

F.A.Z. Bücher-Podcast
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann, Kai Spanke und Paul Ingendaay stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens.
Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen!
Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: buecher-podcast@faz.de. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher.
Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast
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Episodes
Mentioned books

Mar 22, 2026 • 49min
Zwischen Schweigen und Angst: Sophie Sumburane über den letzten Serienmörder der DDR
Sophie Sumburane, Krimiautorin, erzählt von ihrem Roman über einen realen Serienmörderfall zur Wendezeit. Es geht um Recherche in Archiven, fehlende Polizeistrukturen und das Leben im Dorf nach Gewalt. Gespräche behandeln Schweigen, Gerüchte, Medienrummel und die ethische Fiktionalisierung von Opfern.

Feb 8, 2026 • 50min
Leïla Slimanis marokkanische Verheißung
Julia Encke und Sandra Kegel sprechen für „Gemeinsam lesen“ über den Roman „Trag das Feuer weiter“
„Ich versuche nicht, über mich selbst zu schreiben, sondern Figuren zu konstruieren, die universell sind und repräsentativ für ihre Generation und für ihren Blick auf die Welt in ihrer Epoche“, sagt die französische Schriftstellerin Leïla Slimani über ihren neuen Roman „Trag das Feuer weiter“. Wovon genau handelt „Trag das Feuer weiter“? Was macht den Roman so besonders? Und wie ist er in das Werk der 1981 geborenen französisch-marokkanischen Bestsellerautorin einzuordnen?
Das wollen wir in dieser Sonderfolge des F.A.Z.-Bücherpodcasts im gemeinsamen Gespräch diskutieren. Dabei beantworten wir auch Fragen, die Sie uns vorab als Sprachnachrichten geschickt haben und für die wir uns bedanken. Im Rahmen unseres Buchclub-Projekts „Gemeinsam lesen“ laden wir Sie in Kooperation mit der Buchhandelskette Thalia ein, „Trag das Feuer weiter“ zu lesen und sich darüber auszutauschen. Zum Abschluss wird am 21. März im Rahmen der Leipziger Buchmesse eine Veranstaltung mit Leïla Slimani stattfinden, die Sie auch live im Stream verfolgen können.
Zum Buchclub-Projekt „Gemeinsam lesen“
Einführung in das Projekt „Gemeinsam lesen“
**
Interview mit Leïla Slimani** zu „Trag das Feuer weiter“
Leïla Slimanis „Trag das Feuer weiter“ auf der Website des Luchterhand Literaturverlags
Das Hörbuch, gelesen von Wiebke Puls, auf der Website von Der Hörverlag
Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik
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Jan 4, 2026 • 45min
Die besten Krimis des Jahres 2025
Peter Körte, Krimi-Experte und Kolumnist, stellt die besten Krimis 2025 vor. Er spricht über Küstenwelten und ruhige Erzählstile, knappe Racheplots mit Italo-Western-Flair, New Yorker Fantastik und das besondere Buchobjekt mit Illustrationen. Diskussionen über Übersetzer, Verlage und warum kleine Verlage mutige Kriminalliteratur bringen.

Dec 21, 2025 • 27min
Wir sind momentan nicht zum Klimaschutz verpflichtet
Kai Spanke im Gespräch mit Frauke Rostalski
Frauke Rostalski, Strafrechtlerin und Mitglied im Deutschen Ethikrat, schreibt in ihrem Buch „Wer soll was tun?“: „Der Klimawandel gefährdet die natürliche Grundlage sämtlichen Lebens auf der Erde. Der ‚Einsatz‘, um den es geht, könnte daher kaum höher sein.“ Sie schreibt aber auch: „Selbst noch so gut gemeinte Einzelbeiträge genügen nicht, um die Situation in den Griff zu bekommen. Und nicht nur das: Unkoordinierte Alleingänge sind, wie ich zeigen werde, sogar dazu geeignet, dem übergeordneten Ziel einer Bekämpfung des Klimawandels abträglich zu sein.“ Der Grund dafür sei das Pariser Übereinkommen. Frauke Rostalski bezeichnet es wegen seiner Ineffektivität als „stumpfes Schwert“.
Es bleibt die Frage, welche Verantwortung Individuen und Kollektive angesichts der Erderwärmung tatsächlich haben. Was ist ethisch geboten, was sollte rechtlich durchgesetzt werden? Ergibt es Sinn, Deutschland eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel zuzuschreiben? Und wie schädlich ist eine Diskurskultur, in der man sich gegenseitig vorrechnet, was man alles (Lastenrad, Wärmepumpe, Bahnfahrten statt Flugreisen) für seine individuelle Ökobilanz macht? Frauke Rostalski gibt Antworten im Bücher-Podcast. Und sie plädiert für einen Klimaklub, dessen Mitglieder sich auf Emissionsreduktionen und einen Carbonpreis einigen.
„Wer soll was tun?“ von Frauke Rostalski auf der Website des Verlags C.H. Beck
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Nov 30, 2025 • 57min
Aug' in Aug' mit dem Weihnachtsbaum
Tilman Spreckelsen und Fridtjof Küchemann über ein BuchSpielBuch, Tatu und Patu, Cornelia Funkes "Gespensterjäger", Tove Janssons "Hobbit"-Illustrationen und den neuen Roman von Jenny Valentine
Dadurch, dass wir Weihnachten kurz vor Jahresende feiern, fallen zwei Fragen zusammen: Welche sind die herausragenden Bücher dieses Jahres? Und welche Bücher bieten sich als Weihnachtsgeschenke an? In dieser Sonderfolge des Bücher-Podcasts, wie immer an einem fünften Sonntag im Monat, so auch an diesem 1. Advent, geht es dabei Kinder- und Jugendbücher.
Wir haben ein Bilderbuch, ein Kinder-, ein Jugend-, ein Sachbuch und einen Klassiker ausgesucht, die wir im Gespräch vorstellen.
„Carp City“ von Aleksandra Mizielińska und Daniel Mizieliński auf der Website des Moritz Verlags
Cornelia Funkes „Gespensterjäger und der Weihnachtsspuk“ auf der Loewe-Website
**Jenny Valentines Roman „Zwei Seiten eines Augenblicks“ **auf der dtv-Website
„Tatu & Patu und ihre verrückte Zugfahrt“ von Sami Toivonen und Aino Havukainen auf der Website des Thienemann Verlags
„Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, illustriert von Tove Jansson, auf der Website von Klett-Cotta
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Oct 15, 2025 • 33min
Worauf wir uns bei der Buchmesse besonders freuen und was man nicht verpassen darf
Zwei Fragen und zehn Antworten von Kolleginnen und Kollegen aus dem Feuilleton der F.A.Z.
Es geht wieder los. Die Buchmesse hat ihre Tore geöffnet, zunächst zwei Tage lang für das Fachpublikum, für Buchhändler und Verlagsleute, für Agenten, Veranstalter – und natürlich für die Schriftsteller. Danach, von Freitag an, steht die Messe drei Tage lang allen offen.
Die F.A.Z. ist auch in diesem Jahr mit einem Stand vertreten, mit einer Bühne, auf die wir mehr als fünfzig Autorinnen und Autoren – von regelrechten Stars zu vielversprechenden Newcomern – eingeladen haben, um mit ihnen über ihre neuen Bücher zu sprechen. Eine Auswahl dieser Gespräch – drei, vier am Tag – veröffentlichen wir während der Messe hier im Bücher-Podcast. Für alle, die nicht dabeisein können. Doch das ist natürlich nicht alles, was das Feuilleton der F.A.Z. in den kommenden Tagen beschäftigt.
Sondern? In dieser Folge zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse 2025 haben wir Kolleginnen und Kollegen zwei einfache Fragen gestellt: worauf sie sich besonders freuen und was man nicht verpassen darf. Ihre Antworten reichen vom Trubel der Messe bis zu den wenigen Momenten des Innehaltens, von Podiumsdiskussionen bis zum zugeflüsterten Gerücht, von höherer Buchpolitik bis zur Suche nach dem eigenen Doppelgänger.
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Sep 28, 2025 • 1h 17min
„Ich aber bestehe aus Literatur und Lust und Liebe“: Ozan Zakariya Keskinkılıç über seinen Roman „Hundesohn“
Maria Wiesner und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit dem Autor – und ein neues Literaturrätsel
„Es gibt keine unschuldigen Bücher, es gibt keine Bücher, die dich in der Leere treffen.“ So steht es in „Hundesohn“, dem Debütroman von Ozan Zakariya Keskinkılıç, kurz vor Ende, und es geht dabei natürlich nicht um dieses Buch, sondern um ein anderes, in der Geschichte, um ein Geschenk, aber für „Hundesohn“ stimmt es auch.
Hier erzählt ein junger Mann, Zakariya oder kurz Zeko, von seinem Leben in Berlin, von seinen Tagen und Nächten, von den Männern, die er über die Dating-App Grindr sucht und trifft oder nicht trifft. Von der Sehnsucht und dem Begehren. Er erzählt – und er zählt die Tage, bis er wieder in die Türkei reisen wird. Kurz nur will er in die Stadt, aus der seine Familie kommt, in der, das ist das wichtigste, Hassan lebt. Denn nach dem sehnt sich Zakariya. Er erzählt von den Großeltern, die Arabisch miteinander gesprochen haben, von seinem Türkisch, mit dem er es dort auf der Straße schwer hat, von Zuschreibungen, Zugehörigkeit und Fremdsein, er lebt mit den Büchern von Aras Ören, Semra Ertan und Franz Kafka.
Gerade ist „Hundesohn“ im Suhrkamp Verlag erschienen, und Ozan Zakariya Keskinkılıç ist diesmal im Bücher-Podcast der F.A.Z. zu Gast. Nach dem Gespräch gibt es ein neues Literatur-Rätsel von Tilman Spreckelsen, die Lösung aus dem August und den Namen des Gewinners oder der Gewinnerin.
„Die Körper, die Texte und das Glück“: Tobias Rüther über „Hundesohn“ von Ozan Zakariya Keskinkılıç
„Hundesohn“ von Ozan Zakariya Keskinkılıç auf der Website des Suhrkamp Verlags
Der Preis des Literaturrätsels im September 2025, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen
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Aug 17, 2025 • 29min
„Auf Venedig habe ich keine Lust“: Valentin Groebner über Reisen zum Vergnügen
Kai Spanke im Gespräch mit dem Autor
„An einem Fremdenverkehrsort bin ich entweder Konsument von Dienstleistungen, Anbieter von Dienstleistungen oder Investor. Jede kommerzielle Nutzung des Vergnügens macht es nicht größer, im Gegenteil, sondern reduziert die Chance auf das Entstehen von Neuem, Überraschendem, Ungeplantem drastisch.“
So lautet eine der nüchternen Diagnosen von Valentin Groebner. Er ist Professor für Geschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalter und Renaissance an der Universität Luzern – und er hat gleich mehrere Bücher über das Reisen geschrieben. Vor fünf Jahren erschien etwa „Ferienmüde. Als das Reisen nicht mehr geholfen hat“; in diesem Jahr dann „Abgefahren. Reisen zum Vergnügen“.
Was aber macht eine Reise zum Vergnügen aus? Wie kann sie gelingen oder scheitern? Seit wann ist es normal, einen Jahresurlaub zu haben, den man im Ausland verbringt? Und was genau meint Groebner, wenn er über eine Fahrradtour durch das ländliche Frankreich schreibt: „Leere ist nicht Abwesenheit. Mit all den Kanälen, Alleen, Wäldern und Getreidefeldern unter dem riesigen Himmel ist sie Atmosphäre und Stimmungsverstärker“? All das klären wir in dieser Folge des Bücher-Podcasts.
„Werden wir im Urlaub wirklich unsere Sorgen los – oder nur Zeit und Geld?“: Kai Spankes Besprechung von Valentin Groebners „Abgefahren“
Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik](https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-podcast/e-mail-adresse-zum-buecher-podcast-16399058.html))
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Jul 6, 2025 • 51min
Theater spielen im Exil: Susanne Schädlichs Roman „Kabarett der Namenlosen“
Paul Ingendaay im Gespräch mit der Autorin Susanne Schädlich
Sie treffen sich, einer nach dem anderen, in Los Angeles. Die einen ab 1933, weil sie ein Gespür für die Größe der drohenden Gefahr haben. Andere in den Jahren danach, darunter die Berühmtesten: Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Schriftsteller mit beträchtlichem Verkaufserfolg und einer soliden bürgerlichen Existenz, die ihnen erlaubt, in Kalifornien komfortable Villen mit schöner Aussicht zu bewohnen.
Andere haben es da schwerer, darunter der deutsch-jüdische Theaterregisseur Leopold Jessner, ein Star der Weimarer Republik, der 1937 den Dampfer in die USA nimmt – immerhin, er ist noch rausgekommen. Teile seiner Familie sind in Deutschland geblieben. Wie Jessner erreicht auch ein Teil der Schauspieler, mit denen er in der Weimarer Republik zusammengearbeitet hat, den rettenden amerikanischen Boden. Was tun in der Fremde, wenn man auf jede Nuance der Sprache angewiesen ist, aber kein Englisch spricht? Wohin mit dem Theaterwissen, der Bühnenerfahrung, der eigenen Rolle in einer so fordernden Kunst? Wovon leben in dieser egalitären Gesellschaft, in der jeder seines Glückes Schmied ist, aber doch meist in jüngeren Jahren! Und was soll das überhaupt werden: Exil?
Davon handelt der Roman „Kabarett der Namenlosen“ von Susanne Schädlich, der ein wenig beachetes Kapitel der deutschen Kulturgeschichte ins Zentrum rückt. Im Gespräch mit der Autorin will ich erfahren, wie man die versunkene Welt der deutschen Bühnenkunst im Exil wieder lebendig macht und überhaupt: was das für ein ergreifendes, bisweilen tragisches Unterfangen war: das deutsch-jüdische Theater-Exil in den USA.
„Kabarett der Namenlosen“ von Susanne Schädlich ist im Arco Verlag erschienen, hat 244 Seiten und kostet 22 Euro.
(======================= Linkliste =======================)
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Jun 1, 2025 • 37min
Geheimnisse, Lügen und die Flucht vor dem tyrannischen Vater: Sara Mesa über ihren Roman „Die Familie“
Paul Ingendaay spricht mit Sara Mesa über ihren Roman „Die Familie“
Eine Zeitlang schien die spanische Literatur nach dem Tod zweier ihrer wichtigsten Vertreter, Javier Marías und Rafael Chirbes, etwas verwaist und weniger wiedererkennbar zu sein. Die ganz großen Namen fehlten, der Kurs war unklar, und was in Deutschland veröffentlicht wurde, waren auch Versuchsballons, die etwa durch die Frankfurter Buchmesse etwas höher in den Himmel geblasen wurden, als sie fliegen konnten.
Unterdessen hat sich in den letzten zehn Jahren eine Autorin profiliert, die mit jeder Veröffentlichung in Spanien berühmter wird und immer mehr Leserinnen und Leser anzieht: Sara Mesa, Jahrgang 1976. In diesem Jahr ist mit „Die Familie“ schon das dritte Buch der in Sevilla lebenden Schriftstellerin ins Deutsche übersetzt worden, und weil sie gerade auf Lesereise in fünf deutschen Städten war, dachte ich: Höchste Zeit, sie im Bücher-Podcast vorzustellen. Zu entdecken ist eine Autorin von formaler Eleganz, hoher Raffinesse und mit einem Talent für die Schilderung zwischenmenschlicher Geheimnisse in den dunkleren seelischen Zonen. In ihrem Roman „Die Familie“ entwirft sie ein Gruppenporträt über mehrere Jahrzehnte hinweg, das zum Wiedererkennen von Kindheits- und Jugendmalaisen einlädt.
Sara Mesa: „Die Familie“. Roman. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Wagenbach Verlag, 240 Seiten, 24 Euro.
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