ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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May 19, 2021 • 14min

Kinderrechte ins Grundgesetz - aber richtig!

Prof. Huppertz über Sinn und Unsinn von Formulierungen Kinder sind besonders schutzbedürftig. Ihre Rechte sollen daher künftig auch ausdrücklich im Grundgesetz erwähnt werden. Das Bundeskabinett hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Januar abgesegnet und jüngst im Bundestag debattiert. Am Montag tagte dazu auch der Rechtsausschuss des Bundestages. Doch nach Ansicht von Kinderärzten gehen die derzeitigen Formulierungen am Bedarf vorbei. Neben der Opposition und Juristen, wirft auch die deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) der Bundessregierung vor, damit sogar hinter der aktuellen Rechtsprechung, wie sie etwa in der EU-Kinderrechtskonvention hinterlegt sei, zurückzubleiben. Im Podcast-Gespräch erläutert Professor Hans-Iko Huppertz, Generalsekretär der DAKJ, warum er die Formulierungen für „weichgespült“ hält und warum es wichtig ist, unter anderem den Anspruch auf Förderung explizit in einen Gesetzestext aufzunehmen. In Artikel 6 Absatz 2 des Grundgesetzes soll folgende Formulierung aufgenommen werden: „Die verfassungsmäßigen Rechte der Kinder einschließlich ihres Rechts auf Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten sind zu achten und zu schützen. Das Wohl des Kindes ist angemessen zu berücksichtigen. Der verfassungsrechtliche Anspruch von Kindern auf rechtliches Gehör ist zu wahren. Die Erstverantwortung der Eltern bleibt unberührt.“
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May 18, 2021 • 28min

Warum ist Traumatherapie auch für Hausärzte wichtig, Dr. Astrid Bühren?

Und wie sind Sie selbst dazu gekommen? Seit vielen Jahren engagiert in der Arbeit mit Unfallverletzten und Familien in traumatischen Krisen und mit schwerkranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ist Dr. Astrid Bühren aus Murnau im bayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen vor kurzem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Seit 1993 ist die Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Murnau am Staffelsee niedergelassen. Gleich zu Beginn nahm sie dabei unter anderem auch in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau die psychotherapeutische Mitbehandlung von Schwerverletzten auf. Im Gespräch erzählt sie, wie sie überhaupt zur Arbeit in der Unfalltraumatherapie kam, wie sich diese Arbeit in den letzten Jahren gewandelt hat und warum es wichtig ist, dass Patienten nicht nur nach einem Unfall, sondern auch anderen einschneidenden gesundheitlichen Vorfällen psychische Unterstützung brauchen. Und warum das auch für Hausärzte ein relevantes Thema ist. Zudem schlägt das Herz der Ärztin noch für ein anderes wichtiges Thema, nämlich die Vereinbarkeit von Arztberuf und Familie. Im Podcast betont sie, dass sich hier bereits etliches verbessert hat – und was doch noch zu tun ist.
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May 17, 2021 • 18min

Der elektronische Heilberufeausweis – wie sicher ist er?

Und wie sollen Ärzte künftig damit arbeiten? Wie lässt sich eigentlich im Online-Schriftverkehr nachweisen, wer Absender ist und welchen Beruf er oder sie ausübt? Zumindest Ärzte und Psychotherapeuten können dafür den neuen elektronischen Heilberufsausweis nutzen, mit dem Mitteilungen online verschlüsselt und digital signiert werden. Doch wie sicher ist eigentlich eine solche Signatur? Und wie lassen sich die Prozesse der Online-Authentifizierung und der qualifizierten digitalen Signatur in den Praxisalltag integrieren? Muss in Zukunft für jeden verschickten Arztbrief oder Befund eine PIN eingegeben werden? Professor Christian Dierks, Arzt und Rechtsanwalt und vor fast 20 Jahren mit dabei, als die Rechtsgrundlagen für die elektronische Gesundheitskarte gelegt wurden, steht im „ÄrzteTag“-Podcast Rede und Antwort zu den Vorteilen einer verbindlichen Online-Kommunikation für Ärzte. Der Spezialist für Medizinrecht, mit besonderem Schwerpunkt auf Telemedizin-Recht, erläutert auch, wo sich Möglichkeiten einer komfortablen Umsetzung der digitalen Signatur ergeben und durch was in Zukunft die Chipkarte als eHBA im Netz abgelöst werden könnte.
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May 14, 2021 • 15min

Freie Entscheidung über Corona-Impfreihenfolge: Fluch oder Segen für Hausärzte?

Markus Beier erklärt die Folgen für Praxen am Beispiel Bayerns Rund um die Regelungen beim Impfen gegen COVID-19 hat sich in den letzten Tagen sehr viel verändert. Bayern wird als eins der ersten Bundesländer nun die Priorisierung ganz aufheben und überlässt die Entscheidung darüber, wer als nächstes die Nadel im Arm erhält, den Hausärzten. Hierbei beruft man sich auf das vertrauensvolle Hausarzt-Patienten-Verhältnis. Doch treibt das die Hausärzte Bayerns möglicherweise an ihre Grenzen? Was entlastet sie vielleicht auf der anderen Seite? Die bayerische Sicht erklärt Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes im Podcast-Gespräch.
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May 12, 2021 • 14min

Wie die KV Hessen Vaxzevria® zum "Urlaub-Möglichmacher-Impfstoff" machen will

KV Hessen-Chef Dastych zur AstraZeneca-Aktion Alle Welt will sich gegen Corona impfen lassen, doch der Corona-Impfstoff von AstraZeneca liegt wie Blei in den Praxen? Das können Hessens Ärztevertreter so nicht sagen. Aber: Der Vorbehalt gegen die Vakzine ist groß, und der Beratungsaufwand in den Arztpraxen oft hoch. Um Vaxzevria® in möglichst viele Oberarme zu bringen, möchte die Kassenärztliche Vereinigung Hessen etwas tun. Die Idee: Impflinge sollen nach Pfingsten innerhalb von vier Wochen beide Impfdosen erhalten. Die KV möchte also Ärzte dazu animieren, möglichst viel AstraZeneca-Impfstoff zu bestellen und mit dem Argument, dass jeder, der sich damit impfen lässt, noch vor den Sommerferien in Hessen vollständig geimpft sein wird – und damit wohl im Urlaub verreisen kann. HNO-Arzt und KV-Chef Frank Dastych erklärt, wie die Aktion funktioniert, wie die Ärzte darauf kamen und warum er Kritik seiner Kollegen an der Initiative verstehen kann.
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May 11, 2021 • 13min

Kinder gegen COVID-19 impfen: Was spricht dafür, was dagegen, Dr. Fischbach?

Der Präsident der Kinder- und Jugendärzte nimmt Stellung Nach bisherigen Erkenntnissen erkranken Kinder im Vergleich zu Erwachsenen meist weniger schwer an COVID-19 und haben eine deutlich bessere Prognose. Dennoch: etwa 0,18 Prozent der Kinder mit klinisch manifester COVID-19 sterben, meist infolge eines pädiatrischen entzündlichen Multisystemsyndroms (PIMS). Insgesamt liegt die für Kinder errechnete Mortalität allerdings nur bei 0,0018 Prozent. Diese Zahlen wurden jüngst bei einem PädiatrieUpdate genannt. Zugleich arbeiten die Hersteller der COVID-19-Vakzinen mit Hochdruck daran, Studiendaten zur Impfung von Kindern ab 12 Jahren und auch jünger zusammenzutragen und eine entsprechende Zulassung zu erhalten. Doch braucht es eine solche Impfung angesichts der geringen Morbidität und Mortalität in dieser Altersgruppe? Oder ist eine Impfung gerade wichtig, um den Jugendlichen wieder den Weg zur Normalität zu öffnen? Welche Argumente für oder gegen eine Impfung sprechen, diskutiert im Podcast Dr. Thomas Fischbach. Er ist niedergelassener Pädiater in eigener Praxis und vertritt als Präsident des Berufsverbands der Kinder-und Jugendärzte die politischen Interessen seiner Berufsgruppe.
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May 10, 2021 • 16min

Lässt sich mit Hilfe einer Smartwatch das Schlaganfallrisiko senken?

Was moderne Devices schon können – und was nicht Sie können ein EKG aufzeichnen, vor Vorhofflimmern- und Sauerstoffmangel warnen, Blutdruck messen, nächtliche Atmungsstörungen erkennen und noch etliches mehr – die Angaben zu den medizintechnischen Finessen neuer Smartwatches werden immer ausgefeilter. In einigen Studien wurde die Validität der Messungen bestätigt. Doch wie verlässlich sind diese Aussagen im Alltag für Patienten, die herzkrank sind und ein erhöhtes Herzinfarkt oder Schlaganfallrisiko haben? Kann die Auswertung im besten Fall vielleicht dem betreuenden Arzt wichtige Therapiehinweise geben? Diese Fragen beantwortet zum Aktionstag Schlaganfall Professor Peter Radke von der Schön-Klinik Neustadt. Denn Schlaganfall ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache. Eine der Hauptursachen von Schlaganfällen ist bekanntlich nicht erkanntes bzw. nicht therapiertes Vorhofflimmern (VHF). Prof. Radke ist Kardiologe und Vorsitzender des Ausschusses für e- und m-health der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
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May 7, 2021 • 15min

Fisch aus dem 3D-Drucker: Was steckt da drin?

Ein Gespräch über gedruckten "Lachs" Mittlerweile kann man mit einem 3D-Drucker einiges erzeugen: zum Beispiel auch Implantate. Aber Lebensmittel aus dem dreidimensionalen Drucker – was steckt da drin und warum nicht das Original essen statt das Imitat? Was sich zuerst wie ein Experiment aus dem Lebensmittellabor anhören mag, könnte in der Zukunft aber immer alltäglicher werden: Künstlich hergestellte Produkte könnten den Hunger auf der Welt eindämmen, wichtige natürliche Ressourcen schonen und damit Menschen und Umwelt nutzen. Während sich schon einige Unternehmen erfolgreich an Alternativen für Fleisch gemacht haben, die seit längerem im Supermarkt zu kaufen sind, sieht es bei Fisch anders aus. Ein Start-up aus Wien hat jetzt eine künstlich hergestellte Alternative entwickelt, die Lachs so exakt wie möglich versucht nachzubilden. Aus welchen Inhaltsstoffen dieser „Fisch“ besteht, wie man ihn druckt und wie es mit den Nährwerten aussieht – das wollen wir in einem Podcast mit dem CEO von Revo Foods, Robin Simsa, klären. Und zudem klären wir die Frage, ob der gedruckte Lachs eine Option für Fischallergiker ist.
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May 6, 2021 • 13min

BÄK-Präsident Reinhardt: „Die Kollegen wollen Orientierung“

Resümee zum 124. Deutschen Ärztetag Foto: Screenshot / Livestream BÄK
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May 5, 2021 • 16min

Medizinstudium – und was dann?

Berufsüberlegungen einer angehenden Ärztin Fast fertig als Ärztin und was dann? In der Klinik bleiben? Sich niederlassen? ÖGD oder vielleicht doch etwas anderes? Wir haben nachgefragt, was eine junge Medizinerin am Beruf reizt und was sie am Studium stört. Jula Wagner absolviert gerade ihr zweites Tertial des PJ in einer Hamburger Klinik. Sie hat während des Studium bereits in ganz verschiedenen medizinischen Bereichen gearbeitet von der Augenheilkunde über die Urologie bis zur Zentralen Notaufnahme. Zudem hat sie einige Erfahrungen im Ausland gesammelt. Und doch reizt sie noch ein ganz anderer Berufszweig, über den sie im Podcast erzählt – und der sie mit dem Thema Power-Napping in Kliniken in Verbindung gebracht hat.

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