Kreisky Forum Talks

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Jan 31, 2024 • 35min

FALTER Radio & Kreisky Forum Talks: DER SEXIST ALS KRIEGSTREIBER

Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Sabine Fischer MACHISMO UND MACHT Wie der russische Chauvinismus Europa bedroht Russlands aggressiver Vernichtungskrieg gegen die Ukraine lässt sich nicht begreifen und stoppen, ohne den russischen Chauvinismus zu verstehen. Der speist sich aus nationalistischen und misogynen Ideen und dient dem autokratischen Putin-Regime zur Selbstlegitimation. Die chauvinistische Politik Russlands greift nicht nur die Ukraine an. Sie bedroht auch signifikante Teile der russischen Gesellschaft und will die auf Regeln und Werten basierende europäische Sicherheitsordnung zerstören. An ihre Stelle soll das Recht des Stärkeren treten. Der russische Chauvinismus betrachtet alles, was mit Liberalismus zu tun hat, als feindlich – und auch in Europa breitet sich diese Haltung aus. Sabine Fischer, Osteuropa-Expertin bei der renommierten Stiftung Wissenschaft und Politik, erklärt, wie aggressiver Nationalismus, misogyner Chauvinismus und Autokratie in Russland zusammenhängen, und wie Europa und die westliche Welt sich aufstellen müssen, um dem russischen Chauvinismus zu trotzen.  »Russlands Aggression gegen die Ukraine ist kein rieg in Europa, sondern gegen Europa. Wer daran Zweifel hat, lese Sabine Fischers starkes Buch über die Ursprünge und Folgen von Putins chauvinistischer und revisionistischer Politik.« – Ivan Krastev »Eine präzise, wunderbar geschriebene Analyse, die dank Fischers feministischer Perspektive endlich umfassend erklärt, warum der russische Angriffskrieg auf die Ukraine keine Überraschung war und was wir für die Zukunft lernen können. Ein Buch über Russland, das wirklich heraussticht.« – Alice Bota »Konzeptionell innovativ und zugleich intuitiv führt sie anhand des Begriffs ‚Chauvinismus‘ durch die Trias aus Nationalismus, Sexismus und Autokratie, die Russlands Positionierung gegenüber westlichen Lebensmodellen und den Weg in den Krieg gegen die Ukraine nachzeichnet und einen Blick in denkbare Zukünfte Russlands eröffnet.« – Gwendolyn Sasse   Sabine Fischer, Autorin und Politikwissenschaftlerin, SWP Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien mit den Schwerpunkten Russische Außen- und Sicherheitspolitik, EU-Russland Beziehungen, ungelöste Konflikte in der Östlichen Nachbarschaft der EU, regionale Beziehungen in Osteuropa und Eurasien. Tessa Szyszkowitz, in Stuttgart geboren, lebt seit 2010 in London. Die Journalistin und Autorin war davor Korrespondentin in Moskau, Brüssel und Jerusalem. Sie ist Kolumnistin für Weltpolitik im Falter, Kuratorin der Reihe Philoxenia im Kreisky Forum und Distinguished Fellow im Royal United Services Institute in London.
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Jan 29, 2024 • 57min

Evelyn Regner und Andreas Babler: EUROPA SOZIAL UND GERECHT MACHEN

Helfried Carl im Gespräch mit Evelyn Regner und Andreas Babler EUROPA SOZIAL UND GERECHT MACHEN Globalisierung und Europäische Integration machen den Kampf für die Rechte der Arbeitnehmer:innen über die nationalen Grenzen hinaus immer wichtiger. Auf nationale Erfolge zu setzen, führt in eine politische Sackgasse. Die Pandemie und Russlands Krieg gegen die Ukraine haben die Abhängigkeit Europas deutlich gemacht und gezeigt, dass es ein Fehler war, den Weltmarkt alles regeln zu lassen. Neoliberale Sparprogramme der letzten Jahrzehnte haben viel Schaden angerichtet und die südeuropäischen Länder in eine tiefe Rezession gezwungen. Im Juni 2024 finden Wahlen zum Europäischen Parlament statt – die einzige Direktwahl auf europäischer Ebene – und in der Folge wird die EU-Kommission neu besetzt. Evelyn Regner, Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments: „Viel wurde in dieser Legislaturperiode erreicht: Das Lohntransparenz-Gesetz, das Männern und Frauen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit zuspricht; das „Women-on-Boards“-Gesetz, das die gläserne Decke durchbricht und die inoffizielle Männerquote in Aufsichtsräten abschafft; das Gesetz zu EU-weiten Mindestlöhnen, das an die Lohnniveaus in den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten angepasst ist und Kollektivvertragsverhandlungen stärkt. Einiges ist auf der Zielgeraden: das Leuchtturmprojekt dabei, das unseren Binnenmarkt ein für alle Mal besser machen wird, ist das Gesetz zu nachhaltigen Lieferketten in der EU.“ SPÖ-Vorsitzender Andi Babler bekennt sich zur EU als Friedensprojekt und kämpft gleichzeitig für ein Europa, das im Dienst der Bürgerinnen und Bürger steht statt im Interesse von wirtschaftlichen Lobbyist*innen und großen Konzernen zu handeln. Er will sicherstellen, dass Unternehmen Arbeitnehmer*innenrechte wahren, endlich ihren fairen Anteil an Steuern leisten und nicht länger von Steuerschlupflöchern profitieren. Die Europäische Union muss sich ganz grundsätzlich weiter in Richtung Sozialunion fortentwickeln und ihr Rechts- und Finanzsystem so gestalten, dass ausreichende Investitionen in die soziale und ökologische Transformation ermöglicht werden. Wie sehen die Strategien auf diesem Weg aus, was sind Stolpersteine? Andreas Babler, Bürgermeister der Stadtgemeinde Traiskirchen, Mitglied des Bundesrats und Bundesparteivorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs. Evelyn Regner, Mitglied des Europäischen Parlaments seit 2009, S&D-Fraktion, Vizepräsidentin des EP seit 2022 Helfried Carl, Diplomat, seit 2019 Partner des von ihm mitbegründeten Innovation in Politics Institute in Wien. Von 2014-2019 war er Botschafter Österreichs in der Slowakischen Republik, davor Büroleiter und außenpolitischer Berater von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.
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Jan 26, 2024 • 1h 4min

Zum 113. Geburtstag von Bruno Kreisky: DER MUT ZUM UNVOLLENDETEN

Herbert Lackner im Gespräch mit Franz Vranitzky DER MUT ZUM UNVOLLENDETEN  In Bruno Kreiskys Denken und Wollen spielte – wie er es selbst formulierte – „Der Mut zum Unvollendeten“ eine große Rolle. Das hatte nichts mit Zögerlichkeit oder Halbherzigkeit zu tun. Der Mut zum Unvollendeten bedeutete vielmehr, dass Ideologien und gesellschaftliche Strukturen für ihn kein in sich geschlossenes endgültiges System waren und schon gar kein Endstadium der Geschichte. Es war ein Bekenntnis zum Neuen, zur schrittweisen Reform, ein Bekenntnis zur Überprüfbarkeit politischer Entscheidungen im Sinne von Karl Popper.Und es war eine Abgrenzung gegenüber dogmatischen oder gar totalitären Positionen.Jedes politische und gesellschaftliche System ist unvollendet und muss unvollendet sein. Denn, was Menschen machen, kann auch von Menschen zum Besseren verändert werden. Die Freiheit dazu darf man ihnen nicht nehmen. Franz Vranitzky, Bundeskanzler a.D., Gründungs- und Ehrenpräsident des Kreisky Forums Herbert Lackner, Journalist und Schriftsteller
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Jan 25, 2024 • 57min

Karoline Wigura: POSTTRAUMATISCHE SOUVERÄNITAT

Helfried Carl im Gespräch mit Karolina Wigura POSTTRAUMATISCHE SOUVERÄNITÄT Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist die alte mitteleuropäische Angst zurück: Opfer der Großmächte zu werden. Anders als in Deutschland, von dessen Boden zwei Weltkriege ausgegangen sind, gab es in Warschau, Tallinn und anderswo kein Zögern. Nur wer selbst angegriffen und, wie Polen, sogar einmal ganz von der Landkarte getilgt wurde, versteht, dass militärische Selbstverteidigung gerechtfertigt ist. In ihrem luziden Essay beschreiben Karolina Wigura, Ideenhistorikerin, und Jarolaw Kuisz, Politikwissenschaftler, wie der heutige Krieg historische Traumata reaktiviert; warum Warschau eine Führungsrolle in der europäischen Verteidigungspolitik übernimmt, obwohl die Regierungspartei PiS die EU als Bedrohung der eigenen Souveränität beschwört.  Karolina Wigura ist Ideenhistorikerin, Soziologin und Journalistin, sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Stiftung Kultura Liberalna mit Sitz in Warschau, die eines der führenden Online-Wochenmagazine in Polen herausgibt; Senior Fellow des Zentrums für die Liberale Moderne mit Sitz in Berlin. Sie arbeitet als Assistenzprofessorin am Fachbereich für Soziologie der Universität Warschau. Gemeinsam mit Jaroslaw Kruisz hat sie bei Suhrkamp das Buch „Posttraumatische Souveränität“ veröffentlicht. Helfried Carl, Diplomat, Partner des 2019 von ihm itbegründeten Innovation in Politics Institute in Wien. Von 2014-2019 war er Botschafter Österreichs in der Slowakischen Republik, davor, von 2008-2014, Büroleiter und außenpolitischer Berater von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.
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Jan 16, 2024 • 1h 11min

Khaled Fahmy: 10 YEARS OF AL-SISI IN EGYPT

Gudrun Harrer in conversation with Khaled Fahmy 10 YEARS OF AL-SISI IN EGYPT It was 10 years ago, when Field Marshal Abdel Fattah al-Sisi appeared on TV in a military beret to announce the suspension of Egypt’s constitution and the end of Mohamed Morsi’s presidency. The same day, several media outlets allegedly supporting Morsi’s party were closed and many journalists/directors arrested. While relentlessly controlling the media, Sisi also had something to offer. He was perceived as a devout Muslim whose political course would lead away from the Islamist Muslim Brotherhood. Also, parts of the population were pinning their hopes on him in view of the country’s economic difficulties. How did democracy, human rights and economy develop since then? How does the West deal with Egypt and Sisi’s regime? What is Sisi’s reaction to the most recent military-political challenges in the region?  Having been educated at the American University in Cairo and the University of Oxford, and having earlier taught at Princeton, NYU, Columbia, Harvard and Cambridge Universities, Khaled Fahmy is an historian of the modern Middle East with special emphasis on nineteenth century Egypt. Currently, he is Professor at Tufts University. Gudrun Harrer, Senior Editor at Der Standard, Lecturer on Modern History and Politics of the Middle East, University of Vienna and Diplomatic Academy of Vienna
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Jan 11, 2024 • 58min

Konrad Paul Liessmann & Franz Schuh: POLITIK UND ÄSTHETIK

Konrad Paul Liessmann im Gespräch mit Franz Schuh POLITIK UND ÄSTHETIK  „Das Verhältnis von „Ästhetik und Politik“ wird nicht selten unter dem Niveau des Problems diskutiert. Gerne nimmt man die Meinung des Künstlers für die Politik der Kunst. Manche Künstler segeln auch in diesem Fahrwasser, was ja wünschenswert sein kann, falls man „die Haltung“ des Künstlers mit der eines jeden Staatsbürgers gleichsetzt. Aber das Politische in der Kunst ist weitaus komplizierter. Es ist vielschichtig und nicht einfach an einer Oberfläche ablesbar.Konrad Paul Liessmann hat vor einigen Monaten in der Neuen Zürcher Zeitung einen Aufsatz veröffentlicht, durch den an einem spezifischen Fall klar wird, wie sich das Verhältnis von Politik und Ästhetik beispielhaft diskutieren lässt: ‚Nicht zufällig‘, so hieß es in der NZZ, ‚firmierte Prigoschins brutale Söldnertruppe unter dem Namen des Komponisten Richard Wagner. Sie partizipierte damit auf vulgäre Weise an dessen faschistoidem Nimbus. Doch wie verhalten sich Geist und Gestalt von Wagners Werk zu diesem Missbrauch?‘Liessmanns Aufsatz ist Anlass und Fundament für ein Gespräch über die Ästhetisierung der Politik, deren politische Wirkung, wie es scheint, derzeit von vielen Politikern unterschätzt wird.“ Franz Schuh Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, ist Professor i.R. für Philosophie an der Universität Wien, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Er erhielt 2004 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln, 2010 den Donauland-Sachbuchpreis und 2016 den Paul Watzlawick-Ehrenring. Im Zsolnay Verlag gibt er die Reihe Philosophicum Lech heraus. Zuletzt erschienen bei Zsolnay Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift (2014), Bildung als Provokation (2017), Alle Lust will Ewigkeit. Mitternächtliche Versuchungen (2021) und Lauter Lügen (2023), sowie bei Hanser (gemeinsam mit Michael Köhlmeier) Der werfe den ersten Stein (2019). Franz Schuh, geboren 1947 in Wien, studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Kolumnist für Zeitschriften und Rundfunkstationen. Er erhielt u.a. 2006 den Preis der Leipziger Buchmesse, 2011 den Österreichischen Kunstpreis und 2021 den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay. Bei Zsolnay erschienen zuletzt Sämtliche Leidenschaften (2014), Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks (2017), Lachen und Sterben (2021) und Ein Mann ohne Beschwerden (2023).   In Kooperation mit Zsolnay Verlag
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Jan 9, 2024 • 45min

FALTER RADIO & Kreisky Forum Talks: WAS BRAUCHT EINE MODERENE SOZIALDEMOKRATIE?

Peter Michael Lingens diskutiert mit dem Außenpolitikexperten Wolfgang Petritsch, dem Politikwissenschaftler Nikolaus Kowall (SPÖ-Sektion 8) und der Ökonomin Sonja Schneeweiss im Bruno Kreisky Forum. Diese Episode umfasst einen Teil der Folge ZEITZEUGE EINES JAHRHUNDERTS von Peter Michael Lingens. Auf unserem Kanal befindet sich die Folge in voller Länge. Dies ist ein Ausschnitt der Diskussion und in Zusammenarbeit mit FALTER Radio neu editiert und kommentiert.
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Dec 22, 2023 • 54min

Lena Schilling: RADIKALE WENDE

Philipp Blom im Gespräch mit Lena Schilling RADIKALE WENDEWeil wir eine Welt zu gewinnen haben Lena Schilling ist mit der Klimabewegung aufgewachsen und ist zu einer der profiliertesten und bekanntesten Aktivist:innen Österreichs geworden. Die Besetzung der Lobau wurde von ihr mit organisiert und sie selbst wurde zum Gesicht dieser Proteste, heute engagiert sie sich für Klimagerechtigkeit und soziale Fragen. Wie aber lassen sich solche Anliegen am effektivsten verteidigen? Welche Vernetzung innerhalb der Zivilgesellschaft aber auch international ist nötig und möglich, um wirklich Strukturen zu verändern? Wie lassen sich soziale und politische Bewegungen schaffen, ohne dass sie entgleisen? Können Aktivist:innen wirklich die Macht von multinationalen Konzernen herausfordern und die politische Handlungsunfähigkeit von Regierungen durchbrechen? Philipp Blom spricht mit Lena Schilling darüber, ob und wenn ja wie eine radikale Wende möglich ist. Lena Schilling, geboren 2001 in Wien, eine österreichische Klimaaktivistin, die mit der Fridays for Future-Bewegung in die Öffentlichkeit getreten ist. Die Wienerin war Sprecherin der Initiative für ein Lieferkettengesetz, ist Gründerin des Jugendrats und schreibt seit Juni 2023 eine wöchentliche Kolumne in der »Kronen Zeitung«. Sie setzt sich vorrangig für Klimagerechtigkeit, Feminismus und Migration ein. Philipp Blom wurde 1970 in Hamburg geboren. Nachdem er in Oxford, London und Paris gelebt und gearbeitet hat, lebt er heute in Wien. Seine historischen Werke, Essays und Romane wurden in 16 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen usgezeichnet, darunter ein Stipendium am Getty Research Institute in Los Angeles und der Deutsche Sachbuchpreis. Blom ist auch ein erfolgreicher Radiojournalist und Redner. The discussion series Dialogues for Tomorrow critically examines the present from multiple perspectives in order to create a better understanding of tomorrow. Together with the Bruno Kreisky Forum and the Institute for Human Sciences (IWM), the University of Applied Arts Vienna hosts experts from different disciplines to discuss future challenges.
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Dec 19, 2023 • 51min

Henri J. Barkey & Ellen Laipson: THE US AND A NEW MIDDLE EAST

Eva Nowotny in conversation with Henri J. Barkey and Ellen Laipson THE US AND A NEW MIDDLE EAST Until Hamas‘ attack, Biden’s administration had largely relegated the region on the back burner, as it focused first on a pivot to Asia then on responding to Russia’s invasion of Ukraine. Now, Biden has to confront an explosion of violence in the region, challenging also his political support at home as well as the unity with and among US allies abroad. Henri J. Barkey is Senior Fellow for Middle East studies at the Council on Foreign Relations and the Bernard L. and Bertha F. Cohen chair in international relations at Lehigh University, Pennsylvania. Previously he was the director of the Middle East Center at the Woodrow Wilson Center for International Scholars. Ellen Laipson is the Director of the Master’s in International Security degree program and the Center for Security Policy Studies in the Schar School of Policy and Government at George Mason University. She joined Mason University after a distinguished 25-year career in government and as president and CEO of the Stimson Center (2002-15). Eva Nowotny, Ambassador ret., Member of the Board of Bruno Kreisky Forum
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Dec 14, 2023 • 1h 3min

Litvinenko, Timchenko, Nemtsova, Tsepkalo: COURAGE!

Tessa Szyszkowitz in conversation with Marina Litvinenko, Galina Timchenko, Zhanna Nemtsova & Veronica Tsepkalo COURAGE! How to fight for human rights in Russia On the 75th anniversary of the Declaration of Human Rights on December 10, 2023, Russian women human rights activists demand pluralism, freedom of expression and the release of the political prisoners in Russian prisons: Article 3 of the Universal Declaration of Human Rights UDHR, proclaimed at the Palais de Chaillot in Paris on December 10, 1948, states: „Everyone has the right to life, liberty and security of person.“ December 10, 2023 marks the 75th anniversary of one of the world’s most ground-breaking international commitments. Based on the UDHR, a range of more specific international human rights treaties have been adopted, to which also Russia is a party.” In 1993, the Vienna World Conference on Human Rights set important initiatives to turn the promises of the UDHR into concrete action. The importance of the UDHR is highlighted by the human rights situation in Russia and Belarus. Critics of the Russian president and the Russian war against Ukraine are imprisoned under inhumane conditions, forced into exile, persecuted, arrested, incarcerated, poisoned, or killed. Among the most important critics are imprisoned opposition politician Alexei Navalny, journalist Vladimir Kara-Murza and Belarusian opposition politician Maria Kalesnikawa. Journalist Anna Politkovskaya and whistleblower Alexander Litvinenko were murdered in 2006. Marina Litvinenko, widow of murdered Kremlin critic Alexander Litvinenko, is fighting for political murders to be recognized as such and for those who commissioned them to be held responsible. She lives in London. Galina Timchenko, is the co-founder, CEO, and publisher of exiled Russian media Meduza in Riga. Zhanna Nemtsova, daughter of the murdered politician Boris Nemtsov, is founder of the Boris Nemtsov Foundation „For Freedom“. Veronica Tsepkalo, Chairwoman of the Belarus Women’s Foundation Chaired by Tessa Szyszkowitz, Austrian journalist and author. She writes for Austrian and German publications such as Falter & Tagesspiegel, she is also a Distinguished Fellow of the Royal United Services Institute in London.   In Kooperation mit dem Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten

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