen Dimensionen dieser Entscheidung mit: Hanna Möllers, Justiziarin beim Deutschen Journalistenverband (DJV): Sie erklärt, warum der Verband das Urteil als "Bekräftigung der Pressefreiheit" wertet und warum das eben keine Unterstützung für Compact ist. David Begrich, Experte für rechte Medien bei der Arbeitsstelle Rechtsextremismus beim Verein Miteinander e.V. in Magdeburg: Er ordnet die publizistische Bedeutung von Compact ein und erklärt, dass Gesellschaft und Politik nicht allein auf die Justiz setzen dürfen, wenn es um rechtsextreme Medien geht.
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Jun 20, 2025 • 31min

Iran, Israel, Gaza – Auslandsberichterstattung zwischen Propaganda, Festnahmen und Raketeneinschlägen

Die Auslandsberichterstattung über Konflikte im Nahen Osten, insbesondere den Krieg im Iran und im Gazastreifen, ist äußerst komplex und steht oft in der Kritik. Journalisten müssen sich mit Propaganda, unterschiedlichen Narrativen und der Frage der Vertrauenswürdigkeit ihrer Quellen auseinandersetzen. Oder einfach mit der Frage: Komm ich ins Berichtsgebiet. Die Berichterstattung erfordert eine sorgfältige Sprachwahl und Transparenz, um keine einseitige Darstellung zu erzeugen. Die Situation der Berichterstattung ist für Journalisten natürlich unterschiedlich: In Israel kann man sich als Journalist frei bewegen und berichten auch wenn der Zugang zum Gazastreifen gesperrt ist. Im Iran ist die Berichterstattung stark eingeschränkt bzw wird ausländischen Journalisten kein Visum ausgestellt. Das erschwert natürlich die Arbeit. Moderator Jonathan Schulenburg spricht mit der Israel-Korrespondentin der ARD Bettina Meier und Isabel Gotovac, die aus Istanbul über den Iran berichtet. Außerdem zu Gast ist die Kommunikationswissenschaftlerin Carola Richter von der freien Universität Berlin.

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