Thema des Tages

DER STANDARD
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Apr 20, 2022 • 22min

Wie es ist, unter Putin Journalistin zu sein

In Russland gehen die Meinungen zum Ukraine-Krieg auseinander, auch wegen Propaganda und unfreier Berichterstattung. Eine russische Journalistin erzählt von ihren Erfahrungen Die russische Bevölkerung befürwortet den Krieg in der Ukraine – zumindest legen das steigende Beliebtheitswerte von Wladimir Putin in aktuellen Studien nahe. Solche Umfragen sind im autoritären Russland natürlich mit Vorsicht zu genießen, aber diese Zahlen zeigen auch, dass die Meinungslage in Russland lange nicht so eindeutig ist wie im Rest Europas. Das hat mit Propaganda und der Berichterstattung in Russland zu tun. Journalistinnen und Medienproduzenten müssen positiv über den Krieg sprechen – sonst werden sie zensiert, müssen Geldstrafen zahlen oder werden mit Gefängnis bedroht. Immer mehr von ihnen wandern deshalb in den Westen aus. Eine dieser Journalistinnen ist Angelina Dawydowa. Auch sie hat ihre Heimat verlassen, um Putins Propagandamaschinerie zu entkommen. Sie erzählt, wie der russische Staat gegen unabhängige Medien vorgeht, was Russinnen und Russen über den Krieg in der Ukraine glauben und ob Russlands Informationsfreiheit auch aus dem Ausland gerettet werden kann.
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Apr 19, 2022 • 29min

Ost-Offensive: Putins neue Ukraine-Strategie

Die russische Armee startet ihren Großangriff auf die Ostukraine. Auch die Hafenstadt Mariupol könnte bald fallen. Welche Strategie verfolgt Russland nun im Donbass? Die lange erwartete russische Großoffensive im Osten der Ukraine ist in vollem Gange. Seit der Nacht auf Dienstag wurden dort in der gesamten Donbass-Region unzählige Explosionen registriert. Und auch die Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine dürfte kurz vor der russischen Eroberung stehen. Welche Strategie verfolgt Russland nun also im Osten der Ukraine? Wie lange kann die ukrainische Verteidigung dort standhalten? Und wie könnten sich diese neue russische Offensive und die westlichen Waffenlieferungen in Reaktion darauf auf den Verlauf des Ukraine-Krieges auswirken? Darüber spricht Oberst Markus Reisner von der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.
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Apr 15, 2022 • 22min

Was hat Elon Musk mit Twitter vor?

Der Tesla-Gründer möchte den Kurznachrichtendienst Twitter kaufen. Warum? Sind die Pläne ernst gemeint? Welche Folgen könnte der Kauf haben? Tesla-Gründer Elon Musk hat es wieder getan: Mit seiner spontanen Ankündigung, Twitter kaufen zu wollen, hat er nicht nur die Menschen auf der Kurznachrichtenplattform selbst in Aufregung versetzt. Wie ernst ist das Kaufangebot wirklich gemeint? Was hat Musk mit Twitter vor? Würde eine Übernahme durch Musk das Ende für Twitter als Kommunikations- und Informationsplattform, wie wir sie kennen, bedeuten? Web-Redakteur Martin Stepanek vom STANDARD liefert Antworten. Unter diesem Link können Sie beim Deutschen Podcast-Preis für "Inside Austria" abstimmen.
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Apr 14, 2022 • 22min

Wie das Landleben Frauen benachteiligt

Gender-Pay-Gap und Gewaltstatistik zeigen die Diskriminierung von Frauen in Österreich. Laut neuen Daten sind die Unterschiede zwischen Stand und Land beträchtlich Frauen sind in Österreich noch immer benachteiligt. Daran erinnert uns jeder Equal-Pay-Day, ein Blick in die Vorstände der Spitzenunternehmen oder auf die Gewaltstatistik. Wer noch näher hinsieht, dem fällt allerdings auf: Da ist nicht nur ein Unterschied zwischen Frauen und Männern. Da ist auch eine Differenz zwischen Frauen in der Stadt und jenen, die auf dem Land leben. Außerhalb der Metropolen verdienen Frauen weniger, sie sind seltener in Entscheidungsprozesse eingebunden, und auch der Gewaltschutz greift noch schlechter. Beate Hausbichler vom STANDARD spricht darüber, warum das so ist und was dagegen getan werden könnte. Die ausgeschriebene Stelle in unserem Podast-Team finden Sie hier.
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Apr 13, 2022 • 25min

Zero Covid: Der verheerende Lockdown in Shanghai

Im chinesischen Schanghai herrscht ein drakonischer Lockdown, positiv Getestete werden unter schwierigsten Bedingungen abgesondert. Langsam wird Kritik an dieser Strategie laut In Schanghai schreien die Menschen aus Verzweiflung über den Lockdown aus ihren Fenstern, wie viral gehende Videos zeigen. Seit zwei Wochen gelten in der chinesischen Millionenmetropole strenge Corona-Maßnahmen – nicht zu vergleichen mit dem, was in Österreich als streng galt. In Schanghai geht manchen Menschen schon das Essen aus, die Angst wächst – denn ein Ende der Maßnahmen ist nicht in Sicht. Was geschieht gerade in der 26-Millionen-Einwohner-Stadt? Warum zieht die chinesische Regierung ihre Zero-Covid-Strategie so eisern durch? Und wie könnte sich eine heftige Corona-Welle in China auch bei uns bemerkbar machen? Darüber spricht Philipp Mattheis, der für den STANDARD über China berichtet. Unter diesem Link können Sie beim Deutschen Podcast-Preis für "Inside Austria" abstimmen.
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Apr 12, 2022 • 19min

Giftgasverdacht: Warum Putin Mariupol zerstören will

Die russische Armee verlegt Truppen in den Osten der Ukraine, dort könnte die Stadt Mariupol bald fallen. Unterdessen gibt es Gerüchte über chemische Waffen in der Region Nach dem Rückzug aus Kiew konzentriert sich der russische Angriffskrieg nun auf den Osten der Ukraine. Dabei ist die Ostukraine schon seit Wochen schwer zerstört, die Lage der Zivilbevölkerung ist katastrophal. Dazu kommen nun noch Gerüchte über russisches Giftgas, das von Drohnen auf die umkämpfte Stadt Mariupol versprüht werden soll. Was ist an diesen Gerüchten dran? Warum ist gerade Mariupol für Putin so wichtig? Und wie lange kann die ukrainische Armee dort noch durchhalten? Darüber spricht Florian Niederndorfer aus der Außenpolitik-Redaktion des STANDARD. Die ausgeschriebene Stelle in unserem Podcast-Team finden Sie hier.
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Apr 11, 2022 • 32min

Reise nach Kiew und Butscha: Zwischen Massengräbern und Minen

STANDARD-Journalist Fabian Sommavilla ist mit Bundeskanzler Nehammer in die Ukraine gereist. Er erzählt von seinen Eindrücken Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer ist am Wochenende in die Ukraine gereist. Mit dabei war STANDARD-Journalist Fabian Sommavilla. Er erzählt heute, wie es ist, durch ein vom Krieg gebeuteltes Land zu fahren, wie gefährlich diese Reise war – und wie es sich anfühlt, vor den Massengräbern von Butscha zu stehen.
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Apr 8, 2022 • 22min

Wen Long Covid am wahrscheinlichsten trifft

Wie Impfschutz, Varianten, Geschlecht und Alter das Risiko für Long-Covid-Symptome beeinflussen und was neue Daten über mehrmalige Corona-Infektionen aussagen Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass im Durchschnitt jeder Zehnte nach einer Corona-Infektion unter Long Covid leidet. Dazu zählen Symptome wie extreme Erschöpfung, Atemprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten. Eine neue Studie zeigt nun, wer besonders gefährdet ist, Long-Covid-Symptome zu entwickeln. Gesundheitsredakteurin Magdalena Pötsch vom STANDARD hat sie unter die Lupe genommen. Sie erklärt auch, welche neuen Erkenntnisse über mehrmalige Corona-Infektionen vorliegen und wie eine Covid-Impfung oder auch der Faktor, mit welcher Variante man infiziert war, sich auf das Long-Covid-Risiko auswirken.
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Apr 7, 2022 • 25min

Butscha-Massaker: Gehören Kriegsverbrechen zur russischen Taktik?

Abgehörte Funksprüche liefern neue Erkenntnisse über die russische Sicht auf das Massaker von Butscha. Transportable Krematorien in Mariupol geben Anlass zur Sorge Das Grauen des Massakers, das russische Soldaten in Butscha angerichtet haben, wird immer deutlicher nachvollziehbar. Nachrichtendiensten ist es nun gelungen, Funksprüche des russischen Militärs abzuhören, in denen die Gräueltaten beschrieben werden. Aus ihnen geht auch hervor, dass das Massaker offenbar Teil der russischen Kriegstaktik war. Passiert in anderen Gebieten der Ukraine also womöglich gerade ähnlich Schreckliches wie in Butscha? Wer ordnet diese Kriegsverbrechen an? Und arbeiten die russischen Truppen schon daran, Gräueltaten wie diese in Mariupol zu vertuschen? Gerüchte über transportable Krematorien liefern jedenfalls Hinweise darauf. Antworten auf diese Fragen liefert Fabian Sommavilla aus dem Außenpolitikressort des STANDARD.
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Apr 6, 2022 • 25min

Ukraine-Krieg: Sind UNO und Diplomatie gescheitert?

Der ukrainische Präsident fordert eine Reform des UN-Sicherheitsrates. Unterdessen muss diplomatisches Personal aus Russland viele EU-Länder verlassen – nicht so in Österreich Das Massaker im ukrainischen Butscha hat der Welt den Schrecken des russischen Angriffskriegs in der Ukraine noch bewusster gemacht. Der Westen reagiert weiterhin nicht militärisch, und auch die wirtschaftliche Sanktionsschraube kommt nur langsam ins Drehen, aber in der Diplomatie gibt es ein Erdbeben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den UN-Sicherheitsrat scharf kritisiert und will Russland dort am liebsten ausschließen – kein leichtes Unterfangen. Einfacher ist die Ausweisung von russischen Diplomatinnen und Diplomaten, viele EU-Länder haben das bereits getan. Österreich will da dezidiert nicht mitziehen. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn ein Land diplomatisches Personal ausweist? Warum will Österreich das nicht tun? Und trifft Selenskyj mit seiner Kritik an der Diplomatie der Vereinten Nationen einen wunden Punkt? Darüber sprechen Manuel Escher und Gianluca Wallisch aus dem Außenpolitikressort des STANDARD.

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