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Sep 27, 2021 • 12min

Die Pandemie der Impfluenzer | Von Milosz Matuschek

Gerade ist es groß in Mode, dass Journalisten, Autoren, Künstler und Musiker zur Impfung gegen Covid aufrufen. Auch in der Schweiz. Wissen sie, was sie tun? Eine Replik.Ein Standpunkt von Milosz Matuschek.Jürg Halter ist ein Schweizer Autor und Performer, also irgendwie im wortakrobatischen Milieu unterwegs. Seit kurzem ist er auch noch «Impfluenzer», fühlt sich also als medizinischer Laie dazu berufen, dafür zu werben, dass sich seine Mitmenschen «aus Solidarität» einen experimentellen Impfstoff injizieren sollen.Das klingt dann auf Facebook folgendermaßen, beginnend mit der Anrede «Sehr versehrte (!) Impfgegnerinnen und Impfgegner»; doch lustiger wird es leider nicht (immerhin war aber noch Zeit zum Gendern):«Die ihr gerade wissentlich unser aller Herbst abfuckt, schon mal überlegt, wer nun eigentlich unter wessen Diktatur zu leben hat? Merkt ihr denn nicht, dass ihr durch eure Impf-Verweigerung das Gesundheitssystem abfuckt, das Kulturleben abfuckt, Kitas und Schulen abfuckt, die Wirtschaft abfuckt, die Gastronomie abfuckt, die Selbstständigen und Wenigerverdienenden abfuckt, die Freiheit abfuckt, eure Mitmenschen abfuckt und ihr so schlussendlich auch euch selbst abfuckt? Für was? WTF?»Eine Runde Wohlfühlen unter VersuchskaninchenOk, etwas viel Fuckup in der Wortvariation, aber es muss für die linke Bubble vermutlich immer etwas nach Graffiti-Hinterhof und Hoodieträger klingen, wenn man schon die Regierungspropaganda von der «Pandemie der Ungeimpften» wiedergibt. In den Spitälern nur Ungeimpfte? Daran kann man gut und gerne zweifeln (1). Es ist zudem längst bekannt, dass auch Geimpfte erkranken können, nicht vor Mutationen gefeit und infektiös sein können. Hinter dem Wieselwort «Solidarität» versteckt sich ein Angstkollektiv, welches sich umso wohler fühlt, je größer es ist: Das Kollektiv der «Versuchskaninchen» (O-Ton SPD-Kanzlerkandidat Scholz in Deutschland). Für Herrn Halter trotzdem ein Grund, das große Wir auf der einen Seite und das große Ihr auf der anderen Seite zu bemühen.«Das Absurdeste ist, dass ihr durch eure egoistische, antisolidarische und gefährliche Verweigerung die Wiederkehr eurer geliebten sogenannten Normalität immer weiter hinauszögert (während weltweit Millionen und Abermillionen von armen Menschen darauf warten, sich überhaupt impfen lassen zu können). Man könnte so fast meinen, ihr hättet euch unsterblich masochistisch in das Virus verliebt. Eine toxische Liebe, unter der wir alle zu leiden haben.»Und deshalb: «Lasst euch nun einfach impfen».Heißt im Klartext? Ich bin für die Armen und die Solidarität, und Ihr zerstört unser aller Leben. Ja, ist angekommen, Herr Spalter, äh, Halter. Doch wie so oft, wenn linke Weltverbesserungsprosa gepaart mit Hypermoralismus dazu verwendet werden, Zwang etwas netter aussehen zu lassen, sehe ich mehr «red flags» als auf einer Parade der kommunistischen Partei Chinas. Die freut sich gerade wohl auch über jeden im Westen, der ihre Panik-Propaganda weiterträgt. Also über jeden nützlichen Idioten.Lieber Herr Halter, kennen Sie die BBC-Moderatorin Lisa Shaw? Gestorben wegen der Impfung, laut Obduktion. Was sagen Sie ihr und ihren Angehörigen? «Abgefuckt dummgelaufen» oder «Solidarität muss auch mal über Leichen gehen können?». Wo bleiben die sonstigen Obduktionen? Das Paul-Ehrlich-Institut in Deutschland untersucht gerade über 1200 Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung. Inzwischen liegen von allen in Deutschland zugelassenen Impfherstellern Rote Briefe (insgesamt acht an der Zahl (2)) zu den Nebenwirken ihrer Impfstoffe vor, und das sind nur die Nebenwirkungen, die diese gezwungen sind, zuzugeben.Haften Sie, Herr Halter? Ganz solidarisch?Wann wurde das denn mal thematisiert? In Berlin sitzt ein bekannter Schuhmacher jetzt nach der Impfung im Rollstuhl. Guillain-Barré-Syndrom, kann offenbar schon mal vorkommen. War auch bekannt als mögliche Reaktion (3), nur vielleicht nicht dem Impfling oder Karl Lauterbach, einem deutschen SPD-Hinterbänkler und Impfluenzer, der gerne Gesundheitsminister wäre und auf Twitter entgegen jeder Evidenz von einer «nebenwirkungsfreien Impfung» spricht…weiterlesen hier: https://apolut.net/die-pandemie-der-impfluenzer-von-milosz-matuschek Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 25, 2021 • 23min

Die Opfer deutscher Kriege | Von Carl Rheinländer

Die Rolle Deutschlands als Verbündeter der USA und Mitglied in der NATO besiegelt die anteilsmäßige Verantwortlichkeit für viele Tausend Tote, Hunderttausende Verletzte und ungezählte Vertriebene pro Jahr.Ein Standpunkt von Carl Rheinländer.Die Glaubwürdigkeit der gebetsmühlenhaft wiederholten Forderung von Politik und Medien nach Akzeptanz der Corona-Maßnahmen aus „Solidarität mit den Risikogruppen“ löst sich von selbst in nichts auf, wenn man die Opferzahlen all der anderen Bereiche politischen Falsch- oder Nichthandelns betrachtet. Hier wird durch gezielte Unterlassung entsprechender Maßnahmen aus wirtschaftlichen und ideologischen Erwägungen heraus ein Vielfaches an vorzeitigen Todesfällen pro Jahr verursacht und lapidar hingenommen. An einen kleinen Teil dieser Fälle, nämlich an die Opfer aus US- und NATO-geführten Konflikten weltweit, sollte gerade jetzt auch aus Anlass des Abzugs westlicher Truppen aus Afghanistan und wegen der Äußerung von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, nur NATO-treue Koalitionspartner zu akzeptieren, erinnert werden.Die Nation, welche seit Ende des Zweiten Weltkriegs die mit Abstand meisten Kriege geführt und Konflikte geschürt hat, sind die USA. Diese Tatsache ist eigentlich unbestritten und mit genügend Beweisen unterlegt. Auch wurden Pläne für weitere Interventionen von US-Verantwortlichen des Öfteren in der Öffentlichkeit kommuniziert. Hier einige prominente Stimmen dazu:Martin Luther King sagte, auf den Vietnamkrieg angesprochen, in einer Rede einmal:„(…) ich wusste, dass ich nie wieder meine Stimme gegen die Gewalt der Unterdrückten in den Ghettos erheben konnte, ohne vorher ein klares Wort an den größten Gewaltverursacher der heutigen Welt gerichtet zu haben: meine eigene Regierung. Um dieser Jungen willen, um dieser Regierung willen, um der Hunderttausende willen, die unter unserer Gewalt zittern, kann ich nicht schweigen.“Der Guardian berichtete, was Nelson Mandela anlässlich des Irakkriegs 2003 sagte, die USA, die rücksichtslos Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hätten, hätten keine moralische Autorität, um die Welt zu kontrollieren. ... hier weiterlesen: https://apolut.net/die-opfer-deutscher-kriege-von-carl-rheinlaender Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 24, 2021 • 20min

Covid-19 – Die Netzwerke, die die Pandemie erschaffen haben | Von Thomas Röper

Von Thomas Röper.Auf dem YouTube-Kanal Langemann-Medien ist am 22. September ein Video hochgeladen worden, das derzeit Furore macht und während ich diese Zeilen schreibe in zwei Tagen bereits 170.000 Mal angeklickt wurde. In dem Video geht es um ein Dokument, das auf 169 Seiten die Netzwerke aus NGOs, Konzernen, Universitäten, staatlichen Stellen und internationalen Organisationen aufzeigt, die mit Covid-19 zu tun haben. Das Dokument wurde von einem IT-Spezialisten erstellt, der anonym bleiben möchte, weshalb ich ihn in diesem Artikel vereinfacht als „Mr. X“ bezeichnen werde.In dem Video erklärt Mr. X, wie die verschiedenen Organisationen miteinander vernetzt sind und zusammen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Vor allem folgt er dabei der Spur des Geldes und zeigt auf, wer wem wann wie viel Geld bezahlt hat.Da ich seit der Veröffentlichung des Videos viele Mails mit Hinweisen auf das Video und das Dokument bekommen habe, werde ich hier zum ersten Mal erzählen, dass ich Mr. X und seine Arbeit und vor allem die Erkenntnisse daraus schon seit einigen Monaten kenne. Ich werde hier erzählen, wie wir uns kennengelernt haben und woran wir gemeinsam arbeiten (ehrlich gesagt arbeitet bisher vor allem er, mein Teil der Arbeit steht noch bevor). Und ich werde erklären, was er macht, wie seine Arbeit aufgebaut ist und dann werde ich an einem aktuellen Beispiel aufzeigen, wie explosiv die Informationen sind, die uns bereits vorliegen.Sie sollten also die Geduld mitbringen und diesen Artikel aufmerksam bis zum Ende lesen und hören, auch wenn er recht lang ist – ich verspreche, es lohnt sich!Ich empfehle Ihnen, zum besseren Verständnis zuerst diesen Artikel zu lesen. Das Video ist am Ende des des Schriftartikels verlinkt. Schauen Sie es sich anschließend an, Sie werden dann sehen, warum diese Reihenfolge sinnvoll ist.Wie ich Mr. X kennenlernteIm Frühjahr habe ich in einer Tacheles-Sendung die NGO Open Philantropy erwähnt, die mir damals sehr interessant erschien, über die ich aber kaum etwas in Erfahrung bringen konnte. Ein paar Tage später bekam ich eine Mail, in der sich jemand auf die Sendung berief und mir schrieb, er habe Informationen über die NGO und ob ich daran interessiert sei. Das war ich.Dann schrieb mir der Mann, er sei IT-Spezialist und habe sich zu Beginn der Pandemie für die Rolle von NGOs bei der Pandemie interessiert. Dabei ist er auf ein Netzwerk gestoßen, das so groß ist, dass er extra eine spezielle Software anschaffen musste, um eine Übersicht über die Menge von Daten zu bekommen.Die Software zieht sich von den Seiten der NGOs Informationen darüber, mit wem sie kooperieren, wem sie Geld bezahlen und wer dort in leitender Funktion tätig ist. Außerdem stellt die Software mit Hilfe von Facebook und LinkedIn fest, ob und wie eng die handelnden Akteure miteinander verbunden sind. Dabei wird nicht nur geschaut, wer mit wem befreundet ist, sondern es wird auch geprüft, wie eng die Beziehung ist, indem die Zahl der vergebenen Likes oder gemeinsam besuchte Veranstaltungen und so weiter analysiert werden.Die Software holt sich also Daten direkt von den Originalquellen, an den Daten ist nichts manipuliert. Die Daten werden dann in Excel-Tabellen oder Grafiken sichtbar gemacht, was bei teilweise hunderten oder gar tausenden Verbindungen auch nötig ist, wenn man einen Überblick bekommen möchte.Da ich zu der Zeit an meinem Buch „Abhängig beschäftigt“ gearbeitet habe, das sich mit NGOs und ihrer Macht über die Politik im Westen befasst, hatte ich reichlich Material, um zu überprüfen, ob ich einem Schwindler aufgesessen bin. Wir haben fünf Stunden lang über Zoom gesprochen und er zeigte mir seine Software. Dabei habe ich ihn getestet und ihn gebeten, mit seiner Software vor meinen Augen die NGOs zu analysieren, die ich aus meiner Arbeit an meinem Buch gut kannte.Das Ergebnis war verblüffend, denn was ich in langer Kleinarbeit recherchiert hatte, zeigte mir die Software innerhalb von Sekunden. Damit wusste ich, dass ich hier einen wirklich interessanten Gesprächspartner mit unschätzbar wertvollen Informationen gefunden hatte, denn er hatte bereits eine Datenbank mit tausenden Verbindungen von NGOs, staatlichen Stellen, Universitäten und Konzernen, die bei der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle spielen, angelegt.Unser ProjektIch war Feuer und Flamme und wollte darüber sofort ein Buch schreiben und auch Mr. X war von der Idee begeistert. Das war vor einem halben Jahr. Das Problem ist, dass es so viele Informationen sind, dass es uns bisher nicht gelungen ist, sie so zu komprimieren, dass man sie „in ein Buch packen“ kann.Ein Beispiel macht das deutlich: Das Dokument, dass Mr. X in dem Video von Langemann-Medien präsentiert, umfasst 169 Seiten. Es ist also im Grunde bereits ein Buch und trotzdem ist das nur ein Ausschnitt aus der gigantischen Datenbank. Und das Dokument besteht fast ausschließlich aus Grafiken und Tabellen.Um aber ein Buch darüber zu schreiben, muss man die Tabellen nicht nur in Worte fassen, sondern auch zu jeder NGO oder sonstigen Organisation erklären, was sie macht. Man muss erklären, wer die handelnden Personen sind. Und erst dann kann man für Leser verständlich darüber schreiben, wer wen wofür bezahlt, wie all diese Menschen und Organisationen miteinander vernetzt sind, wer welche Initiativen angestoßen hat und so weiter.Wenn man also das 169-Seiten-Dokument in ein verständliches Buch „packen“ möchte, dann hätte das Buch zehntausende Seiten.Ich habe in den letzten Monaten ab und zu angedeutet, dass ich an einer spannenden Recherche arbeite, nun wissen Sie, worum es dabei geht. Mr. X und ich haben – vorsichtig geschätzt – bereits 20 oder mehr Stunden in Zoom-Gesprächen gesessen und überlegt, wie wir diesen Wust an Informationen so aufarbeiten und auf das wirklich Wichtige eingrenzen können, das am Ende ein lesbares und verständliches Buch entsteht, das nicht mehr als 500 Seiten hat.Die geplante Pandemie.…weiterlesen hier: https://apolut.net/covid-19-die-netzwerke-die-die-pandemie-erschaffen-haben-von-thomas-roeper Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 23, 2021 • 23min

Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 54 oder 22.3 | Von Jochen Mitschka

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.Im dritten Teil der Zusammenfassung der Sitzung 22 mit dem Titel “Player: Drosten, Ferguson, Wieler, die Charité und die Rolle von TIB Molbiol” (1) berichten wir weiter über die Befragung des Journalisten Torsten Engelbrecht, der zu Neil Ferguson und dem Imperial College recherchiert hat.Dr. Füllmich meinte, er habe bisher in erster Linie Drosten, Wieler und Tedros als Haupttreiber der Pandemie gesehen, nun komme noch Ferguson dazu, und fragte, ob es weitere Protagonisten der Panik in dieser Klasse gebe.Engelbrecht antwortete, dass seiner Meinung nach die wichtigste Person, wenn man überhaupt Einzelpersonen identifizieren wolle, Anthony Fauci wäre. Fauci habe bereits fünf Präsidenten “überlebt“. Bei Remdesivir habe er maßgeblich dazu beigetragen, dass das Präparat zur Notfallbehandlung zugelassen wurde (2). Außerdem habe er mit einem Institut in die Forschung investiert. Dazu sollte man aber noch einmal eine besondere Recherche durchführen.Dr. Wodarg wies dann noch darauf hin, dass man auch den Leiter der chinesischen Gesundheitsbehörde, der mit Fauci eng zusammengearbeitet habe, einmal genauer unter die Lupe nehmen sollte.Viviane Fischer wies darauf hin, dass sich alle wissenschaftlichen Arbeiten immer in den gleichen Kreisen bewegten, die sich gegenseitig bestätigten, validieren und zitieren. Seit Jahren könne man beobachten, wie sich diese Gruppe gegenseitig unterstütze.Dazu gehörte z.B. auch Sir Roy M. Anderson, Medizinprofessor und Rektor am Imperial College. Er hatte per Radiointerview am 1. Mai 2009 die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt und schaltete dadurch quasi die weitere Entwicklung an. Obwohl noch kaum etwas von Opfern oder Folgen bekannt war, hatte dann wenige Tage später der Spiegel eine reißerische Geschichte über “Das Welt Virus“, auch auf dem Titelbild, veröffentlicht. Und so kam die, wie wir heute wissen, Fake-Pandemie ins Rollen, weil niemand auf Warner wie Dr. Wodarg hören wollte.Zu diesem Zeitpunkt, als Anderson die Pandemie im Radio erklärte, war er jedoch hochbezahltes Vorstandsmitglied von GlaxoSmithKline, was allerdings kein Journalist erwähnte. Auf Nachfrage erläuterte Engelbrecht, dass der Spiegel erst ca. ein Jahr später, als der Fake nicht mehr zu übersehen war, einen kritischen Bericht gebracht habe. Allerdings stellte er fest, dass der Spiegel immer an vorderster Front mit dabei war, wenn es darum ging, zunächst einmal Panik zu schüren.Dann kam die Diskussion auf die so genannten “Einflüsterer” und Engelbrecht meinte, dass man in diesem Zusammenhang unbedingt über die Leopoldina reden müsse, aber auch den “NRW-Expertenrat zu Corona“. In letzterem säße auch der Virologe Hendrik Streeck. Engelbrecht hatte mit einem Mitautor eine Tabelle erstellt, welche für sieben Personen der Leopoldina, die wichtig für die Mitteilungen in Sachen Corona waren, aufzeigen, welche Interessenkonflikte bestehen, bzw. welche Beziehungen dort zur Pharmaindustrie zu finden sind. ....weiterlesen hier: Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 22, 2021 • 9min

Der Contergan-Skandal | Von Simone Bach

Simone Bach, Autorin des Artikels über den Contergan-Skandal, beleuchtet die dunkle Seite der Pharmaindustrie und die Auswirkungen von gefährlichen Medikamenten. Sie diskutiert, wie Contergan, ursprünglich als harmloses Beruhigungsmittel für Schwangere verkauft, zu schweren Fehlbildungen bei Neugeborenen führte. Zudem thematisiert sie die Verbindungen zwischen Massentierhaltung, Pharmaindustrie und der Covid-Pandemie, sowie die Gefährdung der Individualität durch gesellschaftliche Manipulationen und die Rolle von Medien.
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Sep 21, 2021 • 19min

Wachstumsschub für den Kraken | Von Bernd Kuck

Die IT-Riesen wollen die Verbraucher noch mehr als zuvor von sich abhängig machen und ihre Daten abgreifen. Eine Rezension zu „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“.Ein Standpunkt von Bernd Kuck.In der heutigen schnelllebigen Zeit scheint der gedruckte Text eine überholte Einrichtung zu sein. Allerdings nur insofern, als der Überwachungskapitalismus nahezu ungebremst voranschreitet. So gesehen ist Shoshan Zubhoffs Buch „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ natürlich aktueller denn je. Es geht um die großen Akteure Google, Facebook plus WhatsApp, Apple, Amazon und Microsoft, die inzwischen eine monopolistische Macht erlangt haben, die die Demokratien massiv gefährden. Was Zuboff noch nicht erwähnen konnte, sind unter anderem die Ausweitung des Geschäfts von Amazon auf die sogenannte Cloud-Speicherung, der Angriff von Google auf Microsoft mit Hilfe von Google Chrom OS und der wichtige Einstieg auf dem Laptopmarkt. Die Idee dahinter ist: kaum noch Speicherplatz auf dem Laptop, alles geht online, Programme laufen online, gespeichert wird in der Cloud. Vielfach herrscht Begeisterung darüber, dass dann die PCs und Laptops billiger werden und dass in den Firmen ganze IT-Abteilungen eingespart werden können, weil Updates direkt in der Cloud erfolgen. Was sich die Enthusiasten nicht klar machen: Die Datensicherheit ist auf diese Weise gefährdet. Das Gros der Menschen wird noch mehr zu Datenlieferanten für die Werbeindustrie. Und Microsoft zieht nach: Windows 11 kommt auf den Markt und wird das Cloudcomputing ebenso vorantreiben. Windows 10 wird ab 2025 nicht mehr mit Updates versorgt, also müssen alle in die Cloud (Handelsblatt vom 13. August 2021 (2))? Es bleibt nur zu hoffen, dass Linux gegenhalten wird und die Freiheit der Entscheidung den Nutzern überlässt.Aber nun zum Text. Die Kernthese besteht darin, dass die Nutzer schon lange nicht mehr bloße Datenlieferanten sind, was sich von den Datenkraken in klingende Münze umsetzen lässt, sondern längst die gesammelten Daten dazu genutzt werden, Verhaltensmanipulationen vorzunehmen. Dazu verhelfen nicht nur Cookies, sondern der ganze Bereich des sogenannten Smarthome. Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Barbiepuppe aufflog, weil sie via WLAN-Anschluss die Gespräche der Kinder belauschte, um deren neueste Wünsche zu erfahren. Das geht auch in der Erwachsenenwelt: Der Fernseher hört mit, Alexa sowieso und auch Cortana, die Sprachsoftware von Windows ist mit am Ball. Das bedeutet letztlich den Verlust der Privatsphäre. Aber der normale Nutzer, die normale Nutzerin hat ja nicht einmal eine Idee vom Minimum an Datenschutz (3).Wozu braucht Ihre App Zugriff auf Kamera und Mikrophon, wenn Sie doch nur den aktuellen Wetterbericht erfahren wollen? Und selbst für digital Affine übersteigt es die Vorstellungskraft, was im Hintergrund an Datenmassen gesammelt wird, miteinander verknüpft und gewinnbringend vermarktet wird. Wer immer noch glaubt, dass es im Kapitalismus irgendetwas kostenlos gibt, der findet es wahrscheinlich auch toll, wenn sich die Vorstellung der Datenkraken erfüllt, bei der Sie in eine Bar in Frisko gehen, wo der Barkeeper schon weiß, dass Sie kommen, weil er dafür bezahlt, dass Sie in die richtige Bar gelotst werden. Und er hat schon Ihren Lieblingsdrink gemixt, weil er natürlich weiß, was Sie so mögen. Doof nur für den Barkeeper, wenn mir heute nach etwas anderem ist. Aktuell kann mensch sich gruseln bei den Ergebnissen des Künstlerprojekts „Made to Measure“. Siehe dazu auch den Artikel in der TAZ vom 30.8.2021: Bis du dich wiedererkennst.Für Zuboff geht es also „um die Verfinsterung des digitalen Traums und dessen rapide Mutation zu einem ganz und gar neuen gefräßigen kommerziell orientierten Projekt, dem ich den Namen Überwachungskapitalismus gegeben habe“. Was Marx nicht wissen konnte, denn diese Spielart des Kapitalismus ist völlig neu, selbst wenn sie auf dem Neoliberalismus gründet. Sie ist auch beispiellos, was die Überrumpelung der Menschen erleichtert. Diese Spielart nährt sich nicht von Arbeit, sondern von jeder Art menschlicher Erfahrung.„Überwachungskapitalisten wissen alles über uns, während ihre Operationen so gestaltet sind, uns gegenüber unkenntlich zu sein. Überwachungskapitalisten entziehen uns unermessliche Mengen an Wissen, aber nicht für uns; sagen unsere Zukunft nicht zu unserem, sondern zu anderer Leute Vorteil voraus“.Wenn schon der Kapitalismus an sich aus dem Ruder gelaufen ist, so in diesem Feld der neuen Märkte erst recht. Der Neoliberalismus hat dazu die Grundlage geschaffen, indem er mit seiner Marktideologie den Staat immer mehr zurückdrängte.„Die Disziplin der Wettbewerbsmärkte versprach, die aufsässigen Individuen ruhigzustellen, ja sie sogar wieder in Untertanen zu verwandeln, die zu sehr mit Überleben beschäftigt sind, um sich groß zu beschweren“.Quasi nebenbei entdeckte Google den „Verhaltensüberschuss“. Damit meint Zuboff, dass die Rohstoffe für die Datenkraken, die bislang der Verbesserung der Suchergebnisse dienten, nunmehr den einzelnen Nutzer ins Visier nehmen. Das geht bis hin zu Stimmungsdaten, die sich aus den Suchanfragen, aber auch aus der Art des Tastenanschlags ermitteln lassen. Derlei Verhaltensdaten stellten einen Überschuss dar, der dem damals noch jungen Unternehmen „die nachhaltigen und exponentiellen Profite“ einbringen würde.So ließen sich Nutzerprofile erstellen, selbst wenn der Nutzer sie nicht ausdrücklich zur Verfügung stellt.„Nutzerprofil-Informationen können jede Art von Information über einen individuellen oder über eine Gruppe von Nutzern enthalten. Solche Informationen können, die Genehmigung einer Herausgabe der Nutzerinformationen durch einen Dritten vorausgesetzt, vom Nutzer gestellt und/oder aus den Aktionen des Nutzers gewonnen werden. Gewisse Nutzerinformationen lassen sich anhand anderer Nutzerinformationen desselben Nutzers und/oder Nutzerinformationen anderer Nutzer ableiten und vermuten. Nutzerprofil-Informationen können mit unterschiedlichen Einrichtungen verbunden sein“. (4)Wir sind schon lange nicht mehr das von Google verkaufte Produkt. Unseren Subjektstatus haben wir im Netz sowieso schon verloren. Vielmehr sind wir die Objekte für die unrechtmäßige Datensammlung, sind der Rohstoff für Googles Vorhersagefabriken…weiterlesen hier: https://apolut.net/wachstumsschub-fuer-den-kraken-von-bernd-kuck Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 20, 2021 • 11min

Die Aufhebung der Gleichheit | Von Paul Schreyer

Mit den Zugangsbeschränkungen für Nichtgeimpfte beginnt eine neue Ära. Es ist ein Bruch mit einem ethischen Prinzip, das vor 172 Jahren erstmals in einer deutschen Verfassung normiert und zuletzt in der Nazizeit außer Kraft gesetzt worden war – der Gleichheit und Gleichberechtigung aller Bürger. Was folgt aus diesem Einschnitt und was steckt hinter dem massiven Druck zum Impfen?Ein Standpunkt von Paul Schreyer.„Wir verlangen persönliche Freiheit. Die Polizei höre auf, den Bürger zu bevormunden und zu quälen. (…) Wir verlangen Gesetze, welche freier Bürger würdig sind (…) Das frische Leben eines Volkes bedarf freier Organe. Nicht aus der Schreibstube lassen sich seine Kräfte regeln und bestimmen. An die Stelle der Vielregierung der Beamten trete die Selbstregierung des Volkes. Wir verlangen Abschaffung aller Vorrechte. Jedem sei die Achtung freier Mitbürger einziger Vorzug und Lohn.“So hieß es in den Offenburger Forderungen des Volkes vom 12. September 1847 (1), einem Dokument das großen Einfluss auf die Deutsche Revolution von 1848/49 hatte. Gefordert wurden darin Grundrechte wie die Gewährleistung der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, so wie es Revolutionäre in den USA und in Frankreich bereits im 18. Jahrhundert gegen erbitterten Widerstand erkämpft hatten.„Die Deutschen sind vor dem Gesetze gleich“ war denn auch nach der Revolution im Reichsgesetz betreffend die Grundrechte des deutschen Volkes von 1848 zu lesen. Die Formulierung fand im Folgejahr Eingang in die Paulskirchenverfassung – die von vielen deutschen Herrschern allerdings nicht anerkannt wurde. Erst 70 Jahre später, 1919, nach der nächsten Revolution, erlangte die entsprechende Formulierung als Teil der Weimarer Reichsverfassung landesweite Gültigkeit:„Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich.“In der Zeit des Faschismus wurde das Gleichheitsprinzip wieder aufgehoben und fortan erklärt, die Menschen und Völker seien ungleich und die Deutschen eine „Herrenrasse“ – mit den bekannten Folgen. Nach dem Zusammenbruch des Nazireiches und dessen Ideologie kehrten die Verfassungen in Ost und West zur Moral der Vorkriegszeit zurück. „Alle Bürger sind vor dem Gesetz gleichberechtigt“, erklärte Artikel 6 der Verfassung der DDR, fast wortgleich das westdeutsche, später gesamtdeutsche Grundgesetz in Artikel 3:„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (…) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“Dieses Prinzip ist auch in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union formuliert (2), die im Jahr 2000 verkündet und 2009 rechtsverbindlich wurde:„Alle Personen sind vor dem Gesetz gleich. Diskriminierungen insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung sind verboten.“Die Diskriminierung Nichtgeimpfter durch ihren weitgehenden Ausschluss aus dem öffentlichen Leben und aus vielen Berufen bricht nun mit dieser ethischen Norm – zum ersten Mal seit der Nazizeit. Gleichheit soll neuerdings nicht mehr bedingungslos gelten, sondern muss erst individuell „erworben“ werden, indem der Bürger sich für eine medizinische Behandlung zur Verfügung stellt.„Unbeeinflußt durch Druck, Überredung oder Zwang“Dieser Bruch ist in seiner Tiefe und Radikalität in der Geschichte beispiellos. Der jetzt verworfene ethische Konsens von Gleichheit und Selbstbestimmung gilt seit vielen Generationen. Von Benjamin Cardozo, in den 1930er Jahren Richter am Obersten Gerichtshof der USA, stammt der berühmte Ausspruch (3):„Jeder Mensch, der volljährig und bei klarem Verstand ist, hat das Recht zu bestimmen, was mit seinem eigenen Körper geschehen soll.“Diese Überzeugung bekräftigte nach dem staatlichen Terror des Faschismus der Nürnberger Kodex (4), der 1947 im Rahmen des Prozesses gegen KZ-Ärzte formuliert wurde und in dem es über medizinische Studien heißt:„Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, daß die betreffende Person (…) in der Lage sein muß, unbeeinflußt durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; (…) Die Pflicht und Verantwortlichkeit, den Wert der Zustimmung festzustellen, obliegt jedem, der den Versuch anordnet, leitet oder ihn durchführt. Dies ist eine persönliche Pflicht und Verantwortlichkeit, welche nicht straflos an andere weitergegeben werden kann.“In der bereits erwähnten Charta der Grundrechte der Europäischen Union aus dem Jahr 2000 wurde dieser Aspekt besonders hervorgehoben und unmittelbar nach der „Würde des Menschen“ (Artikel 1) und dem „Recht auf Leben“ (Artikel 2) als „Recht auf Unversehrtheit“ (Artikel 3) festgeschrieben…weiterlesen hier: https://apolut.net/die-aufhebung-der-gleichheit-von-paul-schreyer Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 18, 2021 • 32min

Das heilige Sakrament der Corona-Impfung | Von Gerald Ehegartner

Ein Standpunkt von Gerald Ehegartner.Ich möchte es mit diesem Text nicht bis auf die Spritze treiben. Ganz im Gegenteil. Es wäre ein Stich bzw. ein Pieks ins Herz.Sollte Ihnen trotzdem das Geimpfte oder sogar der Kakao der Erstkommunion hochkommen, dann bitte ich Sie, nachsichtig zu sein. Der Text hat keinen alleinigen Wahrheitsanspruch, noch möchte er tatsächliche Erkrankungen bzw. Todesfälle kleinreden. Es geht ihm um etwas ganz anderes, um eine Dimension, die unter der Oberfläche zu finden ist. Bei den Schreibarbeiten wurde niemand verletzt und so sollte es auch beim Lesen sein.Bei etwaigen auftretenden Nebenwirkungen fragen Sie jedoch bitte die neuen Priester – die Ärzte, Apotheker usw. Es ist Zeit, wieder mal in die Kirche zu gehen. Die Tauffeier von strenggläubigen Bekannten steht an. Für mich eine willkommene Abwechslung, denn die derzeitige Situation hinterlässt Spuren.Nur, wie konnte es so weit kommen?Während ich beim Eintritt in das Gebäude nach dem Weihwasser suche, fällt mein Blick auf ein blaues Fläschchen, das mir von einem braven Gehilfen gereicht wird: das Desinfektionsmittel.Ich werde angehalten, dieses zu verwenden. Also, wasche ich meine Hände in Unschuld, während ich unbekannte Viren- und Bakterienstämme gleich am Kircheneingang trotz „Du sollst nicht töten“ den Garaus mache. „Hoffentlich werden in Zukunft auch die Kleinen sofort gegen Corona geimpft. Mein Hausarzt freut sich schon darauf. "Jeder sollte geimpft sein“, höre ich einen älteren Mann nebenan sagen.Mir fällt es wie Schuppen von den Augen. Ja, das neue Weihwasser ist das Desinfektionsmittel. Und die neue Taufe, das ist die Corona-Impfung. Der Dorfpfarrer wird abgelöst, seine Rolle übernimmt nun der Hausarzt. Das neue Kirchengebäude ist die Arztpraxis, die aktuellen heiligen Hallen sind nun die Labore.Die neuen Wanderprediger der Angst verkünden ihre Botschaften nicht mehr von den Kanzeln, sie tingeln von einer Talkshow-Couch zur nächsten, um ihre Apokalypse zu reiten. Statt Theologie haben sie meist Medizin studiert. Am besten die Lehre von den Sünden, die Virologie. Und auch die neuen Priester missionieren mit großem Eifer, der Teufel ist schnell an die Wand gemalt.Keine tröstlichen, ermutigenden Worte sind zu hören. Vielmehr vernehme ich drost-liche von einem viel zu groß gewordenen Hobbit, der mit Macht, Bedeutsamkeit und Eitelkeit ringt. Er entwarf den neuen Beichtstuhl der Marke „perfectus, confessio, reus“ (kurz PCR), der nach mehr als 30 Beichtrunden jede gewünschte Sünde als Todsünde identifizieren kann. Alles nur aus reinster Charité.Selbstredend auch seine Verbindung zum amerikanischen Kollegen und Magier Dr. Anthony Faust. Während ich über all dies nachsinne, ertönt im Kirchenraum die Kantate „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“ (LBWV 25). Wie passend, will ich schon rufen. Zumindest zu meinen Gedanken. Karl Sebastian Lauterbach ist einfach ein Genie.Viren sind die neuen SündenDie Viren stehen also für die neuen Sünden. Eine unsichtbare Gefahr, gegen die nur das Beichten und Taufen hilft.
So erfüllen die Stäbchen die Aufgabe einer Beichte. Sie sind der neue Maßstab. Verriet die Beichte zusätzlich viel über das Innerste der Seele, so verraten die Teststäbchen viel vom Innersten des Körpers.Sie suchen zuerst einmal nach Viren, denn man steht ja in Dauerverdacht, ein Träger dieser zu sein. Hatte man früher nach langer Beichte doch endlich eine Sünde gefunden, so wurde die Sanktion Buße genannt. Jetzt wird sie als Quarantäne bezeichnet und lädt nicht minder zur Einkehr ein.Die Stabsübergabe von einem religiösen zu einem wissenschaftlichen Kult…weiterlesen hier: https://apolut.net/das-heilige-sakrament-der-corona-impfung-von-gerald-ehegartner Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 17, 2021 • 27min

Ausgrenzung ist Aggression | Von Alexander Jacobi

Der notorische Ausschluss von Menschen oder Themen aus einem gesellschaftlichen Diskurs ist kein friedvoller Akt. Sich gegenseitig wertschätzend zuzuhören, ist die Grundlage einer friedlichen Kommunikation. Eine wertschätzende Verständigung dringt nicht auf Überzeugung, also den Konsens, sondern hat einen friedlichen Diskurs zum Ziel. Dieser ist Grundlage einer friedlichen Gesellschaft. Ein Auszug aus dem Buch „Kant & Corona: Wie viel Aufklärung leisten Medien und Politik? Wie wenig Aufklärung verträgt die Demokratie?“Von Alexander Jacobi.Wenn Menschen der Regierung misstrauen, ist es eine Auszeichnung eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats, wenn sich auch diese kritischen Menschen in diesem Land wohl fühlen. Es ist ein gutes Anzeichen für einen selbstbewussten, freiheitlich-demokratischen Staat, wenn in Diskussionen offen und kritisch über Regierungsmaßnahmen gesprochen werden kann – ohne dass daraus negative Folgen für den kritisch Sprechenden resultieren und ohne dass sich die kritisch Sprechenden dabei unwohl fühlen. Allein das Gefühl des Unwohlseins ist dagegen leiser Indikator einer rechtsstaatlich problematischen Entwicklung.„Politisch Andersdenkende […] dürfen mit ihren Auffassungen auch in Zukunft nicht an den Rand gedrängt werden, auch dann nicht, wenn ihre Ansichten der Mehrheit noch so abwegig erscheinen.“ (1)Diese Bemerkung Helmut Schmidts kann nur Bestand haben, wenn sie um eine eminent wichtige Unterscheidung ergänzt wird. Die Unterscheidung zwischen Tatsachen und Meinungen. Wer Tatsachen als bloße Meinungen, als subjektive Ansichten, als Einzelmeinungen bezeichnet, verkennt diesen außergewöhnlich wichtigen Unterschied. Der Unterschied wird aus „Faulheit und Feigheit“ verkannt, wie Immanuel Kant in seiner Aufklärungsschrift schreibt, oder aus taktischem Kalkül mit dem Ziel der Diskreditierung, um eigene Interessen durchzusetzen.Von diesen Menschen werden „unbequeme geschichtliche Tatbestände […] behandelt, als seien sie keine Tatsachen, sondern Dinge, über die man dieser oder jener Meinung sein könne“, so Hannah Arendt, die dies als „ein politisches Problem allererster Ordnung“ begreift. Die Tatsache der fehlenden Aussagekraft des PCR-Tests, die Tatsache der geringen Letalität von Covid-19, die Tatsache der wenig herausstechenden Gesamtsterblichkeit im Jahr 2020 und die Tatsache der fehlenden Wirksamkeit von Shutdowns werden in der politisch-massenmedialen Darstellung zu „Meinungen“ degradiert. Es findet eine Vermengung von Tatsachen und Meinungen statt.Die Möglichkeit eines regierungskritisch geführten Gesprächs, auch über die Unterscheidung von Tatsachen und Meinungen, im kleinen wie im gesamt-gesellschaftlichen Kreis ist dabei ein Anzeichen für einen toleranten Staat. Die Bedingung der Möglichkeit für einen kritisch geführten Diskurs ist die Einsicht in die Notwendigkeit der Selbstkritik und die daraus folgende Wertschätzung gegenüber denjenigen, die andere Tatsachen diskutieren, da wir diese anderen Tatsachen für die Selbstkritik und damit für die Verbesserung gesellschaftlicher Zustände benötigen. (2) Sich gegenseitig wertschätzend zuzuhören, ist die Grundlage einer friedlichen Kommunikation. Eine wertschätzende Verständigung ist eine Kommunikation, die nicht auf Überzeugung dringt, also nicht vordergründig den Konsens, sondern den friedlichen Diskurs zum Ziel hat. Und friedliche Kommunikation ist die Grundlage einer friedlichen Gesellschaft.Das Motiv des Sprechers entscheidetIn allen Medien und Medienarten fallen heute wie früher harte Worte, auch vonseiten der Politik. Dass Demonstranten staatlich genehmigter Demonstrationen von führenden Politikerinnen als „Covidioten“ (Saskia Esken) oder von Journalisten in der ARD zur Hauptsendezeit vom Chefredakteur als „Wirrköpfe“ und „Spinner“ (Rainald Becker) bezeichnet werden, wird auch in den Hauptmedien kritisch diskutiert, (3) da dies nicht recht zu einer demokratischen Grundordnung zu passen scheint.Formulierungen wie „Die Todeszahlen sind aktuell so hoch, als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen“ (Markus Söder) blenden die Realität und das Leiden der 2.500 jeden Tag in Deutschland aus anderen Gründen sterbenden Menschen völlig aus und führen zu einer verzerrten Interpretation und Wahrnehmung. (4) Entschuldigungen sind rar. Fehlertoleranz und Eigenkritik werden zu Mangelware. Die Untersuchungen der Universität Passau zum „Tunnelblick“ von ARD und ZDF in der Corona-Berichterstattung werden von den Sendern zurückgewiesen. Die politische und mediale Rede vom angstschürenden „Kriegszustand“ verschärft derlei Situationen noch. Die Radikalisierung der Sprache bedeutet fehlende Differenzierung und führt zu Angst und psychologisch-gesellschaftlicher Spaltung und schließlich zu einem Verlust von Empathie gegenüber bestimmten Menschengruppen. (5)Bei alldem geht es nicht darum, dass es inkorrekt oder unethisch wäre, sich harsch und bissig, ja gar als beleidigend empfunden, auszudrücken und dann oft konstatiert wird „Ja, so kann man sich …“ oder „… so darf man sich nicht ausdrücken“ und die Sache damit erledigt ist. Nein, man darf sich genau so ausdrücken. Im Zentrum der Problematik steht vielmehr der fehlende Diskurs, der zu einer Tendenz der Intoleranz im Mantel der Toleranz führt. Toleranz fordert heute, nicht nur zu tolerieren, sondern zu akzeptieren, also alles gut zu finden, ließe sich überspitzt sagen. Gut wiederum ist häufig, was der (scheinbaren) Meinung der Mehrheit entspricht, die ihre „Meinung“ wesentlich aus den Massenmedien speist.Wer antimassenmediale Kritik übt, ist intolerant und definitiv auf der „falschen Bahn“, ja etwas „spinnerig“ geworden in der letzten Zeit, leider. Bezeichnet einer im Gespräch eine Gruppe pauschal als „Dummköpfe“, lässt sich in einem friedlich und wertschätzend geführten Gespräch nachfragen, was genau mit diesem Begriff gemeint sei; vielleicht der Eindruck des Sprechenden, dass sich bestimmte Menschen aus „Faulheit und Feigheit“, wie Kant es beliebt, auszudrücken, nicht informieren und stattdessen unreflektiert „folgen“. Darüber lässt sich spezifisch sprechen.Ebenso ließe sich fragen, was genau denn mit „Covidioten“ oder „Querdenkern“ gemeint sei, bevor damit pauschal einem selbst in aller Regel im Einzelnen unbekannte Menschen ausgegrenzt werden und sei es nur dadurch, dass „ich mich von denen distanziere“, wie es allzu oft, welcher eigenen Positionierung auch immer, vermeintlich hinterhergeworfen werden muss. Sind mit denen vielleicht diejenigen gemeint, die die Existenz eines Virus leugnen, die Demokratie abschaffen wollen und für Intoleranz und Gewalt stehen? – Dann ließe sich erörtern, dass es diese Menschen wohl kaum gibt und sie jedenfalls nicht repräsentativ für bestimmte Demonstranten stehen. Sind diejenigen damit gemeint, die auf Basis wissenschaftlicher Kritiken und Untersuchungen, die aber nicht, kaum oder seltener in den Massenmedien erscheinen, eine aktuelle Regierungspolitik infrage stellen, dann ist die viel spannendere, weitere Frage: Warum sollen diese Menschen mittels jener Begriffe offenbar diskreditiert werden, anstatt sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen?Das Motiv des Sprechers, also desjenigen, der einen bissigen oder gar als radikal empfundenen Begriff verwendet, entscheidet darüber, ob ein Diskurs noch friedlich und wertschätzend geführt wird oder nicht. Nur, wenn das Motiv die Ausgrenzung ist, um gerade nicht auf Argumente eingehen zu müssen, dann ist dies der Abschied von Friedlichkeit und Aufklärung. Dann ist die demokratische Diskussionskultur in Gefahr.Ausgrenzung führt zur Verdummung von Gruppen…weiterlesen hier: https://apolut.net/ausgrenzung-ist-aggression-von-alexander-jacobi Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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Sep 16, 2021 • 21min

Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 53 oder 22.2 | Von Jochen Mitschka

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.In der heutigen Zusammenfassung geht es weiter in der Sitzung 22 um das Thema "Player: Drosten, Ferguson, Wieler, die Charité und die Rolle von TIB Molbiol". (Warum tun sie, was sie machen?) (1) Der Ausschuss begann mit der Anhörung von Artur Aschmoneit, dessen Befragung heute beendet wird. Danach kommt Dr. Wodarg zu Wort und schließlich der Journalist Torsten Engelbrecht. Es ist erstaunlich, welche Informationen man erhält, wenn man nachforscht.Man stieg dann noch einmal in die Frage des PCR-Tests ein. Prof. Drosten und Olfert Landt waren in 11 Publikationen gemeinsam als Autoren genannt. Sie hatten bei Meldungen in den sozialen Medien über ein neues Virus, ein solches theoretisch am Computer "gebastelt" und dann nach China geschickt. Dort bestätigte man, dass damit das Virus getestet werden kann. Allerdings findet der Test auch vieles andere, und bezeichnet es als Corona-Virus, was zum Beispiel der Präsident von Tansania, der selbst Chemiker ist, demonstriert hatte.Olfert Landt mit seiner Firma TIB Molbiol war so das erste Unternehmen, was weltweit einen PCR-Test zur Prüfung auf das Coronavirus anbieten konnte. Lokal vertrieben werden die u.a. auch von der Firma Labor Berlin Vivantes GmbH, eine Tochterfirma der Charité, in der Prof. Christian Drosten der "virologische Direktor" ist. (2)"Charité und Labor Berlin sind öffentlich-rechtliche Anstalten, gehören beide dem Berliner Senat. Die gründen (…) schon vor einigen Jahren, mehrere Unternehmen, die anders als die Muttergesellschaften Gewinne machen dürfen. (…) Mit der Ausgründung war verbunden eine Flucht aus den Tarifverträgen, die bei den Muttergesellschaften gültig waren, so dass noch heute mehrere hundert Leute bis zu 300, 400 Euro weniger im Monat verdienen, als sie verdienen würden, wenn der Tarifvertrag gelten würde." So die Erklärungen von Aschmoneit.Er fährt dann fort mit der Aussage, dass in den Geschäftsberichten, die inzwischen aus dem Internet verschwunden sind, 2013 festgeschrieben wurde, dass man wachsen und Gewinne machen wolle, indem man die Zahl der Einsendungen von Proben durch aktive Akquisition steigern wolle. Insofern gebe es ein großes Interesse daran, dass der Testmarkt wächst.Das Labor Berlin habe sich sehr früh im Jahr 2020 mit Labortechnik in der Höhe von mehreren Millionen Euro eingedeckt, den Markt leer gekauft.Viviane Fischer wies darauf hin, dass die großen Analysemaschinen von Roche hergestellt und gemeinsam mit den Testkits von TIB Molbiol vertrieben werden. Sie führte dann weiter aus, dass der Ausschuss eine Reihe von Anfragen an die Charité gestellt hatte. Daraus resultierte u.a. ein Artikel im Rubikon "Der Goldjunge" (3)Fischer führte dann aus, dass TIB Molbiol in Berlin Tempelhof ihren Sitz hat. Alleingesellschafter und Geschäftsführer ist Olfert Landt. "Am gleichen Ort sitzen viele andere Firmen, die quasi das Gleiche machen." Allerdings haben die wesentlich weniger Mitarbeiter, stellte Viviane Fischer fest. TIB Molbiol machten in normalen Zeiten 16 Millionen Euro Umsatz und einen "Reingewinn" von 7 Millionen. Die anderen Firmen, die sich alle einen sehr kleinen Briefkasten teilen, machen inhaltlich das Gleiche, aber mit lediglich jeweils drei oder vier Mitarbeitern.Olfert Landt arbeite schon seit 17 Jahren sehr eng mit Christian Drosten zusammen. Beim Auftreten jedes neuen Virus ist das Team mit unter den Ersten, welche Testlösungen anbieten. Dr. Füllmich warf ein, dass anscheinend der eine die Pandemie verkünde, während der andere dann das Testinstrumentarium zur Verfügung stelle.Viviane Fischer meinte, dass auch die Entwicklung des Herstellprozesses des Tests merkwürdig sei. Olfert Landt habe thematisiert, dass er mit Prof. Drosten keineswegs eng befreundet sei, und er habe Prof. Drosten nur zufällig getroffen, als es um Corona ging. Es wäre nur ein glücklicher Zufall gewesen.Auf die Frage, an die Charité, zu welchem Zeitpunkt denn die Firma von Olfert Landt in die Testentwicklung involviert worden sei, habe sie geantwortet: von Beginn an. Zusätzlich gebe es sehr unterschiedliche Aussagen darüber, wer – was erfunden habe. Aus den unterschiedlichen Antworten der Charité sei aber hervorgegangen, dass im Prinzip Drosten den Test entwickelte, und Olfert Landt nur Reagenzien geliefert habe. Irritierenderweise habe dann aber Olfert Landt den Versand der Testkits auf Weisung von Christian Drosten übernommen, da die Charité nicht dazu in der Lage gewesen sei.Interessanterweise ist nicht bekannt, ob als Herstellerangabe Charité oder TIB Molbiol angegeben war, denn einen solchen Versand konnte man durchaus als Geschäftsanbahnung verstehen, da sich daraus Nachbestellungen ergaben.Zu dieser Merkwürdigkeit kommt hinzu, dass Prof. Drosten Angestellter der Charité ist, und daher während seiner Arbeit erstellte "Erfindungen" dem Arbeitgeber gemeldet werden müssen, und von diesem verwertet werden können. Der Arbeitnehmer hat dann das Anrecht auf einen bestimmten Anteil an den Erlösen, die sich aus den Erfindungen ergeben. Natürlich können solche Erfindungen auch dazu genutzt werden, um zu verhindern, dass Andere unangemessen davon profitieren, oder dass bestimmte Qualitätsvorgaben eingehalten werden.Wenn ein Patent offengelegt wird, bevor ein Antrag gestellt wurde, ist das Patent allerdings nicht mehr schutzfähig, da es nicht mehr neu sei, erklärte Viviane Fischer.Dr. Füllmich führte dann aus, dass die Charité als öffentlich-rechtliche Organisation eigentlich hätte von der Erfindung des Prof. Drosten profitieren müssen, oder zumindest sicherstellen sollen, dass evt. Profite aus der Erfindung der Allgemeinheit zugutekommen. Dies sei aber nicht geschehen. Man habe die wirtschaftliche Verwertung der Firma TIB Molbiol überlassen. Und der Versand wurde erstaunlicherweise schon um den 10./11. Januar in alle Welt vorgenommen.Viviane Fischer erklärte dann, wie es eigentlich hätte abgewickelt werden müssen, unabhängig davon, ob die Charité es mit einem Patent oder als Gebrauchsmuster schützen wollte oder nicht. Zunächst hätte Prof. Drosten die Entwicklung offiziell dem Arbeitgeber anzeigen müssen, was nicht passierte, "weil Not am Mann gewesen sei", wie die Charité mitteilte. Auf die Nachfrage, ob humanitäre Gründe oder "Not am Mann" grundsätzlich als Ausnahmetatbestand gewertet würden, wurde dies verneint.Normalerweise hätte die Charité die Verpflichtung, den Fall eines Technologietransfers ordnungsgemäß zu prüfen, da damit ganz erhebliche Vermögensveränderungen stattfinden können, was nicht geschah, erläuterte Viviane Fischer. Drosten hätte ohne diese Abklärung den Bausatz bei der WHO veröffentlicht, und jeder Biologe mit einigen Gerätschaften könne nun den Test nachbauen. Durch das Heraussenden der ersten Testkits in alle Welt durch die Kombination Drosten und TIB Molbiol wäre allerdings eine Geschäftsanbahnung zu Gunsten eines privaten Wirtschaftsunternehmens erfolgt, noch bevor die WHO den Testkit veröffentlichte und später empfahl.Später habe Prof. Drosten 150 Millionen Euro für ein neues Gesundheits- oder Forschungszentrum erhalten. Viviane Fischer wies darauf hin, dass die Charité auch eine große Anzahl von Tests als Konsiliarlabor durchführe. Dabei gebe es die Besonderheit, dass auf der Webseite vom RKI ein Einsendeschein für Tests veröffentlicht sei, der dann zur Firma Labor Berlin Vivantes GmbH verlinkt ist…weiterlesen hier: https://apolut.net/corona-untersuchungsausschuss-teil-53-oder-22-2-von-jochen-mitschkaUnterstütze apolut:IBAN: DE40 8506 0000 1010 7380 26BIC: GENODEF1PR2Verwendungszweck: apolutKontoinhaber: apolut GmbHVolksbank Pirna eG_Patreon: https://www.patreon.com/apolutflattr: https://flattr.com/@apolutTipeee: https://de.tipeee.com/apolutInstagram: https://www.instagram.com/apolut_netFacebook: https://www.facebook.com/apolutTwitter: https://twitter.com/apolut_netOdysee: https://odysee.com/@apolut:a Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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