ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Nov 9, 2020 • 14min

Mit UV-C-Licht und Ozon gegen Corona – bringt das etwas?

Dr. Heinz-Jörn Moriske über den Sinn und Unsinn von Filtersystemen Die Patienten sind abends aus der Praxis, der Praxisinhaber schaltet seine UV-C-Lampen an – und die Desinfektion der Oberflächen ist erledigt: So einfach ist das?Hersteller von UV-C-Lampen, Ozon-Luftreinigern und mechanischen Filtern preisen jedenfalls ihre Produkte an: leichte Anwendung, sicher und effektiv. Dr. Heinz-Jörn Moriske hat bei vielen dieser Produkte seine Zweifel: Er leitet die Kommission Innenraumlufthygiene beim Umweltbundesamt und hat die verschiedenen Systeme begutachtet. Im Podcast sprechen wir darüber, wie die aktuelle Studienlage bei UV-C-Licht gegen das Virus SARS-CoV-2 ist, ob Ozon bei der Luftreinigung schädlich für Menschen ist und auf welche Parameter es in der Praxis ankommt, damit die Reinigungssysteme nicht nur in der Theorie wirken. Moriske erklärt zudem, warum manche Systeme bei der Anwendung unsicher sein könnten und was er von mechanischen Filtersystemen hält.
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Nov 6, 2020 • 24min

Wie Rheuma bei Kindern früher erkannt werden kann

und wie Medikamente, Sport und Ernährung dann helfen Mit Rheuma verbinden die meisten Menschen eine Alterserscheinung. Zu Unrecht – denn in Deutschland leiden über 20.000 Kinder und Jugendliche an einer rheumatischen Erkrankung, deren Erscheinungsformen sehr unterschiedlich sein können. Auch die Ursachen der meisten dieser Erkrankungen sind noch nicht völlig verstanden. Eine Expertin in diesem Bereich ist Professor Kirsten Minden. Sie arbeitet als Kinderrheumatologin im Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité in Berlin und sie ist Professorin für Versorgungsforschung in der Rheumatologie. In dieser Podcast-Episode erläutert sie, wie sich die Erkenntnisse zu Kindern und Rheuma in den letzten Jahren verändert haben, welche Therapiefortschritte es gibt und wie es gelingen kann, eine gute Versorgung von Kindern bis ins Jugend- und später Erwachsenenalter zu gestalten. Denn das ist nach wie vor ein Knackpunkt.
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Nov 5, 2020 • 26min

Streit ums KBV-Papier – „Gebote haben nicht geklappt!“

DGfN-Präsident Professor Jan Galle über Lockdown und Langzeitstrategie Während die Republik im Lockdown ist, geht der Streit um ein Positionspapier weiter: das gemeinsame Dokument von KBV, einigen Verbänden und zwei Virologen. Darin fordern die Autoren einen behutsamen Umgang mit den Maßnahmen gegen die Pandemie, nicht einen Lockdown nach dem anderen, sondern eine langfristige Strategie. Etlichen Ärzteverbänden und Fachgesellschaften stößt das Dokument jedoch sauer auf, so auch den Nephrologen. In dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit DGfN-Präsident Professor Jan Galle über das Papier und seine Kritik daran. Galle sagt, dass er etliches darin unterstützen könne. Nur die „Unzeit“ der Publikation stört ihn. Und der Stil, wie es zustande gekommen ist. Ein Gespräch über Lockdown versus Langfriststrategie. Foto: Jan Galle
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Nov 4, 2020 • 15min

Droht der ärztliche Bereitschaftsdienst wegen Corona zu überlasten?

KV-Hessen-Vize Dr. Eckhard Starke über besorgte Bürger und die 116117 Die Telefonhotline des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen läuft wieder heißt: Laut der KV haben in der vergangenen Woche dort über 41.000 Menschen Rat gesucht. 85 Prozent aller Anrufer hatten Fragen zur Coronavirus-Pandemie. Eine Aufgabe, für die die 116117 ursprünglich gar nicht gedacht war, sagte der stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Eckhard Starke in dieser „ÄrzteTag“-Episode. Denn vor Corona war die Hotline zunächst für rund 6000 Anrufer in der Woche ausgelegt. In dieser Episode spricht er über die Gründe und Anliegen der Anrufer. Er erklärt, warum es bald noch sehr viel mehr werden könnten, und wie die Telefonhotlines der KVen entlastet werden könnten. Foto: Carolina Ramirez / KVH
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Nov 3, 2020 • 17min

Wie möchten Sie den ÖGD für Ärzte attraktiver machen, Dr. Botzlar?

Und warum gelingt das mit dem Verdi-Tarifabschluss nicht Vor kurzem haben sich nach zähem Ringen und einigen Warnstreiks Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst (ÖD) auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das Einigungspaket sieht unter anderem ein Einkommensplus je nach Gehaltstufe zwischen 3,2 und 4,5 Prozent vor plus Corona-Prämienzahlungen. Besonders im Pflegebereich gibt es noch weitere Gehaltszuschläge und auch die Ärzte in den Gesundheitsämtern werden ab März 2021 mit einer Zulage von 300 Euro bedacht. Von Seiten des Ärztegewerkschaft Marburger Bund gibt es dennoch Kritik. Was an den neuen Vereinbarungen aus ihrer Sicht verkehrt ist, erläutert in dieser Podcast-Episode Dr. Andreas Botzlar. Der stellvertretende Vorsitzende des Marburger Bundes und dortige Tarifexperte stellt zudem die eigenen Vorschläge des Marburger Bundes vor, wie die Anstellung als Arzt im öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver werden könnte.
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Nov 2, 2020 • 11min

Was Bierflaschen mit der Ärzte-Ausbildung zu tun haben

HOM-KIT bringt Medizinstudenten und Schaupieler zusammen Wie vielen Studiengängen haftet auch dem Medizinstudium der Ruf an, zu theoretisch zu sein – so dass mancher angehende Arzt erst spät die Interaktion mit Patienten wahrnimmt. An der Universität des Saarlandes (UdS) machen die Lehrbeauftragten ihre Studenten schon vorher mittels Schauspielern fit: Im Homburger Kommunikations- und Interaktionstraining (HOM-KIT) schmeißen die interdisziplinären Ausbilder ihre Schützlinge in verschiedenste Arzt-Patientengespräche – und die Lehrer sowie die Schauspieler geben ihnen danach Feedback. Die Inhalte sind vielfältig: Wie überbringe ich einem Angehörigen einen Todesnachricht, wie spreche ich fehlende Compliance oder ein Übergewicht an und was mache ich, wenn ein Patient unverschämt wird? Auch STI-Aufklärung steht auf dem Plan. Corona-bedingt haben die Verantwortlichen jetzt ein neues Modul hinzugefügt: die Videosprechstunde. Hier bringen sie den Jungmedizinern nicht nur eine gute Gesprächsführung bei, sondern auch, was das Besondere am virtuellen Blickkontakt ist und sie setzen Requisiten ein, auf die die angehenden Ärzte im Hintergrund achten sollen. In dieser „ÄrzteTag“-Episode erzählen Prof. Johannes Jäger, Leiter des Zentrums für Allgemeinmedizin an der UdS, und der Psychologe Roberto D’Amelio, wie das Programm funktioniert, woher sie die Schauspieler bekommen und wie sie HOM-KIT weiter ausbauen wollen. Und sie erzählen im Podcast, warum sie bei der Arztausbildung künftig selbst auf Podcasts setzen.
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Oct 30, 2020 • 12min

Warum Intensivmediziner die nächsten Wochen fürchten

und das KBV-Positionspapier zum falschen Zeitpunkt kam In einem Positionspapier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sowie der Virologen Professor Hendrik Streeck (Universität Bonn) und Professor Jonas Schmidt-Chanasit (Universität Hamburg) haben die Autoren eine langfristige Strategie zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus vorgestellt, die nicht auf wiederholtes Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens abzielt. Viele ärztliche und psychotherapeutische Verbände und Gesellschaft wurden dabei als Unterstützer aufgezählt. Gegenposition dazu haben der Berufsverband der Deutschen Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin bezogen (DGAI). Professor Götz Geldner, Präsidenten des BDA und Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie, RKH Ludwigsburg, erläutert im Podcast, weshalb sich die Verbände von KBV-Positionspapier distanzieren. Vielmehr gilt es seiner Meinung nach zu verhindern, dass sich die Versorgungslage für intensivmedizisch zu behandelnde Patienten – und zwar nicht nur beatmungspflichtige COVID-19-Patienten – in den nächsten Wochen zuspitzt.
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Oct 29, 2020 • 18min

Was Ärzte an der Corona-Strategie der Regierung stört

und was sie daher in einem Positionspapier vorschlagen Das Corona-Rad scheint sich immer schneller zu drehen, eine Infektions-Höchststandmeldung jagt die andere, die Krisentreffen der Regierungs-Chefs von Bund und Ländern finden in immer kürzeren Abständen statt, gefolgt von Änderungen der Corona-Maßnahmen. Am Mittwoch haben nun in seltener Einmütigkeit Bund und Länder gemeinsam für vier Wochen weitere Einschränkungen beschlossen, um so das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen – die Einschränkungen sind deutlich, aber nicht so absolut wie im Frühjahr, quasi ein Lockdown light. Genau den hätten eigentlich etliche Ärztevertreter und Wissenschaftler gerne vermieden. Kurz vor dem politischen Corona-Gipfel ist am Mittwoch haben sie ein Positionspapier vorgelegt mit einer eigenen Strategien, wie auf die steigenden Corona-Infektionszahlen reagiert werden könnte. Unterzeichnet haben das Papier die KBV und die beiden Virologen Professor Hendrik Streeck (Universität Bonn) und Professor Jonas Schmidt-Chanasit (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg). Unterstützung kommt von vielen Ärzte und Psychotherapeuten auf einer langen Liste an großen und kleinen ärztlichen Berufsverbänden und Fachgesellschaften. Mit zu den Unterstützern gehört etwa der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, kurz SpiFa. Dr. Dirk Heinrich, der Vorstandsvorsitzender des SpiFa, erläutert im Podcast-Gespräch, was seinen Verband bewogen hat, die Vorschläge zu unterstützen, welche Diskussionen es auslösen soll und vor allem, was jetzt zu tun ist aus Sicht der Ärzte.
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Oct 28, 2020 • 15min

Wie funktioniert die Schlaganfallversorgung per Telemedizin?

Einblicke in Telekonsile bei Apoplex Bei Schlaganfällen zählt jede Minute und eine schnelle Einlieferung auf eine neurologische Station - am besten eine Stroke Unit. Doch die ist nicht immer in unmittelbarer Nähe. Dann können auch in einem Telekonsil, die wichtigsten Informationen ausgetauscht werden, um erste Behandlungsentscheidungen zu treffen, ist Privatdozent Dr. Christoph Gumbinger überzeugt. Er ist Sprecher der Kommission "Telemedizinsche Schlaganfallversorgung" der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Leiter der Stroke-Unit an der Universität Heidelberg. In dieser Podcast-Episode erzählt er, warum sich die Teleneurologie lohnt – auch wenn sie (zunächst) kosten- und schulungsintensiv ist – was die Bayern hier besonders gut machen und auch, wo die Grenzen dieses Konzepts (noch) sind. Außerdem ein Thema des Gesprächs: Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Nutzung telemedizinischer Notfallversorgung ausgewirkt?
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Oct 27, 2020 • 22min

Der diabetische Fuß – Warten bis es zu spät ist?

Warum noch zu oft Zehen amputiert werden müssen Durchblutungsstörungen durch Diabetes werden oft verschleppt, obwohl sie schlimme Folgen bis hin zur Amputation von Gliedmaßen haben können. Ärzten fällt die Entscheidung für eine solche Operation daher ebenfalls schwer. Ihr Ziel ist es, möglichst frühzeitig zu intervenieren, indem der Blutzucker gut eingestellt wird, Wunden an Fuß und Bein ordentlich versorgt werden und die Gefäßdurchblutung erhalten bleibt. Doch genau hier scheint sich auch die Corona-Pandemie negativ auszuwirken. Denn die Patienten kommen zunehmend erst spät, teilweise dann zu spät zum Arzt – überwiegend offenbar aus Angst vor Ansteckung, da Diabetiker bekanntlich zu einer der Hochrisikogruppen für einen schweren COVID-19 Verlauf zählen. Professor Dittmar Böckler aus Heidelberg kennt diese Problematik. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie am dortigen Universitätsklinikum und aktueller Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), die sich schon seit geraumer Zeit für die Prävention des diabetischen Fußsyndroms stark macht. Im Podcast-Gespräch erläutert er, warum es so wichtig für Patienten ist, frühzeitig auf mögliche periphere Gefäßerkrankungen zu reagieren und wie ihnen geholfen werden kann. Zudem gibt er auch Kollegen in der Hausarztpraxis zum Thema periphere Gefäßschäden wichtige Tipps.

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