

ÄrzteTag
Ärzte Zeitung
ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.
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May 25, 2022 • 24min
Wie ein DMP die Adipositas-Versorgung verbessern könnte
Aberle und Huizinga über die Versorgung von Adipositas-Patienten.
Es ist als Meilenstein zu bewerten, dass der Gesetzgeber den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt hat, ein Disease Management Programm (DMP) Adipositas zu beschließen. Erstmals wurde damit die Unterversorgung bei extremem Übergewicht offiziell anerkannt und Adipositas als chronische Krankheit definiert, betont Professor Jens Aberle, der Präsident der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) im "ÄrzteTag"-Podcast.
Für die künftige Versorgung von Adipositas-Patienten werden dabei gerade die Weichen gestellt. Als einen ersten Schritt hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Vorberichten evidenzbasierte Maßnahmen bei Adipositas gesichtet und diese zur Diskussion gestellt.
Im Podcast erläutern Aberle und Oliver Huizinga, Politischer Geschäftsführer der DAG, welche Optionen Hausärzten aktuell für Adipositas-Patienten zur Verfügung stehen und wie sich die Versorgung der Betroffenen durch ein DMP verbessern könnte. Dabei wird auch über die Frage diskutiert, mit welchen politischen Maßnahmen die starke Zunahme von Adipositas in Deutschland gebremst werden könnte.

May 25, 2022 • 11min
Braucht der Ärztetag eine gendergerechte Umbenennung, Dr. Christiane Groß?
Die Präsidentin des Ärztinnenbunds zur gendergerechten Sprache
Anträge Ic-46 und Ic-48 haben beim 126. Deutschen Ärztetag zu einer hochemotionalen Diskussion geführt. Darin fordert Dr. Helene Michler, Abgeordnete der Ärztekammer Berlin, den „Vorstand der Bundesärztekammer unter anderem auf, die Voraussetzungen für gendersensible Bezeichnungen der berufspolitischen Organisationen (Ärztekammern) sowie ihrer Hauptversammlung (Ärztetag) zu schaffen“.
Auch Dr. Christiane Groß, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, beklagt, „bei der gendergerechten Sprache tut sich so unendlich wenig!“ Im Plenarsaal erhält sie für ihre Worte Beifall, im „ÄrzteTag“-Podcast erzählt sie, dass sie lange selbst nicht davon überzeugt war, dass gendergerechte Sprache notwendig sei. Was sie schließlich dazu gebracht hat, sich heute selbst für das Thema einzusetzen, erklärt sie im Gespräch.

May 24, 2022 • 5min
„Beim Ärztetag halte ich es mit dem Spruch: Steter Tropfen höhlt den Stein“
Hausärztin Mareike Grebe auf dem Deutschen Ärztetag
Auf der Tagesordnung des 126. Deutschen Ärztetags in Bremen steht unter anderem das Thema „Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche“. Hier sieht auch Hausärztin Mareike Grebe dringend Handlungsbedarf. „Wir brauchen mehr psychologische Unterstützung für Kinder nach der Corona-Pandemie“, sagt die Delegierte der Ärztekammer Niedersachsen. Welche Diskussionen der niedergelassenen Hausärztin aus Hesel in Ostfriesland außerdem wichtig sind, erzählt sie im „ÄrzteTag“-Podcast.

May 24, 2022 • 5min
„Ethische Themen auf dem Ärztetag wichtiger als Vergütungsfragen“
Palliativmediziner Dr. Wolfgang Schaaf auf dem Deutschen Ärztetag
Die Ex-post-Triage lehnt Gesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) ab. Darüber sollte diskutiert werden, fordert Dr. Wolfgang Schaaf, Palliativmediziner aus Straubing und Delegierter der Ärztekammer Bayern, auf dem 126. Deutschen Ärztetag in Bremen. Welche Themen und Beschlüsse er sich außerdem vom Ärzteparlament wünscht, erzählt er im „ÄrzteTag“-Podcast.

May 24, 2022 • 53sec
Lauterbach: „Werde die neue GOÄ vorurteilsfrei prüfen“
Der Bundesgesundheitsminister über die aktualisierte Gebührenordnung
5590 Leistungen sind enthalten – ein Wälzer von einem Buch: Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, übergab Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag bei der Eröffnung des 126. Deutschen Ärztetags in Bremen einen prallgefüllten Erstdruck der neu ausgearbeiteten GOÄ. Lauterbach war sichtlich irritiert, wo er das dicke Buch ablegen soll, und kommentierte sein massives Gastgeschenk bissig mit der Bemerkung: „Kollege Reinhardt, ich erinnere mich an die vielen eloquenten Vorträge, die ich genießen konnte, im Rahmen unseres gemeinsamen Themas der Entbürokratisierung: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das [er hält das Buch hoch] der richtige Weg ist“,
Doch wann kommt die neue GOÄ? Die Ärzte Zeitung erwischte Lauterbach am Rande der Pressekonferenz bei Ärztetag und konfrontierte ihn mit der Frage. Beim Thema aktualisiertes Infektionsschutzgesetz wollte er sich dagegen nicht in die Karten schauen lassen. Ein knackig kurzer Podcast mit dem Gesundheitsminister aus Bremen.

May 23, 2022 • 6min
Wieso sollten Ärzte mehr als reine „Datentransporteure“ sein, Dr. Hofmeister?
Der KBV-Vize über Impfungen, Apotheken und einen dritten Corona-Herbst
Eine klare Vorgabe, wer wann in einem möglichen dritten COVID-19-Herbst geimpft werden soll: Das wünscht sich KBV-Vorstandsmitglied Dr. Stephan Hofmeister von der Politik. Wie diese Vorgaben aussehen sollten und warum er gegen eine Panikmache vor neuen Corona-Varianten ist, skizziert er in dieser Podcastepisode des „ÄrzteTags“ am Rande der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am Montag in Bremen.
Der Allgemeinmediziner erklärt auch, warum Ärzte in bestimmten Fällen ein Dispensierrecht erhalten sollten – und warum das kein Angriff auf die Apotheken sein soll. Und Hofmeister argumentiert gegen die aktuell geplante Richtung, in die die EU den Europäischen Gesundheitsdatenraum schicken will: Das höchste Gut der Arzt-Patienten-Beziehung sei schließlich das Vertrauen, dass alles was in der Praxis gesagt wird, unter vier Augen bleibt. Und welche Rollen sollen Mediziner dann in diesem Großprojekt bekommen statt die des reinen „Datentransporteurs“?

May 23, 2022 • 4min
Wie sieht die TI-Wunschliste der Kassenärzte aus, Dr. Gassen?
Der KBV-Chef über eine richtig gestaltete Digitalisierung der Praxen
„Wir sind es leid, von der gematik vor die Wahl zwischen Pest und Cholera gestellt zu werden“: Bei der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) machte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen seinem Ärger über die für ihr mangelhaft umgesetzte Digitalisierung der Praxen Luft. Sie dürfe nicht einem ministerialen Masterplan folgen, sondern den Bedürfnissen der Versorgung, erklärt das KBV-Vorstandsmitglied in dieser Episode des „ÄrzteTag-Podcats“, direkt von der Vertreterversammlung der KBV.
Gassen begründet auch, warum er sich ein Machtwort aus dem Lauterbach’schen Ministerium an die gematik wünscht und einen stärkeren ärztlichen Anteil dort befürwortet. Und er sagt auch, warum er ein „Chaos“ bei einer verfrühten Einführung des E-Rezepts befürchtet. (Dauer: 4:26 Minuten)

May 20, 2022 • 24min
MFA-Mangel: Was müssen Ärzte und Politik jetzt tun, Dr. Quitterer?
Der Präsident der Bayerischen LÄK über den Fachkräftemangel
Jede zweite Praxis suchte in den Jahren 2019 und 2020 nach Personal. Die Mehrzahl hielt nach MFA Ausschau: Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Besonders prekär ist die Situation nach Angabe des Verbands medizinischer Fachberufe in Bayern. Auch Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer und Hausarzt in Eggenfelden, bleibt nicht vom MFA-Mangel verschont.
Im „ÄrzteTag“-Podcast berichtet er, wie Ärzte und Politik dem Problem entgegenwirken sollten und wie die bayerische Ärztekammer bereits heute versucht, den MFA-Beruf attraktiv zu gestalten. Außerdem blicken wir auf den 126. Deutschen Ärztetag in Bremen: Welche Diskussionen und Beschlüsse erwartet Quitterer?

May 18, 2022 • 25min
Womit könnte die gematik Hausärzte überzeugen, Dr. Spöhrer?
Co-Autorin Dr. Kristina Spöhrer spricht über das Konzeptpapier Digitalisierung
Digitalisierung in Arztpraxen ist mehr als eAU und E-Rezept. Das hat den Deutschen Hausärzteverband dazu veranlasst, ein „Idealbild einer digitalen hausärztlichen Versorgung“ zu entwerfen. Das dazugehörige Konzeptpapier ist bei der Frühjahrstagung in Hannover mit großer Mehrheit verabschiedet worden.
Eine der Autorinnen des Konzeptpapiers ist Allgemeinärztin Dr. Kristina Spöhrer, die in einer BAG in Winsen an der Luhe niedergelassen ist. Sie hat das Papier in Hannover zusammen mit Dr. Marcus Beier, dem 1. Stellvertretenden Vorsitzenden des Verbands, vorgestellt. Im „ÄrzteTag“-Podcast gibt sie einen Überblick über die Grundausrichtung des Papiers, nämlich die Nutzenorientierung – Entlastung der Praxisteams und verbesserte Patientenversorgung durch digitalisierte Abläufe. Hierfür haben die Autorinnen und Autoren mögliche Anwendungen von der Arztsuche bis zum Telemonitoring von Patienten zu Hause zusammengestellt. Im Podcast berichtet die Hausärztin, wie einige dieser Anwendungen nutzbar sind.
Anwendungen wie eine Praxis-App oder auch die Möglichkeit für Patienten, sich digital in der Praxis einzuchecken, und bisher auch sichere Chat-Dienste für die Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen oder auch mit Patientinnen und Patienten haben zunächst (noch) nichts mit der Telematikinfrastruktur zu tun. Doch auch sinnvolle Anwendungen der gematik lehnen die Hausärzte nicht grundsätzlich ab, erläutert Kristina Spöhrer im Gespräch – und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssten.

May 17, 2022 • 31min
Gibt es einen harten Schnitt für die eAU im Juli, Dr. Fuhrmann?
Dr. Florian Fuhrmann über den Stand des eAU-Verfahrens und Tipps für Praxen.
Gibt es einen harten Schnitt? Immer wieder fragen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte in unserer Redaktion nach, ob der Startzeitpunkt für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) am 1. Juli 2022 steht und welche Konsequenzen es hätte, wenn sie technisch noch nicht so weit sind. Im aktuellen „ÄrzteTag“-Podcast haben wir bei Dr. Florian Fuhrmann von der KBV-Tochter kv.digital nachgefragt, wie seine Einschätzung zu dem Thema ist.
Werden die Ersatzverfahren nach dem 1. Juli weiter verwendbar sein? Sind doch Sanktionen zu befürchten, wenn dauerhaft keine eAU aus der Praxis an die Krankenkassen gesendet werden? Mit welchem Drucker können die neuen Formulare, die sogenannten Style Sheets, die nach dem Muster 1 kommen, ausgedruckt werden? Sind die KIM-Dienste mittlerweile so stabil, dass es keine Probleme beim eAU-Versand mehr gibt? Der kv.digital-Geschäftsführer, dessen Unternehmen selbst einen KIM-Dienst anbietet und dadurch nah am Geschehen ist, gibt aktuelle Informationen über den Stand des Verfahrens und Tipps für Praxen, was jetzt zu tun ist.
53.000 KV-Praxen hätten mittlerweile einen KIM-Dienst installiert, berichtet Fuhrmann im Podcast, Tendenz steigend. Auch der E-Health-Fachman berichtet über Probleme bei der Interoperabilität zwischen den Systemen. Auch ihm fehlen noch TI-Anwendungen mit echtem Mehrwert. Aber zur Digitalisierung sieht Fuhrmann keine Alternative.


