ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Feb 1, 2021 • 20min

Gendermedizin gehört in jede Arztausbildung

und warum die Umsetzung dennoch zäh ist Frau ist nicht gleich Mann. Eigentlich klar. Doch wie steht es um das Genderwissen in der Ausbildung von Gesundheitsberufen? Zu diesem Thema hatte das Bundesgesundheitsministerium ein Forschungsprojekt finanziert. Das daraus entstandene Gutachten, das vor kurzem dem BMG vorgelegt wurde, offenbarte nun, dass an rund 70 Prozent der medizinischen Fakultäten in Deutschland Medizinstudierende nur punktuell auf die Geschlechterunterschiede bei Krankheiten, Symptomen und Therapien aufmerksam gemacht werden. Professor Gabriele Kaczmarczyk, Vizepräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB), gehört zu den Autorinnen des Projekts, das von der Berliner Charité und dem DÄB gemeinsam bearbeitet wurde. Sie forscht selbst schon seit vielen Jahren zum Thema Gendermedizin. Im Podcast-Gespräch erläutert sie, warum das Thema in der Ärzteausbildung noch immer stiefmütterlich behandelt wird und wie sich das ändern ließe.
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Jan 29, 2021 • 23min

So fahnden Labore nach Coronavirus-Mutationen

Ein Labormediziner berichtet von der Genomsequenzierung Die Politik hat die Labore angewiesen, bei SARS-CoV-2-Proben auch regelmäßig nach Mutationen zu screenen. Ziel ist, so einen schnellen Überblick zu erhalten, welche Varianten hierzulande kursieren. Wie im Detail vorgegangen wird und was bei einer Vollgenomsequenzierung passiert, das erzählt Labormediziner Professor Jan Kramer im „ÄrzteTag“-Podcast.
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Jan 27, 2021 • 14min

Wird der Mund-Nasen-Schutz uns nun jeden Winter begleiten?

Ein Intensivmediziner schildert seine Erfahrungen Unter den durch die Corona-Pandemie besonders belasteten Ärzten haben vor allem Intensivmediziner besonderes Augenmerk erhalten, die die volle Wucht übervoller Stationen, Engpässe bei der Beatmung schwererkrankter COVID-19-Patienten, Umsetzung neuer Schutzmaßnahmen, Hilflosigkeit angesichts fehlender Therapiemöglichkeiten erfahren haben. Der ehemalige Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, Tankred Stöbe arbeitet als Intensivmediziner in Berlin am Krankenhaus Havelhöhe und berichtet im Podcast eindrücklich aus seinem Berufsalltag aus den vergangenen 12 Monaten. Außerdem war er als Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen während der Corona-Pandemie sowohl in Südostasien als auch im Jemen im Einsatz und erzählt, wie dort gegen das Virus gekämpft wird – und was manchmal dort besser gemacht wird.
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Jan 26, 2021 • 19min

Wie angespannt die Lage auf den Intensivstationen noch immer ist

und die Fortbildung der Intensivmediziner nicht unter die Räder kommen darf Das große Impfen gegen den COVID-19-Erreger hat zwar inzwischen begonnen, aber noch stöhnen die Intensivstationen über die Flut an schwer erkrankten Patienten. Stand Donnerstag, 14. Januar meldete das Robert-Koch-Institut die bisher höchste Zahl, der an einem Tag an bzw. mit COVID-19 gestorbenen Patienten. Und in dieser herausfordernden Zeit neu gestartet ist nun der Kölner Anästhesie-Professor Frank Wappler als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Im Podcast-Gespräch erzählt er, wie die Corona-Pandemie seine Arbeit prägt und welche Ziele er für die gut 20.000 Anästhesisten, Intensivmediziner und Notfallmediziner in Deutschland während seiner Präsidentschaft in Angriff nehmen möchte.
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Jan 25, 2021 • 11min

Warum eine Ärztin dafür kämpft, über Schwangerschaftsabbruch zu informieren zu dürfen

und warum sie § 219a StGB für überholt hält Wo hört Information auf und wo fängt Werbung an? Nein, heute soll es nicht um Marketing gehen. Diese Frage stellt sich nämlich auch Ärzten. Und zwar beim § 219a Strafgesetzbuch. Eigentlich soll dieser Paragraf dafür sorgen, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht „öffentlich“ und zudem nicht „eines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ angeboten werden. Doch der Satz lässt Interpretationsspielraum. Und auch die Reform im März 2019, wonach die Strafandrohung nicht gilt, wenn Ärzte darüber informieren, dass sie selbst bzw. welche anderen Ärzte Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, hat die Frage nicht abschließend geklärt, wo die Information genau aufhört. So geraten Mediziner, die auf ihrer Website eingehendere Informationen zum Thema Abruptio anbieten, nach wie vor in die juristischen Mühlen. Prominentes Beispiel ist die Gießener Ärztin Kristina Hänel, eine der vehementesten Gegnerinnen des §219a, die jetzt sogar vor das Bundesverfassungsgericht geht, um für die ärztliche Informationsfreiheit zu streiten. Im Gespräch erläutert sie, warum ihr das so wichtig ist.
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Jan 22, 2021 • 20min

Gibt es das gute und das schlechte MVZ, Frau Müller?

Warum Fremdkapitalgeber nicht automatisch die Versorgung verschlechtern In der letzten Episode des „ÄrzteTags“ hat Susanne Müller, Geschäftsführerin des BMVZ, dem Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V., mit Christoph Winnat aus dem Ressort Wirtschaft erörtert, wie der MVZ-Markt aktuell aussieht. In dieser Episode geht es darum, ob Fremdkapitalgeber in ein MVZ investieren dürfen sollen. Für manchen ist dies der Todestoß für den freien, niedergelassenen Arztberuf – Susanne Müller sieht das anders: Sie glaubt, ob ein MVZ gute oder schlechte Medizin betreibt, könne nicht am Träger alleine bewertet werden. Schlussendlich hält sie diese erbittert geführte Diskussion für eine Scheindebatte – und hat eine Idee, wie man einem zu starken Eingriff von Dritten in die Versorgung gegenwirken kann. Außerdem erklärt Müller, wieso das ursprüngliche Konzept der Zentren besser war als die momentane Regelung, weshalb gerade die Vielfalt der MVZ deren großer Vorteil ist und warum der Plan, die Ökonomisierung aus der Versorgung herauszuhalten, aus Ihrer Sicht grandios gescheitert ist.
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Jan 21, 2021 • 12min

„MVZ werden nicht primär gegründet, um Patienten glücklich zu machen“

Susanne Müller vom BMVZ über die Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren Praktische Organisationsform für Ärzte und zugleich Hassobjekt: Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ermöglichen Ärzten mehr Flexibilität, doch nicht jeder findet das Konzept gut. Susanne Müller vom „Bundesverband Medizinische Versorgungszentren – Gesundheitszentren – Integrierte Versorgung e.V.“ (BMVZ) lehnt ein Schwarz-Weiß-Denken ab. In dieser Episode schauen wir uns gemeinsam an, wie sich der MVZ-Markt in den letzten Jahren entwickelt hat. Wir fragen uns auch, ob der Ursprungsgedanke hinter den Zentren – eine bessere fachübergreifende Versorgung zu ermöglichen – gescheitert ist und warum sich oft ausgerechnet fachgleiche Ärzte unter dem MVZ-Dach zusammenschließen. Ist das MVZ 2021 vielleicht eher eine moderne Form der BAG? Ausblick: In der nächsten Episode geht es dann um die hitzig geführte Debatte, ob Privatinvestoren sich in ein MVZ einkaufen können soll oder ob dies ein Dammbruch in der Versorgung ist.
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Jan 18, 2021 • 25min

"Für das Gesundheitssystem war das eine hervorragende Legislaturperiode"

Prof. Volker Amelung über den BMC-Kongress, Managed Care und Health-Apps Morgen startet der Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) – natürlich Corona-bedingt rein virtuell. Wir haben die Gelegenheit ergriffen mit dem BMC-Vorstandsvorsitzenden Prof. Volker Amelung zu sprechen. Der Professor für internationale Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover spricht mit Hauke Gerlof über den Kongress, den die Macher explizit nicht als Pandemiekongress gestalten wollen, und Managed Care in Corona-Zeiten. Doch die Pandemie spielt nur eine kleine Rolle in dieser "ÄrzteTag"-Episode. Mehr Platz nimmt die Frage ein, ob die neuen Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGa) eine Erfolgsgeschichte sind, wie Managed Care eigentlich gedacht ist und warum Amelung ein Fan der Innovationsfonds-Projekte ist – ohne aber kritikfrei an dem System zu sein. Außerdem hält er ein kurzes Plädoyer fürs Nudging und erklärt, welche wichtige und richtige Weichen in den letzten Jahren gestellt worden sind. "Es wurde wahnsinnig viel gemacht", resümiert er die Regierungsarbeit im Wahljahr 2021. Und er gibt einen Ausblick, welche beiden Themen die nächste Regierung anpacken muss.
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Jan 15, 2021 • 12min

Corona: Warum impfen die Bundesländer so unterschiedlich schnell, Dr. Heinrich?

Ein Leiter eines Corona-Impfzentrums gibt Einblicke Corona-Impfchaos? Gibt es nicht, denkt Dr. Dirk Heinrich. Er ist nicht nur Vorsitzender des Virchowbundes; der Facharzt für Allgemeinmedizin und HNO leitet in Hamburg auch das Impfzentrum. In dieser Podcast-Episode erklärt er, wie die Logistik bei der Impfung gegen COVID-19 abläuft und warum die Diskussion um zu langsame Impfungen für ihn viel Lärm um nichts ist. Im Gespräch mit Hauke Gerlof geht er auch darauf ein, wie es zum rascheren Impffortschritt bei den "Musterknaben" in Schleswig-Holstein und Schleswig-Holstein kommt und was mit dem Impfzentrum passieren sollte, wenn auch Hausärzte gegen SARS-CoV-2 impfen können.
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Dec 30, 2020 • 18min

Corona-Impfpflicht für Ärzte? „Artikel 2 Grundgesetz ist nicht schrankenlos!“

Arzt und Medizinrechtler Alexander Ehlers im Gespräch Es waren noch nicht die ersten Bürger gegen COVID-19 geimpft, schon keimte die Diskussion über eine Corona-Impfpflicht und Privilegien für Geimpfte auf. Die Debatte aber kommt zur völlig falschen Zeit, sagt der Allgemeinmediziner und Medizinrechtler Professor Alexander Ehlers im „ÄrzteTag“-Podcast. Das Problem: Es fehlen wissenschaftliche Daten, diese Themen überhaupt fundiert erörtern zu können. Eine Impfpflicht aber, sagt er, etwa für Gesundheitsberufe wäre rechtlich absolut möglich. Im Gespräch erklärt er, welche Vorgaben die Verfassungsrichter machen würden. Ehlers sagt auch, dass die Diskussion über Privilegien für Geimpfte am eigentlichen Problem vorbeiführt. Denn es könnte der Zeitpunkt kommen, an dem es sogar geboten wäre, dass gegen SARS-CoV-2 geimpfte Personen wieder ihre verfassungsgemäßen Freiheiten erhalten müssen. Auch von dem Vorschlag, „Ungleichbehandlung“ etwa durch Fluggesellschaften zu verbieten, hält er wenig. Dies, so seine Einschätzung, würde wohl gegen die Verfassung verstoßen. Foto: privat

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