ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
undefined
Jun 24, 2022 • 11min

Und was machen Sie, wenn Mitarbeiter in Elternzeit gehen, Dr. Volmer-Berthele?

Eine Chefärztin ging selbst in Elternzeit und berichtet über ihre Erfahrungen Bei der Podiumsdiskussion „Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment?“ beim Hauptstadtkongress meldeten sich auch viele Stimmen aus dem Publikum, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Eine von ihnen ist Dr. Nora Volmer-Berthele, die als Chefärztin einer Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche bei den Waldburg-Zeil Kliniken arbeitet. Sie ging während ihrer Laufbahn gleichzeitig mit einem Kollegen in Elternzeit und konnte sehen, wie unterschiedlich das Unternehmen bei ihr und bei ihrem männlichen Kollegen vorging. Heute ist sie in der Position, Bedingungen für ihre weiblichen wie männlichen Mitarbeiter, die in Elternzeit gehen, zu schaffen. Worauf sie dabei achtet und welche Erfahrung sie mit ihrem Kollegen gemacht hat, berichtet Volmer-Berthele im „ÄrzteTag“-Podcast.
undefined
Jun 22, 2022 • 8min

Wo liegt das größte Potenzial von mRNA, Professor Cichutek?

Mit dem Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts beim Hauptstadtkongress Professor Klaus Cichutek, Präsident des Paul Ehrlich-Instituts (PEI), ist zum Hauptstadtkongress nach Berlin gekommen, um über mRNA zu sprechen. Vielen ist mRNA vor allem wegen der SARS-CoV2-Impfstoffe ein Begriff. Jedoch löst die mRNA-Technologie nicht alle Probleme bei der Impfstoffentwicklung: Zum Beispiel das Antigendesign etwa bei der Entwicklung eines HIV-Impfstoffs sei noch immer eine Herausforderung, die auch mit der mRNA-Technologie besteht, so Cichutek. Allerdings ist das Potenzial der mRNA-Technologie auch nicht mit Impfstoffen erschöpft: In der Biotherapie sei es seit etwa fünf bis sechs Jahren möglich, statt Proteinen mRNA zu geben. Welche Vorteile und Nachteile mRNA noch bietet und warum das PEI den Schub in der Entwicklung der mRNA-Impfstoffe vorher ahnen konnte, darauf geht Cichutek im „ÄrzteTag“-Podcast genauer ein.
undefined
Jun 22, 2022 • 44min

Können Sie den Aufschrei der Ärzte bei Apotheker-Honoraren verstehen, Frau Overwiening?

Die ABDA-Chefin über einen Zankapfel in der Versorgung Mehr als 10 Euro für eine Blutdrucksenkung, 90 Euro für eine erweiterte Medikationsberatung: Die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen haben bei den Ärzten einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Doch auch die Leistungen der Apotheker, die sie jetzt auf Kasse erbringen dürfen, seien budgetiert, erklärt ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening im „ÄrzteTag“-Podcast. Die Pharmazeuten wüssten also nicht, wie viel am Ende tatsächlich ausbezahlt werde, ähnlich wie es Ärzten bei budgetierten Leistungen ergehe. Im Gespräch appelliert Overwiening eindringlich an die Ärzte, lieber die Chancen der gemeinsamen Arbeit bei der Medikation der Patienten zu sehen, als sich an der Honorierung zu stören. Wenn die Kommunikation zwischen Ärzten, Apothekern und Patienten strukturiert ablaufe, werde nicht das Arzt-Patienten-Verhältnis gestört, wie das jetzt manche Ärzte befürchten, sondern es könne „eine Win-Win-Win-Situation“ für alle drei werden. Dies hätten bereits viele Pilotprojekte gezeigt, auch die Arzneimittelinitiative ARMIN in Sachsen und Thüringen. In mehreren konkreten Beispielen erläutert die ABDA-Präsidentin, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern sich für die Patienten positiv auswirken kann.
undefined
Jun 21, 2022 • 39min

Gibt es am 1. Juli den eAU-Knall, Dr. Ozegowski?

Die Abteilungsleiterin im Gesundheitsministerium für Digitalisierung und Innovationen gibt Auskunft Sie strahlt viel Optimismus aus, die neue Abteilungsleiterin Dr. Susanne Ozegowski, im Bundesgesundheitsministerium zuständig für Digitalisierung und Innovation. Die elektronische AU-Bescheinigung, die im Juli in den Roll-out geht, und das ab September kommende E-Rezept sieht sie mittlerweile aus dem Teststadium hinausgewachsen und ist zuversichtlich, was den weiteren Roll-out dieser Massenanwendungen über die Telematikinfrastrukur angeht. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht Ozegowski über die weiteren Vorhaben der Bundesregierung, die die Digitalisierung voranbringen sollen, und deren Umsetzung: Opt-out für die elektronische Patientenakte, Zugang zu Gesundheitsdaten für die Forschung, Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Interoperabilität der Systeme und eine mögliche zusätzliche Förderung für die Modernisierung der Praxis-IT-Systeme, analog dem Krankenhauszukunftsgesetz – auch wenn dafür aktuell weniger große Töpfe zur Verfügung stehen als für den Krankenhauszukunftsfonds. Und sie hat auch eine persönliche Vision der Digitalisierung im Gesundheitswesen am Ende dieser Legislaturperiode.
undefined
Jun 17, 2022 • 21min

Was können Ärzte tun, um Amoktaten zu verhindern, Frau Professor Bannenberg?

Das "Beratungsnetzwerk Amokprävention" über Hilfe bei Amok-Anzeichen. Auch Patienten machen Andeutungen dazu, eine Amoktat begehen zu wollen oder mit Amoktätern zu sympathisieren. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich? Bei dieser Frage kann ein Anruf oder eine Email an das "Beratungsnetzwerk Amokprävention" von der Justus-Liebig-Universität Gießen helfen, das mit dem „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ zusammenarbeitet. Die Rechtswissenschaftlerin Professor Britta Bannenberg, Professur für Kriminologie an der JLU Gießen, hat mit ihrem Team Amoktaten und -androhungen erforscht und betreut nun das Netzwerk. 2022 sind – nur bis Mitte Juni – bereits 100 Hinweise von Personen, die eine Amoktat befürchten, eingegangen. Sonst waren es etwa 60 pro Jahr. Bannenberg erklärt im "ÄrzteTag"-Podcast, was Warnanzeichen sind und wie auch Ärzte Amokgeneigte vielleicht doch noch von ihrem Vorhaben abbringen können. (Dauer: 21:09 Minuten)
undefined
Jun 15, 2022 • 23min

Findet der Tod in unserem Leben zu wenig Platz?

Palliativschwestern Michaela Bayer und Sara Loy über das Sterben Die Social Media Plattform Instagram ist für Urlaubsbilder und Selbstporträts bekannt. Zwischen diesen oberflächlichen und unterhaltenden Beiträgen finden Nutzer aber auch ernstere Themen. Ein Beispiel dafür ist der Kanal von Michaela Bayer und Sara Loy. Die Palliativschwestern aus München klären unter dem Namen elsa.palliative.care über ihre Arbeit auf einer Palliativstation auf, sprechen über das Sterben und wollen den Menschen die Angst vor dem Tod nehmen. Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählen sie, warum ein offener Umgang mit dem Tod ihrer Meinung nach notwendig ist. Außerdem richten sich die Palliativschwestern an die Ärzteschaft: Viele Patienten hätten Vorurteile gegenüber der Palliativversorgung – auch aufgrund der Kommunikation der Ärzte. „Wenn jemand eine schwere Diagnose bekommt und gesagt bekommt, wir können nichts mehr für Sie tun, Sie kommen jetzt auf die Palliativstation, dann denkt der Patient: Mir kann eh nicht mehr geholfen werden. Dabei können wir sehr viel für die Patienten tun“, sagt Michaela Bayer im Gespräch mit der Ärzte Zeitung. (Dauer: 22:53 Minuten)
undefined
Jun 13, 2022 • 17min

Was hat der neue Mindestlohn mit den Mini-Jobs in Praxen zu tun, Dr. Schlegel?

Dr. Schlegel über die neuen Regeln zu Arbeitsverträgen und Mini-Jobs Der Bundesrat hat am Freitag die steuer- und sozialabgabenfreie Corona-Prämie von bis zu 4500 Euro, die Praxisinhaber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zukommen lassen dürfen, endgültig durchgewinkt. Außerdem hat er eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro im Oktober beschlossen. Warum auch Letzteres für Arztpraxen sehr relevant sein kann, erläutert der auf Arbeitsrecht für Arztpraxen spezialisierte Rechtsanwalt Dr. Uwe P. Schlegel aus Köln, im aktuellen „ÄrzteTag“-Podcast. Dahinter steht zum einen eine Übergangsregel, die dazu führen kann, dass Mini-Jobber vorübergehend über die Pauschalabgabe hinaus in die Sozialversicherungspflicht fallen, wie der Geschäftsführer von ETL-Rechtsanwälte erklärt. Zum anderen werde die Mini- und Midijobber-Grenze durch die neuen Regeln dynamisiert und steige nun zum 1. Oktober deutlich an, auf 520 Euro für Mini-Jobs und 1600 Euro für Midi-Jobs. Schlegel sieht aber noch im Spätsommer eine weitere Klippe auf Personalverantwortliche in Praxen zukommen: Neue Anforderungen für Arbeitsverträge.
undefined
Jun 7, 2022 • 20min

Warum wir als Gesellschaft bei Zwangsehen mehr hinschauen sollten

Charity Award-Gewinner: Über die Arbeit des Vereins peri e.V. „Wir waren verzweifelt, enttäuscht von unserer Gesellschaft“, sagt Ali, der aus Pakistan geflüchtet ist: Der Heimat, Familie und Freunde verlassen hat, „damit ich ein besseres Leben habe“. Und dann erlebt er mitten in Deutschland, dass seine türkische Freundin von der eigenen Familie entführt wird, weil sie zwangsverheiratet werden soll. Dass er niedergeschlagen wird, blutend aus der gemeinsamen Wohnung flüchten kann, „barfuß, ohne Handy, ohne Ausweis“, aber niemand auf der Straße ihm hilft, nicht einmal die Polizei ruft. Leider kein Einzelfall. Seit 2008 hilft der Verein peri e.V. Opfern von Zwangsehen und engagiert sich für das Recht junger Muslima auf Selbstbestimmung. Auch junge muslimische Männer wenden sich immer häufiger an die Organisation. Gegründet wurde der Verein von der Menschenrechtsaktivistin und Publizistin Serap Çileli, die einst selbst Betroffene einer Zwangsheirat war. Für sein Engagement wurde peri im vergangenen Jahr mit dem 1. Platz des Springer Charity Awards ausgezeichnet. Im „ÄrzteTag“ stellen wir neben Ali drei weitere Betroffene vor: Um denen, die Hilfe suchen, Mut zu machen. Aber auch, um an die Gesellschaft zu appellieren, eben nicht wegzuschauen – ganz nach dem peri-Motto: „Mischt Euch ein, holt Euch Hilfe!“: „Helft uns, werdet Mitglied, mischt Euch ein und mischt Euch vor allem in Eurem Umfeld ein“, appelliert Ceyda daher. Zwangsehen haben viele Gesichter, wie die Geschichten von zeigen.
undefined
Jun 3, 2022 • 17min

Warum sind Hausärzte die wichtigsten Organspende-Botschafter, Dr. Barreiros?

Ein DSO-Mitglied über die Rolle der Hausärzte zum Organspendetag Am 4. Juni feiert der Organspendetag seinen 40. Geburtstag. Dass bundesweite Aufklärungsaktionen wichtiger denn je sind, zeigen die aktuellen Organspendezahlen: Noch immer warten rund 9000 Menschen auf ein Spenderorgan. Die Zahl der postmortalen Organspender hat im ersten Quartal 2022 mit 239 Spendern und 750 gespendeten Organen im Zehnjahresvergleich einen neuen Tiefstand erreicht. Deshalb appelliert Privatdozentin Dr. Ana Paula Barreiros vor allem an die Hausärztinnen und Hausärzte, sich mehr für das Thema Organspende einzusetzen. Wenn Hausärzte „als Vertrauensperson“, die sie ja in der Regel sind, hier Transparenz schafften „und dann auch Ängste abbauen“, sei das ein „sehr, sehr guter Hebel“ für mehr Spendebereitschaft, so die Geschäftsführende Ärztin der Region-Mitte der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Die Aufklärung durch Hausärzte habe einen ganz anderen Stellenwert als andere Aktionen. Dazu gehört für Barreiros aber auch, dass mehr Menschen dann tatsächlich ihre Entscheidung dokumentieren. Gerade einmal 15 Prozent der Organspender hätten zu Lebzeiten ihren Willen schriftlich bekundet: „Wir tun uns schwer damit, es niederzuschreiben“. Sie stellt daher klare Forderungen an ein bundesweites Organspenderegister. Im Podcast spricht sie außerdem über die Gründe für den deutlichen Einbruch bei den Spenderzahlen. Und über ein ungewöhnliches Phänomen: „In den ersten vier Monaten ist die Zahl der Ablehnungen von Angehörigen deutlich höher als sonst gewesen.“
undefined
Jun 1, 2022 • 21min

„Kinder, Kittel und Karriere“ – wie unterstützen die MumDocs dabei, Dr. Singer?

Dr. Katrin Singer über die Vereinbarkeit von Kind und Karriere. Nach ihrer Schwangerschaft suchte Dr. Katrin Singer ein Forum, in dem sie auf Augenhöhe mit anderen Müttern über Kinderkrankheiten, Impfen und den Alltag mit Baby sprechen kann. Fündig wurde die Ärztin in Weiterbildung damals nicht. Daher gründete Sie selbst das Netzwerk „MumDocs“. Im „ÄrzteTag“ berichtet Singer von den Anfängen der „MumDocs“ und erzählt, wie sich das Netzwerk entwickelt hat. Neben dem Austausch zum eigenen Nachwuchs steht auch der fachliche Dialog im Vordergrund. Auch mit Fragen zur Vereinbarkeit von Kind und Karriere wenden sich viele Ärztinnen an die „MumDocs“. Schon in der Schwangerschaft herrscht bei einigen Ärztinnen Unsicherheit: Sollte ich weiter am Patienten arbeiten? Kann ich noch im Op stehen? Katrin berichtet im Gespräch, wie sie selbst ihre Schwangerschaft und Elternzeit während der Weiterbildung erlebt hat und gibt Tipps für junge Mütter.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app