F.A.Z. Bücher-Podcast

Zwischen Schweigen und Angst: Sophie Sumburane über den letzten Serienmörder der DDR

Mar 22, 2026
Sophie Sumburane, Krimiautorin, erzählt von ihrem Roman über einen realen Serienmörderfall zur Wendezeit. Es geht um Recherche in Archiven, fehlende Polizeistrukturen und das Leben im Dorf nach Gewalt. Gespräche behandeln Schweigen, Gerüchte, Medienrummel und die ethische Fiktionalisierung von Opfern.
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ANECDOTE

Recherche in Bibliotheken und Mikrofilmfunden

  • Sophie Sumburane recherchierte in der Deutschen Nationalbibliothek und im Berliner Zeitschriftenarchiv, um alte Zeitungsberichte über die Mordserie zu finden.
  • Sie fand die ersten drei Morde in den Archiven kaum dokumentiert und Entdeckungen oft nur auf Mikrofilm der Bild-Zeitung.
INSIGHT

Medien reagierten nur bei jungen oder exotischen Opfern

  • Die Berichterstattung explodierte erst, als eine junge Frau und eine russische Mutter mit Baby Opfer wurden; frühere Morde blieben weitgehend unbeachtet.
  • Das zeigt, wie Medienpriorität nach Opferprofil und Sensationswert bestimmt wurde, nicht nach Kontinuität der Taten.
INSIGHT

Informationsvakuum fördert Dorfgemeinschaftsverdächtigungen

  • Im Dorf führte Informationsvakuum zu Misstrauen und Verdächtigungen; der Ehemann blieb als Verdächtiger im Gerede, obwohl die Polizei ihn ausschloss.
  • Fehlende Aufklärung und fehlende externe Ansprechpartner verstärkten die «Hexenjagd»-Stimmung.
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