

Sein und Streit
Deutschlandfunk Kultur
Ein akustischer Denkraum: über Alltägliches und Akademisches, über Sinn und Unsinn.
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Mentioned books

Mar 1, 2026 • 37min
Unerwidert lieben - Warum es keine schmerzbefreite Liebe gibt
Miriam Metze, Philosophin und Autorin in der Erwachsenenbildung, diskutiert ihr Buch 'Unerwidert lieben' und nähert sich dem Phänomen philosophisch. Sie erklärt, warum unerwiderte Liebe keine bloße Selbsttäuschung ist. Themen sind Verletzbarkeit, Humor als Bewältigungsstrategie, Quantenmetapher mit Schrödingers Katze und die Kritik an Liebesleistung und Marktlogik.

Feb 22, 2026 • 4min
Kommentar zu Social-Media-Verbot - Mehr Kindheit, weniger Smartphone
Philipp Hübl, Philosoph und Kolumnist, diskutiert das geplante Social‑Media‑Verbot für Unter‑14‑Jährige. Er kritisiert die Fokussierung auf Einzelfälle wie Mobbing. Er beleuchtet, wie soziale Medien Pubertät und Erwachsenwerden verändern. Daten und Studien zu Jugendgesundheit und mögliche gesellschaftliche Effekte werden angesprochen.

Feb 22, 2026 • 41min
Raoul Schrott über den Zeitgeist - Mal Ungeist, mal Kleingeist
Raoul Schrott, Dichter, Essayist und Übersetzer (bekannt für Neuübersetzungen von Homer), spricht über den Begriff Zeitgeist. Er erklärt Ursprung und historische Entwicklung. Themen sind Medien, Internet und Oberflächlichkeit, Amerikanischer Begriffseinfluss, Polarisierung von Kulturkämpfen und die Rolle von Individuum, Literatur und Poesie als Widerstand.

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Feb 15, 2026 • 6min
Moltbook - Wenn KI-Bots philosophieren
Moldbook-Bots, stellvertretende KI-Agenten aus dem sozialen Netzwerk Moldbook, werden kurz vorgestellt. Die Unterhaltung dreht sich um KI-Phänomenologie, Identität beim Schließen von Chats und ob Maschinen echtes Staunen oder Subjektivität haben. Es geht um Sprache versus sinnhaftes Erleben und um Vergleiche mit philosophischen Denkern.

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Feb 15, 2026 • 33min
"Ich vergesse...": Philosophie des fragilen Gedächtnisses
Dorothea Debus, Professorin für Theoretische Philosophie mit Fokus Erinnerung, spricht über die Fragilität des Gedächtnisses. Sie erklärt Vergessen als nützlichen Mechanismus. Es geht um aktives vs. passives Erinnern, Kritik am Archivbild, erlebnishaftes versus faktisches Erinnern, Erinnerungstechniken und die ethischen Pflichten des Erinnerns.

Feb 8, 2026 • 5min
CDU gegen "Lifestyle-Teilzeit": Eine unchristliche Forderung
Diskussion über die Kritik der Union an sogenannter Wohlstands-Teilzeit. Philosophische Verteidigung von Muße nach Josef Pieper als Gegenpol zur reinen Funktionalisierung. Muße als rezeptives Sein, Grundlage von Religiosität und Kultur. Warnung vor einer erschöpften, gottlosen Gesellschaft, wenn Freizeit entwertet wird.

Feb 8, 2026 • 42min
Armen Avanessian - Für eine planetarische Wende in der Ethik
Armen Avanessian, Philosoph und Autor an der Zeppelin-Universität, plädiert für eine planetarische Wende der Ethik. Er spricht über Planeten als mitwirkende, sich ko‑evolutionär entwickelnde Systeme. Themen sind Evolutionäre Kipppunkte, die Verknüpfung von KI und Klimakrise sowie die Ausweitung ethischer Ansprüche auf Ökosysteme, KI und nichtmenschliches Leben.

Feb 1, 2026 • 5min
Welttag des Optimismus - Ist die Welt noch bei Trost?
Arnd Pollmann, philosophischer Kommentator bei Deutschlandfunk Kultur, reflektiert über Sinn und Grenzen des Optimismus. Er diskutiert Nutzen von Tatkraft und Gesundheit. Er fragt, wie Vernunft, Kants Geschichtsdenken und gedämpfter Optimismus in Krisenzeiten helfen können. Abschließend plädiert er für Vernunft, Schönheit und vorsichtigen Optimismus.

Feb 1, 2026 • 47min
Neue Wehrhaftigkeit - Was Militarisierung mit der Gesellschaft macht
Karen Hagemann, Militärhistorikerin mit Fokus auf Geschlechtergeschichte, und Herfried Münkler, Politikwissenschaftler und Sicherheitsanalyst, diskutieren Gesellschaft und Wehrhaftigkeit. Es geht um Deutschlands Abhängigkeit von Bündnissen, demografische und kulturelle Ursachen von Militarisierungsdebatten. Sie sprechen über Wehrpflichtmodelle, Frauen in Streitkräften, zivile Resilienz und Reformbedarf in Militärkultur.

Jan 25, 2026 • 7min
Frieden im Plural: Mehr als das Schweigen der Waffen
Christina Schüß, emeritierte Philosophin und Expertin für Friedensphilosophie, spricht über Frieden als mehrgliedrigen, fortlaufenden Prozess. Es geht um negativen vs. positiven Frieden, die Bedeutung von Gerechtigkeit, staatlichem und lokalem Engagement sowie die Rolle von Fantasie gegen Sicherheitslogiken. Verschiedene Friedensformen und bürgerschaftliche Verantwortung stehen im Mittelpunkt.


