

Carls Café
Michael Carl
Carls Café ist ein Podcast über Zukunft und die Menschen, die sie gestalten. Nicht als Vision, sondern als Entscheidung.
Zukunftsforscher Michael Carl spricht mit Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft. Menschen, die handeln, auch wenn es Gegenwind gibt. Die nicht alles wissen, aber trotzdem losgehen.
Die Gespräche sind ehrlich, persönlich und ungeschönt. Es geht um Haltung statt Buzzwords. Um Entscheidungen statt Konzepte. Um die Frage, was Zukunft im Alltag wirklich kostet – und was sie möglich macht.
Carls Café ist kein Zukunftstalk. Es ist ein Ort für Zukunft als Praxis.
Mehr über Michael Carl und Carls Zukunft:
https://carls-zukunft.de
Zukunftsforscher Michael Carl spricht mit Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft. Menschen, die handeln, auch wenn es Gegenwind gibt. Die nicht alles wissen, aber trotzdem losgehen.
Die Gespräche sind ehrlich, persönlich und ungeschönt. Es geht um Haltung statt Buzzwords. Um Entscheidungen statt Konzepte. Um die Frage, was Zukunft im Alltag wirklich kostet – und was sie möglich macht.
Carls Café ist kein Zukunftstalk. Es ist ein Ort für Zukunft als Praxis.
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Episodes
Mentioned books

51 snips
Mar 19, 2026 • 46min
#6 Kein Chef, kein Wachstum, kein Problem. Uwe Lübbermann, Unternehmer
Uwe Lübbermann, Unternehmer und Mitgründer des Premium Kollektivs, experimentiert mit Konsens, Verantwortungseigentum und alternativen Wirtschaftsmodellen. Er spricht über den Auslöser seiner Gründung, die Kollektivstruktur mit Vetorecht, Lektionen aus Krisen und Betrug, flexible Löhne und Urlaub sowie Vermieten als soziale Praxis. Immer wieder geht es um weniger Vergleich, mehr Gemeinschaft und nachhaltige Resilienz.

Mar 5, 2026 • 44min
#5 Ein Navi für das Auto der Zukunft. Günther Schuh, Unternehmer und Forscher
Sind wir nicht alle ein wenig Ingenieure? Auch die, die das eigene Ingenieursstudium aus irgendwelchen Gründen verpasst haben. Warum sollten wir nicht eine zukunftsfähige Mobilität entwickeln können? Günther Schuh hat den elektrisch betriebenen Lieferwagen entwickelt, mit dem Post Pakete ausliefert - nachdem eine ganze Industrie das Benötigte nicht im Programm hatte. Es folgte ein ebenfalls elektrischer Kleinwagen. Denn warum sollten Autos immer größer werden? Günther Schuh ist ständig unterwegs, mit seinem Lehrstuhl an der RWTH Aachen und weit darüber hinaus. Er sagt: Vergessen ist keine Schwäche, sondern eine Kulturtechnik. Wer Neues denken will, muss den Tisch leer räumen können. Günther nennt das nüchtern „systematisches Vergessen“ – nicht, weil Wissen wertlos wäre, sondern weil Festplatten billiger werden und Aufmerksamkeit nicht. Was zählt, sind Fähigkeiten, nicht das fehlerfreie Archivieren von Formeln.Von dort ist es nur ein Schritt zur Mobilität, die Günther als Freiheitsmaschine verteidigt: Individualverkehr ist für ihn kein Luxus, sondern Selbstbestimmung. Der Fehler beginne, wenn man nicht Emissionen bekämpft, sondern das Auto – als wäre man „gegen den Menschen“. Seine Pointe: Technik ist längst weiter, als die Debatte tut. Dogmen („nur batterieelektrisch!“) kosten Zeit, weil sie Lösungen aussortieren, die je nach Einsatz sogar ökologisch überlegen sein können: intelligente Hybride, Range Extender, Wasserstoff dort, wo Masse und Reichweite zählen.Doch die radikalste Idee liegt nicht im Antrieb, sondern im Umgang mit Dingen. Günther attackiert die Wegwerfökonomie als eigentliche Umweltsünde und skizziert eine „Upgrade Circular Economy“: Produkte werden so gebaut, dass sie Jahrzehnte halten und durch Module erneuert werden – Getriebe repariert man, statt sie zu entsorgen; Batterien zerlegt man nicht vorschnell, sondern nutzt sie als Hausspeicher.Optimismus klingt bei Günther wie Ingenieursjargon: zack – Problem lösbar, wenn wir endlich über Zielfotos streiten statt über Glaubenssätze.Zu Gast:Prof. Dr. Günther Schuh, Professor (RWTH Aachen), Unternehmer, Mobilitäts- und Produktionsexperte (u. a. StreetScooter)Create your podcast today! #madeonzencastr

Feb 19, 2026 • 44min
#4 Die Ernährungswende wird über den Preis entschieden – nicht über Moral. Godo Röben, Unternehmer & Investor
Noch ein paar Stubenkükenbrüstchenstücke?Essen ist ein Reizthema. Aber vor allem ist es ein Systemthema.Godo Röben sagt: Die Ernährungswende wird nicht durch Verbote entschieden. Sie wird über Preis, Gesundheit und Marktlogik entschieden.Fleisch wird nicht verschwinden. Aber es wird seinen Platz wechseln – vom Alltag zur Ausnahme.Godos These: Die Ernährungswende ist so groß wie Energie- und Mobilitätswende. Und sie ist nicht aufzuhalten.Als prägende Kraft hinter der Transformation der Rügenwalder Mühle hat Godo erlebt, was passiert, wenn ein Traditionsunternehmen sein eigenes Geschäftsmodell infrage stellt. Heute investiert er in alternative Proteine und neue Food-Technologien. Im Gespräch geht es um:Warum Moral Märkte nicht verändertWeshalb der Preis der eigentliche Kipppunkt istWarum tierische Ernährung global mehr Hebel hat als der gesamte VerkehrWieso alternative Proteine zur Notwendigkeit werden – nicht zum LifestyleUnd warum Organisationen oft länger an alten Modellen festhalten als ihre KundenDer entscheidende Moment kommt, wenn pflanzliche Alternativen günstiger sind als tierische Produkte. Ab dann kippt der Markt – nicht aus Überzeugung, sondern aus Gleichgültigkeit. Das Gespräch ist keine Ernährungsdebatte. Es ist eine Debatte über Verantwortung, Märkte und Transformation. Zu Gast:Godo Röben, Investor und Transformationsexperte (u. a. Rügenwalder Mühle)Create your podcast today! #madeonzencastr

Feb 5, 2026 • 43min
#3 An der Stimme erkennen wir die KI nicht mehr. Daniel Keinrath von fonio
Sie klingt nicht müde. Sie macht keine Fehler aus Unachtsamkeit. Und sie fragt nicht nach Feierabend. Daniel Keinrath hat fonio gegründet und baut Stimmen, die einfach funktionieren. Seine KI telefoniert, bucht Termine, beantwortet Fragen – so gut, dass der Unterschied zum Menschen nebensächlich wird. Nicht, weil sie menschlich sein will, sondern weil Effizienz irgendwann überzeugender ist als Authentizität.Daniel rechnet nicht mit Zukunft, sondern mit Gegenwart. Wer wartet, bis KI perfekt ist, verliert Zeit. Und wenn es etwas gibt, das fonio nicht hat, dann ist es Zeit. Die Nachfrage wächst exponentiell, das Angebot auch: In Kürze kommt zum Sprechen und das Schreiben hinzu. Dann kümmert sich die KI von fonio auch um Emails und Nachrichten.Daniel betont: Der Durchbruch passiert nicht beim letzten Prozent Natürlichkeit, sondern dort, wo es praktisch wird. fonio setzt deshalb nicht auf ein allwissendes Modell, sondern auf ein Orchester spezialisierter Systeme: zuhören, verstehen, antworten – modular, austauschbar, auf europäischer Infrastruktur. Unabhängigkeit als Architekturprinzip.Dahinter steckt eine größere These: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern ein Hebel. Entlastung statt Ersatz. Wertschöpfung dort, wo heute noch Warteschleifen, Überlastung und verpasste Anrufe stehen. First-Level-Support als einer der größten Arbeitsmärkte der Welt – und einer der repetitivsten. Wer hier automatisiert, gewinnt Zeit, nicht nur Kosten.Unbequem wird es beim Wissen. KI zeigt gnadenlos, was Unternehmen nie sauber aufgeschrieben haben. Implizite Erfahrung ist kein Schutzraum mehr, sondern ein Risiko. Struktur schlägt Bauchgefühl.Am Ende bleibt eine Freiheit, die Druck macht: Europa kann Weltklasse bauen. Nicht mit moralischem Bonus, sondern mit besseren Produkten. Der riskanteste Schritt ist, ihn nicht zu gehen.Zu Gast:Daniel Keinrath, Gründer von fonioCreate your podcast today! #madeonzencastr

Jan 22, 2026 • 48min
#2 Die Natur als der beste Business Case. Stefanie Hauer, Investorin
Wer weiter rechnet wie gestern, teilt bald durch Null, sagt Stefanie Hauer. Sie investiert nicht in „weniger schlecht“, sondern in Geschäftsmodelle, die Natur aktiv zurückbringen. Stefanie argumentiert: Die Wirtschaft ist keine Gegnerin der Natur, sondern ihr untergeordnet. Wirtschaft als eine Funktion der Natur; wer das verwechselt, mag zwar kurzfristig Gewinne feiern, wird aber langfristig Rohstoffe und Grundlagen verlieren: Wertschöpfung ohne Wert.Weil wir schon lange genug Worte gehört haben, brauchen wir dafür eine Sprache, die wirklich alle verstehen: Geld. Stefanie sagt: „Put your money where you want the world to go“. Konsum, Kapitalanlage, Arbeitsplatz sind Hebel, die nicht erst nach Moral klingen müssen, um zu wirken.Das Spektrum dafür ist größer, als unsere Reflexe zu erlauben scheinen: Kakaopflanzen tragen mehr, wenn sie im Wald und nicht auf der Plantage stehen. Invasive Arten aus Ökosystemen zu entnehmen und sie als Luxusgüter vermarkten, kann die Systeme entlasten. Lieferketten werden per Daten und KI so transparent, dass ökologische Verbesserungen oft gleichzeitig Kosten, Risiken und Compliance voranbringen. Und Renaturierung wird zum Finanzprodukt: Land regenerieren lassen, Ökosystemleistungen verkaufen, Rendite inklusive.Am Ende bleibt es eine unbequeme Freiheit: „Ich allein rette die Welt“ ist nicht bequem, anfangen dagegen ist wirksam.Zu Gast:Stefanie Hauer, Investorin für naturpositive Geschäftsmodelle, Board Member bei NatureRe Capital und Host des Podcasts Planetary BusinessCreate your podcast today! #madeonzencastr

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Jan 8, 2026 • 54min
#1 Wenn richtig immer schon falsch war. Axel Kaiser von Denttabs
Axel Kaiser, Unternehmer und Gründer von Denttabs, diskutiert die schockierenden Wahrheiten über Zahnpasta und deren schädliche Inhaltsstoffe. Er erklärt, warum Zahnpasta problematisch ist und präsentiert seine innovativen Zahnputztabletten als gesunde Alternative. Axel teilt die turbulente Geschichte von Denttabs, inklusive der Insolvenz und der unglaublichen Unterstützung der Community während dieser Zeit. Zudem reflektiert er über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und die Selbstermächtigung der Verbraucher durch bewusstere Entscheidungen.

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Dec 25, 2025 • 44min
#291 Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach – 2026. Das Jahr der Ideen
Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Kommunikations- und Digitalexperte und Managing Director bei DEPT, diskutiert die Zukunft der Kommunikation und die Rolle von KI. Er betont, dass echte Kreativität menschlich bleibt und KI Routinetätigkeiten übernimmt. 2026 soll das Jahr der individualisierten Kommunikation werden. Wolfgang warnt vor Bias in KI-Modellen, die oft männliche Gesichter präferieren, und hebt die Bedeutung von Diversität und ethischer Verantwortung hervor. Außerdem erklärt er, wie KI inklusive Arbeit ermöglicht und kreative Prozesse verbessert.

Dec 18, 2025 • 43min
#290 Franzi von Kempis – Weihnachtsleitfaden: Adé AfD
Ein Unternehmen, das rechtsextreme Funktionäre zu seinen Empfängen einlädt, hat sich längst entschieden – nicht für Dialog, sondern für Normalisierung. Franzi von Kempis bringt in ihrer Klarheit auf den Punkt, was viele in diffuse Diskurse verpacken: Haltung beginnt nicht mit der Entscheidung, ob man die AfD „auch mal einladen“ sollte, sondern damit, sich eine rote Linie zu setzen – und ihr treu zu bleiben.Haltung ist kein Selbstgespräch. Sie zeigt sich dort, wo andere zuschauen: im Team, im Unternehmen, auf der Weihnachtsfeier. Wer sich über menschenfeindliche Positionen empört, aber keine Konsequenz folgen lässt, macht Empörung zur Pose. Franzi fordert eine Führungskultur, die sich nicht hinter Unsicherheit versteckt, sondern klar macht: In dieser Organisation gelten Werte – nicht nur in der Schublade, sondern im Alltag.Ihr Blick auf die AfD ist dabei doppelt scharf: als Gefahr und als Symptom. Wer ihre Funktionär*innen einlädt, stellt nicht nur den Stuhl – er stellt auch eine Bühne. Und wer meint, das sei Dialog, verkennt, dass die Gegenseite gar keinen Dialog will. Die Einladung ist kein neutraler Akt, sie ist ein politischer.Die eigentliche Aufgabe liegt bei denen, die sich sicher fühlen dürfen: Haltung zu zeigen, wo andere sich das nicht leisten können. Denn nicht die radikale Minderheit entscheidet über unsere Zukunft, sondern die schweigende Mehrheit – wenn sie endlich aufhört zu schweigen.Zu Gast:Franzi von Kempis, Politik- und KommunikationsberaterinCreate your podcast today! #madeonzencastr

Dec 11, 2025 • 40min
#289 Ruth Beniermann – Mit Beton gegen den Klimawandel
Beton kann mehr als tragen – er kann Verantwortung übernehmen. Ruth Beniermann von ecoLocked zeigt, wie sich die CO₂-Schleuder in eine CO₂-Senke verwandeln lässt. Ihr Ansatz: Biokohle aus Abfallstoffen, die durch Pyrolyse stabilisiert und dem Beton beigemischt wird. Das Ergebnis: ein dunklerer Beton, der nicht mehr nur Fundament ist, sondern Zukunftsspeicher. Drei Kilogramm CO₂ pro Kilogramm Material – nicht als Kompensation irgendwo verrechnet, sondern physisch eingebaut und sichtbar.Ruth denkt diesen Wandel nicht als technologische Spielerei, sondern als systemische Intervention. Denn die grauen Emissionen des Bauens – jene, die entstehen, bevor ein Gebäude überhaupt genutzt wird – sind längst zu den eigentlichen Klimakillern geworden. Doch während der Wille zum Wandel wächst, fehlt oft die Entscheidungsgewalt: Zwischen Projektentwicklern, Investoren, Betonwerken und Architekturbüros verheddert sich die Verantwortung.ecoLocked begegnet dem mit einer Strategie der Allianzen. Überzeugt wird nicht mit Pathos, sondern mit Pilotprojekten. Der Treppenhaus-Test ersetzt die Großbaustellen-Utopie. Es geht um greifbare Beweise, dass Nachhaltigkeit kein Kostenfaktor, sondern ein Marktargument ist. Und um Haltung. „We are not slowing down“ steht auf ihrer Website – ein Satz, der keine Zukunft verspricht, sondern baut. Schicht für Schicht, Kubikmeter für Kubikmeter.Zu Gast:Ruth Beniermann, Business Development bei ecoLockedCreate your podcast today! #madeonzencastr

Dec 4, 2025 • 46min
#288 Marit Hansen – Freiheit ist kein Cloud-Service
Der gefährlichste Irrtum über Datenschutz ist vielleicht der Glaube, es handle sich um ein Verhinderungsrecht. Dabei ist es ein Freiheitsrecht – oder genauer: eine infrastrukturelle Voraussetzung für Freiheit in digitalen Gesellschaften. Marit Hansen, Landesbeauftragte für Datenschutz in Schleswig-Holstein, macht das deutlich, ohne in normativen Pathos zu verfallen. Sie spricht präzise über Machtasymmetrien zwischen Individuen und Behörden oder Konzernen – und über den Anspruch, diese auszugleichen.Im Zentrum ihrer Argumentation steht nicht die Empörung über Überwachung, sondern die Forderung nach Selbstbestimmung. Das klingt nüchtern, ist aber radikal. Denn wer Selbstbestimmung will, muss die Systeme verstehen, die Entscheidungen über uns treffen. Besonders dann, wenn diese Systeme auf Künstlicher Intelligenz basieren, die ihrerseits vergangene Verzerrungen perpetuieren und verstärken kann.Marits Plädoyer: Machtkontrolle beginnt bei den Daten, die noch gar nicht existieren – und bei der Architektur, mit der sie erhoben und verarbeitet werden. Wer hier auf Sorgfalt setzt, nicht auf blinden Fortschrittsglauben, betreibt keine Technikfeindlichkeit, sondern schützt die Grundlage demokratischer Souveränität. Dazu gehört auch, wie Michael Carl zugespitzt formuliert, ein „Planspiel der Abhängigkeiten“: Was passiert, wenn Cloud-Dienste ausfallen oder politische Entscheidungen Zugriff auf unsere Systeme erzwingen?Datenschutz wird in dieser Perspektive zur Verteidigungslinie der Freiheit – nicht gegen Technik, sondern gegen ihre unreflektierte Anwendung.Informationen zur Open-Source-Strategie des Landes Schleswig-Holstein: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1Zu Gast: Dr. h.c. Marit Hansen, Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Schleswig-HolsteinCreate your podcast today! #madeonzencastr


