

Gut durch die Zeit. Der Podcast rund um Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung.
Dr. Sascha Weigel
Ich bin Sascha Weigel und möchte Sie in diesem Podcast gemeinsam mit meinen Gästen mit spannenden Sichtweisen und Einschätzungen rund um die Themengebiete Mediation, Konflikt-Coaching und Organisationsberatung zum Nachdenken anregen. Wir hegen die Absicht, dass Sie hier durchaus die zündende Idee oder bei Bedarf einen neuen Lösungsansatz für ihre Problem- oder Konfliktsituation entwickeln können.
Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.
Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de
Zu Wort werden in diesem Podcast auch Fachexperten kommen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschungsergebnisse wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Konflikten und damit für die Mediation und Konfliktberatung in der VUKA-Welt bieten.
Mehr zu Mediation und Konfliktmanagement: www.inkovema.de
Episodes
Mentioned books

Aug 5, 2020 • 35min
#7 - Wirtschaftsmediation. Mediation mit Firmenvertretern und Rechtsanwälten. Ein Gespräch mit Jörg Risse
Monatliche News zu Mediation und Konfliktmanagment gibt es hier.
Inhalt:
00:01:173 Beispielsfälle
00:05:00 Arbeitsauftrag für den Wirtschaftsmediator
00:09:00 Vertretungspersonen in der Mediation bei Organisationen
00:12:50 Umgang mit parteilichen Rechtsanwälten
00:15:30 Verantwortungsübernahme und Verantwortungsscheu
00:19:00 Vorschläge durch den Mediator?!
00:22:18 Mediation ist eine Zumutung
00:25:00 Paradoxie des Konflikts in der Mediation
00:28:43 Wirtschaftsmediation 2. Auflage – Wann?
00:29:45 Jörg Risses persönlicher Weg zur Mediation
Links zur Webseite von INKOVEMA:
Webseite der Episode
Webseite von INKOVEMA
Blog zu Mediation und Konfliktmanagement
Links zu Jörg Risse:
Baker McKenzie: https://www.bakermckenzie.com/en/people/r/risse-joerg
Jul 28, 2020 • 46min
#6 - Mediation an staatlichen Gerichten. Das Güterichterverfahren - Im Gespräch mit RiAG Thomas Puls
Thomas Puls, Richter am Amtsgericht in Halle/Saale, ausgebildeter und tätiger Güterichter, zeichnet in dieser Episode die Entwicklungen einvernehmlicher Gerichtsverfahren nach, die im Jahre 2012 – mit dem deutschen Mediationsgesetz – zum Rechtsinstitut des Güterichtertums führten. Und er gewährt Einblick in seine ganz persönliche Entwicklung vom entscheidenden Richter zum schlichtenden Mediator.
**Inhalt:
**
Kontaktaufnahme mit dem neuen Konfliktbearbeitungsverfahren der Mediation: Gerichtliches Modellprojekt in Sachsen-Anhalt (2005).
„Danke, dass Du das übernimmst!“ bis „Danke, aber vergleichen kann ich allein!“: Für und Wider einvernehmlicher Verfahrensweisen an einem deutschen Amtsgericht.
Gut, dass das Güterichterverfahren Methodenfreiheit zulässt!: Der Weg vom Mediationsprojekt zum innovativen Güterichterverfahren der ZPO (2012).
In Nachbarschaftsfällen gibt es immer was zu entdecken! Bevorzugte Fallkonstellationen im Güterichterverfahren.
Rückgang der Klageeingangszahlen an deutschen Gerichten (Link zum INKOVEMA-Blogbeitrag „Kein Grund zur Klage?!“)
1 Fall pro Monat!: Verhältnis von richterlicher zu güterichterlicher Tätigkeit.
Ich fühle mich schon wohler, wenn ich nicht die Verantwortung für die juristische Entscheidung habe: Rückwirkungen auf die richterliche Tätigkeit.
„Der hat sich bei Gericht als Rechtsbeistand nicht so benommen, als würde er im Güterichterverfahren hilfreiche Ideen entwickeln können.“: Rollenklarheit von Anwält*innen im Güterichterverfahren.
Vorteil Güterichterverfahren: Vollstreckbarkeit von güterichterlich erarbeiteten Vergleichen.
Wir wollen ein Güterichterverfahren: Zulässigkeit von Klagen!
Das Klageerfordernis als Hindernis für die Ausbreitung von gerichtlichen Mediationen.
Aufgeworfenes Thema:
Ist eine Klage durch die Konfliktpartei(en) zulässig, wenn es Ihnen darum geht, ein Güterichterverfahren zu beginnen und den – bereits ausgehandelten -Streitvergleich als vollstreckbare Urkunde zu erlangen?
Diese Frage kam im Gespräch mit Thomas Puls auf und wir waren uns beide unsicher, wie das zu entscheiden ist bzw. wäre – und ob das nicht bereits einmal bei Gericht entschieden wurde.
Gegen die Zulässigkeit spricht, dass der Klage (notgedrungen einer Partei) das Rechtsschutzbedürfnis fehlt: Die Parteien haben keinen Streit mehr, lediglich eine Unsicherheit für den Fall, dass Ihre Vergleichsideen bzw. Vergleichsabsichten in der Zukunft auch sicher umgesetzt werden können. Hier soll die Vollstreckbarkeit der Vereinbarungen Abhilfe schaffen. Dafür ist aber das Gerichtswesen an sich nicht zuständig. Die Parteien können Ihre Vereinbarung anderweitig mit Hilfe von Anwälten vollstreckbar ausfertigen lassen, auch wenn das teurer ist. Und die Gerichte sind dafür da, wirkliche Streitparteien ihre Rechte aus- und zuzusprechen.
Dafür könnte sprechen, dass es das gute Recht einer Klagepartei ist, Klage einzureichen, auch wenn das taktische Hintergründe hat. Die Gerichte würden dann präventiv tätig werden, denn tatsächlich ist eben noch kein wirksamer Vergleich zwischen den Konfliktparteien abgeschlossen worden, sondern soll eben nur zustandekommen, wenn die Vereinbarung zugleich vollstreckbar ist. Dafür steht das Güterichterverfahren zur Verfügung, auch wenn zunächst Klage einzureichen ist.
Die Frage erhält allerdings praktisch nur Relevanz, wenn es wesentlich teurer oder umständlicher wäre, die Vollstreckbarkeit mit Hilfe von Anwälten (Anwaltsvergleich nach §§ 794 Abs. 1 Nr. 4b, 796a-c ZPO) bzw. vor einem Notar (Beurkundung durch Notar, § 794 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 ZPO)
zu erlangen als durch einen Güterichter mittels einer Klage bei Gericht. Davon ist wohl in der Regel nicht auszugehen.
Weiterführende Literatur:
Greger, R./ Weber, H.: Das Güterichterverfahren. Ein Leitfaden für Richter, Rechtsanwälte und Gerichtsverwaltung. MDR 2019, S. 1-91.
Eidenmüller, H./ Wagner, G.: Mediationsrecht. Kap. 8, München 2015.

Jun 23, 2020 • 27min
#5 - Ganzheitliche Unternehmensentwicklung - Im Gespräch mit Franz-Ferdinand Kress
Aus Mitarbeiter Mitwirkende machen
Inhalt:
Management meets you Vol. 1 (2020)
Aufzählungs-TextWebseite: www.management-meets-you.com
Aufzählungs-TextWorum geht es?„Das Modell „Ganzheitliche Unternehmensentwicklung“ unterstützt das Navigieren von Unternehmen (als auch von Teams oder Einzelpersonen) in turbulenten Zeiten. Die vier Themenfelder beinhalten alle Aspekte, über die Klarheit bestehen sollte, wenn Sie ein Unternehmen gründen oder erfolgreich führen wollen. Von daher unterstützt das Modell im Sinne einer Checkliste dabei nichts zu übersehen. Neben der Vollständigkeit hilft das Modell ein in sich schlüssiges, stimmiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Es bestehen direkte Abhängigkeiten zwischen den vier Themenfeldern, die für ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell logisch und harmonisch zusammenspielen müssen. Änderungen an einer Stelle haben Auswirkungen auf die anderen drei Bereiche. Das Ausbalancieren der vier Themenfelder ist eine zentrale Herausforderung für Inhaber, Führungskräfte & Mitarbeiter und zentraler Gegenstand der Buchreiche Management meets You.
Franz-Ferdinand Kress: „Ich bin zutiefst überzeugt, dass es relevante Grundprinzipien und -haltungen für eine erfolgreiche Unternehmensführung gibt und dass es möglich ist, diese übersichtlich und verständlich zu beschreiben. Ebenso brenne ich für die Idee von Produktivität und Menschlichkeit in Unternehmen – heute mehr denn je. Da ich kein Modell gefunden habe, dass auf anschauliche Weise beide Aspekte und insbesondere deren Wechselwirkung allgemeinverständlich veranschaulicht, habe ich Mitte der 2000-er Jahre das Modell „Ganzheitliche Unternehmensentwicklung“ entwickelt. In den ca. 15 Jahren bis heute wurde es weiter verfeinert, in zahlreichen Organisationsentwicklungsprojekten verwendet, von einem international agierenden High-Tech-Engineeringunternehmen mit 10.000 Mitarbeitern als Leitmodell in der Führungskräfteentwicklung etabliert, an der Dualen Hochschule gelehrt… – sprich es hat sich als praxistauglich erwiesen.“
Franz-Ferdinand Kress – Interimsmanager und Organisationsberater
Webseite: www.HCDN.de
Webseite: www.business-choreograph.de

May 31, 2020 • 42min
#4 - Transformative Mediation - Im Gespräch mit Christian Hartwig
Was Transformative Mediation ausmacht und welche Techniken besonders wichtig sind.
Monatliche News zu Mediation und Konfliktmanagment gibt es hier.
Christian Hartwig
Lizensierter Mediator und Ausbilder des Bundesverbandes Mediation (BM).
Vom U.S. amerikanischen "Institute for the Study of Conflict Transformation" (ISCT) ist er als Transformativer Mediator™ zertifiziert und ist die Ansprechperson des Institutes zur Anwendung und Verbreitung der Methode im deutschsprachigen Raum.
Inhalte:
Transformative Mediation (TM):
Grundannahmen, Zwecke, Ziele, Techniken und Tools
Abgrenzung Transformativer Mediation zu problemlösungsorientierter Mediation (inkl. Harvard-Verhandlungskonzept nach Fischer/Ury und Gewaltfreier Kommunikation nach Rosenberg)
Lehrbücher: Promise of Mediation von Bush/Folger (1994) u.a.m.
Was macht TM aus?
Keine Agenda vorgeben, sondern dem Gespräch der Parteien folgen, d.h. die Landkarte mit allen hochhalten, die sie während des Gesprächs zeichnen und sie bestimmen lassen, was, wann und wie besprochen wird.
Hauptaugenmerk des Mediators liegt auf Wahrnehmen und Anbieten von Gelegenheiten für Empowerment (Selbstbefähigung) und Recognition (Anerkennung) Verschiebungen. Verschiebung kennzeichnen sich durch die steigende Fähigkeit, gute Entscheidungen zu fällen und gegenseitige Anerkennung zu geben.
Ziel ist eine Verbesserung der Qualität in der Kommunikation (von destruktiv zu konstruktiv).
Vier effektive Interventionstechniken:
Spiegeln (Vollständige Wiedergabe der Aussagen)
Check-in bedeutet, Entscheidungen über den Inhalt (z.B. wie sie etwas gesagt bzw. gemeint habe) als auch über den Gesprächsverlauf (wie geht es jetzt weiter?) sichtbar machen und sicherstellen, daß nur die Parteien diese Entscheidungen fällen.
Zusammenfassen der Themen in den Uneinigkeit und Einigkeit besteht und Wiedergabe der jeweiligen Parteienaussagen zu den kontroversen Themen.
Herausnehmen, Zurücknehmen (Laufenlassen, Sich-rausnehmen wenn die Interaktion einen konstruktiven Charakter annimmt und die Parteien damit beginnen, auf Informationen des Gegenüber einzugehen, anzuknüpfen, etc.)
Grundannahme der Transformativen Mediation:
Wir mögen uns nicht im Konflikt, lehnen uns und den anderen ab und tun Dinge, die uns eigentlich nicht gefallen. Der Konflikt destabilisiert und belastet uns in unserer Fähigkeit, gute Entscheidungen zu fällen und die Perspektive des Gegenüber einzunehmen. Aber genau das wollen und können wir auch. Eine nicht-direktive Haltung des Vermittlers verbunden mit entsprechenden Interventionen stärken die Selbstbestimmung und den Dialog und bietet einen geeigneten Raum für die Transformation von Konflikten.
Grenzen der Transformativen Mediation?
Welche Grenzen es für diese Art der Vermittlung in der Praxis gibt. Die Grenzen werden im Grunde genommen von den Parteien selbstbestimmt festgelegt. Dadurch, daß die Parteien selbst den Inhalt und Verlauf der Sitzungen bestimmen, ist das Ergebnis im höchsten Maße selbstbestimmt. Oftmals enden die Mediationen mit einer gemeinsamen Vereinbarung, doch gerade der erhöhte Grad eines Verständnisses über die unterschiedlichen Sichtweisen hat einen hohen Wert. Selbst wenn noch große Differenzen bestehen oder neue hinzukommen, so sind die Parteien wieder in die Lage, damit konstruktiv umzugehen.

May 21, 2020 • 37min
#3 - Der Autonomiebegriff der Transaktionsanalyse - Im Gespräch mit Günther Mohr
Günther Mohr, ein erfahrener Transaktionsanalytiker und Organisationsberater, spricht über den Autonomiebegriff in der Transaktionsanalyse. Er erklärt, wie dieser Begriff ursprünglich in der Nachkriegszeit entstand und welche gesellschaftlichen Funktionen er heute hat. Besonders spannend ist seine Analyse von Autonomie während der Corona-Pandemie und die psychologischen Motive hinter Protesten gegen staatliche Maßnahmen. Mohr plädiert für eine Sichtweise, die Autonomie mit Solidarität kombiniert, um in einer globalisierten Welt neue Wege des Miteinanders zu finden.

May 11, 2020 • 23min
#2 - Günther Mohrs Resilienz-Quadrat
Günther Mohrs, Resilienzcoach und Autor, bietet spannende Einblicke in die Kunst der Resilienz. Er erläutert sein Resilienz-Quadrat, das vier zentrale Faktoren umfasst, darunter die Bedeutung sozialer Beziehungen, besonders in Zeiten des Social Distancing. Mohrs hebt die stabilisierende Wirkung der Natur hervor und empfiehlt tägliche Spaziergänge. Zudem diskutiert er, wie Sinngebung in Krisen hilft und entlarvt populäre Resilienz-Mythen. Durch Improvisation und Selbststeuerung veranschaulicht er, wie man resilienter wird.

May 11, 2020 • 3min
#1 - Einführung in den Podcast "Gut durch die Zeit"
Sascha Weigel taucht in die Welt der Mediation und Konfliktbewältigung ein. Er diskutiert mit Experten über innovative Ansätze zur Konfliktlösung. Spannende Einblicke in die Herausforderungen von Konfliktbeladenen werden geboten. Zudem geht es um die Rolle von Coaches und Beratern in schwierigen Zeiten. Der Austausch verspricht interessante Perspektiven und praktische Hilfestellungen für alle, die in konfliktreichen Situationen Orientierung suchen.


